Bernadette Németh

 4,6 Sterne bei 154 Bewertungen
Autorin von Der zweite Blick, Der Rest der Zeit und weiteren Büchern.
Autorenbild von Bernadette Németh (©Sabine Klimpt)

Lebenslauf

Bernadette Grohmann-Németh (Künstlername: Bernadette Németh) ist eine österreichische Schriftstellerin. Sie wurde 1979 in Wien geboren und arbeitet als Autorin, Journalistin und Ärztin. Sie gewann zahlreiche Literaturpreise, mehrere ihrer Texte wurden in Literaturzeitschriften veröffentlicht. Bernadette Németh schreibt Belletristik, Prosa, Lyrik, Kinder-, Jugend- und Sachbücher. Website: www.bernadette-nemeth.com

Neue Bücher

Cover des Buches Im Schatten der Kraniche (ISBN: 9783990296998)

Im Schatten der Kraniche

Erscheint am 01.01.2026 als Gebundenes Buch bei Wieser Verlag.

Alle Bücher von Bernadette Németh

Cover des Buches Der zweite Blick (ISBN: 9783969710081)

Der zweite Blick

(47)
Erschienen am 01.12.2021
Cover des Buches Der Rest der Zeit (ISBN: 9783903091238)

Der Rest der Zeit

(34)
Erschienen am 16.01.2017
Cover des Buches Elmedin und der Zaubertukan (ISBN: 9783902625748)

Elmedin und der Zaubertukan

(30)
Erschienen am 31.08.2018
Cover des Buches Neusiedler Tod (ISBN: 9783839206331)

Neusiedler Tod

(12)
Erschienen am 14.02.2024
Cover des Buches Wunschnovelle (ISBN: 9783990162705)

Wunschnovelle

(3)
Erschienen am 14.08.2024

Neue Rezensionen zu Bernadette Németh

Cover des Buches Der Hirsebrei (ISBN: 9783314005978)
Aischas avatar

Rezension zu "Der Hirsebrei" von Bernadette Németh

Aischa
Mitgefühl wird belohnt

"Der Hirsebrei" ist ein warmherzig gestaltetes Bilderbuch, das sich besonders als Vorlese- und Gesprächstext in der Advents- und Weihnachtszeit eignet. Die Illustrationen schaffen eine orientalisch anmutende Atmosphäre, die Zeichnungen wirken weich und warm, sie laden Kinder dazu ein, in die Szenerie einzutauchen und Details zu entdecken.

Die Erzählung ist klar und zugänglich gehalten, weshalb sich das Buch gut für Kinder ab etwa sechs Jahren eignet. Zentral ist die deutliche, leicht verständliche Kernbotschaft: Habt Mitgefühl mit Menschen in Not und helft ihnen, ganz gleich woher sie kommen. Diese moralische Klarheit macht die Geschichte zu einem geeigneten Impulsgeber für Gespräche über Empathie und Nächstenliebe. 

Ein Punkt, der mir weniger gefallen hat, ist eine erzählerische Abweichung von der klassischen biblischen Weihnachtsdarstellung: Jesus wirkt bereits als wenige Stunden alter Säugling ein Wunder. Diese Darstellung verändert die traditionelle Lesart der Weihnachtsgeschichte ein Stück weit. Trotzdem bleibt die Hauptbotschaft — Mitgefühl zeigen und helfen — unverkürzt und kraftvoll erhalten. Auch schön ist, dass ein kleiner Junge der moralische Held der Geschichte ist und nicht etwa einer der Erwachsenen Protagonisten.

Fazit: Der Hirsebrei ist ein atmosphärisch dichtes, schön illustriertes Bilderbuch, das sich gut für Kinder ab circa sechs Jahren eignet. Kleine Einwände bei der theologischen Nuancierung ändern nichts daran, dass das Buch eine klare, wichtige Botschaft transportiert und sich als Vorlesebuch in der Adventszeit sehr gut eignet. Meine Empfehlung für alle, die warme, detailreiche Bilder und eine klare, empathiefördernde Erzählung suchen.

Cover des Buches Neusiedler Tod (ISBN: 9783839206331)
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Neusiedler Tod" von Bernadette Németh

Bellis-Perennis
Hat mich zwiegespalten zurückgelassen

Journalistin Laura steht vor den Trümmern ihres Lebens: Job weg und der Freund hat eine andere. Also begibt sie sich zu ihrer Freundin an den Neusiedlersee, um sich endlich den langgehegten Wunsch, einen Reiseführer rund um den Neusiedlersee zu schreiben, zu erfüllen.  

Doch es kommt anders als sie denkt. Während ihrer Suche nach interessanten und unbekannten Orten für ihr Buch findet sie im Schilf des Sees Leichenteil. Dass die ausgerechnet direkt an der Grenze zu Ungarn liegen, erleichtert die Ermittlungen nicht. Natürlich gerät Laura in den Fokus beider Ermittlungen, was dazu führt, eigenmächtig Nachforschungen anzustellen.  

Dass diese weder der Polizei diesseits und jenseits der Grenze, noch einigen dubiosen Gestalten, die ihr eigenes Süppchen kochen, gefällt, ist klar.  

Meine Meinung: 

Ich kenne von Bernadette Németh die im Emons-Verlag erschienenen Reiseführer der 111er-Reihe, daher war ich auf diesen Krimi, der am Neusiedlersee spielt neugierig. Leider lässt er mich ein wenig zwiegespalten zurück.  

Die vielen Informationen zu unter anderem Botox und der Vogelwelt am, als Meer der Wiener bezeichneten, Steppensee haben mir ebenso gut gefallen wie die Probleme, die wegen des schwankenden Wasserstandes und der Maßnahmen dagegen (Stichwort Einserkanal) gibt. Da werden der Leserschaft interessante Details wie der unterirdische Mineralwassersee oder der Steinbruch von St. Margarethen (abseits der Festspiele) näher gebracht. Das wird alles recht glaubhaft und durchaus fesselnd erzählt. Hier ist die Autorin in ihrem Element. Besonders die Einzelheiten aus Lauras Job in der Medizinerbranche sind sehr gut beschrieben. Das ist allerdings kein Kunststück, ist doch Bernadette Németh im Brotberuf Ärztin.  

Von der Krimihandlung bin ich leider nicht so begeistert. Irgendwie taumeln die Protagonisten, egal ob sie eine große oder kleine Rolle spielen, durch die Seiten. Sie wirken allesamt blass. Laura, die Hauptperson, erscheint ein wenig depressiv, kleinmädchenhaft und schusselig. Ja, der beinahe gleichzeitige Verlust von Job und Freund, inklusive der Wohnung in Wien, schmerzt und eine Auszeit scheint angebracht. Doch ausgerechnet bei einer Freundin, einer Anwältin, die ein wenig in den Tag hineinlebt und problematische Männerbeziehungen pflegt? Und dass sie sich gleich wieder verliebt, erscheint mir unglaubwürdig. Nun, jede Frau geht mit Liebeskummer und Enttäuschung anders um. 

Auch das drumherum hätte durchaus fesselnder gestaltet und erzählt werden können. Es geht irgendwie gemächlich zu, auch wenn dazu überhaupt kein Grund besteht. Die Querelen auf der burgendländischen Polizeidienststelle, wo einem Mitarbeiter mit der Entlassung gedroht wird, grenzen an Mobbing und zeugen von schlechter Menschenführung. Dass dann ausgerechnet der angeblich so unfähige Mitarbeiter den Fall zu einem guten Ende bringt, passt dann allerdings wieder. 

Fazit:

Für den sachlich, fachlich und touristischen Teil dieses Romans vergebe ich gerne 5 Sterne, die Krimihandlung hat mich nicht überzeugt. Daher gibt insgesamt 3 Sterne.

Cover des Buches Wunschnovelle (ISBN: 9783990162705)
Thomas_Lawalls avatar

Rezension zu "Wunschnovelle" von Bernadette Németh

Thomas_Lawall
Szenen einer Begegnung

Hugo "Müri" Mühlbach ist Pianist. Während eines Konzerts im Wiener Musikvereinssaal tut sich unerwartet Seltsames. Ein diffuses Gefühl der Angst stellt sich ein und versetzt ihn in die Zeit der Fieberschübe seiner Kindheit. Von einem befreundeten Arzt in Wien verspricht er sich Aufklärung und Hilfe.

Luisa ist mit ihrem Leben alles andere als zufrieden. Die ehemalige Eiskunstläuferin arbeitet nach einem Studium der Publizistik bei der Musikzeitschrift "Tonspuren" als Journalistin. Dies lenkt sie von der Erkenntnis ab, ein "hohles Gefäß" geworden zu sein, "für ihren Mann, aber auch für das Leben".

Das, was die kurz vor ihrem 38. Geburtstag stehende Luisa fühlt und erlebt, dürfte bei weitem kein Einzelfall sein. Diese Figur steht stellvertretend für viele Frauen, deren Lebensentwurf sich allmählich in seine Bestandteile auflöst. Und wenn man ganz unten liegt, fällt das Aufstehen besonders schwer, geschweige denn, aus dem bestehenden System auszusteigen. Viele Frauen dürften davon ein Lied singen können. (Apropos Lied: Ein gewisser Bezug besteht zu einer Komposition des US-amerikanischen Komponisten Shel Silverstein, worauf die Autorin am Ende [zu] kurz eingeht.)

Bleischwer und niederschmetternd gestalten sich die ersten Seiten der Geschichte, denn hier treffen sich Fiktion und Realität auf unangenehme, aber authentische Weise, da das Thema Doppelbelastung ja nicht nur im Roman viele Frauen umtreibt. Neben dem Beruf gibt es immer noch die Hausarbeit, jene "unterbewertete Schufterei, die dann doch immer an den Frauen hängenblieb". Für Luisa ist es aber leider nicht das einzige Problem.

Aber auch für Hugo stehen die Zeichen der Zeit unter keinem guten Stern, aber wie es das Schicksal so will, kreuzen sich ihre Wege. Diese Wegkreuzung gestaltet sich wie eine Szene aus einem Hollywoodstreifen. Man könnte das auch als einen arg konstruierten Zufall nennen, doch wer alt genug ist, weiß, dass sich im "wahren" Leben mitunter ganz andere Zufälle ergeben.

Ab jetzt überschlagen sich die Ereignisse jedenfalls, was Bernadette Németh sehr gut und ausführlich in Szene setzt. Mit treffsicheren Charakterisierungen spart sie nicht, und mit ihrer Neigung, das Seelenleben ihrer Hauptpersonen in eine Flut von Metaphern zu kleiden, erst recht nicht, wobei sie allerdings manchmal leicht über das Ziel hinausschießt.

Das drückt sich dann beispielsweise in etwas zu schwülstig geratenen Formulierungen wie "Eispickel der Gelegenheit", "die Flamme dieses Gesprächs", "Strudel der Erregung", "lustschwere Krämpfe" oder gar eine Selbstkontrolle, die aus den "letzten Fesseln" flieht, aus, was den Rezensenten in aller Regel zum Abbruch einer Lektüre nötigt.

Wenn da diese Geschichte nicht wäre! Und diese hat wahrlich viele Höhepunkte, die dann doch überwiegen und gleichzeitig zum Weiterlesen geradezu zwingen. Die großen Momente ergeben sich beispielsweise aus einer Rückblende auf das Zerbrechen Luisas erster Liebe und deren fatale Folgen, der Erkenntnis, "diese verfluchte Dankbarkeit" nicht mit Schuldgefühlen zu verwechseln, Luisas seelischer Verfassung während ihrer Schwangerschaft, oder einer weiteren Rückblende, welche sehr bewegend Bezug auf die unglückliche Ehe ihrer Eltern nimmt.

Einerseits schreibt die Autorin sehr geradlinig und unkompliziert, was im Gegensatz dazu für die Geschichte keineswegs gilt. Eine Unterteilung in mehr als drei große Kapitel ist nicht möglich, denn sie wechselt ständig sowohl die Zeitebenen als auch die Erzählperspektive, die hauptsächlich ihre beiden Hauptdarsteller Luisa und Hugo gestalten. Hierbei spielen perfekt ausbalancierte Dialoge eine tragende Rolle, während das "Unausgesprochene" in diesem Kammerspiel zu dominieren scheint.

"Wunschnovelle" erzählt vom Scheitern, von Fluchtwegen, und zeichnet das beeindruckende Bild zweier Menschen, deren Lebensentwürfe mehr und mehr Risse bekommen. Eigentlich ist wenig oder gar nichts mehr von den einstigen Träumen und Erwartungen übrig geblieben. Ein Neubeginn wäre das Gebot der Stunde.

Ein Zufall und die Folgen. Szenen einer Begegnung.

Gespräche aus der Community

Ich verlose wieder ein Exemplar meines Kinderbuches "Elmedin und der Zaubertukan" aus dem Renate Götz Verlag - dazu gibt es eine kleine Überraschung!

26 BeiträgeVerlosung beendet
Streiflichts avatar
Letzter Beitrag von  Streiflicht

Ein wunderbares, herzerwärmendes Buch, das mir sehr gut gefallen hat. Einfach schön, sehr empfehlenswert!

Meine Rezi habe ich auch auf buecher.de, tyrolia, amazon und lesejury geteilt

Ich verlose wieder ein Exemplar meines Debütromans "Der Rest der Zeit" und freue mich über eine Rezension. lg Bernadette Németh

16 BeiträgeVerlosung beendet
Glueckliches avatar
Letzter Beitrag von  Glueckliche

Schade, es hat nicht geklappt. Dem/Der Glücklichen wünsche ich viel Spaß beim Lesen.

Ich verlose wieder 2 Exemplare meines Reiseführers "111 Orte für Kinder in Wien", an alle, die auf Amazon und Instagram rezensieren wollen (Rezi muss nicht lang sein). Herzliche Grüße! Bernadette

27 BeiträgeVerlosung beendet
wildkrautlissis avatar
Letzter Beitrag von  wildkrautlissi

Uiii. (: Ich freu mich riesig auf das Exemplar.

Vielen lieben Dank. Bin gespannt auf die Naturplätze.

Liebe Grüße nach Wien!

Zusätzliche Informationen

Bernadette Németh wurde am 26. Juli 1979 in Wien (Österreich) geboren.

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