Der Mörder und seine Biographen

von Bermann und Wollinger 
3,3 Sterne bei3 Bewertungen
Der Mörder und seine Biographen
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Eine gelungene Grundidee, deren Umsetzung leider nicht komplett überzeugen kann

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Ein ungewöhnlicher, poetischer Krimi mit einem überraschenden Ende wie ein Sommergewitter.

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Inhaltsangabe zu "Der Mörder und seine Biographen"

Ein außergewöhnlich heißer Sommer auf einer Mittelmeerinsel. Eine junge Lyrikerin und ein Thrillerautor bekommen den Auftrag, eine Autobiographie zu schreiben. Doch der Auftraggeber bleibt zunächst im Verborgenen. Als sie erfahren, dass es sich um einen international gesuchten Kriegsverbrecher handelt und sie keinesfalls zufällig ausgewählt wurden, beginnt ein Kampf auf Leben und Tod … Ein poetischer Psychothriller, der den Leser in eine fremde und grausame Welt zieht.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9781544063973
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:298 Seiten
Verlag:CreateSpace Independent Publishing Platform
Erscheinungsdatum:05.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    DominicsBücherWelts avatar
    DominicsBücherWeltvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein ungewöhnlicher, poetischer Krimi mit einem überraschenden Ende wie ein Sommergewitter.
    Der Mörder und seine Biographen

    Der Mörder und seine Biographen von Isolde Bermann und Thomas Wollinger ist über CreateSpace Independent Publishing Platform veröffentlicht worden und hat 306 Seiten.
    Inhalt: Die Lyrikerin Kerstin Fuchs und der Thrillerautor Christian Vogler gewinnen den Literaturpreis der Insel M. und sollen die Biographie eines Unbekannten, der Peter genannt wird, schreiben. Dabei bleibt der Auftraggeber und Protagonist der geplanten Biographie während der ganzen Handlung im Verborgenen. Er schwebt aber wie ein Schatten über die Insel und damit durch die Handlung dieses Krimis bis es am Ende zum etwas überraschenden Showdown kommt. Lange Zeit erfährt man nur, dass Peter ein gesuchter Kriegsverbrecher und so etwas wie der Patron der Insel ist, dem alle Inselbewohner sehr verbunden sind. 
    Meinung: Ich habe mir lange Zeit etwas schwer getan mit diesem Krimi, da ich zu Beginn etwas anderes erwartet habe. Dabei haben die Autoren eigentlich keine Fehler gemacht, ganz im Gegenteil, mit wunderbarer Sprache haben Sie mich immer wieder eingefangen und mich ermuntert weiterzulesen. Das habe ich auch bis zum Schluss getan, trotzdem bin ich fast bis zum Schluss nicht ganz in die Geschichte eingetaucht, was zum Teil auch daran lag, dass die Protagonisten so gar nicht sympatisch rüberkommen, und das auch gar nicht wollen. Die Lyrikerin Kerstin Fuchs und der Thrillerautor Christian Vogler haben Ecken und Kanten und passen so gar nicht in mein Klischee von typischen Thrillerprotagonisten. Sie passen auch als "Paar" auch nur sehr schwer zusammen, was ihnen die gemeinsame Arbeit an der Biographie erschwert. Außerdem gibt es da auch noch die Affäre von Kerstin, Milan. Auch er bleibt mir bis zum Schluss verschlossen, bis er sich dann mit großem Knall öffnet zum Grande Finale. Das haben die Autoren so perfekt inszeniert, dass ich plötzlich ganz gefangen war und beschlossen habe, den Roman n9och mal demnächst mit anderer Erwartungshaltung von vorne zu lesen. 
    Dass Städte- und Inselnamen nur mit einem Buchstaben ("M." oder auch "T.") hat für mich den Lesefluss etwas gehemmt. Außerdem gibt es in der Handlung immer wieder größere Längen, denen etwas die Spannung gefehlt hat, die für mich erst zum Schluss noch mal richtig aufkam, als die Handlung wieder etwas Fahrt aufgenommen hat und sich dann toll gesteigert hat bis zum großen Finale. Dieses hat mich wirklich sehr überrascht und war toll geschrieben. Wie auch der ganze Roman toll geschrieben ist, mit einer fantasievollen, wunderschönen Sprache, die den Roman an sich schon sehr lesenswert machen, wenn man mit der entsprechenden Erwartung daran geht. Sehr schön beschrieben sind auch die Arbeiten und Gedankengänge der Lyrikerin Kerstin, wie sie ihre Gedichte entwickelt, dass hat mir sehr gut gefallen.
    Fazit: Für alle die gerne mal einen Thriller lesen, der nicht auf jeder Seite mit großer Action und Knall daherkommt ist der Roman sehr lesenswert. Schon alleine wegen der wunderschönen Sprache des Romans würde ich hier absolut eine Leseempfehlung geben. Ich wünsche allen die sich auf dieses Kunstwerk einlassen, viel Spaß beim Lesen.

     

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    MargaritaKinstners avatar
    MargaritaKinstnervor einem Jahr
    Unheimlich wie ein Gewitter, das sich Zeit lässt.

    Wer sich von einem klassischen Thriller erwartet, dass er unmittelbar (von Seite eins weg quasi), auf schnurgeradem Weg auf einen finalen Höhepunkt zusteuert, dem empfehle ich dann doch eher „Das Paket“ von Fitzek. Welches sehr, sehr vielen gefällt, mich jedoch hat es nicht angesprochen. Ich mag keine Paranoia, ich mag keine Angstzustände, ich mag keine Axt- und Messer schwingenden Mörder und keine Verfolgungsjagden. Sie lesen hier also die Rezension einer Leserin, die Bücher (durchaus auch Krimis und Thriller!) liest, um einzutauchen. Einzutauchen in die Sprache (und diese ist hier wirklich außergewöhnlich gekonnt), in die Stimmung (heiß, flirrend und geheimnisvoll) und nicht zuletzt in  die beiden Protagonisten (Kerstin und Christian). Die klassischen Sympathieträger sind  beide nicht, Kerstin ist ein wenig zu zornig und wehleidig, Christian wiederum ein wenig zu gelassen, aber genau diese Mischung macht das Paar so authentisch. Sympathische Menschen werden überbewertet. Ich ziehe verschrobene Charaktere, die man erst mit den Zeilen lieb gewinnt, vor. Ein solcher ist der Thrillerautor mit seinem roten T-Shirt in jedem Fall. Ein seltsamer Vogler, den man jedoch von Seite zu Seite lieber mag. Trotzdem – und das mag viell. daran liegen, dass ich eine Frau bin – bin ich in die Lyrikerin geschlüpft. Vielleicht, weil man sich dann doch entscheidet. (Vielleicht aber lag es aber auch an Milan, mit dem Kerstin so einige Tage (und Nächte) verbringt… (Ja, es gibt auch eine Urlaubsliebe! Und die hat es in sich!))

    Die Hauptstory ist zu Beginn weniger spannungsgeladen als  unheimlich. Und sehen Sie, das ist es, was mir an „Der Mörder und seine Biographen“ so gefällt. Da hat nicht gleich einer (oder eine) mit dem schrecklichen Ende gewedelt. So, wie die Hitze über dem Asphalt Wellen schlägt, flimmert auch ein „mulmiges Gefühl“ über den ersten Kapiteln. Als Leser*in spürt man von Anfang an, dass mit dem Örtchen namens M. etwas nicht stimmt. Aber was ist es?

    Thriller unterscheiden sich voneinander wie Gewitter.  Es gibt jene heftigen Unwetter, die unmittelbar einsetzen, viel an Blitzen zu bieten haben und schnell wieder vorüber sind. Der vorliegende Thriller beginnt mit einem unheimlichen Grollen, das schließlich einen ganzen Nachmittag lang über den Hügeln schwebt bevor es sich mit einem Knall entlädt. Man bereitet sich vor. Man holt die Wäsche und die Stühle rein. Man schließt die Fensterläden. Man weiß nicht, was da auf einen zukommt, aber man ahnt, dass es heftig werden könnte. Man blättert mit zunehmender Gänsehaut weiter. Und tatsächlich schlägt der Blitz als  Wende ein und lässt einen am Schluss sprachlos und zornig zurück. Der Zorn gilt jedoch weder Isolde Bermann noch Thomas Wollinger. Denn die haben den Schluss perfekt inszeniert.

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    StephaniePvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine gelungene Grundidee, deren Umsetzung leider nicht komplett überzeugen kann
    Der Mörder und seine Biographen

    Kerstin Fuchs, eine junge deutsche Lyrikerin und Christian Vogler, ein deutscher Thrillerautor gewinnen ein Literaturstipendium und werden daher über den Sommer auf die Mittelmeerinsel M eingeladen. Als sie dort angekommen sind erfahren sie, dass sie über die Insel M schreiben und für ihren Auftraggeber eine Autobiographie verfassen sollen.  Lange Zeit bleibt der Auftraggeber im Verborgenen. Kerstin und Christian treffen auf viele Bewohner der Insel, welche sehr geheimnisvoll wirken. Diese Inselbewohner deuten immer wieder an, dass es einen Herrscher auf der Insel gibt. Nach einiger Zeit stellen die Autoren fest, dass es sich bei diesem um einen gesuchten Kriegsverbrecher handelt und er selbst die Gewinner des Stipendiums gewählt hat. Bald beginnt sowohl für Kerstin als auch für Christian ein Kampf um ihr Leben.

    „Der Mörder und seine Biographen“ ist ein poetischer Psychothriller. Neben den Elementen eines Thrillers finden sich auch immer wieder Gedichte (beispielsweise von der Protagonistin Kerstin Fuchs) im Buch. Der Klappentext ist sehr gelungen. Er verrät nicht zu viel von der Handlung und macht Lust auf das Lesen.

    Isolde Bermanns und Thomas Wollingers Psychothriller „Der Mörder und seine Biographen“ konnte mich persönlich leider nicht komplett überzeugen. Die Handlung war mir persönlich zum Teil etwas zu verwirrend und unlogisch. Zudem gab es mir zu viele Längen. Die Spannung konnte erst sehr spät im Buch aufgebaut werden und konnte dann leider auch nicht durchgehend gehalten werden.

    Das Buch ist in einem Text ohne eine Unterteilung in einzelne Kapitel geschrieben. Dieser Umstand hat die Handlung sehr verwirrend gemacht. Durch die fehlenden Kapitel hatte ich große Probleme die einzelnen Szenen zeitlich und örtlich zuzuordnen und nach jeder Lesepause, hatte ich anschließend Probleme zurück in die Handlung zu kommen.

    Besonders gut gefallen hat mir, dass immer wieder Gedichte in die Handlung eingeflossen sind, da eine der Hauptfiguren ja eine Lyrikerin ist. Diese Gedichte haben die Handlung immer wieder aufgelockert. Auch der Showdown war sehr gut beschrieben und konnte mich wirklich überzeugen.

    Die Charaktere waren zwar ausreichend beschrieben, dennoch wurde mir niemand wirklich sympathisch, was leider zur Folge hatte, dass ich mit den einzelnen Protagonisten nicht mitfiebern konnte.

    FAZIT:

    „Der Mörder und seine Biographen“ hat eine wirklich gute Handlung, deren Umsetzung MICH PERSÖNLICH  leider nicht hundertprozentig überzeugen kann. Durch die fehlende Unterteilung in einzelne Kapitel konnte ich der Handlung nicht immer folgen, wodurch sie schnell ziemlich verwirrend war. Zudem zog sich die Handlung ziemlich lange bis Spannung aufkam. Deshalb kann ich leider nur 3 Sterne vergeben.

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    I
    Liebe Leserinnen und Leser,

    wir, Isolde und Thomas, haben gemeinsam einen Roman geschrieben, den wir als "poetischen Psychothriller" bezeichnet haben. Der Inhalt in Kürze:

    Ein außergewöhnlich heißer Sommer auf einer Mittelmeerinsel. Eine junge Lyrikerin und ein Thrillerautor bekommen den Auftrag, eine Autobiographie zu schreiben. Doch der Auftraggeber bleibt zunächst im Verborgenen. Als sie erfahren, dass es sich um einen international gesuchten Kriegsverbrecher handelt und sie keinesfalls zufällig ausgewählt wurden, beginnt ein Kampf auf Leben und Tod …
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