Benoît B. Mandelbrot Schönes Chaos

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Inhaltsangabe zu „Schönes Chaos“ von Benoît B. Mandelbrot

Für Benoît Mandelbrot ist Mathematik Poesie: Schönheit und Beschreibung der Welt. Als Junge kommt er, 1924 in Warschau geboren, nach Paris und wird von seinem Onkel in die Mathematik eingeführt. Chaotische Systeme prägen seine Zeit. Während des Krieges muss er sich vieles selbst beibringen. Seiner unkonventionellen Denkweise verdankt Mandelbrot die größten Erfolge, aber auch die Rolle des Außenseiters: Nicht an der Universität, sondern bei IBM in den USA fand er genügend Freiheit für seine visionären Ideen. Er begründete die »fraktale Geometrie«, die komplexe Gebilde berechnen kann, und entwickelte die ersten Computerprogramme, um sie grafisch darzustellen. Und sein weltberühmtes Apfelmännchen, die Mandelbrot-Menge, findet Ordnung im Ungenauen und überall Anwendung: Wie wachsen Zellen, Blumenkohl oder Schneeflocken? Oder: Wie verhalten sich Finanzmärkte?

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  • Mathematik von ihrer „schönsten Seite“

    Schönes Chaos
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    17. June 2013 um 13:00

      „Jahrhundertmathematiker“ wird er genannt, Benoit Mandelbaum. Eine eher nicht überragend öffentlichkeitswirksame Fachrichtung und dem Laien auch nicht einfach zugänglich.   Durchaus aber sind Begriff, die Mandelbrot prägte wie „fraktal“, Fraktale, die für PC Benutzer mittlerweile zum alltäglichen Arbeiten dazugehören. Durchaus auch hatten seine Arbeiten auch „praktische“ Auswirkungen im Rahmen der Finanzmathematik. So verbinden sich im Werk Mandelbrots Theorie und Praxis, Erkenntnis und Umsetzung und, das wird aber sicherlich eher dem Mathematiker als „Genuss“ vorbehalten bleiben, eine gewisse Form der „Ästhetik der Mathematik“. Eine Verbindung zur Praxis, die im Leben Mandelbrots selbst angelegt ist. In der Wirtschaft, bei IBM hat er gewirkt und für sich geforscht, nicht in der teils doch abstrakten Welt der universitären Mathematik.   Warum das so war, warum er in der mathematischen Wissenschaft die Rolle eines „Außenseiters“ nicht nur zugeschrieben bekommen hat, sondern auch tatsächlich einnahm, dafür lohnt der Blick auf die Entwicklung des Lebens Mandelbrots.   Hinter dem Mathematiker, und dies wird nun durch diese Autobiographie sehr gut lesbar deutlich, steht ein bewegtes, nicht immer einfaches Leben für den 1924 in Warschau geborenen.   „Wie ich Wissenschaftler wurde“ zeigt einen Weg schon zur Mathematik auf, der völlig ungewöhnlich sich darstellt. In „Eigenregie“ fast hat Mandelbrot sich diese Welt erschlossen, die bittere Armut in Vichy zu Kriegszeiten schildert er, Als Knecht bei Pferdezüchtern hat er sich verdingt und „nebenbei“, so das überhaupt geht, sich in „gedankliche mathematische Höhen“ aufgeschwungen. Einer, der bis heute kein Stück Papier wegwerfen kann, so wertvoll war jeder Fetzen zu jener Zeit. Das war der „Weg, Wissenschaftler werden zu wollen“ unter widrigen Umständen. Die nicht nun einfach in eine gerade Linie in den Nachkriegszeiten mündete.   „Meine lange, windungsreiche Ausbildung in der Wissenschaft“ führt den Leser im Buch Schritt für Schritt mit in jene Zeit zurück . Schon die Entscheidung für die Schulform des jungen Benoit nach dem Krieg ist ein einziges hin- und her in der Familie und, letztlich, einem Zufall zu verdanken (es gab einfach freie Schlafsaalplätze), dass Mandelbrot an jener „Ecole Normale“ seinen Weg Aufnahme, die ihm eine gewisse Freiheit des Weges einräumte.   Folgt man den Schilderungen im Buch fällt auf, dass Mendelbrot in Teilen sehr kleinteilig erzählt, jede Haltung in der Familie, jede Nuance der Dispute und der beteiligten Personen versucht, zu erfassen. Das ist in manchen Teil doch auch zäh zu lesen und den Leser drängt es hier und da nach vorne, um zu wichtigeren und entscheidenderen Teilen der Biographie zu gelangen.   Das dann aber ein „sein Potential nicht nutzender, ruheloser Einzelgänger sich von oberflächlichen Wurzeln löst“ und so langsam im Buch dann die einleitenden Worte von der „Schönheit und Rauheit“ der Welt gefüllt werden und Farbe erhalten, das liest sich dann interessant und einprägsam und verdeutlicht mehr und mehr die Bedeutung, die Mandelbrots Arbeit erhielt.   „Fast alle normalen Muster der Natur sind rau. Sie besitzen äußerst irreguläre und fragmentierte Merkmale“. Diese „Rauheit“ zu messen, das war und blieb der Lebenstraum Mendelbrots. Ein Weg, auf dem er der Pionier und Entdecker war.   Eine nicht immer schwungvoll zu lesende, manchmal zu kleinteilig formulierte, immer aber interessante Biographie. Ein Stück Zeitgeschichte und der Lebensweg eines mathematischen Genies, der die spätere Arbeit und Erfolge kaum ahnen ließ. Durchaus empfehlenswert.

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