Bentley Little

 3,7 Sterne bei 599 Bewertungen
Autor von Böse, Unheil und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Bentley Little

Bentley Little wurde einen Monat, nachdem seine Mutter sich die Weltpremiere von Psycho angesehen hatte, in Arizona geboren. Er schloss sein Studium an der Fullerton Universität Kalifornien mit einem Bachelor in Kommunikation und einem Master in Englisch sowie Vergleichender Literaturwissenschaft ab. Seine Masterarbeit war der Roman Die Offenbarung (The Revelation), der 1991 den Bram Stoker Award gewann. Seitdem hat er zahlreiche weitere Bücher geschrieben und wurde in sieben verschiedene Sprachen übersetzt.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Bentley Little

Cover des Buches Böse (ISBN: 9783404159864)

Böse

 (109)
Cover des Buches Furcht (ISBN: 9783404157983)

Furcht

 (85)
Erschienen am 11.12.2007
Cover des Buches Unheil (ISBN: 9783404164059)

Unheil

 (93)
Erschienen am 20.03.2010
Cover des Buches Haunted (ISBN: 9783902802552)

Haunted

 (85)
Erschienen am 01.01.2013
Cover des Buches Fieber (ISBN: 9783404163250)

Fieber

 (84)
Erschienen am 15.09.2009
Cover des Buches Verderben (ISBN: 9783404166046)

Verderben

 (44)
Erschienen am 21.11.2011
Cover des Buches Schemen (ISBN: 9783404164813)

Schemen

 (50)
Erschienen am 21.09.2010
Cover des Buches Die Universität (ISBN: 9783946330134)

Die Universität

 (11)
Erschienen am 29.11.2019

Neue Rezensionen zu Bentley Little

Cover des Buches The Bank (English Edition) (ISBN: B0875S93MD)Janko-Unchaineds avatar

Rezension zu "The Bank (English Edition)" von Bentley Little

Bentley Little - The Bank
Janko-Unchainedvor 3 Monaten

Bentley Little - The Bank 

(Buchheim Verlag) 

 

- Skurriler Weirdo Horror -

 

Mit der Cemetery Dance Germany Reihe drückt der Buchheim Verlag seine Leidenschaft und sein Verständnis für Bibliophilie in besonderem Maße aus. Streng limitiert auf 999 gebundene, illustrierte und handsignierte Exemplare im qualitativ hochwertigen amerikanischen Format, üben diese stilvoll aufgemachten Privatdrucke eine unbändige Anziehungskraft auf Buchliebhaber und Ästheten aus. Band 9 der Reihe wird von Bentley Littles "The Bank" okkupiert. Ein skurriler Horror Roman, der die Bezeichnung dieses Genres in Herz und Seele trägt. Das düstere, unheilvolle Cover stammt aus der Feder von Umschlaggestalter Ben Baldwin. Für die zahlreichen Illustrationen zeigte sich Glenn Chadbourne verantwortlich. Das Buch wurde von den beiden Illustratoren, sowie vom Autor Bentley Little himself handsigniert.

 

In dem kleinen Örtchen Montgomery, Arizona verschickt eine neue Bank Postkarten, E-Mails oder Bandansagen per Telefon an potenzielle neue Kunden. Die Firts People's Bank wirbt damit, ihren Kunden einen unvergleichlichen, oft auch unmoralischen Service zu bieten. In diesem Zusammenhang kommt es immer wieder zu grotesken Begebenheiten und es geschehen merkwürdige Dinge. Das neue Geldinstitut ist äußerst hartnäckig, scheint Situationen vorauszuahnen, die Gedanken, Wünsche und Träume seiner "Opfer" lesen zu können, sie zu verführen und keinerlei Skrupel davor zu haben, die Konkurrenz oder jedwede Widersacher mit perfiden Mitteln aus dem Wege zu räumen. Rein nach dem Motto: "Wir machen den Weg frei!", infiltriert die First People's Bank den Verstand der Einwohner Montgomerys und sichert sich durch eine Art feindliche Übernahme allmählich ihr Monopol. Sehr zur Verwunderung von Kyle Decker und seiner überschaubaren Kundschaft bezieht genau diese Firts People's Bank das kleine Ladengeschäft neben seinem bescheidenen Buchladen. Um im neuen Ort Fuß zu fassen, verteilt die Bank leichtfertig "Einführungskredite". Die Rückzahlungen oder zu erbringenden Ersatzleistungen, die an selbige geknüpft sind, bringen jedoch so manchen Kreditnehmer um Kopf und Kragen. Denn die Mitarbeiter der First People's Bank, wie ihr Manager Mr. Worthington oder Mr. Pickering biegen sich auf einem übersinnlichen Level die Realität zurecht. Die Banker sind aalglatt, geben sich unangreifbar und sind dabei alles andere als zimperlich. Die alteingesessenen Geschäftsleute der kleinen Stadt sind selbstredend außer sich. Und als Kyle die neue Bank neben seinem Buchladen betritt, sieht er seinen ehemaligen Angestellten Gary in feinem Anzug Broschüren und Tragetaschen der First People's Bank an eine Unmenge an Besuchern verteilen. Nicht nur, dass Gary seinem ehemaligen Chef und Freund Kyle kein Sterbenswort über seine neue Anstellung mitgeteilt hatte, nein, Gary scheint Kyle obendrein auch nicht mehr zu (er-)kennen. Und während die offensichtlich manipulative Firts People's Bank damit beschäftigt ist auf Kundenfang zu gehen, treffen Sheriff Brad Neth und seine Leute in einem nahegelegenen Waldstück auf ein regelrechtes Massaker. Nun geht die Angst in Montgomery um...und das zu Recht, denn nach und nach drehen die meisten Bewohner durch und das beschauliche Örtchen verfällt in einen Mahlstrom aus Chaos, Blut, Terror und Gewalt. Wie parasitärer Befall erfüllt alsbald eine bedrohliche Stimmung und eine bösartige, surreale Aura ganz Montgomery, bis sich der Ort allmählich in eine öffentliche Leichenhalle verwandelt.

 

Der 1960 in Mesa, Arizona geborene, US-amerikanische Schriftsteller Bentley Little hat sich mit gesellschaftskritischer Horror Satire einen großen Namen gemacht. Für seinen komplexen, atmosphärisch dichten und in der Gegenwart angesiedelten Horror Roman nutzt Bentley Little im Allgemeinen eine zugängliche, abgerundete Sprache, die das geistige Bild des kleinen Örtchens und seiner schicksalsgebeutelten Einwohnern vor dem Auge des Lesers mit Gefühlen, Atmosphäre und Leben füllt. Seine unterschwellig Humor injizierten Ideen, die immer wieder eingeschoben bizarren Anekdoten aus dem Mit- oder Gegeneinander der Einwohner und deren Konversationen sind wie aus dem Leben gegriffen. Sie erzeugen auf der einen Seite satirisch überzogene Vitalität, auf der anderen Seite auch ein, sich stetig steigende Spannungspotenzial aus Unheil und Grauen von dystopischen Ausmaßen. In Montgomery geht es nicht mit rechten Dingen zu. Doch was geschieht hier eigentlich? Trägt die neue Problem-Bank die Schuld? Und was führt selbige eigentlich in Schilde? "The Bank" wohnt eine absonderliche, dezent schwarzhumorige, gleichwohl umso bedrückendere Atmosphäre inne. Und obschon der Plot von Anfang an mit Spannung glänzt, nimmt er zur Mitte hin nochmals ordentlich Fahrt auf und entwickelt sich zu einem rasanten Page Turner! Man muss sich schon auf das unkonventionelle und abgedrehte Storyboard einlassen können, doch es ist gerade das Sonderbare, das Mysteriöse, das Unausgesprochene, das Unmögliche und das Übernatürliche, das diesen Roman zu einem besonders amüsanten und nervenaufreibenden Horror-Spektakel macht.

 

(Janko) 

 

Brutalität/Gewalt: 81/100 

Spannung: 84/100 

Action: 85/100 

Unterhaltung: 83/100 

Anspruch: 14/100 

Humor: 13/100 

Sex/Obszönität: 27/100 

 

www.lackoflies.com - Wertung: 83/100 

 

"The Bank" beim Buchheim Verlag: https://www.buchheim-verlag.de/bentley-little-the-bank.html

 

Bentley Little - The Bank

Weirdo Horror

Buchheim Verlag

ISBN-13: ohne (Privatdruck ohne ISBN)

448 Seiten

Format: Amerikanisches Buchformat 23,5 x 16,5 cm (gebunden)

Limitierung: 999 Stück

Erscheinungstermin: 28.05.2021

39,99 Euro

 

Leseprobe: https://bit.ly/2QSU6VV

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Cover des Buches The Handyman (ISBN: 9781587676574)chumas avatar

Rezension zu "The Handyman" von Bentley Little

Makaber und fesselnd
chumavor 4 Monaten

Immobilienmakler Daniel Martin hat die Geister seiner Vergangenheit begraben – das zumindest dachte er, bis bei einem Verkaufsgespräch zufällig die Worte »Frank-Haus« fallen. Schlagartig sind die schrecklichen Kindheitserinnerungen wieder da und Daniel muss sich ihnen erneut stellen. Alles begann mit Frank Watkins, dem lausigen und seltsamen Handwerker ohne Lizenz, der ihn und seine Familie mit der Sanierung des Ferienhauses in den Abgrund riss. Daniel recherchiert erneut und findet heraus, dass sein eigenes Schicksal nur eines von vielen ist, die Frank zu verantworten hat. Er sinnt auf Rache und will ihn aufspüren, doch seine Suche ist gefährlich … und tödlich.


Mein erster Little entpuppte sich als wahrer Pageturner mit hohem Spannungsfaktor. Eine ruhig erzählte Geschichte, die mit Gruselmomenten punktet und auch zeitweilig an blutigem Horror nicht geizt. Besonders gelungen fand ich die Charakterzeichnungen. Hier schafft Little Nähe und man fiebert mit dem Protagonisten von der ersten Seite an mit. Besonders die nachdenklichen ruhigen Momente, in denen Daniel reflektiert, gefielen mir ausgesprochen gut.


»Ich verstand, dass es nicht, wie alle behaupteten, die ‚Qualitätszeit‘ war, die zählte, sondern die Menge an Zeit, die man miteinander verbrachte.«


Die Art wie der Autor die Geschichte erzählt verleitet zum steten Weiterlesen. Es gibt Zeitsprünge und auch hin und wieder verschiedene Perspektiven, aber alles ist stimmig und bremst in keinster Weise den Erzählfluss.

Einen Punkt Abzug gibt es lediglich für das abrupte, für meinen Geschmack zu schnell erzählte Ende. Hier hat der Autor leider etwas Potenzial verschenkt und es blieben ein paar wenige Fragen unbeantwortet. Schade, vor allem wenn man die teilweise sehr ausführlichen Rückblicke in die Episoden, in denen Franks niederträchtige Taten beleuchtet werden, vergleicht.


Fazit:

Ein gut geschriebener, fesselnder Horror-Roman mit hohem Spannungsfaktor trotz ruhigem Erzählton. Insgesamt eine Leseempfehlung für Fans des Genre und Liebhaber des Makabren mit kleiner Einschränkung: Es gibt einige brutalere Szenen, die für Zartbesaitete und Tierliebhaber (hier muss ich mich einschließen) etwas problematisch sein könnten.

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Cover des Buches Der Berater (ISBN: 9783946330110)Elmar Hubers avatar

Rezension zu "Der Berater" von Bentley Little

Der Berater
Elmar Hubervor 5 Monaten

„Die Gespräche verstummten und die versammelten Manager drehten die Köpfe nach vorne. Der Mann neben Matthews war groß und schlank. Er trug eine rote Fliege. Sein Haar war merkwürdig hellbraun, fast schon orange, und zu einem Bürstenschnitt frisiert, was seine ohnehin schon hohe Stirn noch riesiger erscheinen ließ. Seine Miene war ausdruckslos wie die eines Roboters, der darauf wartete, eingeschaltet zu werden. Bedächtig ließ er seine Augen über das sitzende Publikum schweifen, ohne an jemandem Bestimmtes hängen zu bleiben.“

STORY
Eine geplatzte Fusion und ein Softwarepaket, das weit hinter den Verkaufserwartungen zurückbleibt, veranlasst den CEO von CompWare, sich die Beratungsfirma BFG Associates zwecks Unternehmensoptimierung ins Haus zu holen. Zunächst sorgt der Berater Regus Pateff durch sein ungewöhnliches Auftreten für Kopfschütteln, doch bald bemerken die Mitarbeiter von CompWare, dass mit dem merkwürdigen Mann nicht zu spaßen ist. Einiges sind offensichtlich reine Schikanen, wie die Bombardierung mit E-Mails, extrem frühe oder späte Meetings und Termineinladungen, die unmöglich einzuhalten sind. Anderes gibt den Angestellten Rätsel auf, wie die skurrilen Einzelgespräche mit Pateff, die mit grotesken Gebeten eingeleitet werden und die in Räumen stattfinden, die nie jemand vorher in dem Gebäude bemerkt hat.

Bald fallen bald die Schranken von Privatsphäre und der Selbstbestimmung. Der Berater scheint alles über die Angestellten von CompWare und deren Familien zu wissen, sein Vorgehen wird immer dreister und geschmackloser (bis hin zur sexuellen Belästigung); er schürt das Misstrauen innerhalb der Belegschaft, spielt Kollegen auf perfide Weise gegeneinander aus und plötzlich verschwinden und sterben sogar Mitarbeiter.

„Sie belassen es nicht dabei, zu beobachten und zu berichten. […] Ich habe gehört, dass sie sich aktiv einbringen. Vielen Leuten gefällt das nicht. Ich meine, ihre Dienste sehen auf dem Papier gut aus, und sie haben einige Empfehlungen vorzuweisen, aber viele ihrer Klienten, nun, sie finden kein gutes Ende.“

MEINUNG
Mit „Der Berater“ legt Bentley Little einen Thriller vor, der das Vorgehen moderner Unternehmensberatungen bis ins Groteske überspitzt. Alles fängt vergleichsweise harmlos an und selbst die ersten linken Manöver lässt man über sich ergehen. Schließlich will man nicht auf der Schwarzen Liste dieses merkwürdigen Mannes landen, und sich damit als Entlassungskandidat qualifizieren.

Über eine weite Strecke macht das (für den Leser) Spaß. Eindringlich fesselt Little sein Publikum durch die schrittweise Verstärkung des Drucks und die unvorhersehbare Skurrilität des ganzen Geschehens. Als Identifikationsfigur gibt uns der Autor Craig Horne, Angestellter im mittleren Management, an die Hand, der für diesen Zweck wirklich exzellent gezeichnet ist. Integer, moralisch aufrecht und bereit, den Kampf aufzunehmen. Horne reagiert, wie auch der Leser reagieren würde, verfolgt dieselben Gedanken, stellt dieselben Fragen und teilt dieselben Ängste.

Irgendwann verlässt Little allerdings den Bereich der Schwebe, in der alles noch irgendwie real, zufallsbestimmt und ein Produkt der überreizten Nerven der CompWare-Mitarbeiter sein könnte und übertritt die Grenze zum eindeutig Phantastischen. Ab da fällt die Spannung merklich in sich zusammen, der Roman ist plötzlich nur noch eine flache und zusammenhanglose Aneinanderreihung wahlloser Phantastik-Elemente. Auch die Enthüllung, was sich letztendlich hinter dem Berater verbirgt wirkt nur noch beliebig und hat keinerlei Effekt mehr.

FAZIT
Bentley Little schießt mit seiner Triller-Groteske übers Ziel hinaus und untergräbt damit die zuvor grandios aufgebaute Spannung.

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