Der Turm der Welt

von Benjamin Monferat 
4,5 Sterne bei47 Bewertungen
Der Turm der Welt
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Mein Lieblingsbuch des Jahres. Abenteuer, Spannung, Geschichte, Intrigen, alles, was man zu träumen braucht.

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Ein zeithistorisches literarisches Feuerwerk - ein außergewöhnlicher Autor mit brillantem Schreibstil!

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Inhaltsangabe zu "Der Turm der Welt"

Große Kulisse. große Gefühle, großes Drama: Benjamin Monferats opulenter Historischer Roman erzählt von Machtkämpfen und Intrigen im Europa des 19. Jahrhunderts.
1889. Die Pariser Weltausstellung geht dem Ende zu. Millionen von Menschen strömen in die Lichterstadt. Die brisante internationale Lage scheint vergessen. Und doch würde gerade hier, im bunten Gewimmel der Nationen und Interessen, ein Funke genügen, um das Pulverfass zur Explosion zu bringen. Ausgerechnet da werden zwei Ermittler des französischen Geheimdienstes tot aufgefunden - sie waren einer Verschwörung auf der Spur.
Niemand ahnt: Die Zukunft Europas ist mit dem Schicksal einiger Besucher eng verknüpft. Eine französische Adelige, ein deutscher Offizier, ein junger Fotograf, eine bildschöne Kurtisane – sie alle sind Figuren im Spiel der Mächte.
Beim Abschlussfeuerwerk versammelt sich alles, was Rang und Namen hat auf dem neu erbauten Eiffelturm. Der beste Zeitpunkt, um die Welt im Chaos versinken zu lassen …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499271489
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:704 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:18.08.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 05.09.2016 bei Audiobuch erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    papaverorossos avatar
    papaverorossovor einem Jahr
    Kurzmeinung: Mein Lieblingsbuch des Jahres. Abenteuer, Spannung, Geschichte, Intrigen, alles, was man zu träumen braucht.
    Absolut empfehlenswert

    „Der Turm der Welt“ gehört ganz eindeutig zu meinen Lieblingsbüchern aus dem Jahr 2017.

    Die Kulisse: Oktober 1889, Paris, die Weltausstellung. Worum es genau im Buch geht, wird nicht sofort klar. Anscheinend um einen sehr gruseligen Kriminalfall, mit zwei toten Agenten und einer Uhr von Bernault als Schauplatz. Um die Pariser Geheimdienste. Aber auch um eine deutsche Delegation, um den englischen Kronprinzen, um die Besitzerin eines Hotels in Paris, um die „Königin“ der gesellschaftlichen Events, um eine Kurtisane, um einen Fotografen... Alles, was der Leser weiß, ist, dass in drei Tagen etwas Fürchterliches passieren wird. Was denn genau? Was haben all die genannten Personen am Ende damit zu tun?

    Benjamin Monferrat (alias Stephan M. Rother) ist ein deutscher Schriftsteller und Historiker. Die Kombination ist vielversprechend, zumal Monferrats Schreibkünste allerhöchste Qualität vorweisen. Anfangs war ich als Leserin durch die vielen Handlungsstränge und die kurzen Kapitel verwirrt. Jedoch gewann jede einzelne Geschichte so sehr an Spannung, dass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte. Die historischen Hintergründe sind ohne Zweifel gut recherchiert. Optimale Voraussetzungen für einen historischen Roman. Aber das ist nicht das, was dieses Buch für mich am meisten bezeichnet. Monferrat hat eine blühende, geniale Fantasie, die er einsetzt, um eine abenteuerreiche, fast magische Geschichte zu spinnen, die mich an Jules Vernes Werke stark erinnern. Jedoch ist „Der Turm der Welt“ sicherlich kein Abenteuerbuch für Kinder. Der Autor scheut sich nicht vor morbiden Themen und Gewalt. Ebenfalls schwingt eine subtile Erotik in vielen Szenen mit, teils anregend, teils verstörend. Die Atmosphäre ist eine ganz besondere, düstere, anziehende. Das Buch entwickelt einen Sog, der den Leser bis zum großen Finale immer schneller in die Handlung hineinzieht. Das große Finale, das vielleicht doch etwas „zu groß“ geworden ist, jedoch insgesamt perfekt zum Buch passt.

    Ich empfehle diesem Buch jedem, der fantasievolle Abenteuergeschichten liebt und nicht allzu empfindlich ist, wenn es um Gewaltszenen geht. Das Buch ist was Besonderes, ein literarischer Schatz, den ich in Erinnerung behalten werde.



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    derMichis avatar
    derMichivor einem Jahr
    Licht und Schatten

    Am Anfang scheint es, als wäre alles schnell vorüber. Anstelle von Kapitelüberschriften weist ein unerbittlicher Countdown darauf hin, dass in knapp drei Tagen nach Beginn der Handlung eine Katastrophe bevorsteht. Dennoch versteht es Montferat auch in diesem Roman, den relativ überschaubaren Zeitraum mit jeder Menge Figuren und Ereignissen zu füllen, so dass am Ende eben doch rund siebenhundert Seiten voll werden. Bis die Figuren und Situationen erst einmal angemessen vorgestellt wurden und man ihre Rolle in der Geschichte zu erahnen beginnt, vergeht naturgemäß allerhand Zeit. Doch spätestens nach dem erklärungslastigen ersten Drittel nimmt das Buch wieder Fahrt auf.

    Ein lebendiges Bildes einer sich modernisierenden Großstadt entsteht, in der die technische Revolution neben den dunklen Gassen der vorindustriellen Zeit existiert, in der sich aber auch Adlige behaupten wollen, die zunehmend dem neu entstehenden Bürgertum weichen müssen. Der ausgewogene Mix von Charakteren unterschiedlichster Herkunft und ihrer sozialen Hintergründe trägt neben den ausführlichen Beschreibungen des Zeitgeistes dazu bei, einen guten Eindruck von der Aufbruchsstimmung und Technikgläubigkeit dieses Zeitalters zu erhalten, in dem Optimisten selbst Kriege aufgrund der zivilisierten Gleichberechtigung aller Nationen für überflüssig hielten.

    Doch "Der Turm der Welt" ist mehr als einer unter vielen neuzeitlichen Historienromanen. Wenn nicht gerade persönliche Probleme in Form von rhetorischen Fragen oder sonstigem inneren Dialog diskutiert werden, dann hat er außerdem das Zeug zu einem spannenden Thriller. Insbesondere das Wiedersehen mit Basil Fitz-Edwards aus "Welt in Flammen", dessen Vorgeschichte wir hier erzählt bekommen, trägt dazu bei, sowie die Jagd auf den möglicherweise nach Paris gereisten Jack the Ripper. Dessen Identität wird zwar eher angedeutet als aufgedeckt, gleichzeitig passt das jedoch zum Mythos um den legendären Killer. Auch die Ermittlungen der Agenten Marais und Trebut treiben die Handlung voran, wenn sie an anderen Stellen, in denen es um gesellschaftliche Dinge wie die Einführung junger adliger Mädchen in die Gesellschaft geht, ein wenig auf der Stelle tritt und allzu viele bekannte Motive des klassische Historienromans bemüht.

    Überhaupt scheinen manche Sätze und Kapitel mehr zum Zeitschinden als zum Mitfiebern geeignet. Wer sich bereitwillig durch diese Passagen hindurchkämpft, wird danach jedoch in der Regel wieder mit spannenderen Abschnitten belohnt, die veranschaulichen, auf welchem Pulverfass die Millionenstadt Paris sitzt. Das theatralische Ende erinnert in seiner Umsetzung an Montferats letzten Roman, setzt allerdings auf zu viele Zufälle, um wirklich glaubwürdig zu sein. Dafür ist der Weg dorthin stellenweise durchaus mitreißend, lebendig inszeniert und der Grundaufbau handwerklich meisterlich gelungen.

    Alle Leser, die sich gerne in ein Buch versenken, um dessen Welt und ihre Figuren in aller Ausführlichkeit kennenzulernen, werden hier keinesfalls schlecht bedient. Mit etwas Geduld entfaltet sich ein großer Roman, der zwar die Charaktereigenschaften seiner Figuren nicht immer allzu tief ausleuchtet, dafür aber umso mehr die Breite der Gesellschaft im Paris des späten neunzehnten Jahrhunderts aufzeigt.

    Seitenzahl: 704
    Format: 15,2 x 22 cm, gebunden
    Verlag: Wunderlich/Rowohlt

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    SigiLovesBookss avatar
    SigiLovesBooksvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein zeithistorisches literarisches Feuerwerk - ein außergewöhnlicher Autor mit brillantem Schreibstil!
    Ein zeithistorisches literarisches Feuerwerk eines brillanten Autors!

    "Der Turm der Welt" von Benjamin Monferat erschien (HC, gebunden) im Wunderlich-Verlag (Rowohlt) 2016 und ist nach dem Début "Welt in Flammen" der zweite Roman des Autors, der sich als Schriftsteller der Geschichte verschrieben hat und dessen Romanaufbau und -handlung auch hier als brillant beschrieben werden kann:

    "Oktober 1889: Die Pariser Weltausstellung nähert sich ihrem großen Finale. Millionen von Menschen strömen in die Lichterstadt, um Zeuge des Spektakels zu werden. Die brisante internationale Lage scheint für einen Augenblick vergessen. Und doch würde, im bunten Gewimmel der Nationen, ein Funke genügen, um das Pulverfass zur Explosion zu bringen" (.....) 
    (Quelle: Buchrückentext, Auszug)

    Zu diesen Millionen Besuchern zählt auch der illustre Kreis der Hauptprotagonisten: In einer Schlüsselrolle Friedrich von Straten, Angehöriger einer preußischen Geheimdienstabteilung mit 'besonderem Auftrag', der zur Weltausstellung beordert wird; Madeleine Royal, ihres Zeichens Königin der Kurtisanen von Paris; Basil Fitz-Edwards (der auch in "Welt in Flammen" zum Personal zählt) und hier Begleiter des britischen Thronfolgers Edward, genannt Eddy, Duke of Clarence and Avondale ist (letzterer neben Henri Toulouse-Lautrec, dem weltberühmten Maler die einzige historisch authentische Figur); Monsieur Longueville, ein französischer Staatssekretär; Albertine de Roquefort mit Tochter und Nichte, die aus der Picardie zum Pariser Stadtpalais aufbrechen, um auf Einladung von Tourteuil die Weltausstellung zu besuchen; Berneau, dem genialen Erfinder und der geheimnisvollen "Frau über den Dächern von Paris", die hier ebenso wie Friedrich von Straten eine Schlüsselrolle inne hat sowie der legendäre Agent des Deuxième Bureau (eine Sektion des französischen Geheimdienstes) Alain Marais und Pierre Trebut, die im Verlaufe des Romans versuchen werden, aufzuklären, wer hinter dem Attentat steckt, dem zwei weitere Agenten des Deuxième Bureau auf brutale Weise zum Opfer fielen....

    Vor dem Auge des Lesers lässt Benjamin Monferat sehr geschickt die Zeit der Exposition Universelle 1889 in Paris wieder aufleben, die als Machtdemonstration Frankreichs in einer Zeit 'gegenseitiger Belauerung' stattfand und zu einer Zeit zahlreicher industrieller Erfindungen und technischen Neuerungen, wo man sich suchte, gegenseitig zu überbieten. Die Anspannung dieses Zeitgeistes ist von der ersten bis zur letzten Seite nacherlebbar, was ich persönlich als fantastisch gelungen erachte. 

    Die zahlreichen Hauptprotagonisten sind sehr gut ausgeleuchtet, das Geflecht der Beziehungen untereinander, das Misstrauen gegenüber anderen Nationen sehr gekonnt dargestellt; der Autor wählt stilistisch relativ kurze Abschnitte: Es entsteht ein Personenwechsel und dadurch ein Perspektivwechsel in kurzer Abfolge, der dem Leser eine hohe Konzentration (durch die Personaldichte) abverlangt. Hierin liegt ein kleines Manko dieses ansonsten genialen Romans, der fiktiv angelegt ist, jedoch einem für heutige Begriffe realistischen Maßstab nicht entbehrt: Durch die sehr zahlreichen Hauptfiguren, die durch den Romanverlauf führen, ist der Leser gezwungen, eine hohe Konzentration aufzubringen; es ist vergleichsweise wie bei einem 15-fädigen Zopf, dessen lose Enden zum Romanende hin sich zwar finden, jedoch durch die sehr kurzen Perspektiv- und Personenwechsel etwas anstrengend nachzuverfolgen sind: Geduld und Ausdauer, besonders im ersten Drittel, sollte der Leser daher neben dem Interesse an der Historie schon mitbringen.
    Letztendlich geht es auch um den Segen und den Fluch jeglicher menschlicher Erfindung, die sich durchaus, wie wir alle wissen und teils (mit)erleben mussten, auch gegen den Menschen richten kann, das 21. Jahrhundert im digitalen Zeitalter zeigt dies bestens auf....

    Fazit:

    Ein zeithistorischer Roman, ja eigentlich ein Schmöker, der an Umfang und Inhalt sowie sprachlicher Versiertheit und Virtuosität seinesgleichen sucht. Auch wenn ich mir hier und da ein wenig gewünscht hätte, dass 'wenig auch mehr' sein kann, gelingt es m.E. dem Autor, das Zeitgefühl dieser politisch unruhigen Zeit sehr gut widerzuspiegeln. Dafür und für die Romanidee sowie deren Umsetzung ein großes chapeau von meiner Seite! 
    Im Nachwort (das sehr berührt, besonders auf der letzten Seite) merkt der Autor an,"dass es ein ziemlich ekliges Gefühl sein kann, wenn die Geschichte einen einholt". Gemeint sind die Terroranschläge des IS im November 2015 in Paris, denen 130 Menschen zum Opfer gefallen sind: Hier ergibt dieser sehr lesenswerte Roman (mit Geduld und Ausdauer des Lesers) auch eine aktuelle, leider zeitlos gewordene politische Brisanz wieder, deren letzten vier Worten des Autors ich mich nur anschließen kann:
    "Ihr-werdet-nicht-gewinnen". Mit einem großen Dank an den Autor und den Verlag vergebe ich 4,5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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    buchbaron69s avatar
    buchbaron69vor 2 Jahren
    "Familiendrama"

    Klappentext
    Die ganze Welt schaut auf Paris.
    Oktober 1889: Die Pariser Weltausstellung geht dem Ende zu. Millionen von Menschen strömen in die Lichterstadt, um Zeuge des Spektakels zu werden. Die brisante internationale Lage scheint für einen Augenblick vergessen. Und doch würde gerade hier, im bunten Gewimmel der Nationen und Interessen, ein Funke genügen, um das Pulverfass zur Explosion zu bringen. Ausgerechnet da werden zwei Ermittler des französischen Geheimdienstes tot aufgefunden - sie waren einer Verschwörung auf der Spur.
    Was niemand weiß: Die Zukunft Europas ist mit dem Schicksal einiger Besucher der Ausstellung eng verknüpft: Eine französische Adelige - Königin der Pariser Salons - fürchtet um ihr Geheimnis: dessen Enttarnung würde weit mehr als nur einen gesellschaftlichen Skandal bedeuten. Ein deutscher Offizier, unterwegs in einer sehr persönlichen Agenda, wird zum Spielball der Großmächte. Ein junger Fotograf schließt einen folgenschweren Pakt, um das Herz seiner großen Liebe zu gewinnen. Ist die bildschöne Kurtisane in Wahrheit eine Spionin?
    Schließlich versammelt sich alles, was Rang und Namen hat, an der Spitze des Eiffelturms, um das Abschlussfeuerwerk zu bestaunen. Wann wäre der Zeitpunkt für einen Anschlag besser gewählt, um die Welt im Chaos versinken zu lassen? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt: zu Lande, zu Wasser – und in der Luft ...

    Der Autor
    Benjamin Monferat ist ein Pseudonym, hinter dem sich der deutsche Autor Stephan M. Rother verbirgt. Als Schriftsteller und Historiker hat er sich ganz der Geschichte verschrieben – in all ihren Bedeutungen. Neben einem Kleinbahnhof an der innerdeutschen Grenze aufgewachsen, gehört das Schnaufen historischer Dampflokomotiven zu seinen ältesten Erinnerungen. Die Lebensgeschichte seines Großvaters, der im Dritten Reich am Bau luxuriöser Salonwagen beteiligt war und gleichzeitig tätigen Widerstand gegen das Regime übte, war einer der Impulse, aus denen heraus «Welt in Flammen» entstand.

    Meine Meinung


    Story
    Paris 1889 am letzten Oktobertag, der letzte Tag der Weltausstellung, nicht nur die Temperaturen sind in diesem Herbst ungewöhnlich warm, auch das Klima unter den großen Nationen der Weltausstellung ist aufgeheizt. Besonders unter den Briten, den Franzosen und den Russen klingt der Ruf nach Krieg nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand. Alle fürchten sich vor den übermächtigen Deutschen. Ein Krieg soll das Kräfteverhältnis in Europa wieder gerade rücken.Aber keiner will den Krieg auslösen, also sucht man nach Gründen, oder versucht welchen zu schmieden. Uns so, wie jeder seine Kriegstreiber hat, gibt es auch die, die das verhindern wollen. Ein Intrigenspiel der Nationen beginnt.

    Schreibstil
    Das Buch erfordert ein wenig Aufmerksamkeit, denn viele Figuren, Handlungsstränge und Orte gilt es zu verfolgen, zu jedem Charakter kommt eine Erzählung aus seiner Vergangenheit hinzu. Die ganze Geschichte spielt zwischen dem 29. und dem 31. Oktober in Paris.

    Charaktere
    Die Charaktere sind zahlreich und umfassend skizziert, dadurch wirken sie echt. Da man zu Anfang nicht weiß, wer welches Spiel auf welcher Seite spielt, ist es etwas schwierig, Sympathien aufzubauen.

    Mein Fazit

    Das Buch beruht auf wahren Fakten. In der Tat nehmen die Spannungen gegen Deutschland ab 1880 er Jahren zu und gipfelten 2 Jahrzehnte später in den 1 Weltkrieg. Benjamin Monferat hat sehr auf Authentizität der Handlung, der Örtlichkeiten und der damaligen Situation geachtet. Der Spannung tut dies keinen Abbruch. Der interessierte Leser füllt sich schnell in die damalige Zeit versetzt. Dank der Stadtkarten von Paris von 1889 ist es für weniger ortskundige Leser einfach, sich zurechtzufinden. Ein Buch, das alles bietet, Liebe, Agentenkrimi, Drama und das alles vor einer realen Kulisse. Wie schon mit Welt in Flammen ist es dem Autor gelungen, ein sehr lesenswertes Buch zu schreiben. Ich vergebe fünf von fünf Leseratten/Sternen und eine Leseempfehlung.



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    Hexchen123s avatar
    Hexchen123vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein spannender und excellent recherchierter Historienschmöker
    Geschichtsunterricht auf spannende Art und Weise

    Diese Geschichte spielt 1889 in Paris. Die Pariser Weltausstellung geht zu Ende und soll mit einem riesigen Abschlussfeuerwerk gekrönt werden. Millionen von Menschen sind in Paris, um sich dieses Schauspiel nicht entgehen zu lassen. Die Welt befindet sich jedoch zu diesem Zeitpunkt in einer angespannten Lage. Verbündete werden gesucht und das Misstrauen in groß. So wundert es auch nicht, dass zwei Ermittler des französischen Geheimdienstes tot aufgefunden wurden. Und es bleiben nur 59 Stunden und 51 Minuten um durch eine Zündung das Unheil abzuwenden.

    Schon zu Beginn überrascht uns Benjamin Monferat, sein Pseudonym des Autors Stephan M. Rother, mit einem Doppelmord. Zwei Ermittler werden tot an den Zeigern einer großen Uhr aufgefunden. Ebenso spannend geht es weiter mit interessanten Charakteren, welche nicht nur den schillernden Adel sondern auch einfache Leute wie einen Fotograf, eine Hotelbesitzerin oder eine geheimnissvolle Kurtisane beschreiben.

    Es fällt mir gar nicht leicht den Inhalt dieses Buches in kurzen Sätzen wieder zu geben. Durch die vielen kleinen und großen Protagonisten in diesem historischen Werk gibt es unzählige Handlungsstränge. Jeder hat seine eigene Geschichte und verfolgt ein anderes Ziel bzw. Interesse. Vorsicht ist geboten in dieser Zeit des Friedens, ein falsches Wort oder eine falsche Handlung kann diesen kann schnell beenden.

    „Der Turm der Welt“ ist nun schon mein zweites Buch von Benjamin Monferat. Es handelt sich hier ebenfalls um einen historischen Roman. Auch hier hat der Autor excellent recherchiert, Fakten und Fiktionen gekonnt miteinander verknüpft. Man könnte auch sagen, Geschichtsunterricht auf spannende Art und Weise. Monferat schreibt flüssig und lebendig, er hat so seinen ganz eigenen Schreibstil. Allerdings liest sich das Buch nicht mal so eben nebenher. Bei den vielen Namen und Schauplätzen musste ich mich schon sehr konzentrieren und auch mal wieder zurück blättern, um etwas nachzuschlagen. Dennoch macht das Zusammenspiel von historischem, Liebe und Intrigen, Freund und Feind dieses Buch zu etwas besonderem.

    Fazit

    Die 700 Seiten lohnen sich definitiv zu lesen. Ich habe einen wunderschönen Einblick in das Paris des 19. Jahrhundert erhalten und konnte es in diesen Lesestunden miterleben. Nebenbei habe ich meine Allgemeinbildung aufgefrischt und das auf eine sehr angenehme Art und Weise. Ich möchte auch noch erwähnen, dass der Autor dieses Buch den Opfern der Anschläge in Paris vom 13. November 2015 gewidmet hat.

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    S
    storiesonpapervor 2 Jahren
    Paris, 1889

    Nach „Welt in Flammen“ ist nun der zweite historische Roman des Autors Benjamin Monferat (Pseudonym von Stephan M. Rother) bei Wunderlich (Rowohlt) erschienen. In „Der Turm der Welt“ geht es um fiktive Ereignisse rund um die Pariser Weltausstellung 1889. In der Metropole tummeln sich über eine Million Menschen, um diese zu bestaunen. Doch nicht alle wollen die Exponate, allen voran den Turm des Architekten Eifel, bewundern, mitten in die heile Welt geht die Drohung, zum Ende der Ausstellung mit Hilfe eines Anschlages die Welt in die Tiefe zu stürzen. Schon bald befinden sich nicht nur die französischen Ermittler in dem Verwirrspiel rund um Intrigen und Macht, auch die Briten und Deutschen mischen mit und müssen bald an einem Strang ziehen, um das Chaos zu verhindern.

    1889 ist die politische Lage in Europa angespannt. Es herrscht Frieden, dennoch sind die Beziehungen insbesondere zwischen Frankreich, Großbritannien und Deutschland geprägt von Misstrauen. Die Weltausstellung soll die Stärke des Kontinents zeigen, während die politischen Figuren im Hintergrund die Fäden ziehen. Jeder Auftritt der internationalen Vertreter ist sorgsam geplant, denn jeder Patzer oder Fauxpas könnte der Anfang eines neuen Krieges sein. Mitten in diese Angespanntheit setzt Monferat die Leser. Es ist nicht hinderlich, hier ein wenig Vorwissen über die historischen Vorgänge in Europa zu haben, doch der Autor schafft es, die Verbindungen scheinbar mühelos einzubinden und den verschiedenen Charakteren ihren Platz auf der politischen Karte zu geben. Er springt hierbei von der einfachen französischen Hotelbesitzerin bis hin zum Prinzen Englands. Jeder hat seine Rolle in dem großen Spiel in Paris und wie auch in „Welt in Flammen“ erzählt Monferat die Geschichte über die 700 Seiten aus den verschiedenen Blickwinkeln der Figuren. Einige Charaktere haben wirklich existiert, einige sind erfunden. In „Der Turm der Welt“ wird zwar eine fiktive Geschichte erzählt, die aber in ihren kleinen Begebenheiten durchaus so hätte stattgefunden können, die politische Anspannung auf jeden Fall.

    Hatte mich „Welt in Flammen“ vollends begeistert, konnte mich „Der Turm der Welt“ leider nicht ganz überzeugen. Zu einigen Charakteren fehlte mir der Zugang und es waren teilweise zu viele. Gerade zum Ende hin, wenn alle aufeinandertreffen, hätte ich mir einen Register gewünscht, denn so wurde der Showdown für mich dadurch verlangsamt, dass ich immer wieder kurz überlegen musste, mit welcher Figur ich es gerade zu tun hatte und was diese bisher ausgemacht hat. Die Geschichte muss sehr aufmerksam gelesen werden, denn viele kleine Details fügen sich nach und nach zusammen. Sicher habe ich einige Auflösungen verpasst, da ich hier der Handlung auf den vielen Seiten teilweise nicht mehr konzentriert gefolgt war. Meine Meinung ist daher auch meinem Leseverhalten geschuldet. Der Roman hatte zudem einige Längen, sodass sich einige Passagen sehr gezogen haben. In „Welt der Flammen“, indem es um die letzte Reise des Orientexpress während des Zweiten Weltkrieges geht, konnte Monferat seine Erzählkraft auf den eingeengten Kosmos des Zuges begrenzen, mit seinem neuen Roman rückt eine ganze Stadt in den Fokus. Vielleicht war es gerade diese konzentrierte Enge, die mir im ersten Roman besser gefallen hat. Ich möchte „Der Turm der Welt“ 3 von 5 Sternen geben und eine Leseempfehlung für die aussprechen, die historische Romane mögen, welche sich an politischen Verknüpfungen orientieren.

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    Bücherfüllhorn-Blogvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Vereint Krimi, kleine Liebesgeschichte und Historisches für einen wunderbaren Schmöker
    Vereint Krimi, kleine Liebesgeschichte und Historisches für einen wunderbaren Schmöker

    Wieder eine opulente Geschichte aus der Feder von Benjamin Monferat. Ich mag diese historisch ausgeschmückten Szenarien sehr, und diese hier mit dem Setting der Weltausstellung in Paris ist für herrlich lange Schmökerstunden bestens geeignet. Krimi-Elemente, kleinere Liebeleien und die Charaktere der Protagonisten geben der Geschichte die perfekte Würze.   

    Die Geschichte lebt von vielen Protagonisten und ich versuche bei solchen komplexen Romanen dann immer, viel auf einmal zu lesen, damit ich ein Gefühl für die Personen und Orte bekomme. Ich hatte meinem Vater, der eher ein „häppchenweise Leser“ ist,  „Welt in Flammen“ zum Lesen gegeben, und wie er mir berichtete, hat er die Übersicht über die Personen verloren. So könnte es auch hier passieren. Daher also mein Rat, viel an einem Stück zu lesen, was aber kein Problem sein sollte, denn nach jedem Kapitel gibt es kleine Cliffhanger und verschiedenste Spannungsbögen, die mich von Seite zu Seite und zum ständigen weiterlesen getrieben haben. Ich konnte gar nicht mehr aufhören. Es werden Fäden gesponnen, die sich am Ende zu einem Ganzen fügen.

     

    Vielleicht kann das Buch nicht ganz an „Welt in Flammen“ „kratzen“, aber es ist ein würdiger Nachfolger, das perfekte Weihnachtsgeschenk für dieses Jahr. Und: Wer Welt in Flammen  mochte, dem wird auch diese Geschichte fallen.

     

    Auf alle Fälle wieder ein Lieblingsbuch.

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    MissGoldblatts avatar
    MissGoldblattvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Leider ist der Funke bei mir nicht übergesprungen. So viele spannende Stellen es auch gab, zog es sich gleichermaßen woanders.
    Gute Arbeit, die mich leider nicht erreicht hat

    Meinung

    Ich habe mich unglaublich gefreut als ich Der Turm der Welt von Benjamin Monferat schon vorab dem Erscheinen am 25. August 2016 in den Händen halten durfte. Und bevor ich mich dem widme, warum das Buch mich nicht überzeugen konnte, möchte ich den ganzen positiven Dingen den Vortritt lassen.

    Denn ich weiß, dass dieses Buch sicher zu einem anderen Zeitpunkt viel mehr Begeisterung in mir hervorgerufen hätte. Ich glaube an den richtigen Moment für ein Buch. Der war bei mir diesmal nicht getroffen. Nichtsdestotrotz möchte ich dem Buch das wohlverdiente Lob aussprechen. So widersprüchlich das in meinem Kopf und vielleicht als Leser klingen mag.


    Allem voran hat mich die Sprache in dem Buch von Beginn an einfach nur beeindruckt. Zugegeben kann ich rein historischen Romanen oft wenig abgewinnen. Aber bei Geschichten ab ca. 1880 wird’s dann doch schon etwas besser und das interessiert mich auch. Viele Bücher, die ab diesem Zeitraum spielen, haben mich schon positiv überrascht.  Warum kann ich nicht sagen. Das ist eine merkwürdige Anziehung, die sich mir noch nicht wirklich erschlossen hat.

    Zurück zum Thema. Die Sprache und vor allem der Ton der Dialoge haben mich insofern stark beeindruckt, weil sie unglaublich authentisch wirken. Ich habe diese sehr konventionelle und etwas steife Art der Sprache selten so gelesen. Heutzutage machen es uns Autoren schon leicht, was die „alte Sprache“ angeht. Was den Lesefluss natürlich ungemein unterstützt. Keine Frage. Aber dadurch muss man natürlich ein wenig bei der Atmosphäre nachjustieren.

    In Der Turm der Welt muss das nicht gemacht werden. Die Stimmung, die Sprache, das Setting. All das zusammen ist ein wohl recherchiertes und gut umgesetztes Gerüst, um der Handlung eine besondere und stimmige Atmosphäre zu schaffen. In dieses Gefäß wird die Geschichte letztendlich gebettet. Und das verschafft Monferat die nötige Stabilität, um die vielen Figuren und Handlungsstränge reinzupacken, nach und nach die Verbindungen zwischen dem Erwähnten zu stricken und einen Spannungsbogen mit Sorgfalt zu kreieren.

    Und ich darf diese detailverliebten Beschreibungen zu Örtlichkeiten oder Gestiken nicht vergessen! Denn zum Aspekt Authentizität passt das wieder perfekt.

    Doch genau an dieser Stelle muss ich auch ansetzen, um zu erklären, warum mir persönlich das Buch nicht so gut gefallen hat.


    In der Regel mag ich solche Ausschweifungen oder detailverliebte Beschreibungen. In dem Fall habe ich dennoch sehr schnell gemerkt, dass es zu viel des Guten ist. Ich hatte sehr bald Schwierigkeiten bei der Masse an Charakteren, Schauplätzen und Beschreibungen die Übersicht zu behalten. Es hat sich für mich einfach zu massiv angefühlt. Nach einem langen Tag konnte ich mich kaum aufraffen, dass Buch noch zur Hand zu nehmen. Denn obwohl die Kapitel oftmals recht kurz und knackig sind, habe ich gerade dadurch immer wieder schlecht in die Geschichte gefunden. Den Bezug zu den Figuren verloren.

    Dass der Anfang mit einem gewissen Tempo erzählt werden wollte, konnte ich noch nachvollziehen. Aber als sich das im weiteren Verlauf von Der Turm der Welt fortsetzte, empfand ich es als anstrengend. Das Problem war unter anderem auch, dass nach jedem Kapitel ein Perspektivwechsel vollzogen wurde, was bei der Anzahl der verschiedenen Figuren auch nicht einfach zu verdauen ist. Dazu kommt manche Ähnlichkeit der Namen von weiblichen Figuren. Wenn man dann erst 60 Seiten weiter wieder von diesen hört, ist das etwas verwirrend und auch deplatziert.

    Ich muss gestehen, dass Monferat mich immer wieder entschädigt hat. Denn wenn ich es mal schaffte knapp 60 Seiten am Stück zu lesen – denn das Buch hat schon viele Seiten und die Schriftgröße war auch nicht die riesig – wurde ich nach ausschweifenden Abschnitten mit einem Cliffhanger belohnt. Und die Szenen dazu und unmittelbar davor, waren ausnahmslos spannend. Trotzdem war es ein stetiges Auf und Ab. Und nach etwas mehr als der Hälfte des Buches, war mir dann klar, dass ich hierfür Ausdauer brauchte.

    Ich war von den einzelnen Inseln der Cliffhanger und der Spannung und der Sympathie zu einigen Protagonisten getrieben, das Buch weiterzulesen. Aber so ermattet und erschlagen von der Reichhaltigkeit und Massivität an Wort und Text. Oftmals fehlte mir einfach die Konzentration oder Motivation, mich durch diese auch sehr komplexe Art zu Schreiben zu lesen. Dabei möchte ich aber betonen, wie schön ich diesen Schwierigkeitsgrad in einem Schreibstil, dazu zählt auch der von Benjamin Monferat, finde und diesen bewundere.


    Schlussendlich habe ich nie komplett ins Buch gefunden. Und ich weiß, dass ich damit zur Minderheit gehöre. Aber manche Passagen fand ich einfach für die Geschichte zu stark in die Länge gezogen. Fast schon zu informativ, wie etwas zu dem Zeitpunkt gemacht oder verarbeitet wurde. Zu mächtig, zu groß. Wie gesagt, ich war irgendwann einfach nur noch erschlagen.

    Ich kann und mag diesmal auch nicht genauer auf die einzelnen Figuren im Buch eingehen. Es war einfach so viele. Und letztendlich führen alle Wege zusammen, weswegen ich kaum jemanden da außen vor halten könnte. Die Handlung selbst ist mit Sicherheit spannend, vielseitig und passt auf erschreckende Art und Weise auch in die heutige Zeit. Im übertragenen Sinne natürlich. Kein Wunder also, dass der Autor zu den Anschlägen in Paris im November 2015 kurz Stellung bezieht.


    Fazit

    Der Funke wollte nicht so wirklich überspringen. Der Turm der Welt von Benjamin Monferat  ist ein Massivgestein, welches man nicht einfach so erklimmt. Man braucht Konzentration, Ausdauer und definitiv ein Faible für Schreibstile, die Spannung und Ausschweifungen vereinen. Dennoch komme ich nicht umhin, die Arbeit des Autors, diese Komplexität und die Wortgewalt zu bewundern und mit Respekt zu honorieren.

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    JuliBs avatar
    JuliBvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: ~ Ein hervorragendes Stück Literatur mit spannendem Plot und großartigen Charakteren ~
    Der Turm der Welt

    Paris 1889
    Die von Millionen Menschen besuchte Weltausstellung neigt sich dem Ende zu. Ein fulminanter Abschluss des friedlichen Festes am "Turm der Welt" ist angekündigt, doch dunkle Schatten überlagern die ursprünglichen Pläne und drohen, den letzten Festakt zu zerstören. 
    In ohnehin angespannter politischer Lage ermitteln zwei französische Agenten im Mordfall von zwei Kollegen, während der Erbe des Erben des Britischen Thrones der Weltausstellung seine Aufwartung macht und ein deutscher Hauptmann einen Auftrag annimmt, der sein bisheriges Leben für immer verändern wird. Hinzu kommen eine Kurtisane und eine Vicomtesse, die zum Spielball von Großmächten zu werden drohen, dabei jedoch nie die Contenance verlieren. 
    Am Ende laufen alle Fäden zu einem großartigen Finale mit ungeahnten Wendungen zusammen und machen den "Turm der Welt" zu einem unvergesslichen Lese-Erlebnis.   

    <><><><>
    Großartige Erfindungen in einem großartigen Plot mit ebenso großartigen Figuren. Anders kann ich den Turm der Welt von Benjamin Monferat nicht beschreiben. Ein historisches Spektakel vom Feinsten mit einer kriminellen Spannung, die es in sich hat. Zugegebenermaßen ein Roman, für den man ein bisschen Zeit braucht und am besten im Urlaub oder an Feiertagen so gut wie in einem Stück konsumiert, denn allzu viele Lese-Unterbrechungen ließen mir persönlich zum Ende hin die Handlung lang und länger werden, ohne dass etwas passierte oder dass ich das Gefühl hatte, vorwärts zu kommen. Das war natürlich nur subjektiv, denn innerhalb des kurzen für das Buch gewählten Zeitraums passiert unglaublich viel und der rote Haupt-Faden bleibt konstant bestehen.

    Klare Leseempfehlung für alle, die großartige Romane mit gewissem Anspruch oder historischem Hintergrund lieben 

    4 1/2 von 5 Sternen (aber nur wegen dem subjektiven Gefühl von Länge ab der zweiten Hälfte) 


    - Mit besonderem Dank an Frau Ribbers vom Rowohlt Verlag für das Buchhändler-Leseexemplar -

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    M
    malo2105vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Leseempfehlung
    Der Turm der Welt

    Mit „Der Turm der Welt“ liegt nun der zweite Roman des Autors Benjamin Monferat vor.
    Hauptschauspielplatz der Handlung ist die Pariser Weltausstellung 1889, deren „Überbleibsel“ wir alle kennen – den Eiffelturm.
    Die politische Lage ist hochexplosiv, die Nationen beäugen sich misstrauisch und taktieren um Bündnisse.
    Dann werden zwei Ermittler des französischen Geheimdienstes auf dem Gelände der Weltausstellung tot aufgefunden, aufgespießt auf die Berneau'sche Uhr. Sie waren einer Verschwörung auf der Spur. Die Legende des Deuxième Bureau Alain Marais und der Jungspund Pierre Trebut beginnen zu ermitteln. Und was haben der Fotograf Lucien, die Kurtisane Madeleine, die Vicomtesse, der deutsche Offizier Friedrich von Straten. Der Brite Basil und die Hotelbesitzerin Celeste mit all dem zu tun?
    Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten, die verschiedenen Personen und Handlungsstränge auseinander zu halten, weil sie offenbar nichts miteinander zu tun haben. Doch dem Autor gelingt es, diese geschickt zusammenzuführen und den Leser so mitzunehmen. Am Ende konnte ich das Buch nur schwer aus der Hand legen. Ein übriges tut der Sprachstil.
    Das Cover ist wunderschön gestaltet und passt perfekt zum Inhalt des Buches. Auf den Innenseiten ist ein Stadtplan von Paris mit den Handlungsorten eingearbeitet, der den Leser die Orientierung erleichtert. Der Roman gliedert sich in acht Teile und umfasst den Zeitraum vom 29. – 31.Oktober. Jedes der Kapitel beginnt mit einen Countdown, der zum großen Finale führt.
    Das Nachwort des Autors rundet den Roman perfekt ab.               

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Insider2199s avatar

    Wir haben beschlossen in der INSIDER-Voting-Challenge zusammen "Der Turm der Welt" von Benjamin Monferat zu lesen. 

    Wir beginnen am  01.06.2017 und lassen uns bis zum Ende des Monats Zeit, um es zu beenden. Rezensieren ist keine Pflicht, aber bei der Challenge erhält man ein Los dafür. 

    Jeder liest mit seinem eigenen Leseexemplar, es gibt kein Buch zu gewinnen! 


    Es kann natürlich jeder mitmachen, der Lust dazu hat, auch wenn er nicht bei der Challenge angemeldet ist.    


    Vielleicht könnt ihr ne kurze Info geben, wann ihr mit Lesen anfangen wollt. Danke. 

    Viel Spaß uns allen :)
    Zur Leserunde
    BenjaminMonferats avatar
    Hallo liebe Lesenden,

    der eine oder die andere wird sich möglicherweise noch an meine Präinkarnation erinnern, als Stephan M. Rother, der gemeinsam mit Euch und Ihnen zum Beispiel diese Leserunde bestritten hat. Nun, es gibt große Neuigkeiten. Ich bin nicht länger Gandalf der Weiße, sondern ... Also, kurz gesagt: Als Autor voluminöser zeithistorischer Romane veröffentliche ich als Benjamin Monferat. (Irgendwie seh ich im Video aus wie frisch aus den Katakomben. Autorenschicksal: Man kommt zu wenig raus.)

    ###YOUTUBE-ID=_fYoZPIbMHU###

    Monferats Erstling, "Welt in Flammen", die Erzählung um die letzte Fahrt des Simplon Orient Express, wird mancher vielleicht schon gelesen haben. Die Resonanz - auch hier auf LovelyBooks - hat mich schlicht umgehauen. Platz sieben bei den Jahresbesten. Klasse.
    Mit "Der Turm der Welt" legen wir nun am 26. August im Wunderlich Verlag den Nachfolger vor, eine spektakuläre Geschichte vor dem Hintergrund der gigantischsten Massenveranstaltung des 19. Jahrhundert, der Pariser Weltausstellung des Jahres 1889. Ihr Prunkstück - der Eiffelturm - erinnert bis heute an dieses Ereignis.
    Die Völker Europas versammeln sich zu einem Fest des Friedens - doch ein düsterer Schatten hängt über Paris, die Drohung eines verheerenden Anschlags, der die Stadt, den Kontinent, die Welt ins Chaos stürzen könnte.

    Die ersten Seiten des Textes sind ganz aktuell (5.8.2016) in der offiziellen Leseprobe zu bestaunen (rechte Seite: "Downloads"); etwas mehr sogar in unserer Kingsize-VersionHier erhebe ich zudem die Stimme und spreche zum Volke. Will sagen: Ich lese eine der ersten Szenen des Romans. Eigentlich sollte ja jedes Empfangsgerät irgendwelche Lautsprecher haben. Wer das Ganze nicht hören kann, gebe mir Bescheid. Dann ruf ich an und lese vor. Mehr zum Buch gibt es noch einmal hier zu lesen. Und hier berichtet der Autor, was für ein ausgesucht ekelhaftes Gefühl es ist, monatelang literarisch an einem Anschlag zu arbeiten - und dann geschieht dieser Anschlag tatsächlich, im Jahre 2015 und vor den Augen der Welt. Das Buch konnte danach nicht mehr dasselbe sein. Es ist mir noch wichtiger geworden, und ich sehe es inzwischen als Zeichen an die bösartigen Menschen mit den Kalaschnikows, die glauben, unsere Art zu leben zerstören zu können. Und an die anderen bösartigen Menschen, die auf dem Rücken der Opfer ihr eigenes Süppchen kochen wollen, indem sie den Angehörigen einer ganzen Religion die Schuld zuschieben. Ihr - werdet - nicht - gewinnen!

    Wobei diese Schwere und Düsternis keineswegs aus jeder Seite der Geschichte spricht. Das Lektorat war zwischenzeitlich immer mal in Sorge, ob sie nicht zu gut gelaunt klingt. (Ich geb's ja zu: "Serge der Concierge" ist wirklich etwas albern. Aber, hey, schließlich ist es mein Name, der richtig groß auf dem Buch steht. Der Name des Verlags steht da sehr viel kleiner.)

    "Der Turm der Welt" ist also der Titel, den ich mit Euch lesen möchte. Was dann aber meine Frage wäre: Damals, im neunzehnten Jahrhundert, wurde auf einer Weltausstellung Kulturen aus fremden Ländern gezeigt. Das war noch völlig unbekannt für die europäischen Besucher. Ebenso unbekannt wie die pochenden, stampfenden, dampfenden Maschinen. Eine Menge zu sehen also. - Wie aber müsste so eine Ausstellung heute aussehen, damit sie spannend wird für Euch, heute, da wir es gewohnt sind, die ganze Welt mit Hilfe weniger Klicks serviert zu bekommen - auf dem sieben Zoll-Display. Auf der Pariser Weltausstellung war Gottlieb Daimler zugegen, mit dem ersten Automobil, Thomas Alpha Edison mit dem ersten Gerät, das Klänge und Stimmen aufzeichnen konnte. Und heute? Hat das Pokemon denselben faszinierenden Schauwert? (Ich könnte übrigens schwören, dass es das vor ein paar Jahren schon mal gab, dieses Pokemon, genau dasselbe Tier. Fehler in der Matrix vielleicht.) Doch das Fremde, das Neue, das Unbekannte und Exotische: Gibt es das überhaupt noch? Wie würde das aussehen - für Euch? 

    Just kommt mir noch in den Sinn, dass ich gar nicht verraten habe, was es dabei überhaupt zu gewinnen gibt, wenn man die Frage beantwortet. Wobei das vermutlich irgendwo da oben schon steht. 20 Exemplare unseres hochwertigen Titels "Der Turm der Welt" warten auf die glücklichen Gewinner. Unser unparteiisches Katzenrudel ist bereits hoch motiviert, die Sieger zu ermitteln.

    Berücksichtigt werden sämtliche Bewerbungen, die bis zum 9. August eingehen. Danach werden die Exemplare an die Gewinner überlichtschnell versandt, und wir können loslegen. Da "Der Turm der Welt" vierzehn Tage später auch schon rauskommt, können sich dann auch die Enthusiasten anschließen, die das Buch im Handel erworben haben (was Verlag und Handel freut. Den Autor sowieso.)

    Mir bleibt an dieser Stelle nur noch zu sagen, dass ich mich Ungeheuer freue ... halt, klein, führt sonst zu Missverständnissen ... dass ich mich ungeheuer freue auf unsere Exkursion in die aufregendste Stadt der Welt.

    À bientôt - in Paris!

    Benjamin Monferat / Stephan Rother
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    Weitere Informationen zum Buch

    Pressestimmen

    Spannend und detailliert beschreibt Benjamin Monferat die fiktiven Ereignisse rund um Macht und Intrigen im historischen Europa.

    Vor der Kulisse der Pariser Weltausstellung 1889 entwirft Benjamin Monferat in seinem historischen Spionageroman ein Gesellschaftspanorama, das von den Konflikten der Großmächte durchdrungen ist.

    Rother erzählt flott und entwickelt vielschichtige Figuren.

    Der Turm der Welt ist eine packende, mit viel Historie verwobene Geschichte, mit viel Liebe zum Detail und zur großen leuchtenden Stadt Paris erzählt.

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