Benjamin Rosenbaum

 3.4 Sterne bei 5 Bewertungen

Lebenslauf von Benjamin Rosenbaum

Wissenschaftler, Superheld und Schriftsteller: Benjamin Rosenbaum wird 1969 in New York geboren und wächst in Arlington, Virginia auf. Als Kind will er entweder Wissenschaftler, Superheld oder Schriftsteller werden. Allerdings scheitern seine Pläne daran, dass er einerseits keine Laserkanonen bauen, und andererseits kein passendes Superheldenkostüm finden kann. Also entscheidet er sich mit 13 Jahren für den Weg des Schriftstellers und beginnt, Geschichten zu schreiben und sie an Verlage zu schicken. Jedoch bekommt er immer wieder Absagen und eines Tages zusätzlich den Vorschlag, die Geschichte nach einigen Verbesserungen erneut einzuschicken, woraufhin er vollkommen mit dem Schreiben aufhört. Auf dem College studiert er Computerwissenschaft und Theologie und arbeitet fortan als Programmierer – was einem Wissenschaftler mit Laserkanonen schon ziemlich nahekommt. Er reist viel und lebt einige Zeit in Italien, Israel und der Schweiz, wo er auch Italienisch und Deutsch lernt. In der Schweiz lernt er seine spätere Ehefrau Esther kennen. 2003 zieht die Familie in die USA, lebt aber heute wieder in Basel. Neben seinem Vollzeitjob findet Rosenbaum noch Zeit zum Schreiben und veröffentlicht verschiedene Geschichten, die mehrfach für Preise nominiert und in über 20 Sprachen übersetzt werden. 2018 schließlich erscheint bei Piper sein erster Roman „Die Auflösung“, ein Science Fiction Abenteuer um die beiden Protagonisten Fift und Shria, die unbeabsichtigt in eine Revolte gegen das System hineingezogen werden.

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Cover des Buches Die Auflösung (ISBN: 9783492704670)

Die Auflösung

 (4)
Erschienen am 02.05.2018

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Rezension zu "Die Auflösung" von Benjamin Rosenbaum

Benjamin Rosenbaum - Die Auflösung
einz1975vor 3 Jahren

Eine sehr unwirkliche Zukunft, auf die uns Benjamin Rosenbaum hier vorbereiten will. Wir erleben die Abenteuer der jungen Fift. Mit 15 Jahren ist sie noch jung und die Eltern haben die Chance noch an ihrer Erziehung teilzuhaben. Anfänglich wundert man sich über all die vielen Namen, doch es stellt sich heraus, dass hier mehrere Personen zusammenleben. Viele Väter, eine Mutter und manch Vater war vielleicht auch einmal ein Mutter. Ja, richtig gelesen, Geschlechter spielen in dieser Utopie eher eine zweitrangige Rolle. Ob Er, Sie oder wieder Sie oder Er, das Zusammenleben funktioniert oder eben nicht und das ist auch schon heute so. Fift hat sich im Lauf ihrer Entwicklung auf alles entspannt eingelassen, bis sie auf den schlecht beleumundeten Biotechniker Shria trifft.

Die Gesellschaft teilt sich in unterschiedliche Schichten, so wie heute Arm und Reich. Alle leben im sogenannten Feed. Eine offenes System, in dem man alles und jeden, zu jederzeit sehen und beobachten kann. Damit gibt es unter anderem keine Verbrechen mehr und wenn doch, dann wird man sofort identifiziert. Eine weitere Besonderheit ist die Vielkörperlichkeit. Die Menschen können mit mehreren Körpern gleichzeitig unterwegs sein und entweder mit einem arbeiten und dem anderen entspannen oder sogar alle gleichzeitig an einem Ort sein. Den genauen Vorteil daraus muss man sich eher erdenken, da fordert der Autor die Fantasie des Lesers. Fift befindet sich aktuell in einer Ausbildung. Sie durchsucht Banktransaktionen nach Fehlern oder sortiert sie nach bestimmten Abfolgen.

Eines Tages bekommt sie eine Eintrittskarte geschenkt. Der Cirque lädt zu einer Vorstellung ein. Doch hier geschieht der Anfang vom Ende des aktuellen Zeitalters. Der Feed wird kurzweilig abgestellt und es entsteht ein Chaos, aus dem plötzlich viele neu geboren werden. Altes wird durch neue Ideen ersetzt und die Alten versuchen die Jungen zu verstehen, kommen aber nicht immer mit ihnen mit. Was mit dem System passieren wird und wie Fift sich verändert, ehrlich gesagt, ich konnte nicht an allen Stellen folgen. Der Autor hat versucht, uns mit so vielen Eigenbeiriffen und Wortkombinationen zu verwirren, dass es ihm am Ende auch vollends gelungen ist. Hin und wieder glaubt man greifen zu können und vor allem auch verstehen zu können was hier passiert, wird aber eine Seite später wieder zurückgeworfen.

Die grundlegenden Ideen zu der menschlichen Zukunft sind schon recht beeindruckend. Allein schon das Zusammenleben im Feed klingt gar nicht mal so weit entfernt und die geschlechtslose Gesellschaft haben wir, zumindest im Wort, schon heute auf dem Papier erfunden. Kinder und ihre Erziehung, ist und bleibt ein Geheimnis, welches jeder selbst erfahren und erleben muss. Einen geradlinigen Weg gibt es nicht und Fehler passieren, dass wichtige, man lernt daraus und gibt den Kindern die Chance sich zu entfalten und zu verwirklichen. Das Buch möchte euch nichts weiter als das sagen und da Benjamin Rosenbaum selbst Vater ist, hat ihn wohl die Beziehung zu seinen Kindern derart beschäftigt, dass dieser Roman dabei entstanden ist..

Fazit:

Du suchst eine Herausforderung zum Lesen? Dann trifft Benjamin Rosenbaum genau deinen Nerv. Ärgere dich nicht wenn du mal nicht alles verstehst, lass ruhig deine Stirn runzeln, mir ging es genauso. Einen tiefgreifenden Zugang zum Roman findet man leider nur schwer und dennoch wünscht man Fift, dass am Ende alles gut wird. Der Roman ist mehr als eigenwillig und füllt damit eine Nische, welche allein den Text schon in eine Zukunft schickt und zu Science-Fiction werden lässt.

Matthias Göbel

Autor: Benjamin Rosenbaum
Übersetzt von: Wolfgang Thon
Hardcover mit Schutzumschlag: 368 Seiten
Verlag: Piper Verlag
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 02.05.2018
ISBN: 978-3-492-70467-0

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Rezension zu "Die Auflösung" von Benjamin Rosenbaum

Anstrengend aber lohnend
Kathrin_Schroedervor 3 Jahren

Die Auflösung von Benjamin Rosenbaum

Erscheinungsdatum 02.05.2018, gelesen dank netgalley im Juni 2018 als ebook (kindle)
Genre: Science Fiction
In einer zukünftigen Welt irgendwo in ferner Zukunft haben sich alle grundlegenden Aspekte geändert. Das Leben dauert sehr lange, die Kindheit Jahrzehnte, Männer und Frauen gibt es nicht mehr und jedes Wesen lebt, denkt und reagiert in mehreren Körpern. Beziehungen werden in Kohorten geführt... Die Gesellschaft scheint stabil zu sein und ist vor allem erschreckend öffentlich. Privatsphäre ist fast völlig unbekannt, allenfalls eine Privatsphäre innerhalb der Familie für Teile des Lebens ist denkbar. Die Hauptperson gerät mit ihrem guten Freund in eine Theateraufführung aus der sich zunächst eine große Followerzahl generiert und die dann...
Bei der Hälfte des Buches habe ich mir folgende Notiz gemacht: Ich kann nicht einschätzen, ob mich dieses Buch fasziniert oder abstößt.
Es gibt keine Geschlechter, aber Säuglinge werden gegendert. Bail und Staid und in der Auswirkung ähneln sie wieder Geschlechtervorurteilen. Die Verwendung der Pronomen im Buch ist verwirrend. Es gibt merkwürdige Familienstrukturen, totale Überwachung, keine Privatsphäre, mehrere Körper mit einem Bewußtsein an mehreren Orten.
Das Buch ist einerseits sprachlich einfach und gut zu verstehen, besteht aber andererseits überwiegend aus fremden Begriffen oder schrägen Formulierungen. Hier ein typischer Beispielsalz: Weil Shrias Mutter, Sangh Tenrik Fnax vom Namensverzeichnis Türkisfarbener Bockshornklee-5 den Reaktanz-Koordinator der Nachbarfamilie zum Duell herausgefordert hat!
Alles verstanden?

Aber genauso ist das halbe Buch und trotzdem faszinierend und interessant, gesellschaftskritisch und zukunftsorientiert. Es diskutiert Werte, Beziehungen und Selbstdefinitionen. Aber es ist anstrengend und nicht mal eben nebenbei lesbar.
Schräg finde ich die Preisstruktur. Das gedruckte Buch ist nur 1 Cent teurer als das ebook
#netgalleyde #DieAuflösung #BenjaminRosenbaum

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Rezension zu "Die Auflösung" von Benjamin Rosenbaum

Nicht mein Fall - unverständlich, nichtssagend, enttäuschend
killerprincessvor 3 Jahren

Meinung

Ich lese ab und an das ein oder andere Science Fiction Buch ganz gerne. Was ich bisher kaum hatte, waren Geschichte über "eine Gesellschaft, die von Biotechnologie und IT geprägt ist" wie es in der Inhaltsangabe heißt. Das und auch die Aussage, dass es in dieser Zukunftsversion keine Geschlechter mehr gibt. Davon angesprochen las ich die Leseprobe und fand es interessant, dass die Menschen der Zukunft mehrere Körper zur Verfügung haben.

So entstand also mein Interesse an dem Buch. Leider war dieses nicht von Dauer: ich hatte beim Lesen einfach ständig Fragezeichen im Kopf.

In einer anderen (bisher einzigen) Rezension zu dem Buch heißt es, man muss sich auf die Geschichte "einlassen können". Ich habe mir wirklich ganz viel Mühe gegeben und es auch beendet (da Rezensionsexemplar), obwohl es mir wirklich nicht gefallen hat. Zugegebenermaßen hatte ich immer noch ein Fünkchen Hoffnung, aber spätestens als ich über die Hälfte hinaus war, wusste ich, dass es bei dieser 1 Sterne Bewertung bleiben wird.

Was hat mich gestört? Hauptsächlich: Benjamin Rosenbaum erklärt eigentlich nichts! Mich hätte mehr zur Entstehungsgeschichte der Gesellschaft interessiert. Wo genau leben sie? Wie hat die Menschheit es geschafft a) so alt zu werden b) sich in mehrere Körper aufzuspalten c) Internetzugang vom Kopf aus eines jeden Menschen zu ermöglichen? Auch innerhalb seines Universums wird so wenig bzw. unverständlich erklärt. Da die Menschen so alt werden, gibt es die erste Kindheit und die zweite. Aber welche Jahre umspannt dies denn? Was mich ja auch sehr interessiert hatte: Dass es keine Geschlechter gibt. Dafür gibt es aber Staids und Bails. Unabhängig davon, dass ich nicht so richtig verstanden habe, wie sich Staid und Bails unterscheiden (dies wird bei der Geburt festgestellt - oder festgelegt?) wurde mir der Sinn jetzt auch nicht klar. Ob wir nun sagen, es gibt ein Ungleichgewicht zwischen Mann und Frau oder auch die Problematik, dass sich manche Menschen weder als Mann noch Frau fühlen: die Staids & Bails waren für mich irgendwie keine Antwort darauf.

Mein nächstes Problem waren die vielen Körper. Fifth hat drei und hält sich häufig an der verschiedenen Orten auf. Es war manchmal sehr schwer zu erkennen, welcher Absatz von welcher Fifth gerade erlebt wurde (ebook gelesen --> keine Ahnung, ob es im richtigen Buch optisch hervorgehoben wird). Außerdem gab es einfach viele Charaktere (Fifth hat so um die 10 Elternteile), die ja dann auch mit mehreren Körpern präsent waren. Insgesamt fand ich das alles einfach schlecht vorstellbar.

Zusätzlich zur Problematik der Sprunghaftigkeit der Absätze, fand ich auch den Schreibstil schwierig. Bei mir stellte sich kein Lesefluss ein. Der Autor verwendet viele Fremdworte, die die Geschichte möglicherweise auf eine höhere, literarische Ebene heben sollen, was für mich aber ziemlicher Quatsch ist. Denn gleichzeitig verwendet er Fantasieworte und vor allem auch sehr viele alberne Dinge: Fifths Viertel heißt "Langsam-wie-Melasse". Die Namensverzeichnisse haben so merkwürdige Namen wie "Gelbes-Optimum-Zuckerblase-7" oder "Unheimliche-Parameter-Schnabeltier-7".

Das einzig gute an der Geschichte ist eigentlich Fifth selbst. Immerhin ist sie ein halbwegs vernünftiger Charakter, deren Gedankenwelt mich interessierte. Aber schon bei ihrem Freund Shria fand ich es wieder sehr schwierig. Ich kann nicht behaupten, dass dieser mir mehr sympathisch gewesen wäre.

Und um meine Kritik zum Abschluss zu bringen: Ich habe nicht nur die Welt/Zukunftsversion nicht verstanden, auch die Geschichte selbst nicht so richtig, warum Fifth und Shria als Symbol für die Umbrüche angesehen werden und vor allem, warum sich solche harten Konsequenzen für sie und ihre Familien ergeben, weil beide dort ja unfreiwillig, also eher passiv, hineingeraten sind. 


Fazit:

Lange Rede, kurzer Sinn: Für mich hat dieses Buch nicht funktioniert. In meinem Kopf waren eigentlich dauerhaft Fragezeichen oder ich dachte mir "wtf?!". Wirklich, ich möchte dieses Buch nicht unnötig bashen oder in den Dreck ziehen. Aber ich kann es leider nicht anders sagen, als dass ich dieses Buch furchtbar fand.  Es überrascht mich, dass das Buch von besagter anderer Rezension 5 Sterne bekommen hat. Ich glaube, für den "Otto-Normal"-Leser wie mich wird das Buch unverständlich, nichtssagend und enttäuschend sein. Ich kann es auf keinen Fall empfehlen.

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Benjamin Rosenbaum wurde am 23. August 1969 in New York (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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