Im Licht der Nebensonnen

von Bente Seebrandt 
3,8 Sterne bei14 Bewertungen
Im Licht der Nebensonnen
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Positiv (9):
Winterzaubers avatar

Literarisch kraftvoll, detailliert - einfach schön

Kritisch (2):
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Leider zu langatmig und weit schweifend - ein Buch für Schöngeister. :)

Alle 14 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Im Licht der Nebensonnen"

Neustart in der grauen Stadt am Meer! Nach der Trennung von seiner Freundin zieht David von seiner Heimatstadt Stuttgart ins stürmische Husum, das den jungen Kunstlehrer sogleich in seinen Bann zieht. Dort lernt er die Kollegin Louise Brodersen kennen, die ihn in ihr Leben im Westerbüller Pastorat zieht und nicht mehr loslässt. Ebenso wenig wie die Spuren des Dichters Theodor Storm, dessen Anwesenheit vor der Gegenwart nicht Halt macht und allgegenwärtig über allem zu schweben scheint.

Louises Leben ihrerseits als verheiratete Frau und Mutter von drei Kindern gleicht auf dem ersten Blick einer Idylle, doch schon bald zeigen sich Risse in dem friedlichen Familienbild. Doch hat David eine Lösung bereit? Und gibt es, als es schließlich zur unaussprechlichen Katastrophe kommt, überhaupt noch die Chance, Louise aus den Scherben ihrer zertrümmerten Welt zu retten?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783804214576
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Boyens Buchverlag
Erscheinungsdatum:06.04.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Winterzaubers avatar
    Winterzaubervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Literarisch kraftvoll, detailliert - einfach schön
    Kraftvolles Drama

    Kunstlehrer David zieht von Stuttgart nach Husum um nach der Trennung von seiner Lebensgefährtin komplett neu anzufangen.  Dem Schwaben gefällt das rauhe Klima der See und die Menschen dort.  Er lernt Kollegin Louise näher kennen, die mit Mann und 3 Kindern im Pastorat in Westerbüll lebt. David gibt Louises Sohn Nachhilfe und hat daher sehr viel mit der Familie zu tun.  Louise ist unzufrieden, da ihre Schwester Charlotte sich bei ihr einquatiert  hat und  ihren Mann bezirzt.

    Eines Tages kommt es durch die Unachtsamkeit von Louises Mann zu einer Katastrophe, die die Familie überschattet.  Das Leben von Louise ist aus den  Fugen gerissen. David findet keinen Zugang mehr zu Louise und auch bei  seiner Arbeit läuft nicht alles gut. Die Schulleiterin macht David das Leben schwer,  weil  er auf ihre Annäherungsversuche nicht eingeht.

    Toller Schreibstil mit einer wundervollen fast schon poetischen Sprache mit vielen passenden Zitaten des Dichters Theodor Storm. Gefühlvoll und detailliert beschreibt die Autorin Menschen, die nach einem furchtbaren Ereignis versuchen ihren Alltag zu meistern .

    Sehr ungewöhnliches Buch, was auf jeden Fall raussticht. Für mich blieben allerdings am Schluss noch viele Fragen offen.

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    bouquins avatar
    bouquinvor einem Jahr
    Im Licht der Nebensonne

    Inhalt: Neustart in der grauen Stadt am Meer! Nach der Trennung von seiner Freundin zieht David von seiner Heimatstadt Stuttgart ins stürmische Husum, das den jungen Kunstlehrer sogleich in seinen Bann zieht. Dort lernt er die Kollegin Louise Brodersen kennen, die ihn in ihr Leben im Westerbüller Pastorat zieht und nicht mehr loslässt. Ebenso wenig wie die Spuren des Dichters Theodor Storm, dessen Anwesenheit vor der Gegenwart nicht Halt macht und allgegenwärtig über allem zu schweben scheint. Louises Leben ihrerseits als verheiratete Frau und Mutter von drei Kindern gleicht auf dem ersten Blick einer Idylle, doch schon bald zeigen sich Risse in dem friedlichen Familienbild. Doch hat David eine Lösung bereit? Und gibt es, als es schließlich zur unaussprechlichen Katastrophe kommt, überhaupt noch die Chance, Louise aus den Scherben ihrer zertrümmerten Welt zu retten? Sprache: Für mich hatte die Sprache etwas altmodisch an sich, das die kleine Stadt in Norddeutschland gut wiederspiegelt. Meine Meinung: Ich fand das Buch sehr gelungen, vor allem weil es eine traurig-schöne Geschichte mit vielen einzigartigen Charakter ist. Es passieren viele Dinge, die jedem passieren können und dieses Buch zeigt wie unterschiedlich jeder damit umgeht

    Kommentare: 1
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    jutschas avatar
    jutschavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine Novelle Theodor Storms umgesetzt in die Gegenwart - ein gelungener Ausflug in die deutsche Literatur
    Eine Novelle Theodor Storms umgesetzt in die Gegenwart - ein gelungener Ausflug in die dt. Literatur

    Protagonist und Lehrer David zieht nach der Trennung von seiner langjährigen Freundin von Stuttgart nach Husum. Von Anfang an fühlt er sich sehr wohl in seiner neuen Heimat und der neuen Schule. Gleich am ersten Tag lernt er die Kollegin Louise Brodersen kennen, der Frau des Pastors. Bei der ersten Begegnung ist sie sehr kratzbürstig, aber sehr bald erkennt David die Verletzlichkeit und Liebenswürdigkeit Louises. Sie zieht ihn in ihren Bann und in das Westerbüller Pastorat und lässt ihn einfach nicht mehr los. Ebenso zieht ihn der Dichter Theodor Storm in seinen Bann, der auch in der Gegenwart immer und überall präsent zu sein scheint.

    Louise ist verheiratet und hat drei Kinder. Auf den ersten Blick führt sie ein schönes und behütetes Leben, aber auch sie hat ihre Probleme. Sie klammert sich an David, lässt ihn aber nicht näher an sich heran, und irgendwann kommt es zur Katastrophe.

    Autorin Bente Seebrandt hat es geschafft, eine Novelle Theodor Storms in die Gegenwart zu versetzen. Der Dichter taucht immer wieder auf und irgendwann erkennt man die Parallelen zu einer seiner Novellen. Ich kenne ihn und seine Werke aus der Schule, aber nie war er mir näher als nach der Lektüre dieses Romans. Ich finde die Umsetzung von Bente Seebrandt wirklich außergewöhnlich und kenne kein ähnliches Werk.

    Was anscheinend als Novelle daherkommt, lässt sich tatsächlich nicht in ein Genre pressen. Drama könnte da genauso gut passen wie Liebesroman. Tatsache ist, dass das Leben Louises schonungslos mit mehr Tiefen als Höhen dargestellt wird. Einerseits kam mir Louise und ihre Beziehung zu Davis irgendwie weltfremd vor, gleichzeitig konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Auch wenn die Ereignisse im Buch oft sehr subtil, teilweise aber auch drastisch sind, so finde ich die Beschreibung der Menschen und der Lebensweise im Norden in der Gegenwart und auch die stetigen Hinweise auf das Wirken Theodor Storms sehr authentisch. Beides zusammen bewirkte bei mir eine seltsame Faszination, die von Seite zu Seite mehr zunahm.

    Anfangs war ich wirklich skeptisch, denn es hat etwas gedauert, bis ich in die Geschichte eingetaucht bin, doch im Nachhinein muss ich sagen, dass mich das Buch wirklich von Seite zu Seite mehr gefesselt hat und ich es irgendwann einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Geschichte an sich und die Art der Erzählung suchen wirklich seinesgleichen, so dass ich gute 4 von 5 Sternen und eine uneingeschränkte Leseempfehlung gebe.

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    Vampir989s avatar
    Vampir989vor einem Jahr
    Kurzmeinung: wunderschöne Geschichte mit traurigem Ausgang.
    Wunderschöne Geschichte mit traurigem Ausgang

    Neustart in der grauen Stadt am Meer! Nach der Trennung von seiner Freundin zieht David von seiner Heimatstadt Stuttgart ins stürmische Husum, das den jungen Kunstlehrer sogleich in seinen Bann zieht. Dort lernt er die Kollegin Louise Brodersen kennen, die ihn in ihr Leben im Westerbüller Pastorat zieht und nicht mehr loslässt. Ebenso wenig wie die Spuren des Dichters Theodor Storm, dessen Anwesenheit vor der Gegenwart nicht Halt macht und allgegenwärtig über allem zu schweben scheint.

    Louises Leben ihrerseits als verheiratete Frau und Mutter von drei Kindern gleicht auf dem ersten Blick einer Idylle, doch schon bald zeigen sich Risse in dem friedlichen Familienbild. Doch hat David eine Lösung bereit? Und gibt es, als es schließlich zur unaussprechlichen Katastrophe kommt, überhaupt noch die Chance, Louise aus den Scherben ihrer zertrümmerten Welt zu retten?


    Die Autorin verführt uns auf die wunderschöne Insel Husum.
    Mich hat das Buch gleich zu Beginn in den Bann gezogen.
    Der Schreibsti ist leicht und flüssig.Die Seiten flogen nur so dahin.


    Die Protoganisten wurden sehr gut beschrieben und ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab viele unterschiedliche Charaktere die in ihrem Wesen sehr verschieden waren.David hat mich sehr fasziniert .Aber auch Louise hatte einen sehr schwierigen aber dennoch interessanten Charakter.
    Der Roman basiert auf Inhalte einer Novelle von Theodor Storm.Teile davon wurden ab und zu  davon in die Geschichte eingebracht.Das hat mir sehr gut gefallen.
    Wir werden Zeuge einer unglücklichen Familiengeschichte.Sehr detailliert und ansprechend wird uns dies durch die hervorragende Erzählweise nahe gebracht.Teilweise war ich direkt im Geschehen dabei.Ich habe mitgefühlt,mitgelitten und mitgebangt.
    Trotz vieler dramatischer Ereignisse und unvorhersehbarer Wendundungen bleibt die Lektüre eher ruhig und verhalten.Keineswegs ist das Buch aber dadurch uninteressant .
    Auch die wunderschönen und faszinierenden Beschreibungen der Landschaften auf Husum haben mich beeindruckt.Am liebsten hätte ich gleich die Koffer gepackt und wäre dorthin gefahren.


    Das Cover finde ich auch einfach bezaubernd und traumhaft schön.Es passt sehr gut zu dieser Geschichte.


    Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich hatte bewegende und auch emotionale Lesemomente.

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    Lese_gernes avatar
    Lese_gernevor einem Jahr
    Im Licht der Nebensonnen - Roman mit Poetischen Stellen

    "Er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich auf Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt." (Psalm 91; Vers 11-12)
    ****************************

    David zieht von Stuttgart nach Husum. Er ist Gymnasiallehrer und hat sich vor kurzem von seiner Lebenspartnerin Ellen getrennt. David ist in Nördlingen bei seiner Mutter und seinem Großvater aufgewachsen. Zu seinem Großvater hatte er ein inniges Verhältnis, aber seine Mutter ließ ihm immer spüren, dass er eine ungewollte Schwangerschaft war. Der Tod seines Großvaters trifft ihn sehr und er muss immer sehr viel an ihn denken. Bei einer Fortbildung auf der Hallig Hooge lernt er die Berufsschullehrerin Louise kennen. Louise ist mit dem protestantischen Pastor Godber verheiratet. In die Ehe hat sie zwei Kinder Henry und Bella mitgebracht und mit Godber zusammen hat sie die 21 Monate alte Tochter Synje. Doch Louises Leben gerät gewaltig aus den Fugen. Ihre Ehe steht nicht zum Besten und passiert auch noch ein großes Unglück....
    ******************************

    Mir selbst hat dieses Buch sehr gut gefallen. Es ist mit ein paar Bibelversen, aber auch mit einem Gedicht und ein paar Zitaten durchwachsen, was natürlich vom Geschmack her Ansichtssache ist ob man daran Gefallen findet. Louises Lebenslauf weißt Parallelen zu Theodor Storms Novelle "Aquis submersus" auf. Auch David ist ein großer Theodor Storms Verehrer. Mir selbst hat dieser Schreibstil sehr gut gefallen und hat mich überhaupt nicht gestört. Schließlich kenne ich von der Autorin schon das Buch "Nach der Schafskälte" das die Autorin unter ihrem richtigen Namen Beneditka zu Stolberg verfasst hat. Im Buch sind auch Landschaftsbeschreibungen von Husum enthalten. Wer gerne ein anspruchsvolles Buch liest, das einen einzigartigen Schreibstil aufweist, vielleicht auch keine leichte Lektüre ist, wird an diesem Buch mit Sicherheit Gefallen finden. Mich hat jetzt nur gestört, dass am Schluss noch viele Fragen offen sind und so Fragezeichen bei einem hinterlassen. Deshalb bekommt das Buch von mir vier Sterne. Wem das nichts ausmacht, dem kann ich das Buch auf jedem Fall empfehlen.

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Familiendrama in beschaulicher Atmosphäre!
    Schweigen und Erdulden ist keine Lösung

    „...Vom östlichen Horizont aus breitete sich durchsichtiges Licht wie orangefarbenes Puder über die Wölbung des Himmels, darunter segelten gelbe und weiße Wolkenbänke, die sich über Davids Kopf in kleine Schäfchenwolken auflösten...“


    David ist Lehrer. Nach dem Tod des Großvaters und der Trennung von seiner langjährigen Freundin Ellen braucht er Luftveränderung. Deshalb hat er sich um eine Stelle in Husum beworben und tritt diese nun an. Bei seiner Ankunft blockiert er den Parkplatz von Louise Brodersen. Sie herrscht ihn wutentbrannt an. Als David wenige Tage später zur Weiterbildung auf eine Halling geschickt wird, trifft er Louise wieder.

    Die Autorin hat eine tiefgründige Gegenwartsgeschichte geschrieben. Das Besondere daran ist, dass die Erzählung Parallelen zu einer Novelle von Theodor Storm nutzt.

    Die Protagonisten werden gut charakterisiert. Louise, die mir im ersten Moment als starke Frau erscheint, wird sich im Laufe der Geschichte sehr verändern. Sie ist mit einem Pastor verheiratet, selbst nicht gläubig, hat aber bei ihm ein Heim für sich und ihre drei Kinder gefunden. Die beiden Älteren hat sie mit in die Ehe gebracht. Es zeigt sich schnell, dass sie über wenig Selbstbewusstsein verfügt und im privatem Bereich jede Auseinandersetzung scheut.

    David bringt sich aktiv in der Schule ein. Doch seine Ideen finden bei der Rektorin kaum Gegenliebe. Er will mit seinen Schülern Kunstwerke zum Thema „Gift für die Demokratie – gibt es das?“ gestalten und wird zurückgepfiffen. Die Rektorin beruft sich, auch gegenüber anderen Kollegen, auf ihr Weisungsrecht und verdeckt damit eigene Leitungsschwächen.

    Der Sprachstil des Buches ist sehr ausgereift. Das zeigt schon das obige Zitat. Die Beschreibung der Landschaft und der Natur auf der Insel geschieht durch passende Metapher. Dadurch wird der Widerspruch zwischen der Schönheit der Natur und dem durch Zerrissenheit gekennzeichneten Familienleben von Louise besonders betont. Hier dominiert Ruhe und Ausgeglichenheit, dort Ängste und Verbitterung. Der Stein des Anstoßes ist Louises Schwester Charlotte, die seit 3 Monaten im Pfarrhaus wohnt. Louise war dagegen. Aber ihr Mann meinte, dass man Charlotte nach ihrer Rückkehr aus der Heimat aus christlicher Nächstenliebe ein Heim bieten müsse. Er ahnt nicht, dass damit der Anfang vom Ende alles dessen beginnt, was ihnen wichtig ist. David fühlt sich von Louise gleichzeitig angezogen und abgestoßen. Doch noch wird sein Handeln durch die Worte seines Großvaters bestimmt, der für Ehebruch keinerlei Verständnis hätte. Davids Leben wurde vom Großvater dominiert. Er war für David Stütze und Halt, denn das Verhältnis zur Mutter war schwierig. Er war der ungewollte Sohn. Nun vergleicht David das Verhalten seiner Mutter ihm gegenüber mit dem Verhalten von Louise gegenüber dem Sohn Henry.

    Die Autorin lässt mich tief in die Psyche ihrer Protagonisten blicken. Während David sich nach und nach von seiner Vergangenheit löst, steuert Louises Weg erst einmal auf eine Katastrophe zu. Fast völlig ausgespart allerdings bleibt das Innenleben von Godber, dem Pastor, und Charlotte. Die beiden lassen sich nur durch ihre Handlungen einschätzen. Der Vergleich mit der Tragik der Novelle von Theodor Storm durchzieht die Geschichte wie ein roter Faden. Über weite Strecken liegt über der Erzählung eine düstere und bedrückende Atmosphäre. Es sind Episoden zweier Lebensgeschichten, die hier miteinander verwoben werden.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Das liegt unter anderem an dem Schriftstil, der gekonnt die komplexe Situation in all ihrer Vielfalt wiedergibt. Zum anderen zeigt die Erzählung erneut, dass Schweigen und Ertragen nie das richtige Mittel der Wahl ist. Auch der unterschiedliche Umgang mit Schuld wurde gekonnt thematisiert.

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    lieberlesen21s avatar
    lieberlesen21vor einem Jahr
    Aufruhr im Leben

    „Im Licht der Nebensonnen“ ist ein Roman von Bente Seebrandt, der im Norden Deutschlands an der Nordseeküste in der Stormstadt Husum spielt. Überhaupt spielen die Romane bzw Theodor Storm immer wieder eine Rolle. ************************************************************************* Worum geht es? David, ein junger Kunstlehrer, wechselt nach einer gescheiterten Beziehung von Stuttgart an eine Gymnasium in Husum. Dort lernt er neben Land und Leute im Allgemeinen, Louise kennen, die mit dem Pastor in 2. Ehe verheiratet ist. Daraus ergeben sie Verwicklungen und Spannung, die der Leser begleitet. Vor allem Louises Leben bekommt durch einen schweren Schicksalsschlag einen großen Dämpfer und Louise selbst kommt aus der Lebensbahn. ************************************************************************* Der Schreibstil ist wirklich gut lesbar. ************************************************************************** Die Landschaftsbeschreibungen haben mir sehr gut gefallen und ich wäre auch gern in der Gegend um Husum. *************************************************************************** Trotzdem hat mir das Buch nicht wirklich zugesagt! Warum? Vorallem bin ich mit einem der Hauptcharaktäre Louise nicht warm geworden. Ich verstehe ihr Handeln und ihre Beweggründe nicht. Weiter konnte ich die Handlungsweise der anderen Personen nicht wirklich nachvollziehen und es stellten sich mir viele Fragen, warum sie nicht anderst handelten oder reagierten. ***************************************************************************

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    Kartoffelschafs avatar
    Kartoffelschafvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Leider zu langatmig und weit schweifend - ein Buch für Schöngeister. :)
    Etwas langatmiges Familiendrama vor schöner Kulisse

    Ich habe dieses Buch für eine Leserunde gelesen und mich unheimlich darauf gefreut. Vor allem, da ich Theodor Storm schon in der Schule faszinierend fand und es liebe, Bücher zu lesen, in denen seine Werke auf die eine oder andere Weise adaptiert werden. 


    Leider habe ich hier nicht ganz das bekommen, was ich mir erhofft habe. 


    Der Schreibstil der Autorin ist definitiv nicht unangenehm, aber unheimlich pathetisch, blumig und weitschweifig. Dies ist für mich persönlich auch das größte Manko. 
    Natürlich ist es toll, wenn die norddeutsche Landschaft durch alle Jahreszeiten hinweg wunderbar anschaulich beschrieben wird. Wenn man darüber allerdings immer mehr das Gefühl bekommt, die Geschichte hat kein Vorankommen, ist dies nicht unbedingt das, was mich als Leser glücklich macht. 
    Ich möchte nicht zwingend seitenweise etwas über Naturschauspiele lesen, wenn als Pedant dazu ein Geschichtsstrang, der gerade wichtig ist, in wenigen Sätzen abgehandelt wird. Das sorgt bei mir persönlich für Frustration. 


    Leider bleibt deshalb vieles einfach zu wenig beleuchtet - oft wird nur an der Oberfläche gekratzt, ich vermisse ein wenig Tiefgang.


    Die Protagonistin ist für mich seltsam blass geblieben, ihre Handlungen konnte ich kaum nachvollziehen, sie blieb mir fremd und leider auch recht unsympathisch. 
    Ich konnte mich allerdings - wenn ich ehrlich bin - mit kaum einem Charakter identifizieren. 


    Es fällt mir wirklich schwer, diese Rezension zu schreiben. Die meiste Zeit über war ich in einem Zwiespalt. Ich fühlte mich nicht direkt gelangweilt und musste mich auch nicht zwingen, das Buch zu lesen ... Allerdings ist es eben dieses Gefühl, als Leser nicht vollkommen zufrieden zurück gelassen zu werden. 
    Auch fehlt mir bei vielen Dingen leider die Ursachenforschung. Geschehnisse werden geschildert, der Leser fragt sich, wie es wohl mit diesem Strang der Geschichte weiter geht und stellt dann diverse Seiten später ernüchtert fest - gar nicht. Er verläuft im Sande und wird nicht mehr aufgegriffen. 
    Natürlich gibt es Bücher, in denen eben dies so gewollt ist. Da wird der Leser gefordert, sich eigenständig Gedanken zu machen. Den Eindruck hatte ich hier allerdings nicht. Es wirkt vieles einfach nicht zu Ende gedacht. 


    Das Ende ist dann leider ebenso unbefriedigend. Es ist offen. Unpassend in meinen Augen, gerade wegen oben genannter Punkte. 


    Alles in allem okay, aber leider, leider kein Buch, welches man unbedingt gelesen haben sollte. 
    Es tut mir wirklich Leid, dies so  ehrlich sagen zu müssen. :( 

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    Gartenfee007s avatar
    Gartenfee007vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine Geschichte, die traurig ist und Mut macht.
    Die Nebensonnen

    Darum geht es (Klappentext):

    Neustart in der grauen Stadt am Meer! Nach der Trennung von seiner Freundin zieht David von seiner Heimatstadt Stuttgart ins stürmische Husum, das den jungen Kunstlehrer sogleich in seinen Bann zieht. Dort lernt er die Kollegin Louise Brodersen kennen, die ihn in ihr Leben im Westerbüller Pastorat zieht und nicht mehr loslässt. Ebenso wenig wie die Spuren des Dichters Theodor Storm, dessen Anwesenheit vor der Gegenwart nicht Halt macht und allgegenwärtig über allem zu schweben scheint. Louises Leben ihrerseits als verheiratete Frau und Mutter von drei Kindern gleicht auf dem ersten Blick einer Idylle, doch schon bald zeigen sich Risse in dem friedlichen Familienbild. Doch hat David eine Lösung bereit? Und gibt es, als es schließlich zur unaussprechlichen Katastrophe kommt, überhaupt noch die Chance, Louise aus den Scherben ihrer zertrümmerten Welt zu retten?

    Meine Meinung:

    Der Schreibstil hat mir gut gefallen und ich konnte dem Buch gut folgen. Die Protagonisten werden so gut beschrieben, das man sie sich sehr gut vorstellen kann. Westerbüll gefällt mir so gut, das ich selber dort wohnen möchte, man kann förmlich das Meer riechen und das Rauschen hören !!

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    classiques avatar
    classiquevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Drama mit "Tiefgang"...
    "Aquis submerus"

    Das Cover des Buches ist sehr schön gestaltet, und passt recht gut zum Inhalt des Buches.

    Plot:
    Der junge Kunstlehrer David Taubner aus Stuttgart, fängt nach der Trennung von Freundin Ellen, und nach dem Tod seiner Opa´s, der seine wichigste männliche Bezugsperson war, eine neue Stelle am Theodor - Storm - Gymnasium in Husum an.

    Auf einem Seminar begenet er Louise Brodersen, sie ist Berufsschullehrerin gegenüber des Theodor - Storm - Gymnasiums, verheiratet mit einem Pastor, 3 Kinder. Die Kinder Henry und Bella brachte sie mit in die Ehe, die kleine Synie ist das gemeinsame Kind von ihr und ihrem Ehemann Godber.

    Trotz das Louise verheiratet ist, fühlen sich David und sie voneinander angezogen...

    Godber findet keinen Bezug zu Henry, und der Junge zieht sich immer mehr zurück. Louise bittet David ihm Nachhilfeunterricht zu geben, mit dem Hintergrund, dass Henry sind öffnet...

    Aber es gibt noch andere Familienprobleme, und dann kommt es zu einem großen "Unglück"...

    Mein Fazit:
    Der Roman lebt von seinem schönen und wortgewandten Schreibstil, dazu zählen sehr viele ausdrucksvolle Zitate, oder auch Sätze wie z.B. "Wie ein pochiertes Ei hing die Sonne mit zerlaufenden Rändern am Horizont."

    Die Zitate haben mir gerade am Anfang des Buches sehr gefallen. Leider konnte sich das "gute Lesegefühl" bei mir nicht bis zum Schluss halten. Das Ende steht hier auch ziemlich offen, und so fühlt man sich als Leser mit Fragen zurückgelassen...

    Daher gebe ich 3 Sterne!

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