Beppo Beyerl

 4,1 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor*in von Mord im Lainzer Tiergarten, Wien und Umgebung und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Beppo Beyerl wurde 1955 in Wien geboren. Er schreibt Reportagen und Bücher über die Insassen Wiens und die Bewohner der restlichen Welt. Er hat drei Heimaten: Wien, Südböhmen und den istrischen Karst. Er ist Mitglied des Österreichischen Schriftstellerverbandes und der Grazer Autorenversammlung. Nach »Mord im Lainzer Tiergarten« lässt er Max Mitschek nun am mondänen Semmering der späten 1920er-Jahre ermitteln.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Stillstand und Aufbruch (ISBN: 9783962011574)

Stillstand und Aufbruch

Neu erschienen am 04.08.2026 als Gebundenes Buch bei Elsengold.

Alle Bücher von Beppo Beyerl

Cover des Buches Die Stadt von gestern (ISBN: 9783222137228)

Die Stadt von gestern

(4)
Erschienen am 06.04.2023
Cover des Buches Wien und Umgebung (ISBN: 9783831715008)

Wien und Umgebung

(2)
Erschienen am 01.02.2009
Cover des Buches Mord im Lainzer Tiergarten (ISBN: 9783839201763)

Mord im Lainzer Tiergarten

(2)
Erschienen am 09.03.2022
Cover des Buches Wienerwald für Entdecker (ISBN: 9783990500255)

Wienerwald für Entdecker

(1)
Erschienen am 18.03.2016
Cover des Buches Achtung Staatsgrenze (ISBN: 9783854095224)

Achtung Staatsgrenze

(1)
Erschienen am 01.10.2009
Cover des Buches Als das Lügen noch geholfen hat (ISBN: 9783854852155)

Als das Lügen noch geholfen hat

(1)
Erschienen am 01.09.2007
Cover des Buches Die bösen Buben von Wien (ISBN: 9783222136665)

Die bösen Buben von Wien

(1)
Erschienen am 01.09.2022

Neue Rezensionen zu Beppo Beyerl

Cover des Buches Mord im Lainzer Tiergarten (ISBN: 9783839201763)
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Mord im Lainzer Tiergarten" von Beppo Beyerl

Bellis-Perennis
Ein bis heute ungeklärter True-Crime-Fall

Mit diesem Krimi verlässt Autor Beppo Beyerl sein übliches Genre des historischen Sachbuches und taucht in das aufgeheizte Klima von Wien in der Zwischenkriegszeit ein. Diesmal geht es um einen Mord im Lainzer Tiergarten mit weitläufigen Ermittlungen.  

Kurz nachdem im Lainzer Tiergarten Schüsse gefallen sind, die aber angesichts des Jagdreviers keiner meldet, wird eine Frauenleiche entdeckt, deren Identität lange nicht klar ist. Erst die Veröffentlichung eines Fotos ihrer sogenannten Moulage, eines Wachsmodells ihres Gesichts, sowie die Ausforschung ihres Zahnarztes, gibt e den Namen der Toten preis. 

Doch wer ist der Täter? Etwa der Ehemann, der in Triest mit dem Schmuggel von Diamanten beschäftigt ist? Oder doch der gierige Liebhaber, der kurz nach dem Mord den Schmuck des Opfers verkauft hat? Beim Prozess im Wiener Landesgericht wird ihr Liebhaber freigesprochen. Wer war der Mörder?  

Als der Druck des Wiener Polizeipräsidenten Dr. Schober auf die Ermittler immer größer wird , nimmt sich zumal die Kontakte mit dem faschistischen Italien recht gepflegt werden. Da nimmt sich unser Kriminalinspekteur Max Mitschek Urlaub und fährt alleine nach Triest. 

Meine Meinung: 

Der Mord an der Frau, der bis heute ungeklärt ist, ist Fakt. Die Ermittlungen, die sich bis Karlsbad und an die Obere Adria erstrecken, sind es auch teilweise. Die eine oder andere Lücke dazwischen hat Beppo Beyerl mit seiner Fantasie ein wenig aufgefüllt.  

Ich mag historische Krimis, die in Wien bzw. in den alten Kronländern spielen und die penibel recherchiert sind. Beppo Beyerls historische Stadtspaziergänge sind legendär, deshalb habe ich voll Erwartung zu diesem Krimi gegriffen.  

Leider bin ich nicht ganz zufrieden damit, denn die Spannung lässt ein wenig zu wünschen übrig. Gut getroffen ist die Stimmung in Wien nach dem Brand des Justizpalastes von 1927. Die Obrigkeit und ihre Vertreter (Polizei und Justiz) werden als Feind gesehen, in deren Netz man sich tunlichst nicht verfängt. Sozialisten, Kaisertreue, Faschisten und Nationalisten begegnen einander mit Wut und oftmals mit Fäusten.  

Beppo Beyerl ist Meister der Recherche und so trägt er für seinen Krimi zahlreiche Fakten der damaligen Zeit zusammen. So hat Polizeipräsident und Kanzler Johannes Schober einen kurzen Auftritt. Auch die Polizeiarbeit ist ziemlich authentisch dargestellt - wer hierzu noch etwas mehr wissen will, sollte bei einem Wien-Aufenthalt unbedingt das Wiener Kriminalmuseum aufzusuchen. Hier findet man die angesprochenen Moulagen, jene Rekonstruktionen von Körperteilen bzw. Gesichtern, um die Opfer zu identifizieren. 

Fazit:

Für die penible Recherche gibt es glatte 5 Sterne, einen muss ich für die fehlende Spannung wieder abziehen - daher 4 Sterne.

 

Cover des Buches Die Stadt von gestern (ISBN: 9783222137228)

Rezension zu "Die Stadt von gestern" von Thomas Hofmann

Ein LovelyBooks-Nutzer
Alles was einmal war…

Klappentext:

„Was einmal war und nicht mehr ist, steht im Mittelpunkt dieser Entdeckungsreisen. Das Stadtbild Wiens verändert sich unablässig: durch Abriss im Namen der »Verschönerung« und Regulierung, durch Krieg und andere Katastrophen. Geschichtsträchtige Orte erhalten eine neue Bestimmung, vieles gerät in Vergessenheit. Allenfalls erinnern Gedenktafeln an vergangenen Glanz. Beppo Beyerl und Thomas Hofmann haben sich auf die Spur dieser legendären Orte und Bauten begeben und erzählenden faszinierende Geschichten. Machen Sie sich auf zu einer Entdeckungsreise durch das verschwundene Wien!“


In diesem Buch begibt sich der Leser auf Zeitreise durch Wien. Wir dürfen hier anhand von alten Aufnahmen, Zeichnungen und Fotografien durch Straßen lustwandeln, Gebäude erleben die es gar nicht mehr gibt oder aber auch Veranstaltungen erleben deren Örtlichkeit leider nicht mehr existiert. Es ist eine Zeitreise der besonderen Art die vom Autoren-Duo Hofmann und Beyerl gekonnt in Szene gesetzt wurde. Viele Geschichten lesen sich wie Zeitkapseln, andere wie Kriegsberichte. Fest steht jedenfalls, ein sehr interessantes und spannendes Buch über ein Wien von gestern. Die Texte sind kurzweilig und fesselnd. Man kann sich hier beim lesen komplett vergessen! 5 Sterne hierfür

Cover des Buches Die Stadt von gestern (ISBN: 9783222137228)

Rezension zu "Die Stadt von gestern" von Thomas Hofmann

Ein LovelyBooks-Nutzer
Historischer Stadtspaziergang

"Die Stadt von gestern" ist eine wundervolle, fast schon melancholische Zeitreise, die Thomas Hofmann und Beppo Beyerl ihren Leser:innen ermöglichen. Wie in einer Laterna magica laufen die Stadtansichten von einst in bewegten Bildern vor dem inneren Auge ab, wenn die verschwundenen Sehenswürdigkeiten plötzlich aus den Seiten steigen.

Eine Geschichtsstunde der ganz besonderen Art, denn hier wird Stadtgeschichte sehr lebendig erzählt und erlebbar gemacht. Es ist, als würde sich der letzte Vorhang noch einmal lichten, um den Geist des vorigen Jahrhunderts zu wecken und ihn durch die Seiten ziehen zu lassen. Die Leser;innen werden zu Weltengänger:innen, die das Hier und Jetzt verlassen, um sich in den colorierten Ansichtskarten oder schwarz-weißen Originalaufnahmen wiederzufinden.

Die Rotunde im Prater, der Nordbahnhof im maurischen Stil, Synagogen, Figuren von Denkmälern oder Schwimmhallen - was damals zum Stadtbild gehörte, ist heute nur noch liebgewordene Erinnerung und findet in diesem Buch Erwähnung. Es sind kleine Wiener Geheimnisse, verborgene oder verschwundene Orte, die Wien so einzigartig machen.

Schicksalsnächte, siechende Krankheiten und nicht nur der technische Fortschritt haben den Zahn der Zeit vorangetrieben und das Gesicht von Wien nachhaltig verändert. Das Stadtbild hat sich immer wieder neu geformt und in diesem Buch erhalten die alten Bauten einen zweiten glanzvollen Auftritt.

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