Benjamin Percy

 3.8 Sterne bei 88 Bewertungen
Autor von Roter Mond, Wölfe der Nacht und weiteren Büchern.

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Neu erschienen am 27.08.2018 als Taschenbuch bei Panini.

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Benjamin PercyRoter Mond
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Roter Mond
Roter Mond
 (70)
Erschienen am 18.04.2016
Benjamin PercyWölfe der Nacht
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Wölfe der Nacht
Wölfe der Nacht
 (11)
Erschienen am 08.12.2014
Benjamin PercyJemand wird dafür bezahlen müssen
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Jemand wird dafür bezahlen müssen
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 (4)
Erschienen am 23.03.2015
Benjamin PercyJames Bond. Band 5
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James Bond. Band 5
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 (1)
Erschienen am 06.12.2017
Benjamin PercyGreen Arrow Megaband
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Erschienen am 24.07.2017
Benjamin PercyTeen Titans Megaband
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Teen Titans Megaband
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Erschienen am 27.08.2018
Benjamin PercyGreen Arrow Megaband
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Green Arrow Megaband
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Erschienen am 19.09.2016
Benjamin PercyJames Bond. Band 5 (lim. Variant Edition)
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James Bond. Band 5 (lim. Variant Edition)
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Erschienen am 06.12.2017

Neue Rezensionen zu Benjamin Percy

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Wortmagies avatar

Rezension zu "Red Moon" von Benjamin Percy

Fressen oder gefressen werden
Wortmagievor 2 Jahren

„Red Moon“ von Benjamin Percy wurde mir im Oktober 2014 von Klingenfänger empfohlen, nachdem ich in einer Rezension den Gedanken äußerte, dass ich gern eine Werwolf-Vampir-Dystopie lesen würde. Ich wollte eine Geschichte erleben, die Vampirismus und/oder Lykanthropie aus der Fantasy-Ecke heraushebt und sie in den Kontext der Science-Fiction setzt. Wissenschaftliche Ansätze statt Magie. Percy ist ein vielfältiger Autor, der nicht nur Romane und Kurzgeschichten verfasst, sondern auch für DC Comics arbeitet und sich zusätzlich als Drehbuchautor verdingt. Ein richtiger Allrounder. Ich war gespannt, welche wissenschaftliche Erklärung er mir für die Existenz von Werwölfen anbieten würde.

Lykaner sind ein Teil der Gesellschaft. Sie sind integriert. Sie leben unauffällig und angepasst. Sie beugen sich den Gesetzen, die die USA erließen, um nicht-infizierte Menschen zu schützen. Sie sind Taxifahrer_innen, Lehrer_innen, Handwerker_innen. Sie sind deine Nachbarn. Sie sind die schlafende Bedrohung in unserer Mitte. Die Regierung beteuert, die Situation unter Kontrolle zu haben. Eine verhängnisvolle Lüge. Im Untergrund regt sich der Widerstand: Lykaner, die nicht davor zurückschrecken, Menschenleben zu opfern, um ihre Forderungen durchzusetzen. Radikale Anschläge verbreiten Angst und Terror. Schon bald werden die Grenzen der Menschlichkeit auf die Probe gestellt. Graut der Morgen nach der Nacht des roten Mondes, wird eine neue Welt geboren, in der Menschen nicht länger die Spitze der Nahrungskette sind.

Benjamin Percy hat meinen Wunsch nach einem wissenschaftlichen Werwolf-Szenario voll und ganz erfüllt. „Red Moon“ ist ein spannender Mix aus Werwolf-Roman und politischem Thriller, eine faszinierende Analogie zu unserer Realität. Es weist sowohl Merkmale der Urban Fantasy als auch der Science-Fiction auf, ist aber doch ganz anders. Individuell. Überraschend. Anfangs wollte ich das Buch als Dystopie einordnen, musste allerdings einsehen, dass diese Klassifizierung unzutreffend ist, weil „Red Moon“ nicht der Duden-Definition einer „fiktionale[n], in der Zukunft spielende[n] Erzählung mit negativem Ausgang“ entspricht. „Red Moon“ spielt nicht in der Zukunft. Es spielt im Hier und Jetzt, in einer alternativen Gegenwart, in der Werwölfe ein fester Bestandteil der Weltgeschichte sind. Percy schildert nicht den Ausbruch der Lykanthropie, er beleuchtet deren Folgen anhand der Schicksale dreier Hauptcharaktere. In der Rolle des Chronisten malt er nüchtern das Bild einer Gesellschaft, die Angst vor sich selbst hat. Ich bewundere ihn für seine scharfsichtige Analyse, für die realistische Antwort auf die Frage, wie unsere Welt aussähe, gäbe es ein Virus, das Menschen in Lykaner verwandelt. Wer glaubte, Menschen und Werwölfe könnten friedlich koexistieren, hat das Wesen der Menschheit nicht begriffen. Wir sind eine aggressive Spezies, die alles zerstört, was als Bedrohung erscheint. Angriff ist die beste Verteidigung. Fressen oder gefressen werden. Ironischerweise eskalieren die Ereignisse in „Red Moon“ aufgrund dieser Einstellung, nicht aufgrund des Bedrohungspotentials der Lykaner. Die Versuche der Regierung, Kontrolle auszuüben, bringen die Lykaner in eine unmögliche, inakzeptable Lage. Im Verlauf der Handlung werden alle Lykaner unter Generalverdacht gestellt, ihre Bürgerrechte, auf die die USA so viel Wert legen, werden mit Füßen getreten. Ein Schelm, wer da Parallelen zum reellen Kampf gegen den islamistischen Terror sieht. Sie werden für ein genetisches Merkmal diskriminiert. Sie müssen sich als Lykaner markieren lassen, müssen eine Droge ein Medikament einnehmen, das sie daran hindert, sich zu verwandeln und ihren Verstand in ein Gefängnis sperrt. Wer Volpexx nicht schluckt, bricht das Gesetz – Lykaner haben nur die Wahl, hirntot oder kriminell zu sein. Erst die unwürdigen Regulierungen zwingen viele Werwölfe zu handeln, nachdem sie Großteils jahrzehntelang friedlich und angepasst lebten. Die meisten Lykaner empfinden sich als Menschen, obwohl sie theoretisch eine überlegene, weiterentwickelte Mutation sind. Sie haben kein Interesse daran, ihre Position als Spitzenprädatoren auszuleben und wollen nur in Ruhe gelassen werden. Der radikale Widerstand ist eine Minderheit innerhalb der Werwolf-Population, wird jedoch von Medien und Regierung größer gemacht, als er tatsächlich ist und provoziert auf diese Weise übertriebene, kopflose, unlogische Angstreaktionen. Die Situation putscht sich hoch bis zum Bürgerkrieg – hat da jemand „Happy End“ gesagt? Am Ende eines realistischen Szenarios wie „Red Moon“ kann es keinen Ritt in den Sonnenuntergang geben und ich bin froh, dass Benjamin Percy es gar nicht erst versuchte. Stattdessen endet das Buch so, wie es enden musste: offen, voller ungeklärter Fragen und viel Raum für Zukunftsspekulationen.

„Red Moon“ ist mit dem gemeinen Werwolf-Roman nicht zu vergleichen. Es ist kompromissloser. Origineller. Intelligenter. Es ist die Chronik einer gespaltenen Gesellschaft, ein Spiegelbild der unseren, in der die Lykaner symbolisch für all die Gruppen stehen, die in der Realität ausgegrenzt und diskriminiert werden. Hass erzeugt Hass. Gewalt erzeugt Gewalt. Benjamin Percy bietet keine Lösung für soziale Konflikte an, sein Buch vermittelt keine Moral. Er bildet lediglich ab und überspitzt die Situation, indem er nicht Menschen gegen Menschen, sondern Spezies gegen Spezies kämpfen lässt. Ich kann darüber hinwegsehen, dass sich sein Schreibstil etwas schwerfällig liest und ich mich während der Lektüre antreiben musste, um vorwärts zu kommen, denn der Aufwand hat sich gelohnt. „Red Moon“ faszinierte mich, in all seiner brutalen Scharfsinnigkeit. Meiner Ansicht nach ist es äußerst lesenswert. Sollte euch allerdings an einem romantisierten, idealisierten Bild von Werwölfen gelegen sein, solltet ihr einen Bogen darum machen. Kuschlig und schmusig? Nein. Bestialisch.

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HappySteffis avatar

Rezension zu "Roter Mond" von Benjamin Percy

[Rezension] Roter Mond von Benjamin Percy
HappySteffivor 2 Jahren

Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Taschenbuch, Broschur 640 Seiten
ISBN: 978-3-7341-0063-5
Erschienen: 18.04.2016 

Klappentext
Sie leben unter uns. Sie verwandeln sich. Sie kämpfen gegen ihre Unterdrücker – uns!
Patrick Gamble überlebt als Einziger einen terroristischen Anschlag auf ein Linienflugzeug. Er wird als Held gefeiert, während landesweit in einer wahren Hexenjagd Verdächtige verfolgt werden. Als Regierungsbeamte Claire Forresters Haustür eintreten und ihre Eltern ohne zu zögern erschießen, ist ihr klar, dass sie selbst zur Zielscheibe geworden ist. Claire kann gerade noch fliehen, aber sie weiß: Ihr Volk, das durch Gesetze, Gewalt und Drogen in Schach gehalten werden soll, gilt als dunkle Bedrohung. Doch die Nacht des Roten Mondes rückt näher, in der die Welt für immer ihr Antlitz verändern wird – und die Schlacht gegen die Menschen beginnt …


Autor
Benjamin Percy wuchs im tiefsten Oregon auf. Vor seinem Romandebüt „Wölfe der Nacht“ schrieb er zwei hochgelobte Erzählbände. Er lehrt Creative Writing an der Iowa State University.

Cover
Ganz simpel mit dem roten Mond auf schwarzem Grund kommt das Cover daher. Da ich grade auf der Suche nach einem Sci-Fi-Buch war konnte es meine Aufmerksamkeit gut auf sich ziehen und mit dem Klappentext hat mich „Roter Mond“ dann doch neugierig gemacht, obwohl es nicht in dem Genre spielt, nachdem ich Ausschau gehalten habe.

Meinung
Das Benjamin Percy schreiben kann, merkt man gleich zu Anfang. Spielend leicht, ohne durch den Schlagabtausch dramatischer Ereignisse gehetzt zu werden, kommt man in die Geschichte, die mehr in sich birgt, als ich zu Beginn gedacht hätte.
Grob gegliedert ist „Roter Mond“ in drei Teile. Im ersten lernt der Leser sowohl die Protagonisten als auch die Rahmenbedingungen der Geschichte kennen. Man bekommt einen soliden Eindruck von der vorherrschenden Stimmung und den Charakteren, auf die ich mich dank der gelungenen Erzählweise gut einlassen konnte.
Zum einen lernt man Patrick kennen. Ein junger Mann, der einen grausamen Anschlag der Lykaner überlebt hat. Trotz dieses Erlebnisses verteufelt er nicht jeden von ihnen, was ihn bei der Wahl seiner Freunde in große Gewissenskonflikte bringt. Grade diese Konflikte mit sich selbst machen Patrick sehr menschlich und nahbar. Man kann mit ihm fühlen und kann seine innere Zerrissenheit manchmal richtig spühren.
Claire ist eine junge Lykanerin. Sie fühlt sich mit ihrem zweiten Ich nicht wohl und verwandelt sich nicht gerne. Es fällt sehr leicht sie zu mögen, da sie sehr sympathisch wirkt und sehr mit sich selbst kämpft.
Als dritten wichtigen Charakter findet sich Chase in die Geschichte ein. Er bildet den politischen Strang der Handlung, zu der man mit Patrick und Claire eine umfassende Beleuchtung der Situation bekommt.
Besonders den dritten Part, also der Erzählstrang von Chase, birgt in meinen Augen eine tolle Erweiterung zu vielen Büchern, die ich sonst über Lykaner und Menschen gelesen habe. Politsche Aspekte sind nicht immer leicht nachzuvollziehen aber sie bringen besonders in so einer Geschichte eine ganz eigene Dynamik und Sicht auf die Dinge mit. Schnell bekommt der Rassismus-Charakter einen Platz in der Story und der Fokus ist nicht mehr auf einem einzelnen Schicksal gesetzt sondern betrifft die ganze Bevölkerung.

Mir haben die unterschiedlichen Charaktere und die verschiedenen Blickwinkel sehr gut gefallen. Sie machen eine Geschichte, die man so oder ähnlich schon mal gelesen hat zu einem ganz neuen Leseerlebnis und bringen viele neue Aspekte in ein bekanntes Terrain.
Dies merkt man auch in den folgenden zwei Teilen dieses Buches, in dem sich der Kampf beider Rassen langsam aufbaut und ein Krieg entfacht. Es gibt nicht nur die Gewinner oder die Verlierer. Man sieht beide Seiten, die ihre Opfer zu beklagen haben und fühlt mit jeder Seite mit.

Die wenigen Längen, die sich in dem Buch eingeschlichen haben sind in meinen Augen ein kleines Manko. Da diese aber weder überwiegen, noch von der Grundgeschichte ablenken war dies für mich zu verschmerzen und hat mir persönlich den Lesespaß nicht verdorben.

Fazit
Auf fast 640 Seiten hat Percy eine Geschichte geschrieben, die gut durchdacht und von unterschiedlichen Seiten beleuchtet wurde. Diese zu erkunden fand ich durchaus spannend und zusammen mit den authentischen Charakteren hat mich „Roter Mond“ bis auf Kleinigkeiten gut von sich überzeugen können. 

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Seehase1977s avatar

Rezension zu "Jemand wird dafür bezahlen müssen" von Benjamin Percy

Jemand wird dafür bezahlen müssen
Seehase1977vor 3 Jahren

Klappentext:
Der Krieg im Irak lässt die Männer aus der kleinen Stadt Tumalo in Oregon verschwinden – und mit den Männern die Väter, die ihre Söhne verlassen, um zu kämpfen. Zurück bleiben Söhne, deren Tapferkeit und Zuversicht schwinden, während sie zu Hause vor ihren Laptops sitzen und die Mails ihrer Väter von der Front wieder und wieder lesen. 

Viele der jungen Männer in Benjamin Percys atemberaubenden Geschichten stammen aus zerbrochenen Familien, finden keinen Halt in ihren Freundeskreisen und müssen das Undenkbare tun, um sich – und allen – zu beweisen, dass sie stark genug sind, um sich dem Schmerz dieser Welt zu stellen. Percy siedelt seine Erzählungen im ländlichen Oregon an, seine Helden kämpfen, jeder für sich. Ihre Gegner sind höchst unterschiedlich: ein verrückter Bär, ein Haus mit einem Keller, der sich in eine Höhle öffnet, ein Unfall, der den geliebten Menschen das Leben kostet, eine Fehlgeburt, die ein Paar sprachlos zurücklässt und einander entfremdet. Eines haben all ihre Kämpfe gemeinsam: Immer sind es die Narben, die ihre Geschichten erzählen, selbst wenn sie unsichtbar sind.

„Jemand wird dafür bezahlen müssen“ von Benjamin Pery ist für mich das erste Buch des Autors. Eigentlich bin ich nicht wirklich ein bekennender Fan von Kurzgeschichten, dennoch hat Percy es geschafft, mich mit den Geschichten, die alle in ländlichen Gebieten Oregons spielen, zu fesseln. Er erzählt atmosphärisch und lebensnah vom Leben einfacher Menschen am Fuße der Cascades. Es geht u.a. um ein Ehepaar, die sich durch eine Fehlgeburt entfremdet haben, eine gefährliche Bärenjagd oder aber um einen Mann, der selbst im Alter seine Vergangenheit nicht abschütteln kann und alten Zwängen folgt. Die Geschichten sind sehr düster und oft traurig, auch Blut spielt in den meisten von ihnen ebenfalls eine zentrale Rolle. 

Die beeindruckenden Kurzgeschichten von Benjamin Percy sind vielschichtig und so aussagekräftig wie so mancher Roman und lassen den Leser mehr als einmal nachdenklich zurück. Mich hat der Autor mit „Jemand wird dafür bezahlen müssen“ wirklich überzeugt und ich gebe hier gerne fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

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