Bernadette Gilbertas

 4.4 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Island, Australien und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Von Chaos zu Eden
Neu erschienen am 10.10.2018 als Hardcover bei Knesebeck.

Alle Bücher von Bernadette Gilbertas

Bernadette GilbertasIsland
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Island
Island
 (4)
Erschienen am 15.02.2017
Bernadette GilbertasAustralien
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Australien
Australien
 (1)
Erschienen am 06.10.2014
Bernadette GilbertasVon Chaos zu Eden
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Von Chaos zu Eden
Von Chaos zu Eden
 (0)
Erschienen am 10.10.2018
Bernadette GilbertasNATURE
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
NATURE
NATURE
 (0)
Erschienen am 01.09.2005

Neue Rezensionen zu Bernadette Gilbertas

Neu
R_Mantheys avatar

Rezension zu "Island" von Bernadette Gilbertas

Ein sehr schönes, informatives, aber auch merkwürdig gespaltenes Buch
R_Mantheyvor 3 Jahren

Von Nordwesten bis Südosten durchzieht Island eine für das menschliche Auge unsichtbare Trennlinie. Hier treffen die eurasische und die nordamerikanische Platte aufeinander. Die Energie, die bei diesem Kampf der Giganten entsteht, entlädt sich immer wieder an der Oberfläche in gewaltigen Vulkanausbrüchen. Gewöhnlich entziehen sich größere Veränderungen der Erdoberfläche unserer Wahrnehmung, weil ihre Geschwindigkeit im Verhältnis zur menschlichen Lebensspanne einfach zu gering ist, um unsere Aufmerksamkeit zu erwecken.

Auf Island erscheinen solche Abläufe in der Zeit gerafft zu sein. Straßen und Brücken können über Nacht verschwinden, neues Land entsteht, altes Gebiet verändert sich. Dieser Bildband vermittelt viele außergewöhnliche Eindrücke einer einmaligen und fortdauernden Komposition der Natur. Während sich anderswo das pralle Erdenleben in seiner grandiosen Reichhaltigkeit entfaltet, dominiert auf Island die Kargheit einer fast leeren und sich ständig verändernden Landschaft.

Doch auch die scheinbare Ödnis hat ihre unvergleichlichen Reize und entwickelt nie gesehene Farbspiele, die auch durch das besondere Licht im hohen Norden erzeugt werden. Zu ihr gesellen sich Gemälde gewaltiger Kämpfe zwischen den Elementen Feuer und Wasser. Zwei Drittel des Buches bestehen nur aus solchen Farbfotografien. Dabei steht weniger Island als touristisches Ziel im Vordergrund, sondern einzig die Farb- und Formenspiele, die man dort in der Natur findet.

Oliver Grunewald fotografierte diese "mystischen Landschaften ... : unberührte Orte, die man in keinem Reiseprospekt findet, Natur, die beeindruckt in ihrer atemberaubenden Kraft." Und man ist in der Tat fasziniert von dieser eigenartigen Schönheit.

Im letzten Drittel schlägt das Buch dann eine völlig andere Richtung ein, die man gar nicht mehr erwartet hatte. Denn bislang blieben alle Zeugnisse menschlicher Besiedlung auf Island auf den Fotografien ausgespart. Nun folgt ein Textteil, der immer wieder durch Schwarz-Weiß- Fotos von Bodenstrukturen unterbrochen wird, die nicht zu den Texten passen wollen. Er soll uns die "Seele Islands" nahe bringen.

Nach einem einführenden Text kommen acht Isländer mit gut geschriebenen Artikeln zu Wort, die uns mit Island und seine Menschen intensiver bekannt machen wollen. Und das gelingt ebenfalls sehr gut. Zum Beispiel erfährt man, dass viele Isländer ihre eigene Insel nicht kennen und sich entsprechend merkwürdig verhalten. Islands Bewohner seien inzwischen Stadtmenschen. Die Zahl der Bauern und Fischer schrumpft, die Höfe werden immer größer. Vielleicht rührt daher die Entfremdung.

Überraschenderweise sind die Isländer, wenn man es pro Kopf berechnet, die größten Umweltsünder der Welt. Das liegt alleine an den Aluminiumwerken, die man hier ansiedelte, weil die Energie auf Island billig ist. Früher wuchsen auf Island Bäume. Nur wurden sie von den ersten Siedlern zum Häuserbau verwendet und fielen dann einem Raubbau zum Opfer. Inzwischen wird wieder aufgeforstet, auch weil sich die klimatischen Verhältnisse nun wieder früheren Zeiten annähern.

So lehrreich und interessant diese Texte auch sind, so merkwürdig ist die Spaltung des Buches in einen Bildteil, der keinen einzigen Beweis einer menschlichen Besiedlung der Insel dokumentiert, und einen Textteil, der sich Islands gesellschaftlicher Entwicklung verschreibt.

Fazit.
Ein im Grunde sehr schönes und informatives Buch, in dem allerdings Bild- und nachfolgender Textteil nicht wirklich zueinander passen wollen.

Kommentieren0
3
Teilen
ForeverAngels avatar

Rezension zu "Australien" von Bernadette Gilbertas

Australien
ForeverAngelvor 4 Jahren

Australien. Kein Reiseziel reizt mich so sehr wie der fünfte Kontinent, und keines ist schwieriger zu erreichen. Eine Reise ans andere Ende der Welt, wo der Winter zum Sommer und die Nacht zum Tag wird. Bei "Australien" denke ich automatisch an "Down Under", an "Outback" und an "Känguru". Doch dieser Kontinent hat noch so unendlich viel mehr zu bieten.


Bernadette Gilbertas und Olivier Grunewald zeigen mit liebevollen Texten und atemberaubenden Bildern, wie vielfältig und abwechslungsreich Australien ist. Dschungel und Wüste, Küsten und Wälder, Metropole und verlassenes Niemandsland. Alte Kulturen und moderne Lebensweisen. In Australien kommen unglaublich viele Gegensätze zusammen und vor allem die wollten Gilbertas und Grunewald mit diesem Bildband einfangen - was ihnen auf spektakuläre Art und Weise gelungen ist.


Die intensiven Fotos laden zum Staunen und Träumen ein, sie faszinieren, sie überrasche, sie verzaubern. Wer diesen Bildband durchblättert wird vom Fernweh gepackt. Australien hatte auf mich schon immer einen ganz besonderen Reiz, vielleicht auch, weil es so weit entfernt ist. Dieser Bildband, diese Fotos, bestätigen mich nur in meinem Traum, diesen Kontinent einmal zu besuchen.


Das Layout in den National Geographic Bildbänden empfand ich bisher nie als optimal und auch hier denke ich manchmal, dass Platz verschwendet wurde. Dennoch stehen die Fotos im Vordergrund und bekommen den richtigen Fokus. Manche Bilder hätte ich mir größer gewünscht. Andererseits sind auch die Reportagen überaus interessant.


Mit diesem Bildband setzt man sich am besten in Ruhe hin und gibt sich ganz seinnem Fernweh und seinen Tagträumen hin. Und vielleicht findet der eine oder andere hier ja auch Anregungen für seinen nächsten Urlaub. Ich jedenfalls wurde verzaubert. 

Kommentieren0
6
Teilen
M

Rezension zu "Island" von Bernadette Gilbertas

Rezension zu "Island" von Bernadette Gilbertas
michael_lehmann-papevor 7 Jahren

Opulenter Bilderreigen

Island ist im Kommen. Literarisch auf jeden Fall. Nicht nur, weil Island Ehrengast der diesjährigen Frankfurter Buchmesse war, sondern vor allem, weil gerade in den letzten Monaten eine Vielfalt und Vielzahl an Büchern isländischer Autoren erschien. Vom Thriller bis zum Roman, von einer Landesbetrachtung bis zu alten Frauen, die in einer Garage auf den Tod warten.

Wer durch die vielfachen Schilderungen von Land und Leuten, Landschaften und Stadtbildern im Rahmen dieser Bücher bisher bereits angeregt war und neugierig auf dieses kleine Land mit seinem besonderen Flair und seiner doch andersartigen Art zu leben auch, der erhält nun in bester Weise durch diesen opulenten Bildband einen qualitativ hochwertigen und vielseitigen visuellen Eindruck der vielfältigen Landschaft Insel.

Anders als in reinen Bildbänden ist in diesem Buch der Textteil durchaus ausgeweitet vorliegend. Was die Bilder nicht leisten (Eindrücke von Menschen, Städten, Lebensweise und Zivilisation), bringen die Texte desto deutlicher zum Ausdruck. Einen Einblick in die Art der Isländer. Das LEebnd er Landwirte auf dieser doch auch im Wetter extremen Insel, einen Einblick in die hohe (und gepflegte!) Individualität der Isländer, ein kleiner Blick auf die Verwurzelung der Elfen in der isländischen Erzählkunst, aber auch das moderne Leben wird erwähnt, die Lebenssituation vieler Isländer, die zum einen sich, als gesamtes Volk fast, der Kunst zugewandt fühlen, zum anderen aber in einem solch kleinen Land natürlich nicht alle von der Kunst leben können, somit „mehrere Persönlichkeiten“ in sich vereinen und eben mehrer Tätigkeitsfelder bedienen. Auf der Basis eines hervorragenden Schulsystems.

Vielfache einprägsame Landschaftsbilder von stummen Gletschern, Nordlichtern, dunklen Tagen und Hellen Nächten, ausbrechenden Vulkanen, rauen Bergen und weitem Meer (samt Fischen und Fischfang) weisen den Betrachter visuell auf die „Seele Islands“ hin, während vielfältige Texte in allerdings eher knapper Form die Geschichte der Insel, die Lebensart zwischen Arktis und gemäßigt und die Freuden (und Härten) des Lebens auf der Insel näher erläutern (und damit einen textlichen Zugang zur „Seele Islands“ liefern.

Die eindrucksvolle Bilder stehen dabei natürlich, wie in jedem Bildband von National Geographic, deutlich im Vordergrund. Ein wenig schade ist es schon, dass sich die Autoren auf reine Landschaftsbilder beschränken, ein wenig mehr auch visuellen Einblick in das alltägliche Leben, die Städte und vielen, vielen kleinen Ortschaften Islands wäre durchaus interessant (und wünschenswert) gewesen.

Doch trotz dieses (kleinen) Mankos ist das Buch dem neugierigen Leser zu empfehlen, um ein stückweit mehr zu verstehen, wie Natur und Menschen auf Island „ticken“ und warum die Isländer quasi „geborene Geschichtenerzähler“ sind.

Kommentieren0
7
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 6 Bibliotheken

auf 1 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks