Benoîte Groult Leben will ich

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Inhaltsangabe zu „Leben will ich“ von Benoîte Groult

Aus dem Französischen von Kuhn, Irene Roman. ( Knaur XXL). 807 S. (Quelle:'Flexibler Einband/01.07.1999')

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  • Eine Frau auf dem Weg zu sich selbst

    Leben will ich
    gst

    gst

    14. April 2013 um 10:18

    Ein wunderbares Buch, das sehr deutlich zeigt, wie sich das Leben von Frauen im Laufe der letzten 115 Jahre verändert hat. Hermine, die Mutter der Ich-Erzählern Louise, wurde 1896 geboren. Als sie heiratete, war sie noch nicht einmal aufgeklärt. Anders als viele Altersgenossinnen hatte sie Glück mit ihrem Mann, der sich viel Zeit nahm, um sie für sich zu gewinnen. Zusammen mit einer Freundin durchlebte sie die erste Emanzipationswelle der Frauen. Während des ersten Weltkriegs machten sie sich ohne Männer selbständig, kämpften sich sehr erfolgreich durchs Leben. Louises Geburt war zwar willkommen, doch konnte das Kind nie den Ansprüchen der Mutter genügen. Erste sexuelle Annäherungen an das männliche Geschlecht führten zur Ehe mit einem tuberkulosekranken jungen Mann, der schon sehr früh verstarb. Während des zweiten Weltkriegs verkehrte Louise in Pariser Etablissements, in denen Amerikaner Mädchen zum Essen (und mehr) einluden. Der Pilot, der sie gerne geheiratet hätte, musste nach dem Krieg in die Staaten zurück. Statt "ja" zu sagen und ihn zu begleiten, suchte sich die intellektuelle Louise lieber einen „standesgemäßen“ Ehemann. Der war ein angesehener Journalist und viel auf Reisen. Seine Frau behandelte er wie seinen Besitz. Klaglos litt Louise in ihrer Rolle als dreifache Mutter und Hausfrau. Damit das Geld reichte, arbeitete sie bei einem Frauenmagazin. Ihrem Traum, dem Schreiben von Romanen, näherte sie sich erst mit über 50 Jahren an. Ebenso schwer wie die Abnabelung von ihrer Mutter fiel ihr viel später auch die von ihrem Mann. Benoite Groult, die mit ihrem erotischen Roman "Salz auf unserer Haut" bekannt geworden ist, hat in "Leben will ich" ihre Vergangenheit aufgearbeitet. Das hat mich stark angesprochen. Wo sonst liest man von „Engelmacherinnen“, von der verzweifelten Suche nach dem Glück in der Ehe, vom immer wieder Verzeihen – ohne dass die eigenen Ansprüche wahrgenommen werden? Neben der Lebenswelt meiner Mutter entdeckte ich die Entwicklung meiner eigenen Generation – Louises jüngste Tochter ist in diesem Roman zur selben Zeit wie ich geboren... An Louises jugendlichem Briefverkehr mit ihrem kranken Geliebten scheiterte ich fast. Er war mir zu langatmig. Andererseits ist er für das Verständnis von Louises Leben unverzichtbar. Er verdeutlicht unter anderem das Leid, das die Tuberkulose vielen Menschen brachte. Insgesamt ein Buch, das sich zu lesen lohnt, auch wenn es schon vor dreißig Jahren geschrieben wurde.

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  • Rezension zu "Leben will ich" von Benoîte Groult

    Leben will ich
    charlotte

    charlotte

    09. June 2009 um 21:18

    Benoîte Groult schreibt ergreifende Frauengeschichten, die mich in meiner Jugend stark beeinflusst haben.