Benno Hurt Eine deutsche Meisterschaft

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Inhaltsangabe zu „Eine deutsche Meisterschaft“ von Benno Hurt

Deutschland ist Fußballweltmeister – wir sind wieder wer. Kaum ein Jahr später beginnt dieser erste Band einer Romantrilogie, in der die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland anhand des Christian Kirsch aus Kolbstadt erzählt wird, einer typischen kleinen Großstadt im Süden der noch jungen BRD. 1955. Kolbstadt, eine kleine Großstadt im Süden Deutschlands. Wiederaufbau, Wirtschaftswunder, Borgward Isabella, Fußballweltmeisterschaft – wir sind wieder wer. Nur die Familie Kirsch versäumt den Zug in die strahlende Zukunft des Landes. Vater Richard, Behördenangestellter, verliert seine Stelle wegen einer Lapalie, einer kleinen Unaufrichtigkeit, die mit der finsteren tausendjährigen Vergangenheit zusammenhängt. Ohne Arbeit aber reicht das Geld nicht für die Ferienreise nach Italien, die sich Mutter Maria so sehr wünscht. Dietmar, der Älteste, hat es immerhin schon zu etwas gebracht: Als gewandter und erfolgreicher Bonbonvertreter reist er durch die Lande. Dagmar, die Mittlere, arbeitet als Botin in einer Anwaltskanzlei und »geht« mit Roman, dem Juniorchef des besten Modehauses am Platz. Und Christian, der Jüngste, tritt im Endspiel um den »Silbernen Fußball« absichtlich ein bisschen zu hart in die Beine des Gegners – eine Lappalie, wie die kleine Notlüge des Vaters, aber es folgt der Elfmeter und das Spiel ist verloren.

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  • Rezension zu "Eine deutsche Meisterschaft" von Benno Hurt

    Eine deutsche Meisterschaft
    PaulTemple

    PaulTemple

    28. April 2010 um 15:55

    Benno Hurt lässt in seinem ersten Roman der "Kolbstadt-Trilogie" die 1950er - die Jahre des deutschen "Wirtschaftswunders" - wieder lebendig werden und zeigt eindrucksvoll, dass sprichwörtlich nicht alles Gold ist, was glänzt. Die mittelständische Familie Kirsch wird auf eine harte Belastungsprobe gestellt, als der Vater überraschend seine Arbeit verliert - gerade zu der Zeit, als überall der wiederlangte Wohlstand der BRD gefeiert wird und die Zeit des "Wirtschaftswunders" beginnt. Der Grund der Kündigung ist nicht weniger pikant: Herr Kirsch war im Dritten Reich selbstbewusst aus der NSDAP ausgetreten und weigerte sich behaarlich, ein Bild des "Führers" in seinem Büro aufzuhängen. Die damligen Kollegen und überzeugte Parteigänger haben auch in der BRD schnell ihre Posten wieder und schikanieren nun den ehemaligen "Spalter". Die damalige Atmosphäre von neuem Wohlstand in der BRD und das gleichzeitige, widersprüchlige Stillschweigen über die Jahre des Nationalsozialismus werden von Benno Hurt schön herausgearbeitet und stehen als Beispiele für eine realistischere Darstellung der 50er Jahre, ohne Kitsch und falscher Sentimentalität.

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