Benjamin Tienti , Barbara Jung Salon Salami. Einer ist immer besonders.

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Inhaltsangabe zu „Salon Salami. Einer ist immer besonders.“ von Benjamin Tienti

Tja, manchmal ist das Leben etwas bunter: Hani Salmani (nein, nicht Salami) ist zwölf, hat einen kleinen Bruder, ihre Mama ist verschwunden und ihr Papa schneidet im Friseursalon von Onkel Ibo Haare, während der krummen Geschäften nachgeht. Als Hani herausfindet, dass ihre Mama im Gefängnis sitzt und Onkel Ibo wohl schuld daran ist, fasst sie einen verrückten Plan. Zum Glück hilft ihr Sozialarbeiterin Mira, und am Ende ist im Salon Salami-Salmani alles (fast) wieder paletti. Modern, authentisch, unverwechselbar: die Geschichte einer liebenswert schrägen Familie!

Sehr besonders

— Sabine_Hartmann
Sabine_Hartmann

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    Salon Salami. Einer ist immer besonders.
    Sabine_Hartmann

    Sabine_Hartmann

    16. June 2017 um 10:18

    Hani versucht, eine Bank zu überfallen - warum weiß niemand so genau. Nur sie allein, und das erzählt sie uns erst nach und nach. Hanis Vater betreibt einen Friseursalon und hat wenig Zeit für seine Tochter und seinen Sohn Moma, der noch in den Kindergarten geht. Die Mutter ist nicht da. Herr Basim unterstützt die Familie, indem er für das Essen, das Hani aus seinem Imbiss holt, kein Geld nimmt. Im Kindergarten gibt es ziemlich viele Schwierigkeiten, doch Hanis Vater kümmert sich nicht. Hani hilft im Friseursalon so gut sie kann. Berühmt ist sie für ihre Vorher-Nachher-Fotos, die das Schaufenster schmücken. Soweit läuft alles, bis Hani beschließt, die Sparkasse bei Karstadt überfallen zu müssen. Hani, die Ich-Erzählerin, ist tough. Sie macht sich so ihre Gedanken über die Welt um sich herum. Vieles kann sie nicht richtig einordnen, weil sie noch zu jung ist, doch ihr Gefühl sagt ihr, wo es langgehen müsste. Sie ist verzweifelt und hat niemandem, dem sie sich anvertrauen kann. Schließlich muss sie stark sein, für ihren Bruder Moma, für die Kindergärtnerin, die so gern glauben möchte, dass mit Momas Familie alles in Ordnung ist, für ihren Vater. Doch irgendwann kann sie nicht mehr und trifft eine folgenschwere Entscheidung, die viel in Gang bringt. Als ich das Buch zur Rezension erhielt, war ich ziemlich enttäuscht. Ein blaues Titelbild mit comicartigen Figuren darauf. Der Titel “Salon Salami” - naja - sagt mir nichts. Da alles ziemlich italienisch wirkt, vielleicht ein Mafia-Roman? Einzig der Untertitel hat mich neugierig gemacht. Auch der Klappentext wirkte reizvoll auf mich. Was hat das mit diesem Banküberfall auf sich? Doch kaum hatte ich die ersten Seiten gelesen, fesselte mich das Buch sehr. Ich las es quasi in einem Rutsch durch. Hani wurde so eine plastische Hauptfigur, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es mit ihr weitergeht. Die skurrilen Figuren erwarben im Lauf der Geschichte immer mehr Tiefe, wurden nachvollziehbarer, bis endlich die ganze Tragweite der familiären Situation deutlich wurde. Dieses Buch lässt sich sicherlich gut in der Klasse lesen bzw. vorlesen, weil es viele Ansatzpunkte für Gespräche und Diskussionen bietet. Außerdem ist es spannend und sehr menschlich.

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  • Lustig und traurig – gefühlvoll, familiär, sowie offen und ehrlich.

    Salon Salami. Einer ist immer besonders.
    Bibilotta

    Bibilotta

    25. May 2017 um 22:55

    Dieses Kinderbuch – mit einer recht schweren Thematik, wie ich auch finde – hat mich besonders neugierig gemacht. Allein schon vom Klappentext her, war ich gespannt, wie das ganze umgesetzt und gestaltet wird … und ich war mehr als überrascht. Die Thematiken sind nicht ohne – aber sie sind liebevoll umgesetzt. Sehr kind- und altersgerecht – eine bunte Mischung aus Witz und Ernsthaftigkeit findet man hier in diesem Kinderbuch – was mich sehr erstaunte. Ich grübel jetzt noch, ob diese Thematik – die Ernsthaftigkeit, die auch dahinter steckt – überhaupt mit soviel Witz ausgelegt werden sollte und in Kinderhände gegeben werden darf. Und ich muss sagen – ja  … so wie es hier geschrieben ist – so wie es hier aufgebaut, aufgegriffen und ausgeschmückt ist – so können Kinder ab 10 Jahre definitiv diese Geschichte lesen. Ich bin aber der Meinung, dass es auch die Eltern gelesen haben sollten um evtl. die Themen in einem Gespräch mit aufzugreifen. Immerhin gibt es hier einige schwere Aufhänger – die man nicht nur mit dem Witz, der hier in der Geschichte seinen Platz findet, abgewickelt werden darf. Klar – ich will jetzt nicht diejenige sein, die alles zu verbissen sieht, hier nur belehrend den Zeigefinger hebt – ich will hier eigentlich nur verdeutlichen, dass es eine schöne Geschichte ist – die aber einige tiefgreifende Themen aufgreift. Genau diese sollten dann auch besprochen werden und nicht nur als „Geschichte“ abgetan werden – denn dazu ist sie viel zu realitätsnah – wenn auch hier in übertriebenem Sinne in die Geschichte gepackt. (Ich hoffe – es versteht mich noch jemand *lach*) Die Themen die hier zur Sprache kommen sind einmal das Verschwinden der Mutter – für die Kinder ist die Mutter einfach weg – und das ist heftig. Doch Hani (12 J.) kommt der Sache auf die Spur und erfährt, dass ihre Mama im Gefängnis ist (erschreckend nicht?) … doch Hani ist ja nicht alleine, sie hat noch einen jüngeren Bruder (fast 6  J.) und den bringt sie täglich zur Kita und sorgt dafür dass er morgens frühstückte, abends duscht und dann auch ins Bett kommt …. muss Hani nicht zur Schule oder ist Moma nicht in der Kita, dann helfen sie ihrem Vater im Salon. Ja – sehr fleissige Kinder, die aber allerhand Probleme haben – denn wenn Hani eine Bank überfällt (mit einem Tomatenmesser) in der Hoffnung, dass sie dann auch ins Gefängnis kommt zu ihrer Mama – dann das Jugendamt zur Hilfe geholt wird – der Vater von allem nichts weiß oder wissen will – und sich auch nicht wirklich ernsthaft der Sache annimmt – ja, dann ist da einiges im Busch. Es wird zwar hier alles sehr lustig dargestellt – ich musste oftmals Schmunzeln  – aber es sind schon sehr schwere Situationen für diese Familie. Auch als das Thema Drogen mit ins Spiel kommt – da wurde mir dann schon leicht anders und ich überlegte ob das wirklich Thema sein sollte. ABER ja – hier passt das alles wunderbar zusammen. Ich war zwar zwischendurch geschockt, als hier umgangssprachliche und leider auch sehr heftige Schimpfworte gefallen sind, die meine Tochter in der Schule leider auch schon aufgegriffen hatte. Mein erster Gedanke war zwar „OH NEIN – das muss ein Kind in dem Alter nun wirklich nicht lesen“ … aber mein zweiter Gedanke sagt mir dann was anderes – denn das Leben ist leider kein Ponyhof – und die Wahrheit kann man auch nicht verdrängen – denn damit werden wir und unsere Kinder heutzutage schon früh konfrontiert – traurig, aber wahr. Und ganz ehrlich – in der Situation der Geschichte- um die Glaubhaftigkeit der Handlung, die Realität deutlich rüberzubringen – da passte das leider super rein.   Was mich wahnsinnig faszinierte war die Person Hani – sie ist so ein taffes, starkes und vor allem kluges Kind. Ich musste am Ende des Buches sooooo herzhaft lachen. Aber Hani ist eben auch ein Kind und mit der Aufgabe die ihr auf den Schultern liegt, einfach überfordert ist. Doch das ist noch nicht alles – sie vermisst natürlich sehr stark ihre Mama. Auch wenn es nach außen hin immer nicht so wirkt. Hani hat mir teilweise sehr leid getan und ihre Handlungsweise – ihre Taten waren auf ihre kindliche Art voll verständlich und nachvollziehbar.  Aber auch alle anderen Figuren, die hier zum Einsatz kommen sind eine so frische, bunte Mischung – absolut Multi-Kulti muss man fast schon sagen. die dann auch die ganze Geschichte wahnsinnig witzig, spritzig und frisch ausschmücken. Die Mischung macht sich auch in der Thematik bemerkbar, die man hier antrifft – Reale Probleme von heute  (Vorurteile, Akzeptanz, Drogen, Verantwortung, Hilfsbereitschaft etc.) – liebenswürdige und interessante Charaktere – traurige Wahrheit (Verlust der Mama, Drogen)  – starke Ideen und die richtige Portion Witz gewürzt mit ein bisschen Liebe, Verständnis und jeder Menge Freunde- das hat schon was. Aber auch auf die Kürze der Geschichte bezogen, die Entwicklung, die die Figuren in dieser Geschichte durchlaufen – das berührte und begeisterte mich sehr. Ich gehe aus diesem Kinderbuch für junge Leser ab 10 Jahren trotz allem skeptisch raus. Es ist eine Geschichte, die auf jeden Fall mit einer gewissen Ernsthaftigkeit aber auch mit der gesunden Portion Humor hier nicht so locker leicht abgefertigt werden sollte – darum bin ich der Meinung, dass man als Eltern ruhig hier auch seine Nase mit reinstecken MUSS um danach auch als Gesprächspartner für die jungen Leser mithalten zu können – denn Gesprächsstoff ergibt sich daraus ganz bestimmt.   Also wie ihr seht – das Kinderbuch „Salon Salami. Einer ist immer besonders“ sticht ganz schön raus mit seiner Thematik – aber auch mit dem Schwerpunkt des „besonders sein“ der hier im Buch öfters deutlich wird – ist es eine gelungene, interessante und durchaus witzige Story – die aufzeigt, dass nicht alles immer so ist, wie es scheint.     Fazit „Salon Salami. Einer ist immer besonders“ von Benjamin Tienti ist ein Kinderbuch für Leser ab 10 Jahre – und deren Eltern. Ich bin der Meinung, dass hier gemeinsam gelesen werden sollte, bzw. dass die Eltern die Geschichte auch kennen. Denn dieses Buch sticht heraus – durch seine Thematik , durch die Mischung aus Ernsthaftigkeit, Realität und Witz. Es stimmt nachdenklich und lässt einen teilweise geschockt zurück. Es wird hier nichts beschönigt -nur teilweise lustig dargestellt und ausgeführt. Dieses Buch bietet allerand Gesprächsstoff – dem dann auch nachgegangen werden sollte. Es ist eine absolut aussergewöhnliche, tiefgründige aber auch altersgerecht dargestellte Geschichte. Lustig und traurig – gefühlvoll, familiär, sowie offen und ehrlich.

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  • besondere Thematik, besonderes Buch, aber nicht für jeden...

    Salon Salami. Einer ist immer besonders.
    Normal-ist-langweilig

    Normal-ist-langweilig

    12. May 2017 um 19:01

    Unsere Meinung: „Modern, authentisch, unverwechselbar: die Geschichte einer liebenswert schrägen Familie!“ (Quelle) Es fällt mir schwer, das Buch mit Sternen zu bewerten. Das Thema des Buches geht viele an, aber wollen sie deshalb auch eine solche Geschichte lesen? Denn, was vielleicht anfangs sehr witzig klingt, kommt beim Lesen dann doch bei den Kindern (hier bei meiner Tochter) nicht wirklich lustig rüber. Für meine Tochter zeigt sich hier folgendes Bild: Mutter weg, Vater überfordert, Onkel geht krummen Geschäften nach, Hani ist ein nettes Mädchen, dem aber viel zu viel aufgebürdet wird, Hanis Bruder ist wie man so schön sagt „verhaltensauffällig“ und „unerzogen“, da keine Zeit für ihn bleibt. Der Grundtenor der Geschichte war für uns sehr traurig, da Hanis Leben eher mühselig, trostlos und anfangs ohne Perspektive ist. Das ändert sich durch Hanis verrückte und wahnwitzige Idee, eine Bank auszurauben, um ihrem Vater so finanziell unter die Arme greifen zu wollen. Denn durch diese Aktion schaltet sich das Jugendamt ein und die Sozialarbeiterin macht ihre Sache richtig gut! Die Geschichte hat uns nicht so unterhalten, wie es Kinderkrimis oder Abenteuerbücher tun, wir haben nicht mitgefiebert oder mitgerätselt. Wir haben hier eher diskutiert: Was hätte man noch machen können? Warum reagiert Hanis Vater jetzt so? Was ist mit ihrem Bruder los? Wie soll es weitergehen? Wie erschwert der Migrationshintergrund das Leben der Familie? Meine Tochter hätte das Buch alleine nicht gelesen. Dafür fanden wir beide den Schreibstil auch eher schwierig- ein wenig abgehackt, teilweise zweideutig, passt aber dadurch zur Geschichte. In der Tat ein besonderes Buch: eher aufklärend, als unterhaltend – seltenes Thema!

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  • Ehrlich und eigen, dazu berührend und lustig-anders

    Salon Salami. Einer ist immer besonders.
    Damaris

    Damaris

    11. April 2017 um 15:01

    Die Familie Salmani (den Salami-Witz kennt Hani schon aus der Schule - und findet ihn doof) besitzt einen Friseursalon. Papa schneidet Haare, Mama hilft im Salon mit und Hanis Bruder Moma geht noch in den Kindergarten. Hani selbst geht zur Schule, wenn sie nicht gerade damit beschäftigt ist, Vorher-Nachher-Fotos von Papas Kunden zu machen und im Friseursalon aufzuhängen. Eigentlich läuft es gut bei Familie Salmani, bis eines Tages Hanis Mama nicht mehr da ist und ihr Leben sehr turbulent wird. Es wird für Hani immer schwieriger der Dreh- und Angelpunkt der Familie zu sein und bald muss sie erkennen, dass sie es ohne Hilfe nicht mehr schafft.Gleich zu Anfang begleitet man die 12-jährige Hani, die eine Bank überfallen will. Ich war etwas überrascht, denn dieses Szene scheint aus dem Zusammenhang gerissen. Man weiß einfach nicht, warum Hani einen Banküberfall plant, bzw. realisiert erst später, dass der Überfall im Kontext zur Geschichte steht. Hani möchte damit etwas bezwecken, was den Gedanken eines Kindes entspringt, völlig nachvollziehbar ist, und mich sehr berührte. Denn Hani ist zu Hause für zu viele Dinge verantwortlich, seit ihre Mama nicht mehr da ist. Ihr Papa hält den Friseursalon am Laufen und Onkel Ibo geht zwielichtigen Geschäften nach. Da ist es an Hani, sich um den Haushalt und das Essen zu kümmern, ihrem Vater zu helfen und nach ihrem Bruder zu schauen. Hani ist äußerlich zwar sehr cool, man realisiert aber bald, dass ihr die Dinge über den Kopf wachsen und sie ihre Mama vermisst.Autor Benjamin Tienti hat einen Kinderroman geschrieben, der eine Familie zwischen den Kulturen auf sehr direkte und echte Art zeigt. Er scheut sich nicht vor Umgangssprache, was grundsätzlich ehrlich und sehr authentisch ist, an einer Stelle aber sehr stark ausgereizt wurde. Meine Kinder, die solche Ausdrücke (noch) nicht kennen, sollen diese nicht in einem Kinderbuch lesen. Bis auf eine extreme Ausnahme, wird diesem Punkt kein allzu hoher Stellenwert eingeräumt.Die Geschichte ist lustig und nimmt sich manchmal selbst nicht ganz ernst. Sie hat aber auch eine traurige Seite, die nachdenklich stimmt und Verständnis weckt. Neben der Familiengeschichte werden Themen wie Vorurteile, Akzeptanz und Hilfsbereitschaft in die Geschichte gestreut, aber ohne eine bestimmte Botschaft zu vermitteln. Es ist einfach so. Nach einem spannenden Finale, das extrem zufrieden stellt, hat man die Familie Salmani richtig ins Herz geschlossen. Es wären sicherlich weitere Salon Salami-Bücher denkbar.Fazit ...ich habe bei "Salon Salami: Einer ist immer besonders" eine große Bandbreite von Gefühlen durchlebt. Die Geschichte berührt auf eine ehrliche Art, nachdem man Hani und ihre Familie kennengelernt hat. Sie weckt Interesse, aber auch Verständnis und Akzeptanz. Dazu ist sie sehr lustig und schräg, und das obwohl sie auch ein Gefühl von Zusammenhalt erzeugt. Für Kinder, die mal eine Blick auf eine Familie werfen wollen, bei denen es nicht immer normal zugeht, ist "Salon Salami" eine echte Empfehlung.

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