Bernard Cornwell Das Zeichen des Sieges

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Inhaltsangabe zu „Das Zeichen des Sieges“ von Bernard Cornwell

Sie suchten den Sieg und fanden die Unsterblichkeit Der Schäfersohn Nicholas Hook gilt als Nichtsnutz, doch er hat eine außerordentliche Gabe: Jeder Pfeil, den er abschießt, trifft sein Ziel. Und so zieht Nick 1415 mit, als das Heer König Henrys V aufs Festland übersetzt. Als er die schöne Melisande trifft, lehrt sie ihn, dass nicht alle Franzosen Teufel sind. Eines Tages dann stehen bei dem Flecken Azincourt 6000 Engländer einem Heer von 30000 französischen Rittern gegenüber. Ein ungleicher Kampf. Die Geburt einer Legende.

Ich konnte es kaum weglegen. Wenn ich Corwells Bücher lese, sehe ich die Handlung wie einen Film in meinem Kopf.

— Isenbrand
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  • Das Zeichen des Sieges von Bernard Cornwell

    Das Zeichen des Sieges
    Lumi

    Lumi

    02. June 2015 um 18:13

    Nicholas Hook gilt in seiner Heimat als ziemlicher Taugenichts. Das einzige, was der Schäferssohn wirklich gut kann, ist das Bogenschießen. Seine Fertigkeiten nutzt er jedoch zu zweifelhaften Zwecken. Hook hat das Gefühl, ein Fluch laste auf ihm, den er nur brechen kann, indem er die verfeindete Familie der Perills auslöscht. Doch sein Anschlag auf einen der Perill-Burschen misslingt und nachdem er sich mit dem örtlichen Priester angelegt hat, sieht Hook sieht sich letztlich gezwungen, seine englische Heimat zu verlassen und wird so unfreiwillig in die Wirren des Hundertjährigen Krieges in Frankreich mit hineingezogen. Hook erlebt die grausame Plünderung von Soissons, findet eine französische Geliebte und landet schließlich im Heer des englischen Königs, wo er sich durch seine Fähigkeiten bald hervortut. Er erlebt die langwierige Belagerung von Harfleur mit und landet schließlich an jenem Ort, der diesem Roman im englischen Original seinen Namen verliehen hat und dessen Name noch heute mit einer legendären Schlacht verbunden wird: Azincourt. Wieder einmal hat Bernard Cornwell sich für einen seiner Romane ein bedeutendes Stück der englischen (und auch der französischen) Geschichte ausgesucht. "Das Zeichen des Sieges" erzählt vom Versuch Henry V., seinen Thronanspruch in Frankreich geltend zu machen und im speziellen von der Schlacht auf den Feldern vor Azincourt, wo das kleine, erschöpfte Heer der Engländer einer deutlichen französischen Übermacht gegenüberstand - und siegte. Schlachtenbeschreibungen sind von jeher eine der Spezialitätem Bernard Cornwells, und auch hier gelingt es ihm wieder einmal, ein äußerst lebhaftes Bild von den Gefühlen der Kämpfer auf dem Schlachtfeld zu erzählen, von ihrer Furcht, dem Grauen und dem Blutrausch in der Schlacht. Klischeehafte Vorstellungen von ritterlichen Tugenden und glänzenden Rüstungen verschwinden schnell, wenn man hier von Kämpfern liest, die von der Ruhr geplagt auf einem schlammigen Feld mit eher bäuerlichen Waffen aufeinander einhacken. In "Das Zeichen des Sieges" hat sich Cornwell aber auch einmal ausgiebig den Zuständen während der Belagerung einer Stadt gewidmet. Es werden unterschiedliche Waffen und Techniken, die speziell bei Belagerungen eingesetzt werden, vorgestellt, was durchaus interessant und wissenswert ist, leider aber manchmal auch ein wenig langatmig geschildert wird. Das ist auch insgesamt mein einziger Kritikpunkt an diesem Roman Bernard Cornwells. Man lernt allerhand interessantes über Kriegsführung zu jener Zeit, doch dies geht an mehr als einer Stelle auf Kosten der Spannung und des Erzählflusses. Trotzdem bleibt "Das Zeichen des Sieges" ein spannender, historischer Roman im typischen Bernard Cornwell-Stil, den jeder Fan gelesen haben sollte. Wie bei eigentlich allen Romanen des Autors gilt: Zartbesaitete Gemüter sollten sich vielleicht lieber einen anderen Zugang zu historischen Romanen suchen. Auch wer auf der Suche nach dem romantisch-verklärten Mittelalter ist, wird hier nicht fündig werden.

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  • rezension

    Das Zeichen des Sieges
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. April 2013 um 08:12

    Die Schlachten um: Soisson und Harfleur stehen zu Beginn des Romans. Erst zum Ende findet die berühmte Schlacht von Azincourt/ Agincourt statt.

    Zu Cornwell kann ich aus meiner Sich nicht mehr viel neues sagen: Ganz nett, aber mir eindeutig zu detaillierte Schlachtszenen, zu viele Wiederholungen von Details und z.T. für meinen Geschmack auch immer wieder kleine Wiedersrpüche/ Ungereimtheiten...

  • Guter Cornwell Roman

    Das Zeichen des Sieges
    Emeraldknight

    Emeraldknight

    05. April 2013 um 16:34

    Das Zeichen des Sieges ist ein guter und typischer Cornwell Roman. Ich habe ihn beinahe in einem Atemzug durchgelesen und war wie immer bei Cornwell begeistert. Das Buch besteht hauptsächlich aus den Beschreibungen von Schlachten und Belagerungen und dies wird einem schonungslos zu Gemüte geführt (nichts für zartbesaitete Gemüter, gibt aber einen guten Eindruck von der damaligen Brutalität ab). Dennoch gibt es einige Dinge, die zu bemängeln sind, so dass das Thema "englischer Bogenschütze im Kampf mit Frankreich" schon bei der Gralsserie zum Tragen gekommen ist und dies hier deshalb etwas wie ein Aufguss des alten Romans wirkt und zum Zweiten finde ich die Charakter zu wenig tiefgründig ausgearbeitet. Mit Ausnahme von Sir John Cornewaille und Nicholas Hook bleiben die anderen Charaktere allesamt blass und ohne Hintergrund, was einem eine Identifizierung erschwert und verhindert, dass das Ableben derjenigen einen gross berührt. Fazit: Nicht der beste Cornwell Roman, aber für alle Fans von Cornwell durchaus empfehlenswert und spannend zu lesen!

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  • Rezension zu "Das Zeichen des Sieges" von Bernard Cornwell

    Das Zeichen des Sieges
    Ajana

    Ajana

    29. July 2012 um 16:30

    Inhalt Nicholas Hook ist Forstmann. Schon ewig steht seine Familie mit der der Perrills im Clinch. EInes Tages hat er im Wald die Chance einen Sohn der Perrills umzubringen doch er scheitert. Als er angeklagt wird, gelingt es ihm zu fliehen. Er wird als Bogenschütze angeheuert um nach Frankreich zu reisen. Dort rettet er die Französin Melisande vor ihren eigenen Landsleuten und nimmt sie mit nach England. Dort rüstet sich König Henry um seinen Platz an der Spitze von Frankreich einzunehmen. Nick wird angeheuert, um mit in den Krieg zu ziehen, trifft doch jeder seine Pfeile sein Ziel. Doch Nick kann sich nicht vorstellen, was für ein Grauen ihn in Frankreich erwarten wird... und nicht nur die Franzosen werden hinter ihm her sein, sondern auch in seinen eigenen Reihen wird er von der Vergangenheit eingeholt Meine Meinung Das Buch spielt um 1415 zum Zetpunkt der Schlacht von Azincourt, die in die Geschichte einging. Man begleitet den Forstmann Nicholas Hook auf seinem Weg von England nach Frankreich und während des Krieges. Der Autor hat es geschafft, dass man sich förmlich vorstellen kann, dass man selbst auf dem Schlachtfeld steht. Mir hat gefallen, dass man die Geschichte aus der Sicht von Nicholas verfolgen kann, denn er steht ja mitten im Geschehen. An manchen Stellen ist das Buch schon sehr brutal, aber so ging es ja früher auch wirklich zu. Am Ende waren mir die Kampfszenen doch ein wenig langgezogen und das Ende der Schlacht kam dann doch irgendwie ein wenig zu schnell, wenn sich die Schlacht vorher über viele Seiten zieht. Deswegen bekommt das Buch einen Punkt Abzug von mir. Das Cover des Buches hat mir auch gefallen mit dem Schild und dem Pfeil, geht es doch auch hauptsächlich um die Bogenschützen in diesem Buch. Der Schreibstil des Autors hat mich auch sehr angesprochen und ich denke, irgendwann werde ich auch noch ein weiteres Buch von ihm lesen. Fazit Eine historische Schlacht gut verpackt in eine Geschichte, aber nichts für zarte Gemüter ;)

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  • Die Schlacht von Azincourt

    Das Zeichen des Sieges
    Stefan83

    Stefan83

    08. October 2011 um 12:11

    Er ist zurzeit der wohl erfolgreichste Autor historischer Romane: Bernard Cornwell. In einem Genre, das in erster Linie von Wanderhuren, Weberinnen und Porzellanmalerinnen beherrscht wird, sticht er mit seiner ganz eigenen Stimme und einem unvergleichlichen Stil heraus. Wie kaum ein anderer vermag es Cornwell, historische Schlachtfelder auf dem Papier lebendig werden zu lassen, weshalb es nun auch wenig verwundern dürfte, dass er sich für seinen neuesten Roman "Das Zeichen des Sieges" eine Auseinandersetzung erwählt hat, die auch nach fast 600 Jahren immer noch tief im kollektiven Bewusstsein der Briten als größter englischer Sieg der Militärgeschichte verankert ist: Die Schlacht von Azincourt. Und wie auch schon in seiner Gralsserie, welche die frühe Epoche des hundertjährigen Krieges um den Thron Frankreichs behandelt, lässt er uns dieses historische Ereignis aus der Sicht eines Langbogenschützen erleben, wobei erneut vorneherein deutlich gemacht werden muss: Leser mit schwachen Nerven und übermäßig Zartbesaitete sollten diese Lektüre mit Vorsicht oder gleich gar nicht genießen, denn Cornwell beschreibt den Schrecken des Krieges bis ins kleinste, oftmals widerliche Detail. Die Geschichte nimmt ihren Anfang im Winter 1413. Nicholas Hook, Förster und Mann aus einfachen Verhältnissen, gilt im weiten Umkreis als bester Bogenschütze und wird von den Wilderern, die er im Auftrag seines Herrn Lord Slayton in den Wäldern jagt, dementsprechend gefürchtet. Hooks Ruf ist dennoch nicht der Beste, da eine alte Familienfehde mit den nachbarlichen Perrills schon desöfteren für böses Blut gesorgt hat. Als er gegenüber dem verdorbenen Priester Sir Martin (Sergeant Hakeswill aus der "Sharpe"-Reihe lässt grüßen), unter dessen Schutz die Perrills stehen, handgreiflich wird, muss er als Geächteter seine Heimat verlassen. In Frankreich wird er zum Söldner in burgundischen Diensten und eine Wache auf den Zinnen der Stadt Soissons. Als diese durch Verrat an die Franzosen fällt, wird er Zeuge eines grausamen Gemetzels, dem er gemeinsam mit der schönen Französin Melisande nur knapp entkommen kann. Zurück in England schließt er sich nun der Armee um den jungen König Henry V. an, die in die Normandie übersetzt, wo sie die Stadt Harfleur über Wochen hinweg erfolglos belagert. Nach einer langen Zeit aus Hunger, Krankheit und Tod, fällt diese schließlich, und die geschwächten Überbleibsel der englischen Streitmacht (sechstausend Mann, davon fünftausend Bogenschützen) schleppen sich durch den Norden Frankreichs, wo sie schließlich bei Azincourt vom fünffach überlegenen französischen Ritterheer zum Kampf gestellt werden. Die Lage scheint aussichtslos, doch dann lassen Nick und seine Kameraden ihre Pfeile auf den Feind regnen... Nein, die Zeichnung und Ausarbeitung der Figuren wird wohl nie eine Stärke des britischen Autors werden und ich verstehe diejenigen Leser, die diesem Werk eine mangelnde Tiefgründigkeit vorwerfen. In der Tat wirkt hier der Plot stellenweise wie ein Aufguss der alten Gralsserie, und eine Vielzahl von Nebenfiguren, darunter u.a. König Henry, bleibt blass und ohne Hintergrund. Sie sind meist lediglich Namen auf einem großen Schlachtfeld, das wie sie oft die eigentliche Hauptrolle des Romans einnimmt. In Punkto Authentizität bleibt Cornwell aber ohne Frage ein Meister seines Fachs. Ohne zu verklären oder die Hand vor den Mund zu nehmen, schildert er die Grauen des Schlachtengetümmels, so dass selbst ganz Hartgesottene Leser unwillkürlich nach Luft schnappen werden. Das mag vielen Lesern in der Grausamkeit zu weit gehen, aber Fakt ist, dass sich die Realität der spätmittelalterlichen Kriege wohl so, wenn nicht gar schlimmer, dargestellt hat. Und dennoch muss man keineswegs kriegslüstern veranlagt sein, um "Das Zeichen des Sieges" genießen zu können, da der Autor ganz nebenbei, und das ist seine Stärke, eine gehörige Portion geschichtliches Wissen vermittelt, das mit dem informativen, fundierten Epilog noch unterfüttert wird. Cornwell stellt ganz deutlich heraus, dass die Schlacht von Azincourt nicht nur aufgrund des Sieges der Engländer etwas besonderes war, sondern nimmt John Keegans Aussage auf, der in seinem Buch "Der Antlitz des Krieges" behauptet: "Es ist ein Sieg der Schwachen über die Starken, des gemeinen Soldaten über den berittenen Edelmann, der entschlossenen Tat über große Reden ... und es ist eine Geschichte von grausamen Schlächtern und unvorstellbaren Gräueln". Insgesamt ist "Das Zeichen des Sieges" erneut ein lohnenswerter, historisch authentischer Roman, der mit einer spannenden Handlung überzeugt und allen Freunden militärhistorischer Geschichten ans Herz gelegt sei. Die fehlende Tiefe der Figuren fand ich vernachlässigbar, aber das viel zu abrupte Ende hat den abschließenden Leseeindruck doch etwas geschmälert.

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  • Rezension zu "Das Zeichen des Sieges" von Bernard Cornwell

    Das Zeichen des Sieges
    _xmgta_

    _xmgta_

    02. September 2011 um 14:53

    Da ich ein Fan von Cornwell und seiner Uthred-Reihe bin, war ich versucht auch diesem Buch, das mir sehr gut gefallen hat, 5 Sterne zu verleihen. Dafür spricht die Art Cornwells zu schreiben; das Ganze ist historisch korrekt und trotzdem höchstspannend. Man fühlt sich, als wäre man hautnah dabei, wenn sich die Engländer durch den Matsch kämpfen oder die Kanonen der Verteidiger einschlagen. Die Geschichte fesselt und ist ein Muss für jeden, der sich für das Mittelalter und seine Schlachten und Belagerungen interessiert. Doch trotz dieser Vorteile habe ich einen Stern abgezogen, da das Buch erstens sehr (und teilweie übertrieben) brutal ist und da zweitens die Charaktere nur schemenhaft deutlich werden. Hook ist weder besonders klug noch besonders gesprächig und auch die anderen Charaktere unterscheiden sich kaum und werden nur grob umrissen. Hinzu kommen die spärlichen und sehr kurzen, teilweise dämlichen Dialoge. Dies ist verbesserungswürdig und wurde z.B. bei Uthred anders umgesetzt. Alles in allem habe ich schon viel über Azincourt gelesen, doch diese brutale und schonungslose Darstellung ist die bis dato kurzweiligste und interessanteste.

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  • Rezension zu "Das Zeichen des Sieges" von Bernard Cornwell

    Das Zeichen des Sieges
    elane_eodain

    elane_eodain

    14. January 2011 um 18:12

    >> An einem Wintertag des Jahres 1413, kurz vor Weihnachten, beschloss Nicholas Hook einen Mord zu begehen. << - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Mit diesem Satz beginnt der historische Roman "Das Zeichen des Sieges" und verspricht spannend zu werden, offenbart jedoch auch sofort, dass hier nicht aus der Ich-Perspektive erzählt wird, wie ich es von Cornwells Uhtred-Reihe und Arthur-Sage gewohnt bin. Und so las ich mit gemischten Gefühlen und Erwartungen weiter, denn noch wusste ich nicht, ob mich ein Bogenschütze ebenso in seine Geschichte ziehen kann, wie die Schwert- und Schildwallkämpfer Uhtred und Derfel. Schnell merkte ich aber, dass mich dieses Buch nicht enttäuschen wird, denn auch Nicholas Hook stellte sich als angenehmer Zeitgenosse für spannende Lesestunden dar, ein wie gewohnt mit Ecken und Kanten reichlich ausgestatteter Charakter. Und denoch mit einem bedeutenden Unterschied: Nicholas ist ziemlich gläubig und dieser Glaube (Wahn?!) nimmt in diesem Buch viel Platz ein. Kurz zum INHALT: Mitten im so genannten 'Hundertjährigen Krieg' zwischen England und Frankreich muss Nicholas Hook aus seinem englischen Heimatdorf fliehen und landet als gefürchteter Bogenschütze mit der englischen Armee in Frankreich. Er erlebt die Grausamkeiten des Krieges und bringt mit seinen Pfeilen selbst vielen Männern den Tod. So auch am 25. Oktober 1415, am Tag des Heiligen Crispian, als die englischen Bogenschützen und Soldaten der übermächtigen französischen Armee auf freiem Feld gegenüberstehen und die Schlacht von Azincourt beginnt... EINDRÜCKE: Es war spannend Nicholas Hook zu begleiten und seine Waffe kennenzulernen. Cornwell schreibt viel über das Schießen, die Verwendung des Bogens und die Herstellung der Pfeile, wird dabei aber nicht trocken und langweilig. Wo sonst kann ich auf so angenehme und spannende Weise lernen, dass eine Bogensehne nie nass werden darf, oder welche Pfeilspitze man wann verwenden sollte ;-) Einen Stern Abzug gibt es aber dennoch für „Das Zeichen des Sieges“, denn der Charakter Nicholas war etwas blass, seine Frömmigkeit etwas zu viel und der eingestrickte Humor kam zu kurz, der Charaktere wie Derfel und Uhtred so authentisch und trotz ihres Kriegshandwerks so sympathisch macht. FAZIT: Wie bei allen Büchern Cornwells, die ich bisher gelesen habe, hatte ich eine tolle Zeit mit diesem Buch, das wieder hauptsächlich im Krieg spielt, dies jedoch nicht verherrlichend, sondern mit all seiner Brutalität und Grausamkeit. Wenn man damit umgehen kann, erhält man einen sehr spannenden Einblick in den "Alltag" des Krieges dieser Zeit und die Historie, den der Autor durch sein Nachwort noch qualitativ aufwertet. Dennoch wäre "Das Zeichen des Sieges" - aus genannten Gründen - nicht das erste Buch, welches ich einem „Cornwell-Neuling“ empfehlen würde, das wären dann doch eher die Arthur-Reihe, beginnend mit "Der Winterkönig", oder die Uhtred-Reihe mit "Das letzte Königreich".

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  • Rezension zu "Das Zeichen des Sieges" von Bernard Cornwell

    Das Zeichen des Sieges
    Catty

    Catty

    18. September 2010 um 19:41

    Wieder ein absolut großartiger hist. Roman von Cornwell. Er beschreibt nicht nur den Ruhm einer solch wahnsinnigen Schlacht - sondern auch den Dreck, den Lärm, das Schreien und das Sterben mit all seinem Elend. Ein unglaublich bildhaftes Schauspiel für die Fantasie des Lesers. Ich bin begeistert! (und froh, dass ich im 21. Jhd. und nicht im 15. lebe :-P ).

  • Rezension zu "Das Zeichen des Sieges" von Bernard Cornwell

    Das Zeichen des Sieges
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. February 2010 um 16:41

    Wie immer gelingt es dem Autor Atmosphäre und Stimmung einer vergangenen Zeit hervorragend einzufangen. Weitab von romantischen Verklärungen und Verirrungen der Neuzeit. Die Hauptfigur ist nicht immer der langweilige, strahlenden Held wie in manch anderem verkitschtem Historienroman, sondern ausgestattet mit Schwächen, Ecken und Kanten mit einem Hang zur Skrupellosigkeit und unaufgeklärtem, naivem Glauben. Eben ein Mensch seiner Zeit. Bernard Cornwell wie man ihn kennt. Das Buch ist absolut spannend geschrieben, und für Fans dieses Autors, oder für Fans historischer Romane, fast schon ein Muß.

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  • Rezension zu "Das Zeichen des Sieges" von Bernard Cornwell

    Das Zeichen des Sieges
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. January 2010 um 21:26

    In diesem historischen Roman schickt Cornwell den jungen Bogenschützen Nick Hook in den Krieg zwischen England und Frankreich. Er erlebt die sagenhafte Schlacht von Azingcourt mit, in der 6.000 Engländer (überwiegend Bogenschützen) gegen 30.000 französische Ritter antraten. Auf seine Reise begleitet Hook eine alte Familienfehde und er lernt die unehelicher Tochter eines feindlichen Adligen kennen und lieben. Cornwell ist ein Meister der historischen Romane und er versteht es wirklich die Schlachten der Vergangenheit wieder zu erwecken...

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  • Rezension zu "Das Zeichen des Sieges" von Bernard Cornwell

    Das Zeichen des Sieges
    MichaelSterzik

    MichaelSterzik

    22. September 2009 um 19:13

    Am 25. Oktober 1415 fand zwischen den Königreichen England und Frankreich die Schlacht von Azincourt statt. König Heinrich V. von England beanspruchte die Krone und Macht Königs Karl VI von Frankreich. Es sollte mit der größte und vielleicht der wichtigste Sieg im 100 jährigen Krieg sein. Die Schlacht von Azincourt ist detailliert und ausführlich dokumentiert und das aus vielerlei Hinsicht. Chronisten und Historiker erwähnen das die Truppenstärke der Engländer weit unter der des französischen Heeres gelegen haben soll, doch die Quellen sind manchmal etwas widersprüchlich. Fakt ist aber, dass die englischen Bogenschützen den entscheidenden Anteil zum Sieg der Engländer erbracht haben. Die Langbögen waren gefürchtet und noch mehr das Talent der Bogenschützen. Effektiv eingesetzt auf naher Distanz konnten die Bogenschützen in der Schlacht von Azincourt die französische Kavallerie und die gewappnete Infanterie aufhalten; zeitweise wurden die verschiedenen Truppenverbände sicherlich in Panik und Unruhe versetzt. Die englischen Pfeile konnten, wenn sie im richtigen Winkel auf die Panzerung der Ritter aufschlug, diese durchschlagen und fürchterliche Wunden verursachen. Wenn ein „Ritter“ also das Visier seines Helmes offen lies, um im Kampfgemenge eine besser Sicht zu erlangen, konnte dies schnell der letzte Fehler seines Lebens sein. Die Bogenschützen und ihre Treffsicherheit waren gefürchtet. Ein geübter Schütze konnte ca. 12 Pfeile in der Minute genau ins gewünschte Ziel bringen und im englischen Heer gab es hunderte von Bogenschützen. Ausgerüstet waren die Bogenschützen nicht nur mit Bögen sondern auch mit langen Messern, Schwertern oder Hämmern, um so, wenn es erforderlich war, die gepanzerten Feinde "zu Fuß“ zu töten. Chronisten und Historiker erzählen von einer grausamen, brutalen Schlacht, in der kaum Gnade gewährt wurde. Schon in der Schlacht fielen viele französische Adlige und diejenigen, die in Gefangenschaft gerieten, wurden trotzdem auf Weisung von König Heinrich exekutiert. Die Nachwirkungen dieser Schlacht sollte die Politik von Heinrich V. positiv beeinflussen. Bernard Cornwell hat in seinem Roman „Das Zeichen des Sieges“ die Schlacht um Azincourt thematisiert und einen großen historischen Roman verfasst. Inhalt Nicholas Hook ist der einfache Sohn eines Schäfers und Forstmann im Dienste von Lord Slayton. Seit ganzen zwei Generationen schon befindet sich die Familie von Hook in Fehde mit den Perrills, und es gab in beiden Clans schon merkwürdige tödliche Zu- und Unfälle. Nick Hook ist zudem noch ein talentierter Bogenschütze, der es versteht seinen Langbogen todbringend gegen Wilderer einzusetzen. Sollte ihm also ein verhasster Perrill vor dem Bogen kommen, so würde es schnell einer weniger sein. Um seiner Ärmlichkeit und der Familienfehde zu entgehen, tritt Nick Hook in den Dienst als Bogenschütze seiner Majestät König Heinrich V. in das englische Heer ein. Als einfacher Soldat stellt Nick schnell fest, dass das Leben hart und gefährlich sein kann. Als die französische Stadt Harfleur von den Engländern angegriffen und belagert wird, kommt es zu ersten Kämpfen und auch Nick tötet mit seinem Langbogen nicht wenige Feinde Englands. Als er in den Wirren der Kämpfe von seiner Truppe getrennt wird, wird er Zeuge, wie sich französische Ritter an den feindlichen Bogenschützen rächen. Ihnen werden die Finger der rechten Hand abgeschlagen, die Augen ausgestochen und weitere Grausamkeiten lassen sich die Franzosen einfallen, um ihren Hass auszuleben. In mitten dieser Situation rettet er der Nonne Melisande das Leben, die ihm auf ihrer Art beweist, dass Franzosen genauso Menschen sind wie er selbst. Melisande schließt sich Nick und dem englischen Heer an, denn freiwillig war die Tochter eines französischen Adeligen nicht im Kloster. Auf dem Weg nach Calais bricht in den Reihen des englischen Heeres die Ruhr aus, der viele Soldaten und Adlige zum Opfer fallen. Die Truppenstärke unter König Heinrich V. verringert sich rasch und die Gefahr eines französischen Angriffs auf die arg dezimierte Invasionstruppe ist mehr wie wahrscheinlich. Unter mühseligen Qualen und Erschöpfung wird das englische Heer im Morgen des 25. Oktobers 1415 bei Azincourt schließlich vom französischen Heer aufgehalten. Die Zeichen des Krieges stehen auf Tod, denn die fFranzösischen Flaggen deuten auf keine Gnade gegenüber den Engländern. Nach starkem Unwetter stehen jetzt 6000 Engländer einer Übermacht von ca. 12.000 französischen Soldaten gegenüber. Nicholas und seine Freunde und Gefährten überkommt bei der erschreckenden Übermacht die Furcht vor dem Tode, doch König Henry spricht davon, dass Gott auf der Seite der Engländer ist, weil ihm rechtmäßig die Krone zusteht und sie deswegen siegen werden..... Kritik Da die Schlacht von Azincourt den Quellen nach gut dokumentiert wurde, bot sich dem Autor Bernard Cornwell viel Material zum recherchieren. Diese Chance hat er großartig genutzt. Es war keine Schlacht, in der Ritter gegen Ritter oder Ritter gegen minderwertige Gegner wie Bauern kämpften. Die Bogenschützen waren natürlich nicht unbedingt vom Adel, aber sie waren eine Eliteeinheit. Ihr Erfolg in der Schlacht war wörtlich genommen durchschlagend. Historiker und Militärforscher erwähnen immer wieder ihren Einsatz, aber nicht zu vergessen ist auch die strategische und taktische Ausrichtung der englischen Truppen. Die Franzosen unterschätzten das königliche englische Heer, ihre Zahl war arg durch Krankheit und vorherige Kämpfe dezimiert, und die Aussicht auf einen glorreichen Sieg mit sehr wenig Verlusten lag auf der Hand. Ein tödlicher Fehler wie sich später herausstellte. Als der gefiederte Tod auf das französische Heer prasselte, waren die Ritter zwar geschützt durch ihre Harnische, Helme und Rüstungen, nicht aber die Pferde und manch ein verirrter Pfeil brachte, wenn nicht dem Reiter, dann seinem Pferd den Tod. Diese Panik führte wohl zu manch unüberlegter Attacke auf die Bogenschützen, die vor ihrer Stellung schwere und angespitzte Holzpflöcke in den durchweichten Boden gepflanzt haben. Für manche französischen Reiter bedeutete dies in der ersten Angriffswelle den sicheren Tod, so dass der gefallene Ritter und sein Kriegspferd eine natürliche Barriere bildeten für nachfolgende Reiterei und Infanterie. Noch heute sprechen manche Historiker von einer blutigen und brutalen Schlacht, die es höchstwahrscheinlich auch war. Bernard Cornwell erzählt „Das Zeichen des Sieges“ aus der alleinigen Sicht seines Protagonisten Nicholas Hook, im Buch auch einfach Nick genannt. Seine Laufbahn als einfacher Bogenschütze, der sich in der militärischen Hierarchie hochdienen kann, ist realistisch erzählt, ebenso der Ablauf der Kampfhandlungen auf den Schlachtfeldern. Wie bewährt bedient sich der Autor immer der Figur eines einfachen Soldaten, der die Hauptrolle spielt. Nicholas Hook ist jung, unerfahren, aber nicht naiv oder gar dumm. Er hinterfragt nicht die Politik seines Königs oder den Grund, warum er fern der Heimat kämpfen und töten muss und vielleicht selbst den Tod findet. Er funktioniert einfach, mehr nicht. Nicholas Hook ist ein Soldat, kein Ehrenmann, kein Ritter, der auch in der Schlacht streng nach einem Kodex oder Verhaltensregeln kämpft; er tötet effektiv und brutal, und manchmal mordet er auch ohne sich mit seinen Gewissen auseinanderzusetzen. Da der Autor seinen Hauptprotagonisten gedanklich kaum zu Wort kommen lässt, wirkt dieser manchmal sehr kaltherzig und dadurch unsympathisch. Bei anderen Figuren ist dieses Muster genauso zu beobachten. Aus der Perspektive eines Soldaten vielleicht auch nachvollziehbar, vor allem wenn man in solch einer Konfliktsituation steckt. Cornwell hält sich nicht damit auf, eine Wertung abzugeben, er verhält sich als „neutraler“ Autor und nimmt weder Partei für die Engländer noch für die Franzosen. Seinen Fokus richtet er ganz nach Fakten aus und weiß, was es heißt zu begeistern. Einzig und allein wirft Cornwell einen kritischen Blick auf die katholische Kirche und ihre „Geistlichen“, die mehr weltlich als fromm reagieren. Beim Lesen ist dies im Gegensatz zu den anderen Romanen aus Cornwells Feder sehr auffällig. Sicherlich erzählt der Autor in kurzen Abständen etwas von der Vergangenheit des jungen Helden, aber irgendwie entfaltet sich die Figur des Nicholas Hook nicht vollständig. Viel mehr Wert wurde auf die Spannung gelegt, und die gibt es in dem Roman satt und reichlich. Da die Geschichte gleich mit einem geplanten Mordversuch beginnt, wird der Leser sofort ins Geschehen katapultiert, und so geht es Kapitel für Kapitel weiter. Die Belagerung von Harfleur, der katastrophale Marsch auf Calais und schließlich die alles entscheidende Schlacht in Azincourt, jenseits des Kanals, lassen den Leser nicht viel Gelegenheit zur Ruhe. Bernard Cornwell konzentriert sich auf die Kampfhandlungen im Roman, nicht auf seine Protagonisten, die eigentlich nur Nebendarsteller sind. An Spannung geht dabei nichts verloren, vielleicht etwas an Tiefgang, aber auch das ist gemessen an der gründlichen Recherche entschuldbar. Nick und seine Gefährten, wie auch die französische Adelige Melisande, sind eine bunt zusammengewürfelte, interessante Gemeinschaft, doch agieren sie wenig dynamisch untereinander. Mit wenig Dialogen aber mit mehr Gewicht auf der Schilderung von den blutigen und brutalen Kämpfen verändert Bernard Cornwell ein wenig seinen sonst gewohnten Stil zu erzählen. Auch die detailreiche Schilderung der Kämpfe zwischen den Parteien wird so brutal und blutig erzählt, dass Ritterlichkeit und Ehre keinen Platz auf dem Schlachtfeldern haben. Verletzten Rittern wird das Visier hochgeschoben und der Tod durch ein herab sausendes Schwert oder Messer ist das letzte, was dieser wahrnimmt. Es werden keine Gefangenen gemacht, z.B. die Schilderung der Folterung in Haft genommener englischer Bogenschützen ist mehr wie grausam, aber auch realistisch, denn der Hass war doch arg über Generationen hinweg gesät. Fazit Der Spannungsbogen ist sehr, sehr weit oben und nimmt auch im Laufe der Handlung nicht ab. Da sich Bernard Cornwell nicht den Luxus nimmt, die damalige politische Lage und den 100jährigen Krieg im Detail zu schildern und so zeitlich gesehen ein wenig auszuschweifen, konzentriert sich die gesamte Handlung nur auf wenige Monate und deren Momente. Das Tempo ist mehr als schnell, die Kämpfe primär im Vordergrund, aber diese so spannend beschrieben, dass der Leser nicht zur Ruhe kommt und auch gar nicht aufhören möchte zu lesen. „Das Zeichen des Sieges“ ist ein anderer Cornwell, aber garantiert kein schlechter. Er ist schneller, brutaler, konzentrierter, aber der Autor befasst sich ja auch mit der „eigentlichen“ Schlacht von Azincourt und nicht mit dem 100jährigen Krieg und den politischen Konflikten Englands und Frankreichs in mehreren Bänden. So ist das Buch kein typischer Roman aus der Feder Cornwells. Schnell und spitz wie ein Pfeil entwickelt sich die Handlung und trifft dann genau ins Ziel. So muß ein historischer Roman erzählt werden! „Das Zeichen des Sieges“ ist ein Muß für jeden Freund historischer Romane. Michael Sterzik für www.historische-romane.de

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