Benjamin Spang

 4 Sterne bei 20 Bewertungen
Autor von Blut gegen Blut, Doppelmond - Leckerbissen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Benjamin Spang

Blut gegen Blut

Blut gegen Blut

 (15)
Erschienen am 21.01.2016
Doppelmond - Alle Kurzgeschichten aus Nuun

Doppelmond - Alle Kurzgeschichten aus Nuun

 (2)
Erschienen am 26.01.2014
Doppelmond - Leckerbissen

Doppelmond - Leckerbissen

 (3)
Erschienen am 07.02.2013
Doppelmond - Kurzgeschichten aus Nuun

Doppelmond - Kurzgeschichten aus Nuun

 (0)
Erschienen am 07.11.2012

Neue Rezensionen zu Benjamin Spang

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Veronika_Baerenfaengers avatar

Rezension zu "Blut gegen Blut" von Benjamin Spang

Im Blut liegt die Kraft
Veronika_Baerenfaengervor 4 Monaten

Auf dem Cover stechen einem zuerst die beiden Monde von Nuun ins Auge - ein Schatten davor, umringt von Wölfen, bei denen man zum Teil nur Augen erkennen kann. Der Schatten könnte alles sein, Mann, Junge, Mädchen oder Frau - jedenfalls menschlich.
Der sehr markante Titelschriftzug mit den gegeneinander gerichteten Kreuzen ist hervorragend gewählt - hier erkennt man den Mediengestalter. 

Erwähnenswert sind die sehr schönen Illustrationen, die hin und wieder am Ende der Kapitel auftauchen und wunderbar zur Geschichte passen.

Die eigentliche Idee der Geschichte ist nicht neu.


Viele Phantasyromane handeln um ein junges Mädchen oder einen jungen Mann, die eine besondere Fähigkeit besitzen und im Laufe der Geschichte lernen müssen, damit umzugehen. Die Umsetzung in die Welt Nuun, die nur von ihren Monden erhellt wird und in der sich unterschiedliche Wesen den Menschen entgegenstellen ist einzigartig, genau wie Katrinas Fähigkeit.


Bei der Geschichte hab ich mich tatsächlich etwas schwer getan, denn obwohl die Idee dahinter wirklich toll ist, so kommt sie immer wieder nicht eindeutig herüber.

Katrinas Charakter wirkt ungelenk, zudem weiß man nicht, ob sie gerade 12 oder 20 ist. 
Einmal arbeitet sie auf dem Zeppelinballon und dann wieder wird von dem schwachen Menschenkind gesprochen. 
Einmal hat man das Gefühl, sie sei erwachsen, das nächste Mal wirkt sie wie ein kleines Kind. 
Ebenso erging es mir bei den Beschreibungen der Orte um mich herum.
Die Weggabelung an der Theobald sie küsste, steht mir recht klar vor Augen, aber wie es in den Walldörfern aussieht oder gar innerhalb der Stadt verschwimmt. 
Das gleiche passierte mir dann bei anderen Beschreibungen, so war ich fasziniert davon, wie sie den Kirchendachboden betraten und der Staub aufwirbelte und die Staubkörner im einfallenden Licht glitzerten. Auch war es wunderschön erzählt, wie die zwei Wölflinge miteinander rangelten und lachten, aber bei den allermeisten Kampfszenen wurde ich nicht abgeholt. 
Ein wenig enttäuschend, denn eigentlich wartete ich immer darauf, auf die Spannung, das gewisse Gefühl der Unruhe, welches einen auf den Fingernägeln herumkauen lässt. 
Kann es sein, dass die ausführliche Beschreibung den Zunder aus den Szenen nimmt. Ich weiß es nicht, ich weiß nur, dass ich die Emotionen vermisst habe. 

Zudem hab ich mich an manchen Stellen wie in einem Computerspiel gefühlt - als Helena das Kettensägenschwert zieht - z.B. 

Als das "große Gefecht" zum Abschluss dann auch noch über 15 Seiten spritzendes Blut, gespaltene Schädel, platzende Körper und Gedärme ging, musste ich mich wirklich etwas zusammenreißen weiterzulesen. 
Gut so, denn überraschenderweise kam dann doch eine Szene, die mich packte - Darec und Katrina im Turm hier passte die Stimmung, hier war die Anspannung deutlich zu spüren. 

Ich hab fast das Gefühl, dass die relevanten Szenen möglicherweise zu ausführlich erklärt wurden.
Man merkt einfach den Ursprung aus der Spieleindustrie.


Fazit:


Benjamin hat hier eine Geschichte erzählt, die wohl ein paar Schwächen aufweist. Auch wenn man sich bei den eigentlich spannenden Geschehnissen fühlt, als betrachte man von außen, nur ein Videospiel, so bringt er auf der anderen Seite ein paar Probleme zur Sprache, die einen nachdenklich machen. Er nimmt kein Blatt vor den Mund wenn es um Alkoholismus geht oder den Hang zur Selbstverletzung. Auch zeigt er auf, wie wichtig eine Familie ist und vor allem, wie schwer gerade dort die Verletzungen, egal welcher Art,  wiegen.  

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Moni2506s avatar

Rezension zu "Blut gegen Blut" von Benjamin Spang

Rezension: „Blut gegen Blut“ von Benjamin Spang
Moni2506vor 4 Monaten

„Blut gegen Blut“ von Benjamin Spang ist ein Dark Fantasy Roman, der in der Welt Nuun spielt und die Geschichte von Katrina Reichenlicht erzählt. Erschienen ist der Roman Anfang 2016 im Selfpublishing.

Nuun ist eine düstere Welt, unter deren beiden Monden die Menschheit gegen Vampire und Werwölfe kämpft. Katrina, eine Mechanikerin, lebt im Grenzgebiet. Ihr Vater ist vor einiger Zeit verschwunden und die Mutter ertränkt ihren Kummer im Alkohol. Katrina entscheidet sich zu ihrem Onkel zu flüchten, doch dies führt dazu, dass ihre Mutter in ein noch größeres Loch stürzt. Um ihre Mutter vor einem großen Fehler zu bewahren, muss sie hinausziehen in die Welt der Werwölfe und Vampire und stellt fest, dass diese auf der Jagd nach ihr sind. Was ist so besonders an ihr, dass Werwölfe und Vampire es auf sie abgesehen haben?

Ich folge dem Autor Benjamin Spang schon eine ganze Weile auf seinen Social Media Kanälen. Weniger wegen der Bücher, da Dark Fantasy bisher eher nicht in mein Beuteschema fiel, sondern mehr wegen der sehr unterhaltsamen Instagram-Stories, in denen auch Katrina und die Doppelmond-Agentin Helena des Öfteren erwähnt wurden. Unterbewusst hat das Ganze anscheinend sehr anziehend auf mich gewirkt, so dass ich mir das Buch bestellt habe und ich wurde nicht enttäuscht.
Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen. Die Rezension fällt mir dennoch schwer, weil ich überhaupt keinen Vergleich habe. Ich hatte erwartet, dass es eine sehr düstere und brutale Welt ist, da das Genre ja Dark Fantasy heißt. Düster war es auf jeden Fall, aber ich hätte es noch brutaler erwartet. Die Brutalität war in den Kampfszenen hoch, aber für meinen Geschmack noch erträglich und nicht zu brutal.
Die Welt Nuun hat mir gut gefallen. Eventuell habe ich die Sonne ein wenig vermisst, aber insgesamt war die Welt gut ausgestaltet. Ich mag es sehr gerne, wenn eine Welt anders ist, aber es dennoch Ähnlichkeiten zu unserer Welt gibt. Man hat Anknüpfungspunkte und kann insgesamt besser in die Geschichte reinfinden. So gibt es in Nuun beispielsweise eine Religion mit Kirchen, in denen man beten kann.
Der Schreibstil lässt sich gut und flüssig lesen und die Geschichte hat mich nach einer kleinen anfänglichen Verwirrung schnell in seinen Bann gezogen. Die Welt wird ausreichend beschrieben, so dass man sich alles gut vorstellen kann, aber gerade in den Kampfszenen kommen die Qualitäten des Autors noch mehr zur Geltung. Man hat diesen Szenen angemerkt, dass der Autor viel Spaß beim schreiben und ausgestalten der Kampfszenen hatte. Hier wirkt die Erzählung am lebendigsten und die Kampfhandlungen werden genau geschrieben.
Die Geschichte der Protagonisten habe ich gerne mitverfolgt. Da wäre zum einen Katrina, die sich gerade in einer sehr schweren Phase ihres Lebens befindet und dann ungewollt in den Kampf der Menschheit gegen Werwölfe und Vampire hineingezogen wird und dann haben wir noch Helena, die Doppelmondagentin mit dem Kettensägenschwert, die schon viele Jahre in diesem Krieg kämpft und dementsprechend abgeklärt, aber auch souverän und taff wirkt.
Außergewöhnlich empfand ich auch die Themenzusammensetzung. Neben dem bereits Erwähnten, spielen Depressionen, selbstverletztendes Verhalten und Alkoholismus eine Rolle. Die Auseinandersetzung in dieser Form habe ich in einem Fantasy-Roman eher nicht erwartet. Es läuft zwar durchaus im Hintergrund mit, ich empfand es aber als wichtig für die gesamte Geschichte und auch Gedankengänge der betroffenen Person wurden mit eingewoben. Das ambivalente Verhältnis zwischen Mutter und Tochter auf Grund des Alkoholismus wurde meiner Meinung nach sehr gut eingefangen.

Fazit: Mein erster Ausflug ins Dark Fantasy-Genre hat mir sehr gefallen und daher empfehle ich den Roman gerne weiter. Wenn ihr düstere Welten und blutige Kampfszenen mögt, dann seid ihr bei Benjamin Spang genau an der richtigen Adresse. Darüber hinaus überzeugt der Autor mit einer außergewöhnlichen Themenzusammensetzung.

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Jaris avatar

Rezension zu "Blut gegen Blut" von Benjamin Spang

Tatsächlich mal was Neues!
Jarivor 2 Jahren

Durch einen Blogeintrag mit verlinktem Youtube-Video wurde ich vor einigen Jahren auf Benjamin Spangs Projekt "Blut gegen Blut" aufmerksam. Die Crowdfunding-Aktion sollte u.a. ein professionelles Lektorat beinhalten. Mir gefiel die Idee und beteiligte mich - deswegen steht mein Name tatsächlich in einem Buch! :)

Jetzt kam ich auch endlich dazu, "Blut gegen Blut" zu lesen und abzuschätzen, ob die Aktion es wert war. Nun - das war sie tatsächlich! Das Buch liest sich wirklich spannend und gehört zu jenen Steampunk-Titeln auf dem deutschen Markt, die tatsächlich etwas taugen. Und davon gibt es (leider) wirklich nicht sehr viele.

Spang hat sich eine fantastische Welt ausgedacht, die von zwei Monden erhellt wird und in der sich die Fraktionen Vampire, Werwölfe und Menschen gegenüberstehen. Spannenderweise sind die Menschen hier nicht simple Opfer, sondern können sich dank ihrer Technologie gegen die anderen Wesen zur Wehr setzen. Doch schon lange zerfrisst ein Krieg das Land und zusammen mit Katrina findet der Leser heraus, warum es plötzlich alle auf Katrina abgesehen haben.

Ausserdem greift der Autor auch weitere einzigartige Ideen auf (ich will hier aber nicht zu viel verraten!) - somit hat uns Spang nicht zu viel versprochen. Deshalb konnte ich auch gar nicht schnell genug lesen, weil es mich einfach zu sehr Wunder nahm, was als nächstes passiert. Denn in diesem Buch jagt ein grosses Ereignis das nächste.

Dabei gibt uns Spang aber trotzdem immer wieder einige ruhigere Szenen, in welchen man als Leser etwas zu Atem kommen kann. Dass es gleich aufregend und, vor allem gegen Ende hin, blutig weitergehen wird, erkennt der geneigte Leser ziemlich schnell. Es ist nicht einfach, gute Actionszenen zu schreiben, aber Spang hat es geschafft, diese gut verständlich und dennoch flüssig darzustellen.

2018 soll der nächste Band erscheinen und natürlich nimmt es mich stark Wunder, wie die Geschichte weitergeht. Unterdessen gibt es Kurzgeschichtensammlungen und je einen Titel zu Helena und Caspari (mit ganz tollen Covern!), um sich die Zeit bis dahin zu vertreiben.

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