Inhalt
Anton leidet unter seinen Medikamentenabhängigkeit. Um endlich dort rauszukommen, begibt er sich in einen Entzug und nimmt durch sein Tagebuch die Leser mit.
Erster Satz
Mit achtzehn Jahren erkrankte ich an einer Psychose.
Meine Meinung
Anfangs war ich wirklich sehr skeptisch, ob mich diese kleine, dünne und eher etwas unscheinbare Buch von sich überzeugen kann, aber das konnte es definitiv.
Kommen wir aber wie immer als erstes zum Cover. Es zeigt einen Krankenhausflur, ich denke damit will man einfach auf Station 9 aufmerksam machen, aber es wirkt trotzdem unscheinbar.
Zu Beginn des Buches erzählt der Autor etwas über sich, wie es überhaupt passiert ist, dass er in die Abhängigkeit gerutscht ist und was es auch für Auswirkungen auf sein soziales Leben hatte.
Dann begibt er sich in den Entzug und hier beginnt er auch mit dem Tagebuch schreiben. An jedem Tag schreibt er etwas und man bekommt als Leser mit, wie es ihm geht wenn die Medikamentendosis reduziert wird.
Auch wie so scheinbar alltägliche Sachen, wie mit der Bahn nachhause fahren oder dann alleine in seiner Wohnung über Nacht bleiben, stellen dann für ihn plötzlich große Probleme da.
Ich fand das Buch richtig gut und ich bewundere den Autor auch darüber so offen über seine Sucht zu sprechen, denn oft wird sowas unter den Tisch gekehrt und keiner soll was mit bekommen wenn mal was im Leben schief läuft.
Auch fand ich es toll, dass man durch das Tagebuch mitbekommt, was bestimmte Medikamente anrichten können und dabei werden sie Tag täglich in Deutschland verschrieben.
Hier bekommt man sehr deutlich gezeigt, welche Wahnvorstellungen sie auslösen können und wie es dazu führen kann das Menschen vereinsamen.
Auch fand ich es sehr erschreckend, dass die Krankenkasse nur sehr wenige Therapieplätze für sowas stellt, da bei dieser Sucht das Ausschleichen wesentlich länger dauert wie z.B bei einem Alkoholkranken und deshalb auch mehr kostet.
Ist für mich eigentlich ein Unding, das man mit so einem Problem länger auf einer Warteliste steht.
Alles in einem fand ich das Buch toll und wünsche mir wirklich, dass es noch mehr Menschen gibt, die den Mut dazu haben so offen über ein Problem zu reden, dass es öfters in Deutschland gibt.




