Bernadette Németh

 4.6 Sterne bei 92 Bewertungen
Autor von Der zweite Blick, Elmedin und der Zaubertukan und weiteren Büchern.
Bernadette Németh

Lebenslauf von Bernadette Németh

Bernadette Grohmann-Németh (Künstlername: Bernadette Németh) ist eine österreichische Schriftstellerin. Sie wurde 1979 in Wien geboren und arbeitet als Autorin, Journalistin und Ärztin. Sie gewann zahlreiche Literaturpreise, mehrere ihrer Texte wurden in Literaturzeitschriften veröffentlicht. Bernadette Németh schreibt Belletristik, Prosa, Lyrik, Kinder-, Jugend- und Sachbücher.

Alle Bücher von Bernadette Németh

Der zweite Blick

Der zweite Blick

 (47)
Erschienen am 19.04.2010
Elmedin und der Zaubertukan

Elmedin und der Zaubertukan

 (23)
Erschienen am 31.08.2018
Der Rest der Zeit

Der Rest der Zeit

 (21)
Erschienen am 16.01.2017
Wunschnovelle

Wunschnovelle

 (0)
Erscheint am 01.05.2020

Neue Rezensionen zu Bernadette Németh

Neu

Rezension zu "111 Orte für Kinder in Wien, die man gesehen haben muss" von Bernadette Németh

Begegnungen jenseits der Klischees
Mamaofhannah07vor 2 Monaten

111 Orte für Kinder in Wien die man gesehen haben muss der etwas andere Reiseführer von Bernadette Nemeth, erschienen im Emons Verlag

Wien mit Kindern? Ja, unbedingt! Und mit diesem bunten, quirligen Buch voll fantsievoller Empfehlungen und machbaren Abenteuern, erst recht!

Ein Inhaltsverzeichnis und ein Stadtplan mit allen nummerierten Sehenswürdigkeiten sowie Plätzen zum Toben und Verweilen rahmen die Empfehlungen auch abseits der Touristenzentren ein. Viele Tipps , Öffnungszeiten und Erreichbarkeit runden die detailierten Informationen ab. Farbe spielt eine grosse Rolle im Buch. Alles ist abgesetzt, gekennzeichnet, comicartig markiert und in 111 lebendige Schauplätze mit je einer Doppelseite unterteilt. Das Geschriebene zeugt von einer präzisen Recherche und vermittelt Wissen, gibt Einblicke in zahlreiche, historische Hintergründe. Ganz viele tolle, passende Fotos und Anmerkungen runden den informativen Text ab. Auf 230 Seiten kommt man der äußerst lebenswerten Stadt, Wien unheimlich nah. Verschiedene Interessen von Gross und Klein werden hier unter einen Hut gebracht. Lust auf Abenteuer und Aktivsein werden beim Lesen unmittelbar geweckt. Entspannungs- und Ruhepole im Kinder-Spiel-Cafe, Natur für Aktive und Entdecker, Kunst und Malerei zum Anfassen für Atelierliebhaber, Museen, Bademöglichkeiten, verschiedenste Spielplätze, kulinarische Höhepunkte auch für kleine Kindergaumen, skurrile Kuriositäten und ganz banale Einfachheiten finden sich gebündelt zwischen zwei lustigen Buchdeckeln.

Mit diesen wertvollen Tipps, Geheimnissen und dem Ideenreichtum von Bernadette Nemeth wird die Frage: "Und was machen wir heute?" für kleine und große Kindern ganz schnell beantwortet. Das ist die Lektüre gegen Langeweile. Schon beim Anschauen bekommt man Lust auf diese einmalig schöne Stadt. Man ist bestens gerüstet und möchte am liebsten gleich alles ausprobieren. Auch mich hat es gepackt und unsere Familie wird Wien einen Besuch abstatten, in eine Metropole, die auch dem Nachwuchs so viel zu bieten hat. Bernadette Nemeth und ihre 111 kindgerechten Orte sind natürlich mit dabei!

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Rezension zu "Der Rest der Zeit" von Bernadette Németh

"Sollbruchstellen der Harmonie"
Thomas_Lawallvor 4 Monaten

Die aktuelle Situation entwickelt sich für Tünde immer mehr zu einem Alptraum. Als hätte sie in ihren zurückliegenden Jahren nicht schon genug ertragen müssen. Sie denkt an ihre Schwangerschaft, als wäre es gestern gewesen. Während ihrer Arbeit im Spital begegneten ihr täglich "die hohläugigen Frauen nach den Fehlgeburten". Ihr als Ärztin könnte so etwas natürlich nicht passieren.

Doch eines Tages änderte eine Ahnung, "leise, wie der Flügelschlag des Todes", alles. Die Hebamme tat, was sie tun musste und sprach ihr Trost zu, doch Tünde war sich sicher, keinen Kontakt mehr zu ihrem Baby zu spüren: "Es ist so still, als sei eine Funkverbindung gekappt." Der Tod ihres ungeborenen Kindes war, nach dem Tod ihres Vaters, die zweite emotionale Breitseite in jenem Jahr. 

Doch auch die Gegenwart zeigt für Tünde keine Gnade. Nach einer Tomographie wird ein "großer medialer Bandscheibenvorfall" diagnostiziert. Sie registriert, fast schon in Trance, die Bilder ihrer Wirbelsäule, die wie ein Hochhaus aussieht, "dessen oberes Stockwerk gerade einbricht". Das Rückenmark ist gequetscht und geknickt, weshalb sofort operiert werden muss. Erste Lähmungserscheinungen bringen Tünde an den Rand der Verzweiflung ...

Und Leserinnen und Leser ebenfalls, denn es hat schon etwas von einem beängstigenden Realismus, wie Bernadette Németh Situationen beschreibt und damit gleichzeitig ihre Hauptdarsteller charakterisiert. Die Kraft ihrer Metaphern entwickelt eine Vehemenz, die körperlich spürbar ist. 

Doch die zweiunddreißigjährige Ärztin ist keineswegs die einzige Hauptfigur des Romans. In zahlreichen Rückblenden stellt uns die Autorin Tündes Geschwister Adam und Melinda vor. Auch den Eltern spricht sie eine maßgebliche Rolle zu, indem sie deren spannende Lebensgeschichte erzählt, die in Ungarn begann.

Adam und Melinda sind ebenfalls nicht auf der Sonnenseite des Lebens unterwegs. Bernadette Németh schildert deren Leben im partnerschaftlichen Bereich als ein Sammelsurium von Irrtümern, Missverständnissen und Bergen aus unausgesprochenen Wünschen, Vorstellungen und persönlichen Irrwegen. Trotz den Gebirgen aus Lebenslügen und den sich daraus ergebenden falschen Hoffnungen und Erwartungen kommen aber Humor und knisternde Erotik nicht zu kurz.

Ernüchternd und erschreckend erscheint das gesamte Szenario dennoch, doch die erzählerische Kraft der Autorin steht als Gegenstück dazu. Man mag nicht glauben, dass alles im "Der Rest der Zeit" Fiktion ist. Der Rezensent möchte sich deshalb etwas aus dem Fenster lehnen und unterstellen, dass hier eine ganze Menge "echtes" Leben eingeflossen ist. Egal, ob es sich nun um Zustände in gewissen österreichischen Krankenhäusern der jüngeren Vergangenheit handelt, wo die Geduldsfäden von Turnusärzten eine fast unverständliche, in jedem Fall aber überdimensionale Stabilität erforderten, die Flucht des siebzehnjährigen Vaters zur Zeit des Ungarischen Volksaufstandes 1956, Erinnerungen an Jugend und Kindheit, und all den menschlichen Erfahrungen rund um eigene Kinder, Berufsleben und Partnerschaft. Vielleicht dürfen sogar autobiografische Versatzstücke vermutet werden.

Während andere Bücher der reinen Unterhaltung dienen, geht die österreichische Journalistin, Ärztin und Schriftstellerin einen beschwerlicheren Weg. Das ist keine flachgestrickte, ach so leicht zu lesende Geschichte, sondern man darf allenthalben über die Stärke des schon zitierten Ausdrucks staunen. An die Grenzen des Erträglichen führen hochsensibel formulierte Einblicke in den Krankenhausalltag, insbesondere wenn sie die Türen zur Kinderchirurgie öffnen. 

Lachen ist trotzdem erlaubt, beispielsweise über jenen ungarischen Verkehrspolizisten und seiner Forderung nach einem "Först-Ä-Kit", die zwei Seiten später nachdrücklich geschilderte Fahrtwindstudie, oder einem Beischlaf, nach Süden ausgerichtet und mit einer Akupunkturnadel im Kopf.

Zu viel verraten darf und soll man ja nicht, aber einige Andeutungen müssen noch erlaubt sein. Das Buch lehrt uns viel über "Biotope voller Krankheit und Tod", "Sollbruchstellen der Harmonie" oder über "Kapriolen des Schicksals", welches ein "Taschenspieler" ist. Großes Kino entsteht auch, wenn die junge Turnusärztin Tünde ihren ersten Toten auf Station beklagen muss. Was sie sich an Vorstellungen und Ängsten einst vorstellte, zeigt in der realen Situation überraschenderweise ein völlig anderes Gesicht.

Als Manko des Buches könnte man die (fast zu) ausführlichen Schilderungen der beinahe exzessiven Verstrickungen der Protagonisten in ihre Befindlichkeiten bezeichnen. Hin und wieder fragt man sich, welche Sackgassen denn nun als nächstes beschritten werden, ohne dass man endlich einmal etwas ändert, um dem Sumpf aus permanenten Schuldgefühlen zu entkommen. 

Die marginalen Einwände ändern aber keineswegs etwas am Fazit. "Der Rest der Zeit" wagt eine Sektion versteckter, familiärer Zusammenhänge, die alles und jeden unmittelbar steuern, die Offenlegung einer Art Fahrplan für Lebensgestaltungen und -entwicklungen. Spannend ist herauszufinden, inwieweit wir Herr unserer Sinne sind oder vorgezeichneten Skizzen folgen. Kann ein Ausweg im Erkennen dieser Muster liegen?

Im hektisch-oberflächlichen Literaturbetrieb und dem Ozean von Neuerscheinungen ein wahrer Lichtblick und ein Fels in der Brandung.

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Rezension zu "Elmedin und der Zaubertukan" von Bernadette Németh

Angst vor Spritzen? Nicht wenn man Elmedin trifft...
angel1843vor einem Jahr

Rico, ein kleiner Tukan, flieht aus dem Zoo und landet in einem Kinderspital wo er Elmedin dem Spitalsgeist begegnet. Dieser nimmt ihn als Assistenten auf und gemeinsam machen sie den Kindern Mut…

Die Geschichte um den kleinen Tukan Rico der gemeinsam mit Elmedin den Kindern die Angst vor dem Krankenhausaufenthalt nimmt, ist nicht nur kindlich geschrieben, sondern auch wunderbar illustriert. Jedes Kind und auch jeder Erwachsene fühlt sich bei dieser süßen Geschichte wunderbar aufgehoben und auch zurückerinnert. Man fühlt mit den Kindern und würde am liebsten selbst helfen ihnen die Angst zu nehmen…

Die Geschichte um Elmedin und dem Zaubertukan gehört in jedes Bücherregal und sollte im Falle von Angst - wie z. B. bei Krankenhausaufenthalten - bei den Kleinen, hervorgeholt und erzählt werden. Vielleicht nimmt es den Einen oder Anderen die Angst vor Spritzen, etc.

Fazit: Eine wundervolle Geschichte für Groß und Klein…

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Gespräche aus der Community

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Guten Tag! Ich verlose wieder drei Rezensionsexemplare von "111 Orte für Kinder in Wien die man gesehen haben muss" :) Schreibt mir bitte, wieso ihr ein Buch gewinnen wollt und wo ihr es rezensieren könntet - und was man in Wien "auf Sisis Spuren jagen" kann: 1) Wildschweine, 2) Lipizzaner , oder 3) Torten     Ich freu mich auf euch! LG, eure Bernadette
F
Letzter Beitrag von  Fabelhafte_Buecherweltvor 3 Tagen
Danke! :) Das freut mich und ich bin schon sehr gespannt auf das Buch :)
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Liebe LB-Community! Wart ihr schon mal in Wien? Ich verlose eines meines neuen Buches "111 Orte für Kinder in Wien die man gesehen haben muss" (Emons Verlag; erscheint am 21.3.2019)  und würde mich im Gegenzug sehr über eine Rezension freuen! Beantwortet die Frage und schreibt mir kurz, warum ihr gerne das Buch gewinnen möchtet! Herzliche Grüße, Eure Bernadette Németh
Zur Buchverlosung
Liebe LeserInnen! Ich starte eine Leserunde zu meinem "Mut-mach-Buch" für kranke Kinder im Spital, das demnächst neu aufgelegt wird!
Zur Leserunde

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in 85 Bibliotheken

auf 19 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

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