Berit Glanz

 4,2 Sterne bei 26 Bewertungen
Autorin von Pixeltänzer, 99 x Island wie Sie es noch nicht kennen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Berit Glanz

Eine Vorliebe für Skandinavien: Berit Glanz, geboren 1982 in Preetz, ist eine deutsche Schriftstellerin. Sie studierte Skandinavistik und Theaterwissenschaften in München, Rekjavik und Stockholm. Während ihres Studiums arbeitete sie als Lektorin und Verlagsdramaturgin im Theaterstückverlag Kornwimmer in München. 

Nach ihrem Abschluss verbrachte sie einige Zeit in Island. Bei ihrer Rückkehr fing sie dann an als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neue Skandinavische Literaturen des Instituts für Fennistik und Skandinavistik der Universität Greifwald zu arbeiten. 

Aufgrund ihres interesses an Skandinavien, war sie bei mehreren Projekten mit Sschwerpunkt Skandinavien beteiligt. So unter anderem als Gastkuratorin des Filmfestivals Cost Mediale und bei der Produktion diverser Musikvideos. Nebenbei übersetzt sie Literatur aus dem Norwegischen, Schwedischen und Isländischen. 

Neben Theaterstücken schreibt die Autorin auch Prosa und Lyrik. So wurde sie dank ihrer Arbeiten Finalistin beim open mike in Berlin und wurde mit dem Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet. Ihr Debüt als Romanautorin gab sie mit ihren Werk „Pixeltänzer“.

Alle Bücher von Berit Glanz

Cover des Buches Pixeltänzer (ISBN: 9783895611926)

Pixeltänzer

 (24)
Erschienen am 30.07.2019
Cover des Buches 99 x Island wie Sie es noch nicht kennen (ISBN: 9783734307911)

99 x Island wie Sie es noch nicht kennen

 (2)
Erschienen am 28.06.2018
Cover des Buches Partikel (ISBN: 9783942901406)

Partikel

 (0)
Erschienen am 08.08.2020
Cover des Buches Und bey den liechten Sternen stehen (ISBN: 9783942901468)

Und bey den liechten Sternen stehen

 (0)
Erschienen am 01.05.2021

Neue Rezensionen zu Berit Glanz

Cover des Buches Pixeltänzer (ISBN: 9783895611926)sr_rolandos avatar

Rezension zu "Pixeltänzer" von Berit Glanz

Schön erzählte Geschichte
sr_rolandovor 5 Monaten

Wie nahe können sich eigentlich zwei Menschen werden, die kurz per Zufall in einer App verbunden für drei Minuten miteinander per Telefon sprechen? Im Pixeltänzer gibt es eine Art Antwort darauf. 

Mittendrin und als Teil der Geschichte gibt es Links auf eine Webseite, welche die Erzählung sicher anreichern können und quasi noch eine Ebene obendrauf packen. Aber das braucht es gar nicht. Man kann das prima auch ganz ordinär und linear als Buch lesen. Klappt wunderbar, unterhält prächtig.

Was will man mehr? Eine Empfehlung. 

(https://sr-rolando.com/2020/11/03/pixeltaenzer-von-berit-glanz/)

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Cover des Buches Pixeltänzer (ISBN: 9783895611926)

Rezension zu "Pixeltänzer" von Berit Glanz

Ein Highlight
Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Monaten

Berliner Gegenwart im Startup. Die Programmiererin Elisabeth – Beta – ist gelangweilt von den Hipster-Zwängen in der Tech-Szene und von ihren Tinder-Dates. Durch eine Aufwach-App, bei der Beta von fremden Menschen aus aller Welt geweckt wird, lernt sie den Hamburger Toboggan kennen, der im Silicon Valley arbeitet. Die wenigen Minuten, die man zum Plaudern hat, nutzen die zwei für ein Nerdgespräch über Atari. Nachdem die App die Verbindung kappt, begibt sich Beta auf digitale Spurensuche zu dem grotesken Kostüm auf Tobaggans Profilfoto ... Der Beginn einer Reise in die 20er Jahre, zu den Maskentänzern Lavinia und Walter Schulz, ein reales Künstlerpaar mit tragischer Geschichte.


Ironie und Weisheit. Berit Glanz trifft den Zeitgeist so gut, dass es wehtut und baut leichtfüßig eine Brück zur Vergangenheit. Als Berlin-Kind der 80er habe ich an vielen Stellen wissend gelächelt. Ein tolles Buch.

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Cover des Buches Pixeltänzer (ISBN: 9783895611926)BluevanMeers avatar

Rezension zu "Pixeltänzer" von Berit Glanz

Leben wie Lavinia
BluevanMeervor 2 Jahren

Berit Glanz hat ein Debüt geschrieben, das wunderbar konstruiert ist und zwei Welten zusammenbringt, die sehr viel mehr gemeinsam haben, als es zunächst scheint. 


Da ist das Berliner Start-Up, in dem Beta arbeitet mit der typischen Sprache, die diese Leute sprechen. Beta ist eine von ihnen: "Ich bin Junior-Quality-Assurance-Tester, und im letzten Feedback-Gespräch hinter der Milchglasscheibe wurde mir eine Can-Do-Ausstrahlung bescheinigt." 


Was auch immer das heißen mag. 


Sie ist ein Techniknerd, in ihrer Freizeit druckt sie sich gerne Tiermodelle mit ihrem 3D-Drucker aus und für das Start-Up programmiert sie eine App. Die App heißt "Dawntastic" und das Geheimnis ist, dass man jeden Morgen von einem unbekannten User geweckt wird und sich mit ihm 5 Minuten unterhalten kann, bevor man in seinen eigenen langweiligen Alltag startet. Beta nutzt die App selbst und trifft den merkwürdigen Nutzer "Toboggan". Er trägt eine bunte Maske und schickt Beta auf eine Schnitzeljagd durch die Zeit. Er schickt sie auf die Spuren einer expressionistischen Künstlerin, die selbst diese wunderlichen Masken herstellt. Ihr Name war Lavinia Schulz und sie hat wirklich gelebt. 


Wie in einem Fortsetzungsroman erfährt Beta vom Leben dieser unangepassten Künstlerin und wird immer mehr in Lavinias Welt aus Tanz, Kunst und Armut hineingezogen, die sich vor knapp hundert Jahren ebenfalls mit der großen Frage auseinandersetzte, wie viel Anpassung wichtig ist um ein wahrhaftiges Leben zu führen. Ein Tipp: lest bitte nicht den Wikipediaartikel, die Spoiler sind zu groß!


Lavinia war Teil der Künstlergruppe "Der Sturm", 1918 trat sie nackt auf und provozierte die Kunstwelt mit ihrer Radikalität. 


Beta fährt ins Museum nach Hamburg und betrachtet die Masken, die nur durch einen Zufall wieder gefunden wurden. Sie besucht den Geburtsort von Lavinia im Spreewald und fängt an, auch ihre eigene Arbeit zu hinterfragen. Wie kann man ein Zeichen setzen? Wie kann man heute auch ein Zeichen setzen, so wie es die avantgardistischen Künstler*innen taten,  gegen die Durchdigitalisierung der Welt, die Anforderungen des Marktes und des Kapitalismus und einer höher-schneller-weiter-Mentalität der Branche? 


Die Ideen, die Berit Glanz in ihrem Roman so mühelos verwebt, sind grandios und es ist auch ein wenig erschreckend wie nah sich das Leben in der Weimarer Republik und die Start-Up-Szene heute sein können. Beide Erzählstränge sind durch ihre Verknüpfung gelungen, auch wenn man glaubt, die Beschreibung der Start-Up-Szene so schon einmal gelesen zu haben, eröffnet sich durch Lavinia eine neue Ebene. Beta versucht einen Ausbruch aus dem System, eine Minirebellion. Das ist schön, auch wenn mich das Ende und die Auflösung um die Identität des Toboggan etwas enttäuscht zurückgelassen haben. Trotzdem bin ich sehr gespannt auf die kommenden Werke der Autorin. 

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Gespräche aus der Community

Liebe LovelyBooks-Freunde,

 

auch im Sommer 2019 könnt Ihr Euch über Leserunden von Schöffling & Co. freuen: Wir laden Euch herzlich ein, an der Leserunde zu Berit Glanz neuem und ersten Roman Pixeltänzer teilzunehmen!

 

Elisabeth, von allen nur Beta genannt, arbeitet in einem Startup: Ihr Alltag wird von Pitches und Teambuilding-Maßnahmen bestimmt; in ihrer spärlichen Freizeit entwickelt sie Tiermodelle am 3D-Drucker und probiert sich durch die Berliner Eisdielen. Als ein Fremder unter dem seltsamen Alias Toboggan sie über eine App kontaktiert, ändert sich ihr Leben. Sein Profilbild weckt ihre Neugier, doch anstelle einer Antwort schickt er sie auf virtuelle Spurensuche. Sie führt Beta zu der Geschichte des Künstlerpaars Lavinia und Walter, das in den Zwanzigerjahren in grotesken Ganzkörpermasken Tanztheater aufführte und mit bürgerlichen Konventionen brach. Statt der erhofften Befreiung von gesellschaftlichen Zwängen kommt es zur Tragödie, als Lavinia zur Waffe greift. Doch je mehr Beta von den beiden erfährt, sich in ihre Hingabe an die Kunst hineinversetzt und mögliche Auswege erkundet, desto stärker wird die Sehnsucht, aus ihrem eigenen oberflächlichen Dasein auszubrechen. Eine Reise nach Barcelona bietet ihr und ihrem Team die ungeahnte Möglichkeit, Technik ins Absurde oder doch in Kunst zu verwandeln – und Beta ergreift ihre Chance.

 

Eine Leseprobe findet Ihr hier. Wenn Ihr interessiert seid, dann bewerbt Euch bis zum 21.07.2019 und gewinnt mit etwas Glück eines von zehn Leseexemplaren!

Beantwortet dafür einfach folgende Frage: Würdet Ihr Euch auch diese „Guten-Morgen-App“ herunterladen und bereits vor Eurem ersten Kaffee mit einem Fremden drei Minuten smalltalken?

Liebe Grüße und viel Glück wünscht Euch

 

Schöffling & Co.


150 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Berit Glanz im Netz:

Community-Statistik

in 48 Bibliotheken

auf 9 Wunschzettel

von 17 Lesern aktuell gelesen

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