Benoîte Groult Salz auf unserer Haut

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Inhaltsangabe zu „Salz auf unserer Haut“ von Benoîte Groult

Die Geschichte einer im Grunde unmöglichen, einzigartigen Liebe: George, die Pariser Intellektuelle, und Gauvin, der bretonische Fischer - Welten trennen die beiden, die Barrieren von Erziehung und Bildung, von Weltanschauung und Geschmack stehen zwischen ihnen. Ein Leben miteinander halten beide für unmöglich. Und doch zieht sie ein Verlangen zueinander, das stärker ist als Vernunft und Konvention, eine Leidenschaft, die, auch als die Liebenden älter und reifer werden, nicht erlischt. Ein Roman voll Zärtlichkeit und Sinnlichkeit, zugleich das Porträt einer freien, selbstständigen Frau, die zu ihren Gefühlen steht.

Nein, einfach nein.

— blonde_bibliophile
blonde_bibliophile

Bestechend aufrichtig und wundervoll poetisch zugleich.

— Gungl
Gungl

Eine Liebe, die auf Sex basiert, auf der Lust ihrer beider Körper. Für gemeinsames Leben sind sie zu unterschiedlich. Tragisch und schön.

— Caastorb
Caastorb

Ein toller Klassiker des emanzipierten Liebesromans - die Autorin verstarb in den letzten Tagen - mit 96 Jahren!

— SigiLovesBooks
SigiLovesBooks

Das eigentlich unbeschreibliche "animalische" der Liebe wunderschön beschrieben und in Worte gefasst.

— ErichPuedo
ErichPuedo

Ja es ist wie "Ein Fisch namens Wanda" oder das "Leben des Brian". Kann nicht/wird nicht funktionieren. Amour fou, was bleibt einem bei den Wassertemperaturen in der Bretagne auch anderes übrig...? Gut gemachtes Kunsthandwerk... ja hochgelobt, Satt Stellen und trotzdem kein "Nackenbeisser". Vielleicht den Lesern zu empfehlen, die bie Marc Maronnier oder "39,90"/Platform rote Ohren bekommen. Einzig und Allein ich würde die Frage interessieren, welcher iTitel ist älter: "Ein Mann" von Oriana Felacci oder das "Fish, Salt and Beachheadintercourse" von Mutter Groult. Im Zeifelsfal dann doch lieber "ein Mann2 lesen und wenn es sich um Verzehren dreht ist dann doch der "erste Mensch" von Camus oder die vierzig tage des Musagh Dagh eine Alternative...

— Pashtun Valley Leader Commander
Pashtun Valley Leader Commander

Ein grosser Roman über die Liebe und Sehnsüchte

— kfir
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  • Leidenschaftliche Liebe, Begierde und Verlangen

    Salz auf unserer Haut
    Herbstrose

    Herbstrose

    05. November 2016 um 18:00

    George ist achtzehn, als sie sich in den nur wenige Jahre älteren Fischer Gauvain verliebt. Die beiden verbringen eine leidenschaftliche Nacht auf einer einsamen Lagune, wohl wissend, dass ihre Liebe keine Zukunft haben kann. Sie, ein gebildetes Mädchen der Pariser Oberschicht und er, ein einfacher Fischer aus der Bretagne – eine Verbindung ist undenkbar. Doch dass ihr Verlangen zueinander und ihre gegenseitige Anziehungskraft größer ist als alle Vernunft merken sie erst Jahre später, als sie sich zufällig auf einem Markt im Senegal wieder begegnen. Gauvain ist inzwischen verheiratet, hat vier Kinder und arbeitet weiterhin als Fischer - George hat Altphilologie und Geschichte studiert, hat einen erfolgreichen Mann und einen kleinen Sohn. Eine kurze Begegnung nur, doch sofort flammt die Sehnsucht und das Begehren wieder auf. Als Gauvain ein Jahr später von seiner Reederei auf die Seychellen versetzt wird, gelingt es ihnen, zehn Tage gemeinsam zu verbringen. Hier spielen die Standesunterschiede keine Rolle, sie können den Alltag mit seinen Verpflichtungen hinter sich lassen und sich unbeschwert ihrer Liebe hingeben. Von nun an versuchen sie, sich gelegentlich für ein paar Tage irgendwo auf der Welt zu treffen … Die Autorin Benoíte Groult war bereits 68 Jahre alt, als dieser Roman 1988 herauskam. In Deutschland war er sofort auf den Bestsellerlisten, während er in Frankreich zunächst als „Frauen-Porno“ beschimpft wurde. Zwar schreibt Groult locker und lustvoll, offen und ohne Scham über die körperliche Liebe, nennt auch die Dinge beim Namen, jedoch ohne obszöne oder gar pornografische Bezeichnungen zu verwenden. Das Werk war „eigentlich als feministische Befreiungstat gedacht“, wie die Autorin selbst in einem Interview in der „EMMA“ erwähnte, und hat laut Presseberichten autobiografischen Hintergrund. Doch der Roman besticht nicht nur durch seine Erotik und Sinnlichkeit, er enthält auch jede Menge Lebensweisheit und vermittelt Mut zum Anderssein. Ganz nebenbei erfährt der Leser von der Schönheit der bretonischen Landschaft und etwas über die Geschichte der Seychellen, erlebt Disneyland und einige andere interessante Orte rund um den Globus. Ansonsten passiert nicht viel, es dreht sich immer um Liebe, Leidenschaft, Begierde und Verlangen, ein Thema mit Variationen. Der Schreibstil ist sehr schön und einfühlsam, bereits der erste Satz bezaubert: „Ich war achtzehn, als Gauvain in mein Herz und für immer in mein Leben getreten ist.“ Fazit: Ich habe mir dieses Buch anlässlich des Todes der Autorin im Juni d.J. gekauft und habe es nicht bereut. Eine gefühlvolle Liebesgeschichte die wirklich unter die Haut geht, empfehlenswert!

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    • 3
  • eBook Kommentar zu Salz auf unserer Haut von Benoîte Groult

    Salz auf unserer Haut
    mtrettow

    mtrettow

    via eBook 'Salz auf unserer Haut'

    ausgezeichnet, erfrischend und frei!!

    • 4
  • Rezension zu "Salz auf unserer haut" von Benoîte Groult

    Salz auf unserer Haut
    LindyBooks

    LindyBooks

    03. May 2016 um 13:22

    "Salz auf unserer Haut" ist die Geschichte einer im Grunde unmöglichen, einzigartigen Liebe: George, die Pariser Intellektuelle, und Gauvin, der bretonische Fischer - Welten trennen die beiden, die Barrieren von Erziehung und Bildung, von Weltanschauung und Geschmack stehen zwischen ihnen. Ein Leben miteinander halten beide für unmöglich. Und doch zieht sie ein Verlangen zueinander, das stärker ist als Vernunft und Konvention, eine Leidenschaft, die, auch als die Liebenden älter und reifer werden, nicht erlischt. Ein Roman voll Zärtlichkeit und Sinnlichkeit, zugleich das Porträt einer freien, selbstständigen Frau, die zu ihren Gefühlen steht. Ein ganz toller, sinnlicher Roman, in die man richtig eintauchen kann und sich unterhalten lassen kann. Es geht um sehr viel Erotik, aber es ist nicht so erotisch geschrieben, wie man es sich vorstellen würde. Wem also erotische Romane gefallen, der würde wahrscheinlich von "Salz auf unserer Haut" enttäuscht sein. Der Sprachstil gefällt mir auch sehr gut, ist mal etwas anderes. 5 Sterne!  

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  • "Salz auf unserer Haut" von Benoîte Groult

    Salz auf unserer Haut
    Jacynthe

    Jacynthe

    21. October 2015 um 14:01

    Inhalt Die Geschichte einer im Grunde unmöglichen, einzigartigen Liebe: George, die Pariser Intellektuelle, und Gauvin, der bretonische Fischer - Welten trennen die beiden, die Barrieren von Erziehung und Bildung, von Weltanschauung und Geschmack stehen zwischen ihnen. Ein Leben miteinander halten beide für unmöglich. Und doch zieht sie ein Verlangen zueinander, das stärker ist als Vernunft und Konvention, eine Leidenschaft, die, auch als die Liebenden älter und reifer werden, nicht erlischt. Ein Roman voll Zärtlichkeit und Sinnlichkeit, zugleich das Porträt einer freien, selbstständigen Frau, die zu ihren Gefühlen steht. (Quelle) Meine Meinung Dieses Buch wurde mir seiner besonderen Beschreibungen der körperlichen Liebe wegen empfohlen und obwohl ich sehr gespannt darauf war, ob diese Empfehlung berechtigt ist, hat mich das Buch vor allem wegen dem Begriff der Emanzipation angesprochen. "Gibt es für die Frau im Zeitalter der Emanzipation noch die große Liebe?" wird in der Inhaltsangabe des Buches gefragt, und Groult gibt mit ihrem Roman eine Antwort darauf: ja. Liebe muss nicht die Einheit von Mann und Frau bedeuten, sagt sie, und so ist es das Los der Protagonisten George und Gauvain, dass sie ihr Leben lang voneinander getrennt sind und nur selten ein paar Tage gemeinsam verbringen können. Nach einer romantischen Liebesnacht in den 50er Jahren gehen sie beide ihrer Wege, heiraten und bekommen Kinder und versuchen, in dem Leben zu bestehen, das sie gewählt haben. Trotzdem verbindet die beiden eine tiefe Liebe, die sie nur alle paar Jahre für ein paar Tage heimlich leben können - auf abgelegenen Inseln, in den Ferienhäusern von Freunden und in großen Hotels, die die Anonymität wahren. Gauvain ist nicht der richtige Name des Mannes, den die Ich-Erzählerin ihr Leben lang liebt. Vielmehr ist er ein Pseudonym, das sie vergibt, "damit seine Frau es niemals erfährt" (S. 9). Durch diese und andere Details hat man das Gefühl, dass in dem Roman eine wahre Geschichte erzählt wird, was mir sehr gut gefallen hat. George hingegen ist tatsächlich ein französischer Mädchenname, trotzdem bin ich beim Lesen immer wieder darüber gestolpert und habe George sogar manchmal mit Gauvain verwechselt. George soll ein modernes und emanzipiertes Frauenbild verkörpern, und das tut sie auch, wenn man sie allein betrachtet. Sie möchte ihr Studium nicht eines Mannes wegen abbrechen und hat genaue Vorstellungen von ihrem Leben. Sie will aber auch nicht, dass ein Mann sein Leben für sie umkrempelt. Sie will, "daß [Gauvain] bei seinem Beruf [bleibt], daß er seinen Akzent, seine Kraft und seine Inkompetenzen bewahrt" (S. 65). Diese Einstellung habe ich einerseits sehr bewundert. Andererseits fand ich die Erzählerin überheblich und ihr Schichtdenken stellenweise widerlich. Sie liebt Gauvain, doch sie weiß, dass sie nicht zusammen sein könnten, weil sie gebildet und studiert, er hingegen nur ein rauer Seemann mit ländlichem Akzent und "Inkompetenzen" ist, was ein tägliches Zusammensein für sie unmöglich macht: zu schnell würde sie sich mit ihm langweilen. Sie blickt irgendwie immer auf ihn herab, was besonders im Kapitel "Disneyland" deutlich wird. Er ist begeistert von der neuen Erfahrung und dem Vergnügen, sie hingegen ist schnell gelangweilt und gereizt wegen seiner Einfachheit. Das entspricht für mich eigentlich nicht dem Prinzip der Emanzipation. Dazu gehört meiner Meinung nach nämlich auch, sich aus dem allgemeinen gesellschaftlichen Korsett zu befreien und soziale Schranken zu überwinden. Dass George das nicht vermag und sogar gar nicht will, das nahm der ganzen Romanze für mich irgendwie den Wind aus den Segeln und degradierte die Liebe einer emanzipierten Frau zu intensivem körperlichem Verlangen, zu einem Spaß der den Alltag unterbricht.  Gauvain tat mir oft sehr leid, zum Beispiel, wenn George von seinen Geschenke erzählt, von denen ihr kein einziges gefallen hat.   "Ich hätte lieber ein Schmuckstück für dich ausgesucht als eine schlichte Kette, aber ich hab' ja nie was kapiert von deinem Geschmack, da hatte ich Angst, ich mach' 'nen Fehler. Und schon der Gedanke an dein Gesicht, wenn ich dir was bringe, was du am liebsten in den Papierkorb schmeißt..." (Gauvain S. 283) An diesem Zitat sieht man auch, dass die Übersetzerin die sprachlichen Unterschiede zwischen den Protagonisten durch die Apokopen und Worte wie "kapiert" gut ins Deutsche übertragen hat, obwohl im französischen Original sicher noch viel mehr mit Akzenten gearbeitet wurde. Dieser sprachliche Unterschied ist ein wichtiges Element des Buches, verdeutlicht er doch am meisten die unterschiedliche Herkunft und damit den Bildungsstand, der einem gemeinsamen Leben im Weg steht. Paradoxerweise hat mir das Buch trotz aller Kritik sehr gefallen. Wenn man es nicht vom Standpunkt vermeintlicher Emanzipation aus sieht, dann kann man in der tragischen (Liebes)Geschichte und dem besonderen sprachlichen Bild, das die Autorin geschaffen hat, voll aufgehen. Groult schreibt wirklich ganz besonders über den Körper und den Geschlechtsakt, sehr offen und nüchtern und dadurch auch wieder erfrischend. Zeitgenössische Autor*innen sollten sich meiner Meinung nach ein Beispiel an ihr nehmen. Dabei würde ich "Salz auf unserer Haut" jedoch nicht in die Sparte des erotischen Romans einordnen, denn der Sex wird nicht gepusht und auch nicht besondes spektakulär beschrieben. Er ist einfach nur das, was er ist: die leidenschaftliche Vereinigung zweier Liebender, mit großer Erhlichkeit beschrieben. Groults Charaktere sind menschlich und vor allem mit Gauvain konnte ich von Anfang an mitfühlen. Ich hatte insgesamt häufig den Gedanken: "Gut zu wissen, dass es auch anderen Menschen manchmal so geht", denn solche Ehrlichkeit und Natürlichkeit vermisse ich oft an Romanen neueren Datums. Auch Georges Gedanken zum Älterwerdens, zur Selbstwahrnehmung und zu widersprüchlichen Gefühle haben mich sehr berührt. Das alles macht diesen Roman zu einem Buch, bei dem ich es wieder mal bereue, mich für ein "Wolken-System" entschieden zu haben. Aber um im Rahmen meiner Strukutr zu bleiben vergebe ich 4 von 5 Wolken für dieses Buch, und runde damit die gefühlten 3,5 Wolken auf.

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  • naja - für die ältere Generation wohl geeignet ;)

    Salz auf unserer Haut
    Thrillerverschlinger

    Thrillerverschlinger

    Hallo ihr Lieben,

    dieses Buch ist meiner Meinung nach viel zu seicht und langweilig geschrieben. Es herrscht keine Spannung, noch wirklich eine spürbare erotik oder romanze...

    Für Omis ist es wohl geeignet, nicht aber für die jüngere Generation...

    Viele Grüße
    Simone

    • 2
  • So was von schön...

    Salz auf unserer Haut
    Ingrid-Konrad

    Ingrid-Konrad

    Einfach nur geil. So sinnlich, so zart und doch so direkt, aus dem Frauenherzen gesprochen. So bewegend. Was für ne Love-Story! Und mit Tiefgang. Ich hab das Buch verschlungen. Und habe es jeden Buchstaben geliebt. Liebe es immer noch. Wer nicht schon hat, unbedingt lesen!

    • 2
  • Mal was anderes...

    Salz auf unserer Haut
    beccy

    beccy

    09. August 2015 um 20:45

    "Salz auf unserer Haut" ist ein Klassiker. Der Roman ist schon einige Jahre alt und trotz alledem noch ein Besteseller.Mir wurde es weiter empfohlen, ein prickeldes Buch mit Liebe, Sex und Leidenschaft. Inhalt:Die Protagnonistin ist eine junge Frau die ein harten Ton von zuhause kennt. Sie verliebt sich in einen Fischer aus armen Verhältnissen, eine Liebe die nicht sein darf, aber genau das macht die Geschichte so prickelnd.Die Geschichte spielt an verschiedenen Plätzen, Paris, Disney Land, Seychellen und viele mehr... was das ganze interessant macht. Meine Meinung:Das erste was mir bei dem Buch aufgefallen ist... der Schreibstil ist wirklich schwer. Ganz klar man merkt das Buch ist ein Klassiker und hat schon ein paar jahre auf dem Buckel.Wenn man sich reingelesen hat ist es etwas leichter der Story zu folgen.Die Erotik in dem Roman ist sehr Präsent es gibt keine extrem überladene Handlungen, die liebe und Erotik steht im Vordergrund. Alles in allem hat mir das Buch gefallen. Für mich war es mal was ganz anderes, da ich noch keinen Erotik Roman aus der früheren Zeit gelesen habe.Die Liebe zwischen den beiden ist sehr berührend und Leidenschaftlich.Der Schreibstil eher schwierig.Wenn ihr Klassiker mit Eroktikhandlung mögt ist dies das richtige Buch für euch. "Salz auf unserer Haut" ist schon in einigen Ausgaben erschienen. Mein Exemplar stammt aus dem Knaur Verlag und wurde neu aufgelegt. Für 9,99Euro ist das Buch im Taschenbuchformat oder als Ebook erhältlich.

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  • Ein superber erotischer Roman

    Salz auf unserer Haut
    Sabeth80

    Sabeth80

    29. April 2014 um 20:43

    In Salz auf unserer Haut erzählt die große französische Literatin Benoîte Groult die ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen der Pariser Intellektuellen George und dem bretonischen Fischer Gauvain.

    Ich mag Groults kühle, schnörkellos geschliffene Sprache und ihre pointierte Erzählkunst. Unbedingte Leseempfehlung!

  • Unter die Haut gehend

    Salz auf unserer Haut
    gst

    gst

    14. April 2013 um 10:03

    Als dieser Roman, der zwei Jahre lang auf Platz 1 der deutschen Bestsellerlisten stand, 1988 erschien, war Benoit Groult bereits 68 Jahre alt. Sie ist eine Frau, die das Leben von vielen Seiten kennengelernt hat. Angeblich ist die ganze Geschichte sogar autobiografisch: mit 25 hat sie einen amerikanischen Piloten kennengelernt und sich in ihn verliebt. Im Abstand von Jahren traf sie ihn immer wieder, verheiratet war sie allerdings mit anderen Männer. Dieser Pilot spielt übrigens auch in ihrem Buch „Leben will ich“ eine Rolle. Bei „Salz auf unserer Haut“ (der französische Originaltitel lautet: „Les vaisseaux du coeur“ und heißt übersetzt sehr doppeldeutig „Herzkranzgefäße“) geht es um George, ein Mädchen aus gutem Haus, das mit seiner Familie die Ferien in der Bretagne verbringt. Dort trifft sie auf Gauvin, einen bretonischen Fischer, nur wenige Jahre älter als sie. Die beiden spüren eine unbändige Anziehungskraft, die sie auf einer von der Ebbe freigelegten Insel ausleben. Fast hätte die Flut sie fortgespült... Der Flut der Leidenschaft können sie nicht entfliehen. Doch das merken sie erst viele Jahre später. Inzwischen ist Gauvin verheiratet und Vater. George ist Historikerin geworden und hat mit einem erfolgreichen Mann einen Sohn. Sie bewegt sich in einer ganz anderen Gesellschaftsschicht als Gauvin, als sie in Afrika zufällig aufeinander treffen. Die Anziehungskraft ist ungebrochen und so verabreden sie sich an den unterschiedlichsten Orten auf der Welt, um jeweils ein paar Tage zusammen zu verbringen. Die Sehnsucht nacheinander und geheime Briefe werden ein Bestandteil ihres Lebens und bei jeder Begegnung flammt die Liebe erneut auf. Zweifel lösen sich dabei in Nichts auf. George und Gauvin schlüpfen aus ihrer Alltagshaut, um die gemeinsamen Stunden der über 30 Jahre dauernden Verbindung zu genießen. Was mir an diesem als „Hausfrauenporno“ verschrieenen Roman gefällt, ist die emotionale Seite, die Benoite Groult so nachvollziehbar beschreibt. Liebesträume lassen sich eben leichter leben als die alltägliche Realität. Wobei die innere „Anstandsdame“ auch nicht zu kurz kommt. Ein Buch, das sehr flüssig geschrieben ist und das zu lesen sich in vielen Lebenslagen lohnt.

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  • Rezension zu "Salz auf unserer Haut" von Benoîte Groult

    Salz auf unserer Haut
    blueberry7

    blueberry7

    04. January 2013 um 17:34

    wunderbar..............

  • Rezension zu "Salz auf unserer Haut" von Benoîte Groult

    Salz auf unserer Haut
    Sokrates

    Sokrates

    Salz auf unserer Haut ist auch nach Jahren wieder ein Lesegenuss, der mit den Jahren (und gewonnener Lebenserfahrung) sogar an Bedeutungstiefe gewinnt. Erzählt wird die intellektuell und sozial völlig ungleiche Beziehung zwischen einer Pariser Intellektuellen (George) und dem bretonischen Fischer Gauvain. Fundament der Beziehung ist – wie man bei dieser sozialen Konstellation bereits erahnen kann – nicht intellektuelle Bereicherung, sondern sexuelle Anziehung, die gerade in Jugendjahren die wenigen – nur sexuellen – Kontakte der beiden ausmacht. Danach sieht man sich gute zehn Jahre nicht; jeder ist mittlerweile verheiratet oder – wie George als emanzipierte und freiheitsliebende Frau – wieder geschieden. Während Gauvain ein recht bodenständiges und konservatives Leben führt, konnte George als Geschichtsprofessorin mit einer Professur in den USA Karriere machen. Entsprechend liberal und offen sind ihre Einstellungen zu Partnerschaft, Ehe und Sexualität. Gauvain hingegen hat mit einer Frau, die lediglich eine Vernunftehe mit ihm führt, vier Kinder. Sein Lebensplan ist konservativ und wird unhinterfragt „durchlebt“. Irgendwann trifft man sich zufällig wieder und beschließt, sich halbwegs regelmäßig zu sehen. Diese Treffen sind nun nicht mehr nur von Sexualität bestimmt, sondern zeugen von mehr menschlicher Reife der Beteiligten; eine Beziehung wird greifbar. – Natürlich endet die Geschichte nicht positiv, denn selten enden solche Arrangements mit einem Happy End. Dass der Roman zunächst als pornographisch galt, erklärt sich aus dem Zeitpunkt seiner Erstveröffentlichung: 1988. Zwar waren die Zeiten der 1980er Jahren nicht mehr ganz so zugeknöpft, aber Benoite Groults Fixierung auf die Schilderung sexueller Abenteuer, Praktiken und Erlebnisse ist schon auffällig. Ob das zur Vermittlung des angestrebten Sinns nötig war, darüber lässt sich streiten. Unabhängig davon hat mich der Roman nichtsdestotrotz durch seine Lebensnähe überzeugt. Beziehung und Charaktere sind weder überzogen dargestellt, noch liegen sie jenseits aller realen Möglichkeiten. Konflikte und versuchte Lösungen erscheinen logisch. Der Sprachstil der Autorin ist sehr angenehm, unterhaltsam und nebenbei auch intellektuell ansprechend, was den Roman m.E. gerade nicht nur bloße Trivialliteratur sein lässt.

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    • 2
  • Rezension zu "Salz auf unserer Haut" von Benoîte Groult

    Salz auf unserer Haut
    Supergluecksfee

    Supergluecksfee

    12. October 2011 um 19:32

    Sehr erotisch!

  • Rezension zu "Salz auf unserer Haut" von Benoîte Groult

    Salz auf unserer Haut
    Anne1984

    Anne1984

    30. March 2011 um 20:46

    Salz auf unserer Haut beschreibt die Liebe zwischen George und Gauvain. Gauvain ist Fischer und eher einfach strukturiert. George kommt aus Paris und ist Historikerin. Ihr Leben könnte unterschiedlicher nicht sein doch etwas lässt die beiden nicht voneinander los. Trotzdem gehen beide ihrer eigenen Wege ohne einander zu vergessen. Es beginnt eine komplizierte Liebe zwischen Bildung, Kultur und Beruf die die beiden bei jeder Gelegenheit, trotz Entfernten Wohnorten ausleben versuchen. Anrührend und schonungslos wird diese Liebesgeschichte erzählt, die einen so schnell nicht mehr loslässt.

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  • Rezension zu "Salz auf unserer Haut" von Benoîte Groult

    Salz auf unserer Haut
    SchelmsGeliebte

    SchelmsGeliebte

    07. February 2011 um 03:07

    Ein sehr schönes Buch, was mich am Schluss zum Weinen brachte. Von der Faszination der Anziehung und des "Füreinander-Bestimmt-Seins" handelt (für mich) dieses Buch. Es ist ungewöhnlich und in den erotischen Vorkommnissen detailreich, was sich aber perfekt in die Geschichte einbaut, denn ohne könnte das Buch wohl nicht authentisch genug rüberkommen. Eine Geschichte die unter die Haut geht und den Leser mit einem salzigen Geschmack auf der Zunge hinterlässt-

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  • Rezension zu "Salz auf unserer Haut" von Benoîte Groult

    Salz auf unserer Haut
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. January 2011 um 09:22

    "Aber derjenige, der die Sprache der Vernunft spricht, ist derjenige, der am wenigsten liebt." Ich glaube zur Inhaltsangabe ansich brauch ich nichts mehr zu erzählen, dafür aber eine "Dieses Buch muss man gelesen haben!" Empfehlung aussprechen. Die Geschichte geht ans Herz, fährt durchs Herz, wühlt einen auf, voller Leidenschaft und Sehnsucht. Ein Buch über die tiefe Liebe, man kommt nicht umhin sich ebenfalls zu verlieben, zu sehnen, zu weinen, zu trauern. Einfach wundervoll !!! "Intensives Erleben ist unersetzbar. Vom Verstand allein läßt sich der Körper nicht ernähren.."

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