Bentley Little

 3,7 Sterne bei 635 Bewertungen
Autor*in von Böse, Unheil: Horror und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Bentley Little wurde einen Monat, nachdem seine Mutter sich die Weltpremiere von Psycho angesehen hatte, in Arizona geboren. Er schloss sein Studium an der Fullerton Universität Kalifornien mit einem Bachelor in Kommunikation und einem Master in Englisch sowie Vergleichender Literaturwissenschaft ab. Seine Masterarbeit war der Roman Die Offenbarung (The Revelation), der 1991 den Bram Stoker Award gewann. Seitdem hat er zahlreiche weitere Bücher geschrieben und wurde in sieben verschiedene Sprachen übersetzt.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Bentley Little

Cover des Buches Böse (ISBN: 9783404159864)

Böse

(114)
Cover des Buches Furcht (ISBN: 9783404157983)

Furcht

(86)
Erschienen am 11.12.2007
Cover des Buches Unheil: Horror (ISBN: B004W5YSW0)

Unheil: Horror

(95)
Erschienen am 21.04.2011
Cover des Buches Haunted (ISBN: 9783902802552)

Haunted

(89)
Erschienen am 01.01.2013
Cover des Buches Fieber (ISBN: 9783404163250)

Fieber

(85)
Erschienen am 15.09.2009
Cover des Buches Verderben (ISBN: 9783404166046)

Verderben

(45)
Erschienen am 21.11.2011
Cover des Buches Schemen (ISBN: 9783404164813)

Schemen

(51)
Erschienen am 21.09.2010
Cover des Buches Die Universität (ISBN: 9783946330134)

Die Universität

(16)
Erschienen am 29.11.2019

Neue Rezensionen zu Bentley Little

Cover des Buches Böse (ISBN: 9783404159864)
lucatrkiss avatar

Rezension zu "Böse" von Bentley Little

lucatrkis
Rezension zu „Böse“

„Böse“ war Bentley Littles zweiter Roman und drehte sich bereits um das bei ihm so bekannte Motiv einer Institution, welche für die Charaktere zur Inkarnation des Horrors wird. Die Protagonisten Doug, Trish sowie ihren Sohn Billy fand ich auf Anhieb sympathisch, die Kleinstadt Willis war klassisch amerikanisch mit einigen interessanten Nebenfiguren.

Mich erinnerte der Roman von der Atmosphäre her an Littles „Furcht“, mein absolutes Highlight des letztens Sommers über einen Hauseigentümerverband. Einerseits wegen der sommerlich-paradiesischen Naturbeschreibungen, andererseits wegen der Dynamik des im Fokus stehenden Ehepaars. Doug und Trish spürten beide, dass irgendetwas nicht stimmte, berichteten sich zunächst dennoch gegenseitig nicht von allen merkwürdigen Vorkommnissen und taten sie mitunter als Einbildung ab.

Leider war „Böse“ für mich nicht ganz auf dem Niveau von „Furcht“, irgendwann flachte der Plot nämlich ein wenig ab. (SPOILER) Die Isolation, welche die Einwohner Willis' durch gefälschte Briefe und damit einhergehende in ihren Mund gelegte hasserfüllte Worte erfuhren, konnten sie recht schnell durch Kommunikation überwinden und der Postbote stellte sich als machtlos heraus, sofern niemand seine Post las. Er konnte keinen physischen Schaden zufügen, die Menschen höchstens mit dem Inhalt seiner Briefe mental in den Suizid treiben, was bei mir kein wirkliches Bedrohungsgefühl aufkommen ließ. (SPOILER ENDE)

Das Finale war nicht herausragend, eher in Ordnung, allerdings konnte mich keines von Littles Enden bisher vollends überzeugen. Eine zentrale Stelle hat hier zudem aufgrund der deutschen Übersetzung nicht recht funktioniert: (SPOILER) Doug befand sich allein in der Wohnung des langsam zugrunde gehenden Postboten, als dieser einen letzten Versuch startete, dem Tod zu entfliehen. In einer Ecke des Zimmers lag ein totes Mädchen zu einem Paket eingewickelt; dieses begann plötzlich um Rettung zu flehen, wodurch Doug in das Dilemma geriet, es entweder im Stich zu lassen oder mit dessen Körper einen Teil der Post zu berühren, was dem Postboten bereits neue Kraft verliehen hätte. Schließlich durchschaute er indes, dass sein Widersacher aus der Leiche des Mädchens sprach, weil dieses im Satz „Sie sind der Einzige, der wo mich retten kann“ ein falsches Relativpronomen verwendete. Am Anfang der Geschichte hatte ebenjenes Mädchen, eine Schülerin Dougs, noch stolz berichtet, durch seinen Unterricht in dieser Hinsicht grammatisch sicher geworden zu sein, ich habe diese Verunglimpfung gleichwohl noch nie gehört. „Der Einzige, wo mich retten kann“ wäre mir regional-umgangssprachlich noch bekannt, die Doppelung aus „der“ und „wo“ ist mir hingegen neu. Ich nehme an, im Englischen ging es hier um die Unterscheidung von „that“, „who“ und „which“, allerdings hat der Postbote widersprüchlicherweise vorher mit seiner unpersönlichen Geschliffenheit geglänzt, weshalb ein solcher Lapsus im Allgemeinen kaum zu seinem Charakter passen würde und auch an keiner anderen Stelle vorgekommen ist. Insgesamt also eher hanebüchen und konstruiert. (SPOILER ENDE)

Fazit: „Böse“ konnte mit typischer Little-Atmosphäre punkten, die Handlung erinnerte mich dagegen stellenweise an sein späteres, deutlich spannenderes Werk „Furcht“. Ein böser Postbote ist nicht ganz so innovativ wie ein sektenähnlicher Hauseigentümerverband, dennoch kann man mit „Böse“ nichts falsch machen, falls man ein Fan des Autors ist.

Noch eine kleine Anmerkung: Auf Seite 44 steht bei „Er kein kein Spieler, kaufte aber gelegentlich ein Los“ zweimal „kein“ statt „war“, auf Seite 232 bei „Sie war nun volljährig, dass wusste er“ „dass“ statt „das“ und auf Seite 352 fehlt bei „Doch der Arzt sagte ihr kurz angebunden, dass sie den Mund halten das später erledigen solle, während […]“ entweder ein „und“ oder ein Komma. Zudem wunderte sich Doug auf Seite 111 darüber, dass der Postbote am Schalter seinen Namen kannte, und das, obwohl dieser bereits mehrmals Briefe an ihn ausgetragen hatte, was man als kleinen Logikfehler werten könnte.


Cover des Buches Furcht (ISBN: 9783838763118)
mandalottis avatar

Rezension zu "Furcht" von Bentley Little

mandalotti
unsicher gesicherte Wohnanlage

Bentley Little hat auf jeden Fall seinen eigenen Stil und ich finde ihn toll. Es scheint immer ein ganz normaler Thriller zu sein, aber trotzdem hat es immer irgendwas mystisch-gruseliges. 

Hier geht es um eine Wohnanlage, die eigentlich ein sicheres und harmonische Zusammenleben verspricht, aber alles andere als das ist. 

Auf jeden Fall empfehlenswert.

Cover des Buches The Handyman (ISBN: 9781587676574)
Emmas_Bookhouses avatar

Rezension zu "The Handyman" von Bentley Little

Emmas_Bookhouse
Naja

Ich habe die deutsche Version gelesen 

Ich hab hier viel erwartet, da meine bisherigen Bücher von Bentley Little wirklich gut waren, doch leider ist dieses Buch nur Durchschnitt. 

Mit den Charakteren wurde ich nicht warm, ihnen fehlte irgendwie die Tiefe. Also sie waren für mich sehr oberflächlich. 

Die Atmosphäre des Buches war so, naja, es kam kein wirkliches Gruseln oder Ähnliches auf. 

Die Idee der Geschichte fand ich großartig, doch für mich wurde daraus wenig gemacht. 

Es plätschert so vor sich hin um dann im letzten Drittel loszulegen, für mich nicht spannend. 

Man kann es lesen, muss man aber nicht und wie immer ist das nur meine eigene Meinung 

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