Berend Feddersen

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Lebenslauf

Professor Dr. Dr. Berend Feddersen ist Oberarzt und Leiter des Ambulanten Palliative-Care-Teams der Universität München am Klinikum Großhadern. Feddersen ist aktives Mitglied bei der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie, der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und der European Association of Palliative Care. Seine Interessensschwerpunkte liegen im Bereich der Versorgungsforschung in der Spezialisierten Ambulanten Palliativen Versorgung (SAPV) und der Erforschung neurophysiologischer Grundlagen von Symptomen in der Sterbephase.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Berend Feddersen

Cover des Buches Der Reisebegleiter für den letzten Weg (ISBN: 9783424152722)
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Rezension zu "Der Reisebegleiter für den letzten Weg" von Berend Feddersen

Toxicas
Plädoyer für Menschlichkeit

Der Tod ist die einzige Reise, die wir alle antreten werden – und doch ist er das letzte große Tabu unserer Gesellschaft. Wenn Sterbende davon sprechen, dass sie „bald losmüssen“ oder „nach Hause fahren“, nutzen sie eine Symbolik, die uns oft sprachlos zurücklässt. Genau hier setzt das Werk von PD Dr. Dr. Berend Feddersen und seinem Team an: Es fungiert als empathischer Kompass für einen Weg, den niemand gerne allein beschreitet.


Dieses Buch ist weit mehr als eine medizinische Abhandlung; es ist eine Einladung, den Tod wieder als Teil des Lebens zu begreifen. Während die moderne Gesellschaft das Sterben oft hinter Krankenhausmauern verbannt, holt dieser „Reisebegleiter“ das Thema zurück ins Herz der Familie.


Es gelingt dem Autor, eine Brücke zu schlagen zwischen hochkarätiger medizinischer Expertise und der intimen Wärme persönlicher Schilderungen. Fast wie eine „Offenbarung“, die den Schrecken nimmt und stattdessen Raum für Würde und Gestaltungskraft schafft.


Ein zentraler Grund für die lähmende Angst vor dem Lebensende ist die Unwissenheit. Das Buch räumt damit auf, indem es Klarheit schafft, Hürden abbaut und rechtliche Sicherheit bietet. Besonders beeindruckend ist der Fokus auf die zwischenmenschliche Kommunikation. Das Buch ermutigt dazu, Sprachlosigkeit zu überwinden – sei es im Gespräch mit dem Partner über den gewünschten Sterbeort oder bei der sensiblen Einbindung von Kindern in den Abschiedsprozess. Es zeigt auf, dass das „Loslassen“ nicht bedeutet, aufzugeben, sondern den Prozess aktiv und liebevoll zu begleiten. Die Mischung aus reportageartigen Einblicken in den Arbeitsalltag eines Palliativmediziners und den tief berührenden Berichten von Betroffenen schafft eine Vertrauensbasis, die in der Ratgeberliteratur ihresgleichen sucht.


Obwohl der Fokus auf der letzten Lebensphase liegt, ist das Fazit der Leser eindeutig: Man muss weder alt noch krank sein, um von diesem Werk zu profitieren. Es sensibilisiert für das, was im Leben wirklich zählt, und hilft dabei, die eigenen Wünsche frühzeitig zu formulieren, um den Hinterbliebenen später die Last der Ungewissheit zu nehmen.


Fazit: Dieser Reisebegleiter ist ein Plädoyer für Menschlichkeit. Er verwandelt Angst in Achtsamkeit und zeigt, dass auch der schwerste Weg von innerer Ruhe und tiefer Verbundenheit getragen sein kann.

‚[...] ein Buch schreiben, das in jede Jackentasche passt und für alle [...] leicht verständlich ist'

‚[...] ein Buch schreiben, das in jede Jackentasche passt und für alle - medizinische Laien, Bergretter und auch Ärzte - leicht verständlich ist. Unser Ziel war und ist es, das medizinische Wissen, das am Berg nötig werden kann, komprimiert darzustellen.‘ (Seite 3)

Das Buch befasst sich unter anderem mit Höhenanpassung und akuter Höhenkrankheit, Vorerkrankungen und Erkrankungen/Symptomen in der Höhe, Schmerztherapie, Verbänden, Lawinenkunde, bestimmten Notfallsituationen, Knoten und Bergetechniken, Medikamenten und Anatomie. Am Ende des Buches findet sich zudem ein Wörterbuch mit wichtigen medizinischen Begriffen und Grundvokabular in Deutsch, Englisch, Spanisch, Chinesisch, Nepali und Tibetisch.

Das Buch ist zugegebenermaßen sehr speziell und steckt voller medizinischer Details. Ich bin medizinisch vorgebildet, so dass ich nicht weiß, wie ein Laie mit den vielen Informationen zurecht kommt, ich empfand das Buch aber als sehr übersichtlich und sehr gut zusammengefasst.

Ich plane keine Himalaya-Expedition oder ähnliches, aber ich interessiere mich für Bergsteigen und fürs Hochgebirge, lese gerne über diese Themen und finde es einfach spannend, mehr über den Umgang mit Höhenkrankheit, Gefahren im Gebirge etc. zu erfahren.

Aus diesem Grunde empfand ich das Buch als interessante Lektüre, doch für diejenigen, die eine Reise ins (Hoch-) Gebirge planen, ist das Buch eine echte Offenbarung und ein wichtiges (und sehr kleines und leichtes) Utensil im Gepäck. Hier findet man wirklich alles, was man wissen muss, und die Ausführungen sind schön kompakt und sehr dicht geschrieben.

Ich fand das Buch faszinierend, und es hat mir einmal mehr gezeigt, dass ich Bergsteigergeschichten lieber vom Sofa aus verfolge und nicht selbst erleben muss.

Cover des Buches Der Reisebegleiter für den letzten Weg (ISBN: 9783424152722)
R

Rezension zu "Der Reisebegleiter für den letzten Weg" von Berend Feddersen

romina0506
Ein berührendes Buch

 

 

 

Als ich das Buch "Reisebegleiter für den letzten Weg" gelesen hatte, war ich erfüllt von Dankbarkeit, Respekt und Bewunderung.
Ich hab e vor ein paar Monaten meinen Vater beim Sterben begleitet und hätte mir gewünscht, dieses Buch schon vorher lesen zu können. Das Buch ist mit so viel Empathie, Wärme u d Herzlichkeit geschrieben. Es nimmt einem sehr viele Ängste und Schrecken vor dem Sterben und dem Tod. Ich hatte das Gefühl, das Buch nimmt  an die Hand und begleitet einen auf eine Reise, die letztendlich jeder von uns gehen muss. Es nimmt so viel Berührungsängste, hebt  viele Tabus auf und  es zeigt, dass man sein Leben bewusst leben sollte.

Nicht nur wer alt und krank ist, sollte sich mit dieser "Reise" beschäftigen. Ich glaube jeder von uns hat insgeheim Vorstellungen, wie seine Reise zu Ende gehen soll, was er sich dann wünscht oder keinenfalls mag. Angehörige und Freunde sollten darüber Bescheid wissen, denn auch solche Themen dürfen nicht "totgeschwiegen" werden. Dieses Buch ist deshalb interessant für junge und alte, kranke und gesunde Menschen, für Angehörige und Betroffene, einfach für jeden Menschen!  Man sieht Vieles durch einen anderen Blickwinkel und traut sich besser und offener mit dem Thema Tod und Sterben umzugehen. Ich möchte mich bei den Autoren und allen die an diesem Buch mitgewirkt haben von ganzem Herzen bedanken!
Noch eine kleine Anmerkung, ich kann ein weiteres lesenswertes Buch, das ich schon davor aufmerksam gelesen habe, empfehlen: "Nana der Tod trägt pink" 

Heidin Gölz

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