Welt in Flammen

von Benjamin Monferat 
4,2 Sterne bei107 Bewertungen
Welt in Flammen
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Positiv (89):
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Das Abendland geht unter, während es mit dem Zug in Richtung Orient fährt. Ein Abgesang auf das alte Europa voller Überraschungen.

Kritisch (7):
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Überhaupt nicht spannend

Alle 107 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Welt in Flammen"

Ein opulent erzählter Schicksalsroman. Großes Drama - großes Lesevergnügen! Mai 1940: Während die Deutschen Frankreich besetzen, bricht der Simplon Orient Express zu seiner letzten Reise auf. Eine schicksalhafte Gesellschaft, jeder der Gäste mit einem anderen Grund, diese Fahrt unter allen Umständen anzutreten. Ebenfalls an Bord – Agenten aller kriegführenden Mächte. Was niemand von ihnen ahnt: Im Zug befindet sich etwas, nach dem Hitler in ganz Europa suchen lässt. Die Fahrt steht von Anfang an unter einem schlechten Stern. Jeder Grenzübertritt kann das Ende bedeuten. Schließlich bricht Feuer aus. Und während Europa in Dunkelheit versinkt, rast der Express als lodernde Fackel durch die Nacht. Der Bestseller jetzt im Taschenbuch - in hochwertiger Ausstattung.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499268434
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:800 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:27.11.2015
Das aktuelle Hörbuch ist am 02.09.2014 bei Audiobuch erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Lerchies avatar
    Lerchievor 6 Monaten
    Unterhaltsam

    März 1940. Francois hatte etwas in den Waggon geschmuggelt, doch er wurde erwischt….
    Eva Heilmann war auf dem Wer zu einem Treffen mit dem entmachteten carpathischen König …
    Der carpathische König wollte mit dem Simplon-Orient-Express zurück in seine Heimat. Und unterwegs wollte er heiraten…
    Als Eva das hörte, rannte sie durch die Stadt zum Zug und hatte Glück, obwohl sie kein Ticket hatte… Und plötzlich war sie verlobt…
    Auch der russische Großfürst Constantin Alexandrowitsch Romanow reiste mit seiner Familie in diesem Zug. Er hatte dem carpathischen König etwas anzubieten…
    Xenia die Tochter des Großfürsten erfuhr auf dieser Fahrt, dass sie heiraten solle…. Doch da gab es Raoul, den jungen Zugsteward…
    Unterwegs kam dann noch der Salonwagen des großdeutschen Führers mit seinem Gesandten hinzu…
    Und was wichtig war: Der anfangs erwähnte Waggon war auch zwischen die Waggons des Zuges gekoppelt worden…
    Was hatte Francois in den Waggon geschmuggelt? War es etwas Gefährliches? Was passierte mit Francois? War Eva die Geliebte des Königs? Oder warum wollte sie sich mit ihm treffen? Warum wollte der König unterwegs heiraten? Warum nicht warten, bis er angekommen wäre? Wie war Eva in den Zug gekommen? Und wieso war sie plötzlich verlobt? Was hatte der Großfürst dem König anzubieten? War es vielleicht zweierlei? Wen sollte Xenia heiraten? Was hatte es mit dem Steward Raoul auf sich? Wieso kam der Salonwagen mit Hitlers Gesandtem hinzu? Was hatte es mit diesem Waggon auf sich, der zwischen die anderen gekoppelt worden war? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.

    Meine Meinung
    Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Ich hatte keine Probleme mit unklaren Worten oder gar ganzen Sätzen, der Schreibstil war also unkompliziert. Am Anfang musste ich erst mit den vielen Personen klarkommen, die in diesem Buch mitspielen. Da war zunächst mal der König von Carapthien, der Großfürst mit seiner Familie, Eva Heilmann, die plötzlich verlobt war (wobei mir der Grund dafür natürlich sofort klar war) die Schauspielerin Betty Marshall, das Ehepaar Richards und sonst noch die eine oder andere Person. Denn zunächst gab es absolut keinen Zusammenhang. Und dadurch hat es sich zu Anfang doch etwas gezogen. Trotzdem hat es der Autor fertiggebracht, auch hier schon spannende Momente einzufügen. Und so nach und nach wurde ich hier fündig und das Buch wurde richtig spannend. Sogar so spannend, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen wollte, wollte schnellstens wissen wie es weiter und natürlich ausgeht. Was mir sehr gut gefallen hat ist das Personenregister am Ende des Buches, weas immer noch nicht selbstverständlich ist, es aber sein sollte. Außerdem wurden die historisch verbürgten Personen gekennzeichnet. Ich habe mich von diesem Buch, trotz der geringen Längen, sehr gut unterhalten gefühlt und es hat mir Spaß gemacht, es zu lesen. Von mir bekommt es eine Lese-/Kaufempfehlung und vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten

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    Dajobamas avatar
    Dajobamavor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Mit dem Orient Express auf der letzten Reise von Paris nach Istanbul.
    Benjamin Monferat – Welt in Flammen

    Wir befinden uns im Mai 1940. Während sich der Zweite Weltkrieg nach allen Himmelsrichtungen ausbreitet, bricht der legendäre Simplon Orient Express zu seiner letzten Reise von Paris nach Istanbul auf. Jeder der Passagiere an Bord hat einen ganz bestimmten Grund unbedingt mit dem letzten Zug Richtung Balkan fahren zu müssen. Anfangs fallen vor allem die russische Zarenfamilie, sowie der Ex-König von Carpathien, einem imaginären Balkanstaat, auf. Doch nach und nach wird klar, dass keiner in diesem Zug das ist, was er vorgibt zu sein. Agenten aller kriegsführenden Mächte sind ebenfalls an Bord, außerdem etwas, nach dem Hitler seine Truppen in ganz Europa suchen lässt. Die ganze Welt scheint im Umbruch, auf der Reise drohen viele Gefahren. Jeder Grenzübertritt kann das Ende bedeuten.

    Niemand in diesem Zug war, was er zu sein schien, ganz gleich wie harmlos er wirkte. S 224

    Bereits das Setting ist einmalig. Der Autor versteht es perfekt, eine einzigartige Stimmung in dem legendären Zug zu zaubern. Die Passagiere, mit den verschiedensten Motiven und Vorhaben auf dieser Reise müssen auf engstem Raum miteinander auskommen. Anspannung und Misstrauen, auch Verzweiflung sind regelrecht zu spüren. Alle fahren ins Ungewisse, keiner kann mehr zurück.

    Auf fast 800 Seiten jagt man nur so dahin. Ich fand es sehr spannend und gut erzählt. Unglaublich, dass die Handlung gerade mal wenig mehr als 48 Stunden umfasst, nämlich die Dauer der Reise von Paris nach Istanbul. Es passiert so viel, dass man gedanklich kaum noch Schritt halten kann. Die Rollen der einzelnen Passagiere klären sich erst nach und nach auf, und so wird man als Leser immer wieder durch neue Wendungen überrascht. Ich fand auch die einzelnen Charaktere gut gezeichnet.

    Einziger Kritikpunkt: Ab und zu erscheinen einige Details oder Handlungen doch etwas unglaubwürdig und an den Haaren herbeigezogen. Insgesamt hat mich persönlich das aber nicht so sehr gestört. Für mich eine spannende und gelungene Mischung aus Agentenkrimi und nostalgischer Roman über die letzte Reise über den Balkan. Wer die historischen Romane von Ken Follet mag, dem wird auch diese Geschichte gefallen.

    Ich werde mir auch noch „Der Turm der Welt“ dieses Autors holen.

    Der Name Benjamin Monferat ist ein Pseudonym des deutschen Autors Stephan M. Rother, der für Fantastisches und Thriller bekannt ist. 

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    bookfox2s avatar
    bookfox2vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Spannende Geschichte mit verwickelten Ereignissen
    Wer will hier was?

    Im Orient-Express sind die verschiedensten Personen unterwegs. Pärchen, die ihre Flitterwochen feiern, Königsfamilien auf der Durchreise, Schauspieler, Spione, Flüchtlinge und auch der ein oder andere blinde Passagier. Dazu noch das Personal und eine spannende Handlung ist vorprogrammiert.

    In diesem spannenden und auch sehr dicken Roman passiert so viel, dass man sich dringend Zeit nehmen sollte, ihn nicht zu verschlingen sondern genüßlich zu lesen. Jeder im Zug hat andere Motive und das alles zur Zeit des Nationalsozialismus.

    Sehr gut gestaltet der Autor die Spannung, gibt verschiedene falsche Fährten und fängt insgesamt sehr gut die Atmosphäre ein. Und als dann noch ein großes Unglück geschieht, will man das Buch erst recht nicht mehr aus der Hand legen!

    Absolut empfehlenswert, auch für jeden, der eigentlich nichts mit historisch geprägten Büchern anfangen können, denn obwohl ich nach dem Klappentext erst Angst hatte, dass es zu historisch/politisch ist, wurde ich sehr positiv überrascht!

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    Jackbumms avatar
    Jackbummvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: 48 Stunden in knapp 800 Seiten gepckt. Mir hat's gefallen!
    Eine Reise zurück in die 1940er Jahre...


    ...im Nachgang geht mir dieses Buch nicht mehr aus dem Kopf...
    Ich habe es vor 4 Tagen ausgelesen und denke oft daran zurück. Es hat mich beim Lesen gefesselt, aber es fesselt mich auch jetzt noch.
    ...vielleicht liegt es auch daran, dass ich gerade das entgegengesetzte Genre lese und mit diesem Buch nicht so richtig warm werde, wer weiß... ;-) 
    Jedenfalls denke ich gerne an dieses Buch zurück...




    Es tobt der 2. Weltkrieg und wie der Titel des Buches schon sagt, steht die Welt in Flammen.
    Der Orientexpress tritt seine letzte Reise an und mit ihm an Bord Könige, Spitzel... eine Schauspielerin... aber auch ganz normale Bürger, die keine Ahnung haben, wer alles mit an Bord ist.


    Diese Geschichte, dieser Wälzer, von über 700 Seiten spielt sich innerhalb von nur 48 Stunden ab und wird aus der Sicht mehrerer Protagonisten erzählt. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten mir alle Personen zu merken und zuzuordnen, aber mit der Zeit fiel es mir dann beim Lesen leichter diese einzuordnen. (Auf den letzten Seiten gibt es auch Personenverzeichnis und auch eine grafische Darstellung des Zuges was mir das Lesen und Vorstellen des Zuges sehr erleichtert hat)
    Schön fand ich, das fast niemand der zu sein schien, der er vorgab zu sein. Viele Überraschungen und Aha-Momente begleiteten mich dabei. 
    Wenn man sich jetzt denkt, so viele Seiten und so ein kurzer Zeitrahmen, das soll funktionieren?! Und ich sage: JA! Es funktioniert!!!
    Wie schon gesagt wird dieses Buch aus Sicht vieler Charaktere erzählt. Jeder Charakter birgt ein anderes Geheimnis und nichts scheint so zu sein, wie man denkt. Auf mich wirkte dabei nichts konstruiert und die einzelnen Personen waren liebevoll ausgearbeitet. Ich konnte mich in jeden gut hinein fühlen. 
    Die Zeit verflog nur so beim Lesen. 
    Schön fand ich auch, das die Kapitel gut unterteilt waren, in welchem Land sich die Geschichte gerade abspielt und das die Kapitel der verschiedenen Protas nicht zu lang waren. 


    Leider muss ich zugeben, geschichtlich nicht allzu bewandert zu sein. Gerade wenn es um die Romanows geht (finde ich eigentlich sehr interessant- müsste mich damit nur mal mehr auseinander setzen...) die im wahrem Leben um diese Zeit schon tot waren, kam ich ins Straucheln und musste diese erstmal googeln...
    Generell hab ich viele Charaktere gegoogelt... Einfach aus Neugier und weil dieses Buch ein Mix aus fiktiven und realen Personen ist...
    Damit kam ich jedenfalls etwas durcheinander. 


    Ansonsten hat mir dieses Buch viele schöne Lesestunden beschert und fesselt mich auch jetzt noch im Nachgang.
    Nach dem Auslesen vergab ich erst 4 Sterne. Aber nachdem jetzt ein paar Tage vergangen sind muss ich doch feststellen, das mir dieses Buch 5 Sterne wert ist. 


    Wer nicht vor dicken Wälzern zurück schreckt und gerne in der Zeit etwas zurück taucht, dem wird dieses Buch bestimmt gefallen.

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    Amber144s avatar
    Amber144vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Leseempfehlung
    Leseempfehlung

    Der Roman hat mich zuerst wegen seinem Cover angesprochen und der Klappentext hat mich gleich für das Buch begeistert.

    Ich wurde absolut nicht enttäuscht. Ein Buch das berührt und bewegt. Ich habe es gar nicht mehr aus den Händen legen können und schnell verschlungen.

    Ich empfehle das Buch uneingeschränkt weiter.

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    monerlvor 2 Jahren
    In 48 Stunden von Paris nach Istanbul

    Ein rasantes Buch, mit dem man nur so durch die Seiten jagt! Kaum in Paris eingestiegen, steigt man völlig fertig "zwei Tage später", in Istanbul, wieder aus. Und nichts ist so, wie es am Anfang war! 

    Benjamin Monferat hat einen historisch-phantastischen Polit-Thriller, zur Zeit des 2. Weltkrieges, geschrieben oder wie auch immer man dieses Buch nennen mag. Es fällt nicht leicht, es zu definieren.

    Die Menschen fliehen vor Hitler und seinem ungnädigen Krieg, der Orient-Express "flieht" mit ihnen auf seiner letzten Fahrt voller Kraft voraus und hoffentlich in die Sicherheit. Kann Eva Heilman, die einstige Geliebte des Carpathischen Königs Carol, mit einem strengen, großen -J- in ihrem Reisepass, der sie als Jüdin abstempelt, mit diesem Zug dem langen Arm Hitlers entfliehen? Und das, obwohl sich im Zug Agenten der deutschen Wehrmacht befinden! Wie passt die Flucht der einstigen Adelsfamilie Romanow ins Bild? Ist wegen ihnen der Geheimagent Petrowitsch, als französischer Student reisend, mit von der Partie? Kann man neben dieser seltsamen Kombination von Fahrgästen als amerikanisches, frisch verheiratetetes Ehepaar noch seine Flitterwochen genießen? 
    Alles ist sehr undurchsichtig, als der Orient Express seine letzte luxuriöse Fahrt einläutet, doch eines ist klar: Nichts ist wie es aussieht und nichts bleibt, wie es war!

    Wärend der Zug gen Istanbul rast, werden Allianzen geschmiedet, Agenten enttarnt, Herzen gebrochen, Eheverträge ausgehandelt und Geheimnisse bewahrt. Jeder Halt des Zuges birgt Gefahren. Als Leser versucht man Passagiere zur Eile anzutreiben, um sich den anschleichenden Gefahren nicht entgegenstellen zu müssen. Gleichzeitig genießt man aber die einmalige Chance sich dem Luxus der Fahrt hinzugeben. Man kann sich in die angenehmen Sitze fallenlassen, den Geruch des Holzes einatmen und sich wie ein König bedienen lassen! Der Autor hat es wunderbar geschafft, die Atmosphäre der Zeit und den Luxus des Simplon Orient Express vor Augen, in die Nase und auf die Haut zu bringen. Man ist nicht nur dabei, sondern mitten drin, immer im Weg und doch wieder jeden begleitend. Man hört, man lauscht, flüstert und sendet Morsezeichen. Wird man am Ende auch heil und im Ganzen an der Endstation ankommen?

    Mich jedenfalls hat die Reise nicht aus dem Buch katapultiert! Mit einigen Fahrgästen habe ich das ursprünglich ins Auge gefasste Ziel erreicht, bin unterhalten und überrascht worden und lauschte schließlich angespannt und mit Gänsehaut einer Radiosendung, die für manche der Anfang und für andere glücklicherweise das eingeleitete Ende war. 

    Und wem das nun zu kryptisch war und sich die Auflösung meiner Worte wünscht, der nehme das Buch zur Hand und begebe sich auf eine spannende, feurige, letzte Reise, auf der eine Stummfilm-Diva mit Humor und Herz eine tragende Rolle spielen darf!
    ____________________________________________________________________
    https://monerls-bunte-welt.blogspot.de/2017/01/buchvorstellung-welt-in-flammen.html

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    Nookivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Bewegender Roman über die letzte Fahrt des Simplon Orient Express und die sich dort begegnenden Schicksale.
    Die letzte Fahrt des Simplon Orient Express

    Wenn auch sonst nicht so mein Thema, hat sich dieser "Kriegsroman" doch sehr positiv hervorgetan. Die Charaktere waren alle sehr gut herausgearbeitet, so dass man deren Handlungen und Gefühle gut nachvollziehen konnte. Einizig die Geschwindigkeit in der die Handlung erfolgen soll, laut Zeitangeben im Buch, hat mich etwas gestört. Aber es war nunmal eine turbulente Zeit in der vieles auf einmal passiert ist und so war auch dies nachvollziehbar.

    Insgesamt ein meiner Meinung nach sehr realistisch gestalteter Roman, der einem manches mal mit einem beklemmenden Gefühl zurückließ.

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    Fornikas avatar
    Fornikavor 2 Jahren
    Glasklare Leseempfehlung

    „Der Orient Express war in Bewegung, versuchte der Vernichtung zu entkommen, die über Europa hereinbrach. Doch das würde ihm nicht gelingen.“ (S. 277)

    Ende Mai 1940 verlässt der Simplon Orient Express kurz vor der Invasion der deutschen Soldaten Paris. An Bord der luxuriösen Waggons befindet sich eine illustre Mischung aus verschiedensten Ländern. Egal ob es sich dabei um einen Ableger der berühmten Romanowfamilie, den abgesetzten carpathischen König oder den amerikanischen Ölmagnaten handelt, hinter jedem Gast scheint sich ein Geheimnis zu verbergen. So wie im letzten Wagon des Zuges…

     Benjamin Monferat hat mich mit auf eine Reise genommen; eine spannende, luxuriöse, unterhaltsame und durchweg packende Fahrt quer durchs kriegsgebeutelte Europa. Ein mitreißender Erzählstil, gepaart mit der Tatsache, dass sich die Handlung in nur knapp 48 Stunden abspielt sorgt dafür, dass die Geschichte ebenso wie der Zug schnell in Fahrt kommt. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich, meist vielschichtig angelegt und alle für eine Überraschung gut. Die Fülle an Figuren ist zu Beginn etwas verwirrend, eine Abbildung in der Buchkladde sorgt für den besseren Überblick. Monferat fängt mit seiner Geschichte die Ängste und Sorgen der Menschen gut ein, seine Passagiere geben einen guten Querschnitt des Europas ab, das gerade vor dem Kollaps steht und so erhält man einige Einblicke und verschiedenste Einsichten. Das alles fügt sich zu einer tollen Geschichte zusammen, bei der man sich nur Eines wünscht: dass die Fahrt niemals endet. Glasklare Leseempfehlung!

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    werderaners avatar
    werderanervor 2 Jahren
    Welt in Flammen

    Mai 1940
    In Paris bricht der Orient Express bricht zur Fahrt nach Konstantinopel auf. Es sollte seine letzte Fahrt werden..
    Mit am Bord Reisende die aus unterschiedliche Gründen den Kriegswirren entfliehen wollen,(müssen). Ebenso an Bord Agenten und was niemand ahnt etwas wonach Hitler sucht..

    Das ganze spielt sich fast ausschließlich in wenigen Abteilen des Zuges ab man bekommt aber dennoch oder gerade deswegen sehr viel über die Umstände und Nöte der Reisenden mit.
    Wird der Orient Express sein Ziel  überhaupt erreichen..? 

    Die Einzelnen Charaktere sind toll beschrieben und man leidet teilweise mit ihnen mit doch nicht jeder ist der der er vorgibt zu sein..

    Mir hat das ganze sehr gut gefallen und man bekommt einen Eindruck damals gereist wurde und wie der Krieg sich entwickelt hat.

    Eine klare Leseempfehlung !!

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    -nicole-s avatar
    -nicole-vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Monferats Erstling überzeugt mit packender Handlung und starken Charakteren. Sehr lesenswert.
    Eine packende Geschichte mit besonderem Schauplatz

    Die letzte Fahrt des Simplon Orient Express...

    Paris im Mai 1940: Während sich die Lage in Europa immer mehr zuspitzt und die Truppen unaufhaltsam Richtung Paris vorrücken, macht sich der berühmte Simplon Orient Express ein letztes Mal auf den Weg nach Istanbul. Jeder der Fahrgäste an Bord hat ganz besondere Gründe, undbedingt diese letzte Fahrt anzutreten: Von einem König im Exil, der große Pläne hat, über einen jungen Deutschen, der eine Mission hat und unverhofft eine beeindruckende Bekanntschaft macht, bis hin zu einer Stummfilmdiva, die weit entfernt ihrer Heimat auf neuen Erfolg hofft. Jeder von ihnen und auch alle anderen Fahrgäste erhofft sich großes von dieser Reise. Doch die Gefahr fährt mit, jeder Grenzübertritt ist riskant. Was niemand ahnt: In diesem Zug befindet sich etwas ganz bestimmtes, wonach Hitler suchen lässt. Darüber hinaus auch noch etwas ganz anderes, was für alle zu einer tödlichen Falle werden könnte. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse, ein Drama beginnt...

    "Es war etwas anderes. Ein merkwürdiges Gefühl, das in ihrem Magen erwacht war. Eine unangenehme Kälte. Nein, es war noch keine Ahnung, kein Verdacht oder etwas Derartiges, doch mit einem Mal wusste sie, dass sie unter keinen Umständen ins Haus zurückgehen und dem Concierge bitte würde, ihr ein Taxi zu rufen." - Seite 20

    Nachdem ich vor kurzem erst den neuen Roman Der Turm der Welt von Benjamin Monferat - hinter dem sich der bekannte Autor Stephan M. Rother verbirgt- gelesen habe, war ich nun sehr gespannt auf sein Erstlingswerk. Und auch hier erwartet den Leser eine spannende Geschichte. Der Simplon Orient Express tritt seine letzte Reise von Paris nach Istanbul an, an Bord Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Zusätzlich fahren neben der Angst noch einige Geheimnisse mit...
    Anfangs lernt man die einzelnen, sehr verschiedenen Charaktere genau kennen, man bekommt nach und nach Einblicke in deren Pläne, Geheimnisse, Missionen. Sehr geschickt verwebt der Autor hier die einzelnen Schicksale. Ebenfalls beeindruckend sind die detailreichen, bildhaften Beschreibungen des berühmten Simplon Orient Express, der hier der zentrale Schauplatz ist. Eine gute Hilfestellung sind die Skizzen der einzelnen Waggons und deren Aufteilung, die hinten im Buch abgebildet sind, sowie eine Nummerierung, wo jeder Gast sein Abteil hat. Dazu gibt es auch noch eine Landkarte vom Europa des Jahres 1940, auf der die Route mit den einzelnen Stationen des Orient Express' eingezeichnet ist. Zusammen mit der Skizze ein tolles Extra. Erwähnenswert ist auch die schöne Website zum Buch.
    Unter http://www.welt-in-flammen.de/ gibt es noch mehr Informationen zum Zug und seine Passagiere, einige Leseproben, sowie historische Fakten aus der damaligen dunklen Zeit.
    Neben der spannenden Geschichte gibt es auch ein Wiedersehen mit einer Figur, die sowohl in "Welt in Flammen", als auch in "Der Turm der Welt" auftaucht. Da die Bücher aber völlig unabhängig voneinander gelesen werden können, ist das eine schöne Besonderheit.

    "Der Junge mit der Nickelbrille hatte ihn beobachtet, wie er in den vermeintlich falschen Wagen stieg, und Boris machte sich keine Illusionen: Niemand im Zug war, was er zu sein schien, ganz gleich wie harmlos er wirkte." - Seite 224

    Mein Fazit: Ein sehr gelungenes Werk. Spannend, dramatisch und mit einigen überraschenden Entwicklungen. Die Charaktere kommen sehr gut zur Geltung, was wohl auch an der sehr detaillierten Schreibweise des Autors liegt. Gerade bei solchen Schmökern finde ich das sehr wichtig. Auch wie sich letztendlich alles zusammenfügt bleibt lange geheim - dieses ist sehr gelungen, es gibt ein großes Finale. Tolle Eindrücke gibt es ebenfalls vom Orient Express, man merkt, dass hier sehr gut recherchiert wurde - denn neben einer packenden Handlung mit vielen unterschiedlichen Protagonisten werden hier auch historische Fakten sehr verständlich wiedergegeben. Interessantes dazu gibt es auch im Nachwort des Autors, wo er erklärt, was tatsächlich wahr und was rein fiktiv ist.
    Ein großer Roman, der genau so lesenswert ist wie Monferats neuestes Werk Der Turm der Welt.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Mehr zum Inhalt:
    Mai 1940: Deutsche Panzer rollen westwärts. Während in Paris die Angst um sich greift, bricht der Simplon Orient Express ein letztes Mal nach Istanbul auf. An Bord des Zuges eine schicksalhafte Reisegesellschaft. Jeder der Fahrgäste mit einem ganz eigenen Grund, diese letzte Fahrt unter allen Umständen anzutreten: Ein Balkanfürst will die Herrschaft über sein Land zurückfordern. Seine jüdische Geliebte fürchtet um ihre Liebe – und um ihr Leben. Ein deutscher Spion setzt alles daran, sie zu beschützen. Ein russischer Großfürst ist auf der Flucht, die Sowjetmacht ihm längst auf den Fersen. Eine Stummfilmdiva fürchtet das Vergessenwerden mehr als den Krieg. Ebenfalls an Bord – Agenten aller kriegführenden Mächte. Was niemand ahnt: Im Zug befindet sich etwas, nach dem Hitler seine Truppen in ganz Europa suchen lässt. Die Fahrt steht von Anfang an unter einem schlechten Stern. Jeder Grenzübertritt kann das Ende bedeuten. Jeder der Passagiere fürchtet den nächsten Tag. Schließlich bricht Feuer aus. Und während Europa in Dunkelheit versinkt, rast der Express als lodernde Fackel durch die Nacht ...

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