Benjamin Percy Jemand wird dafür bezahlen müssen

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Inhaltsangabe zu „Jemand wird dafür bezahlen müssen“ von Benjamin Percy

Der Krieg im Irak lässt die Männer aus der kleinen Stadt Tumalo in Oregon verschwinden – und mit den Männern die Väter, die ihre Söhne verlassen, um zu kämpfen. Zurück bleiben
Söhne, deren Tapferkeit und Zuversicht schwinden, während sie zu Hause vor ihren Laptops sitzen und die Mails ihrer Väter von der Front wieder und wieder lesen.
Viele der jungen Männer in Benjamin Percys atemberaubenden Geschichten stammen aus zerbrochenen Familien, finden keinen Halt in ihren Freundeskreisen und müssen das
Undenkbare tun, um sich – und allen – zu beweisen, dass sie stark genug sind, um sich dem Schmerz dieser Welt zu stellen. Percy siedelt seine Erzählungen im ländlichen Oregon an,
seine Helden kämpfen, jeder für sich. Ihre Gegner sind höchst unterschiedlich: ein verrückter Bär, ein Haus mit einem Keller, der sich in eine Höhle öffnet, ein Unfall, der den geliebten Menschen das Leben kostet, eine Fehlgeburt, die ein Paar sprachlos zurücklässt und einander entfremdet. Eines haben all ihre Kämpfe gemeinsam: Immer sind es die Narben, die ihre Geschichten erzählen, selbst wenn sie unsichtbar sind.

Tiefgründige, vielschichtige und beeindruckende Kurzgeschichten aus dem ländlichen Oregon.

— Seehase1977

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  • Jemand wird dafür bezahlen müssen

    Jemand wird dafür bezahlen müssen

    Seehase1977

    17. January 2016 um 12:14

    Klappentext: Der Krieg im Irak lässt die Männer aus der kleinen Stadt Tumalo in Oregon verschwinden – und mit den Männern die Väter, die ihre Söhne verlassen, um zu kämpfen. Zurück bleiben Söhne, deren Tapferkeit und Zuversicht schwinden, während sie zu Hause vor ihren Laptops sitzen und die Mails ihrer Väter von der Front wieder und wieder lesen.  Viele der jungen Männer in Benjamin Percys atemberaubenden Geschichten stammen aus zerbrochenen Familien, finden keinen Halt in ihren Freundeskreisen und müssen das Undenkbare tun, um sich – und allen – zu beweisen, dass sie stark genug sind, um sich dem Schmerz dieser Welt zu stellen. Percy siedelt seine Erzählungen im ländlichen Oregon an, seine Helden kämpfen, jeder für sich. Ihre Gegner sind höchst unterschiedlich: ein verrückter Bär, ein Haus mit einem Keller, der sich in eine Höhle öffnet, ein Unfall, der den geliebten Menschen das Leben kostet, eine Fehlgeburt, die ein Paar sprachlos zurücklässt und einander entfremdet. Eines haben all ihre Kämpfe gemeinsam: Immer sind es die Narben, die ihre Geschichten erzählen, selbst wenn sie unsichtbar sind. „Jemand wird dafür bezahlen müssen“ von Benjamin Pery ist für mich das erste Buch des Autors. Eigentlich bin ich nicht wirklich ein bekennender Fan von Kurzgeschichten, dennoch hat Percy es geschafft, mich mit den Geschichten, die alle in ländlichen Gebieten Oregons spielen, zu fesseln. Er erzählt atmosphärisch und lebensnah vom Leben einfacher Menschen am Fuße der Cascades. Es geht u.a. um ein Ehepaar, die sich durch eine Fehlgeburt entfremdet haben, eine gefährliche Bärenjagd oder aber um einen Mann, der selbst im Alter seine Vergangenheit nicht abschütteln kann und alten Zwängen folgt. Die Geschichten sind sehr düster und oft traurig, auch Blut spielt in den meisten von ihnen ebenfalls eine zentrale Rolle.  Die beeindruckenden Kurzgeschichten von Benjamin Percy sind vielschichtig und so aussagekräftig wie so mancher Roman und lassen den Leser mehr als einmal nachdenklich zurück. Mich hat der Autor mit „Jemand wird dafür bezahlen müssen“ wirklich überzeugt und ich gebe hier gerne fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

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  • Sehr düster und traurig

    Jemand wird dafür bezahlen müssen

    lord-byron

    Der Krieg im Irak lässt die Männer aus der kleinen Stadt Tumalo in Oregon verschwinden – und mit den Männern die Väter, die ihre Söhne verlassen, um zu kämpfen. Zurück bleiben Söhne, deren Tapferkeit und Zuversicht schwinden, während sie zu Hause vor ihren Laptops sitzen und die Mails ihrer Väter von der Front wieder und wieder lesen. Viele der jungen Männer in Benjamin Percys atemberaubenden Geschichten stammen aus zerbrochenen Familien, finden keinen Halt in ihren Freundeskreisen und müssen das Undenkbare tun, um sich – und allen – zu beweisen, dass sie stark genug sind, um sich dem Schmerz dieser Welt zu stellen. Percy siedelt seine Erzählungen im ländlichen Oregon an, seine Helden kämpfen, jeder für sich. Ihre Gegner sind höchst unterschiedlich: ein verrückter Bär, ein Haus mit einem Keller, der sich in eine Höhle öffnet, ein Unfall, der den geliebten Menschen das Leben kostet, eine Fehlgeburt, die ein Paar sprachlos zurück lässt und einander entfremdet. Eines haben all ihre Kämpfe gemeinsam: Immer sind es die Narben, die ihre Geschichten erzählen, selbst wenn sie unsichtbar sind. (Quelle Amazon) Von Benjamin Percy kannte ich bisher nur "Roter Mond" und das Buch hatte mir richtig gut gefallen. Auch hier bei seinen Kurzgeschichten, konnte mich hauptsächlich sein Schreibstil überzeugen. Der ist einfach unglaublich bildhaft und ausdrucksstark. Die Geschichten spielen alle im ländlichen Oregon und die Charaktere sind typische amerikanische Landbewohner. Vieles dreht sich um die Jagd und da hatte ich so meine Probleme mit. ich kann nicht nachvollziehen, wie jemand aus Spaß ein Tier erschießen kann und das sein Hobby nennt. Wenn Menschen in der Wildnis leben und Tiere erschießen um sie zu essen und die Felle zu verwerten, dann ist das in Ordnung. Schließlich werden auch Schweine und Kühe zum Verzehr getötet. Aber ein Tier nur aus Lust am Töten zu erschießen, ist nochmal was ganz anderes. Die verschiedenen Storys sind alle sehr düster und traurig. Sie handeln von Menschen, deren Leben aus dem Gleichgewicht geraten ist und die nicht wieder zurück finden. Vieles konnte ich nicht nachvollziehen. Z.B. ein Mann, der unbedingt aus seinem 6 Jahre alten Enkel einen Mann machen will. Das ist ein kleiner Junge. Das hat mich sehr wütend gemacht. Alle Geschichten haben eins gemeinsam: Sie haben bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ich hätte mir weniger tote Tiere gewünscht, aber das ist nur mein persönliche Empfindung. Da jede einzelne Story ziemlich unter die Haut geht,vergebe ich 4 von 5 Punkten. Ob man das Buch lesen mag oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Vielleicht ist es gerade für diese dunkle Jahreszeit ein wenig zu düster. Andererseits passt das natürlich perfekt zueinander. Ich bin froh es gelesen zu haben, auch wenn es ein Gefühl der Trauer zurück lässt. © Beate Senft

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    • 3

    lord-byron

    13. December 2015 um 14:46
    Floh schreibt klingt hart und krass, ist wohl eher weniger für mich. Harten Stoff hatte ich nun erstmal genug, jetzt muss was anderes her...

    Ich wechsle auch immer ab.

  • Er suchte nach Leuten wie uns, Leute die wütend, unzufrieden und arm waren...

    Jemand wird dafür bezahlen müssen

    Havers

    30. March 2015 um 18:47

    „Jemand wird dafür bezahlen müssen“ ist eine Sammlung von zehn Short Stories des amerikanischen Autors Benjamin Percy, die im Original bereits vor einigen Jahren veröffentlicht und teilweise auch mit Literaturpreisen ausgezeichnet wurden. Interessanterweise finden sich einige der Motive in dem 2013 in deutscher Übersetzung erschienenen Roman „Wölfe der Nacht“ (im Original „The Wilding“, 2010 erschienen) wieder. Väter werden von der Regierung in den Irak geschickt und kommen nicht wieder, Großväter wollen aus ihren furchtsamen Enkeln richtige Männer machen, Ehepaare entfremden sich durch den Verlust des ungeborenen Kindes. Handlungsort ist das ländliche Oregon, die Kleinstädte am Fuße der Cascades. Es ist ein Mikrokosmos, ein geschlossenes System, in dem alles Fremde misstrauisch beäugt wird, vor allem dann, wenn es aus Kalifornien kommt. Die zerzauste Schönheit der Landschaft, wie sie von Percy beschrieben wird, steht im krassen Gegensatz zu dem Leben der Bewohner. Es ist eine männliche Welt, geprägt von direkter und indirekter Gewalt, in der  Jagen, Fischen und Alkohol die liebsten Freizeitbeschäftigungen sind. Emotionen sind dort fehl am Platz, und wenn sie doch auftauchen, dann ist es in der Regel das Gefühl von Einsamkeit oder unbändiger Zorn, der sich Bahn bricht. Gewalt, offen ausgetragen oder unterschwellig vorhanden ist immer ein Thema, genauso wie das wiederkehrende Motiv „Blut“. Ob das nun der erlegte Hirsch, eine Schusswunde oder eine Fehlgeburt ist, es sind die archaischen Muster, die der Autor damit transportiert – Leben und Sterben, und nur darum geht es. Er schafft es, mit wenigen Sätzen eine Geschichte zu erzählen, für die manch anderer Autor ein Romanformat benötigt. Er weiß genau, welche Worte er wählen und wann er sie wo im Satz einsetzen muss, damit sich seine Erzählung genau in die vorgesehene Richtung entwickelt. Benjamin Percy ist ein beeindruckender Autor, den man getrost in einem Atemzug mit Daniel Woodrell nennen darf – nachdrücklich zur Lektüre empfohlen!

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