Das Zeichen des Sieges

von Bernard Cornwell 
4,2 Sterne bei67 Bewertungen
Das Zeichen des Sieges
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A

Die ungeschönte Wahrheit über vergangene Zeiten - muss man mögen.

Isenbrands avatar

Ich konnte es kaum weglegen. Wenn ich Corwells Bücher lese, sehe ich die Handlung wie einen Film in meinem Kopf.

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Inhaltsangabe zu "Das Zeichen des Sieges"

Sie suchten den Sieg und fanden die Unsterblichkeit
Der Schäfersohn Nicholas Hook gilt als Nichtsnutz, doch er hat eine außerordentliche Gabe: Jeder Pfeil, den er abschießt, trifft sein Ziel. Und so zieht Nick 1415 mit, als das Heer König Henrys V aufs Festland übersetzt. Als er die schöne Melisande trifft, lehrt sie ihn, dass nicht alle Franzosen Teufel sind. Eines Tages dann stehen bei dem Flecken Azincourt 6000 Engländer einem Heer von 30000 französischen Rittern gegenüber. Ein ungleicher Kampf. Die Geburt einer Legende.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499252556
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:560 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.08.2011
Das aktuelle Hörbuch ist am 02.11.2009 bei Audiobuch erschienen.

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    Anna_Resslervor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Die ungeschönte Wahrheit über vergangene Zeiten - muss man mögen.
    Das Zeichen des Sieges

    Es war mein erstes Buch von diesem Autor, ich wusste also nicht was mich erwartet. Ein ungeschönter Roman über eine längst vergangene Zeit und eine berühmte Schlacht. Anfangs kam ich gut in die Erzählung hinein, da es mehr oder weniger um die Geschichte des Protagonisten ging. Weiterführend war es für mich dann etwas schwieriger dem ganzen zu folgen, weil die Beschreibung von Kriegsgerät, Waffen und Schaden den diese anrichten in den Vordergrund rückte. Der Autor beeindruckt hier zwar mit unglaublichen Detailreichtum und guter Recherche, aber ich fand es ehrlich gesagt ein bisschen langweilig.Mein Fazit: Für mich war es eher ein Kriegsbericht mit einer gut eingeflochten Hintergrundgeschichte. Wie gesagt, sowas muss man mögen - deshalb von mir nur drei Sterne. 

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    Lumis avatar
    Lumivor 3 Jahren
    Das Zeichen des Sieges von Bernard Cornwell

    Nicholas Hook gilt in seiner Heimat als ziemlicher Taugenichts. Das einzige, was der Schäferssohn wirklich gut kann, ist das Bogenschießen. Seine Fertigkeiten nutzt er jedoch zu zweifelhaften Zwecken. Hook hat das Gefühl, ein Fluch laste auf ihm, den er nur brechen kann, indem er die verfeindete Familie der Perills auslöscht. Doch sein Anschlag auf einen der Perill-Burschen misslingt und nachdem er sich mit dem örtlichen Priester angelegt hat, sieht Hook sieht sich letztlich gezwungen, seine englische Heimat zu verlassen und wird so unfreiwillig in die Wirren des Hundertjährigen Krieges in Frankreich mit hineingezogen.

    Hook erlebt die grausame Plünderung von Soissons, findet eine französische Geliebte und landet schließlich im Heer des englischen Königs, wo er sich durch seine Fähigkeiten bald hervortut. Er erlebt die langwierige Belagerung von Harfleur mit und landet schließlich an jenem Ort, der diesem Roman im englischen Original seinen Namen verliehen hat und dessen Name noch heute mit einer legendären Schlacht verbunden wird: Azincourt.

    Wieder einmal hat Bernard Cornwell sich für einen seiner Romane ein bedeutendes Stück der englischen (und auch der französischen) Geschichte ausgesucht. "Das Zeichen des Sieges" erzählt vom Versuch Henry V., seinen Thronanspruch in Frankreich geltend zu machen und im speziellen von der Schlacht auf den Feldern vor Azincourt, wo das kleine, erschöpfte Heer der Engländer einer deutlichen französischen Übermacht gegenüberstand - und siegte.

    Schlachtenbeschreibungen sind von jeher eine der Spezialitätem Bernard Cornwells, und auch hier gelingt es ihm wieder einmal, ein äußerst lebhaftes Bild von den Gefühlen der Kämpfer auf dem Schlachtfeld zu erzählen, von ihrer Furcht, dem Grauen und dem Blutrausch in der Schlacht. Klischeehafte Vorstellungen von ritterlichen Tugenden und glänzenden Rüstungen verschwinden schnell, wenn man hier von Kämpfern liest, die von der Ruhr geplagt auf einem schlammigen Feld mit eher bäuerlichen Waffen aufeinander einhacken.

    In "Das Zeichen des Sieges" hat sich Cornwell aber auch einmal ausgiebig den Zuständen während der Belagerung einer Stadt gewidmet. Es werden unterschiedliche Waffen und Techniken, die speziell bei Belagerungen eingesetzt werden, vorgestellt, was durchaus interessant und wissenswert ist, leider aber manchmal auch ein wenig langatmig geschildert wird.

    Das ist auch insgesamt mein einziger Kritikpunkt an diesem Roman Bernard Cornwells. Man lernt allerhand interessantes über Kriegsführung zu jener Zeit, doch dies geht an mehr als einer Stelle auf Kosten der Spannung und des Erzählflusses.

    Trotzdem bleibt "Das Zeichen des Sieges" ein spannender, historischer Roman im typischen Bernard Cornwell-Stil, den jeder Fan gelesen haben sollte. Wie bei eigentlich allen Romanen des Autors gilt: Zartbesaitete Gemüter sollten sich vielleicht lieber einen anderen Zugang zu historischen Romanen suchen. Auch wer auf der Suche nach dem romantisch-verklärten Mittelalter ist, wird hier nicht fündig werden.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    rezension

    Die Schlachten um: Soisson und Harfleur stehen zu Beginn des Romans. Erst zum Ende findet die berühmte Schlacht von Azincourt/ Agincourt statt.

    Zu Cornwell kann ich aus meiner Sich nicht mehr viel neues sagen: Ganz nett, aber mir eindeutig zu detaillierte Schlachtszenen, zu viele Wiederholungen von Details und z.T. für meinen Geschmack auch immer wieder kleine Wiedersrpüche/ Ungereimtheiten...

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    Emeraldknightvor 6 Jahren
    Guter Cornwell Roman

    Das Zeichen des Sieges ist ein guter und typischer Cornwell Roman. Ich habe ihn beinahe in einem Atemzug durchgelesen und war wie immer bei Cornwell begeistert. Das Buch besteht hauptsächlich aus den Beschreibungen von Schlachten und Belagerungen und dies wird einem schonungslos zu Gemüte geführt (nichts für zartbesaitete Gemüter, gibt aber einen guten Eindruck von der damaligen Brutalität ab).
    Dennoch gibt es einige Dinge, die zu bemängeln sind, so dass das Thema "englischer Bogenschütze im Kampf mit Frankreich" schon bei der Gralsserie zum Tragen gekommen ist und dies hier deshalb etwas wie ein Aufguss des alten Romans wirkt und zum Zweiten finde ich die Charakter zu wenig tiefgründig ausgearbeitet. Mit Ausnahme von Sir John Cornewaille und Nicholas Hook bleiben die anderen Charaktere allesamt blass und ohne Hintergrund, was einem eine Identifizierung erschwert und verhindert, dass das Ableben derjenigen einen gross berührt.

    Fazit:
    Nicht der beste Cornwell Roman, aber für alle Fans von Cornwell durchaus empfehlenswert und spannend zu lesen!

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    Ajanas avatar
    Ajanavor 6 Jahren
    Rezension zu "Das Zeichen des Sieges" von Bernard Cornwell

    Inhalt

    Nicholas Hook ist Forstmann. Schon ewig steht seine Familie mit der der Perrills im Clinch. EInes Tages hat er im Wald die Chance einen Sohn der Perrills umzubringen doch er scheitert. Als er angeklagt wird, gelingt es ihm zu fliehen. Er wird als Bogenschütze angeheuert um nach Frankreich zu reisen. Dort rettet er die Französin Melisande vor ihren eigenen Landsleuten und nimmt sie mit nach England. Dort rüstet sich König Henry um seinen Platz an der Spitze von Frankreich einzunehmen. Nick wird angeheuert, um mit in den Krieg zu ziehen, trifft doch jeder seine Pfeile sein Ziel. Doch Nick kann sich nicht vorstellen, was für ein Grauen ihn in Frankreich erwarten wird... und nicht nur die Franzosen werden hinter ihm her sein, sondern auch in seinen eigenen Reihen wird er von der Vergangenheit eingeholt

    Meine Meinung

    Das Buch spielt um 1415 zum Zetpunkt der Schlacht von Azincourt, die in die Geschichte einging. Man begleitet den Forstmann Nicholas Hook auf seinem Weg von England nach Frankreich und während des Krieges. Der Autor hat es geschafft, dass man sich förmlich vorstellen kann, dass man selbst auf dem Schlachtfeld steht.
    Mir hat gefallen, dass man die Geschichte aus der Sicht von Nicholas verfolgen kann, denn er steht ja mitten im Geschehen. An manchen Stellen ist das Buch schon sehr brutal, aber so ging es ja früher auch wirklich zu. Am Ende waren mir die Kampfszenen doch ein wenig langgezogen und das Ende der Schlacht kam dann doch irgendwie ein wenig zu schnell, wenn sich die Schlacht vorher über viele Seiten zieht. Deswegen bekommt das Buch einen Punkt Abzug von mir.

    Das Cover des Buches hat mir auch gefallen mit dem Schild und dem Pfeil, geht es doch auch hauptsächlich um die Bogenschützen in diesem Buch. Der Schreibstil des Autors hat mich auch sehr angesprochen und ich denke, irgendwann werde ich auch noch ein weiteres Buch von ihm lesen.

    Fazit

    Eine historische Schlacht gut verpackt in eine Geschichte, aber nichts für zarte Gemüter ;)

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    Stefan83s avatar
    Stefan83vor 7 Jahren
    Die Schlacht von Azincourt

    Er ist zurzeit der wohl erfolgreichste Autor historischer Romane: Bernard Cornwell.

    In einem Genre, das in erster Linie von Wanderhuren, Weberinnen und Porzellanmalerinnen beherrscht wird, sticht er mit seiner ganz eigenen Stimme und einem unvergleichlichen Stil heraus. Wie kaum ein anderer vermag es Cornwell, historische Schlachtfelder auf dem Papier lebendig werden zu lassen, weshalb es nun auch wenig verwundern dürfte, dass er sich für seinen neuesten Roman "Das Zeichen des Sieges" eine Auseinandersetzung erwählt hat, die auch nach fast 600 Jahren immer noch tief im kollektiven Bewusstsein der Briten als größter englischer Sieg der Militärgeschichte verankert ist: Die Schlacht von Azincourt. Und wie auch schon in seiner Gralsserie, welche die frühe Epoche des hundertjährigen Krieges um den Thron Frankreichs behandelt, lässt er uns dieses historische Ereignis aus der Sicht eines Langbogenschützen erleben, wobei erneut vorneherein deutlich gemacht werden muss: Leser mit schwachen Nerven und übermäßig Zartbesaitete sollten diese Lektüre mit Vorsicht oder gleich gar nicht genießen, denn Cornwell beschreibt den Schrecken des Krieges bis ins kleinste, oftmals widerliche Detail.

    Die Geschichte nimmt ihren Anfang im Winter 1413. Nicholas Hook, Förster und Mann aus einfachen Verhältnissen, gilt im weiten Umkreis als bester Bogenschütze und wird von den Wilderern, die er im Auftrag seines Herrn Lord Slayton in den Wäldern jagt, dementsprechend gefürchtet. Hooks Ruf ist dennoch nicht der Beste, da eine alte Familienfehde mit den nachbarlichen Perrills schon desöfteren für böses Blut gesorgt hat. Als er gegenüber dem verdorbenen Priester Sir Martin (Sergeant Hakeswill aus der "Sharpe"-Reihe lässt grüßen), unter dessen Schutz die Perrills stehen, handgreiflich wird, muss er als Geächteter seine Heimat verlassen. In Frankreich wird er zum Söldner in burgundischen Diensten und eine Wache auf den Zinnen der Stadt Soissons. Als diese durch Verrat an die Franzosen fällt, wird er Zeuge eines grausamen Gemetzels, dem er gemeinsam mit der schönen Französin Melisande nur knapp entkommen kann. Zurück in England schließt er sich nun der Armee um den jungen König Henry V. an, die in die Normandie übersetzt, wo sie die Stadt Harfleur über Wochen hinweg erfolglos belagert. Nach einer langen Zeit aus Hunger, Krankheit und Tod, fällt diese schließlich, und die geschwächten Überbleibsel der englischen Streitmacht (sechstausend Mann, davon fünftausend Bogenschützen) schleppen sich durch den Norden Frankreichs, wo sie schließlich bei Azincourt vom fünffach überlegenen französischen Ritterheer zum Kampf gestellt werden. Die Lage scheint aussichtslos, doch dann lassen Nick und seine Kameraden ihre Pfeile auf den Feind regnen...

    Nein, die Zeichnung und Ausarbeitung der Figuren wird wohl nie eine Stärke des britischen Autors werden und ich verstehe diejenigen Leser, die diesem Werk eine mangelnde Tiefgründigkeit vorwerfen. In der Tat wirkt hier der Plot stellenweise wie ein Aufguss der alten Gralsserie, und eine Vielzahl von Nebenfiguren, darunter u.a. König Henry, bleibt blass und ohne Hintergrund. Sie sind meist lediglich Namen auf einem großen Schlachtfeld, das wie sie oft die eigentliche Hauptrolle des Romans einnimmt. In Punkto Authentizität bleibt Cornwell aber ohne Frage ein Meister seines Fachs. Ohne zu verklären oder die Hand vor den Mund zu nehmen, schildert er die Grauen des Schlachtengetümmels, so dass selbst ganz Hartgesottene Leser unwillkürlich nach Luft schnappen werden. Das mag vielen Lesern in der Grausamkeit zu weit gehen, aber Fakt ist, dass sich die Realität der spätmittelalterlichen Kriege wohl so, wenn nicht gar schlimmer, dargestellt hat.

    Und dennoch muss man keineswegs kriegslüstern veranlagt sein, um "Das Zeichen des Sieges" genießen zu können, da der Autor ganz nebenbei, und das ist seine Stärke, eine gehörige Portion geschichtliches Wissen vermittelt, das mit dem informativen, fundierten Epilog noch unterfüttert wird. Cornwell stellt ganz deutlich heraus, dass die Schlacht von Azincourt nicht nur aufgrund des Sieges der Engländer etwas besonderes war, sondern nimmt John Keegans Aussage auf, der in seinem Buch "Der Antlitz des Krieges" behauptet: "Es ist ein Sieg der Schwachen über die Starken, des gemeinen Soldaten über den berittenen Edelmann, der entschlossenen Tat über große Reden ... und es ist eine Geschichte von grausamen Schlächtern und unvorstellbaren Gräueln".

    Insgesamt ist "Das Zeichen des Sieges" erneut ein lohnenswerter, historisch authentischer Roman, der mit einer spannenden Handlung überzeugt und allen Freunden militärhistorischer Geschichten ans Herz gelegt sei. Die fehlende Tiefe der Figuren fand ich vernachlässigbar, aber das viel zu abrupte Ende hat den abschließenden Leseeindruck doch etwas geschmälert.

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    _xmgta_s avatar
    _xmgta_vor 7 Jahren
    Rezension zu "Das Zeichen des Sieges" von Bernard Cornwell

    Da ich ein Fan von Cornwell und seiner Uthred-Reihe bin, war ich versucht auch diesem Buch, das mir sehr gut gefallen hat, 5 Sterne zu verleihen.
    Dafür spricht die Art Cornwells zu schreiben; das Ganze ist historisch korrekt und trotzdem höchstspannend. Man fühlt sich, als wäre man hautnah dabei, wenn sich die Engländer durch den Matsch kämpfen oder die Kanonen der Verteidiger einschlagen. Die Geschichte fesselt und ist ein Muss für jeden, der sich für das Mittelalter und seine Schlachten und Belagerungen interessiert.
    Doch trotz dieser Vorteile habe ich einen Stern abgezogen, da das Buch erstens sehr (und teilweie übertrieben) brutal ist und da zweitens die Charaktere nur schemenhaft deutlich werden. Hook ist weder besonders klug noch besonders gesprächig und auch die anderen Charaktere unterscheiden sich kaum und werden nur grob umrissen. Hinzu kommen die spärlichen und sehr kurzen, teilweise dämlichen Dialoge. Dies ist verbesserungswürdig und wurde z.B. bei Uthred anders umgesetzt.
    Alles in allem habe ich schon viel über Azincourt gelesen, doch diese brutale und schonungslose Darstellung ist die bis dato kurzweiligste und interessanteste.

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    elane_eodains avatar
    elane_eodainvor 8 Jahren
    Rezension zu "Das Zeichen des Sieges" von Bernard Cornwell

    >> An einem Wintertag des Jahres 1413, kurz vor Weihnachten, beschloss Nicholas Hook einen Mord zu begehen. <<
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    Mit diesem Satz beginnt der historische Roman "Das Zeichen des Sieges" und verspricht spannend zu werden, offenbart jedoch auch sofort, dass hier nicht aus der Ich-Perspektive erzählt wird, wie ich es von Cornwells Uhtred-Reihe und Arthur-Sage gewohnt bin.
    Und so las ich mit gemischten Gefühlen und Erwartungen weiter, denn noch wusste ich nicht, ob mich ein Bogenschütze ebenso in seine Geschichte ziehen kann, wie die Schwert- und Schildwallkämpfer Uhtred und Derfel.
    Schnell merkte ich aber, dass mich dieses Buch nicht enttäuschen wird, denn auch Nicholas Hook stellte sich als angenehmer Zeitgenosse für spannende Lesestunden dar, ein wie gewohnt mit Ecken und Kanten reichlich ausgestatteter Charakter. Und denoch mit einem bedeutenden Unterschied: Nicholas ist ziemlich gläubig und dieser Glaube (Wahn?!) nimmt in diesem Buch viel Platz ein.

    Kurz zum INHALT: Mitten im so genannten 'Hundertjährigen Krieg' zwischen England und Frankreich muss Nicholas Hook aus seinem englischen Heimatdorf fliehen und landet als gefürchteter Bogenschütze mit der englischen Armee in Frankreich. Er erlebt die Grausamkeiten des Krieges und bringt mit seinen Pfeilen selbst vielen Männern den Tod. So auch am 25. Oktober 1415, am Tag des Heiligen Crispian, als die englischen Bogenschützen und Soldaten der übermächtigen französischen Armee auf freiem Feld gegenüberstehen und die Schlacht von Azincourt beginnt...

    EINDRÜCKE: Es war spannend Nicholas Hook zu begleiten und seine Waffe kennenzulernen. Cornwell schreibt viel über das Schießen, die Verwendung des Bogens und die Herstellung der Pfeile, wird dabei aber nicht trocken und langweilig. Wo sonst kann ich auf so angenehme und spannende Weise lernen, dass eine Bogensehne nie nass werden darf, oder welche Pfeilspitze man wann verwenden sollte ;-)
    Einen Stern Abzug gibt es aber dennoch für „Das Zeichen des Sieges“, denn der Charakter Nicholas war etwas blass, seine Frömmigkeit etwas zu viel und der eingestrickte Humor kam zu kurz, der Charaktere wie Derfel und Uhtred so authentisch und trotz ihres Kriegshandwerks so sympathisch macht.

    FAZIT: Wie bei allen Büchern Cornwells, die ich bisher gelesen habe, hatte ich eine tolle Zeit mit diesem Buch, das wieder hauptsächlich im Krieg spielt, dies jedoch nicht verherrlichend, sondern mit all seiner Brutalität und Grausamkeit. Wenn man damit umgehen kann, erhält man einen sehr spannenden Einblick in den "Alltag" des Krieges dieser Zeit und die Historie, den der Autor durch sein Nachwort noch qualitativ aufwertet.
    Dennoch wäre "Das Zeichen des Sieges" - aus genannten Gründen - nicht das erste Buch, welches ich einem „Cornwell-Neuling“ empfehlen würde, das wären dann doch eher die Arthur-Reihe, beginnend mit "Der Winterkönig", oder die Uhtred-Reihe mit "Das letzte Königreich".

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    Cattys avatar
    Cattyvor 8 Jahren
    Rezension zu "Das Zeichen des Sieges" von Bernard Cornwell

    Wieder ein absolut großartiger hist. Roman von Cornwell. Er beschreibt nicht nur den Ruhm einer solch wahnsinnigen Schlacht - sondern auch den Dreck, den Lärm, das Schreien und das Sterben mit all seinem Elend. Ein unglaublich bildhaftes Schauspiel für die Fantasie des Lesers. Ich bin begeistert! (und froh, dass ich im 21. Jhd. und nicht im 15. lebe :-P ).

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren
    Rezension zu "Das Zeichen des Sieges" von Bernard Cornwell

    Wie immer gelingt es dem Autor Atmosphäre und Stimmung einer vergangenen Zeit hervorragend einzufangen. Weitab von romantischen Verklärungen und Verirrungen der Neuzeit. Die Hauptfigur ist nicht immer der langweilige, strahlenden Held wie in manch anderem verkitschtem Historienroman, sondern ausgestattet mit Schwächen, Ecken und Kanten mit einem Hang zur Skrupellosigkeit und unaufgeklärtem, naivem Glauben.
    Eben ein Mensch seiner Zeit.
    Bernard Cornwell wie man ihn kennt. Das Buch ist absolut spannend geschrieben, und für Fans dieses Autors, oder für Fans historischer Romane, fast schon ein Muß.

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