Bernard Cornwell Das letzte Königreich

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Inhaltsangabe zu „Das letzte Königreich“ von Bernard Cornwell

Mit den Drachenbooten kommt der Tod. Nordengland im Jahre 866: Mit zehn Jahren erlebt der Fürstensohn Uhtred den Einfall der Wikinger. Sein ungestümer Mut in der Schlacht beeindruckt den Anführer der Dänen so sehr, dass er Uhtred verschont und als Ziehkind aufnimmt. Mit den Jahren wird der Junge fast einer von ihnen. Nach Raub- und Eroberungszügen voller Blut und Gewalt droht auch Wessex, das letzte der fünf angelsächsischen Königreiche, an die Eroberer zu fallen. Doch da wechselt Uhtred wieder die Seiten ... «Vielleicht der größte Autor historischer Abenteuergeschichten, den die Gegenwart kennt.» (Washington Post)

Gewaltiger Auftakt!

— Samaire

Spannender und gut geschriebener historischer Roman, aber die Wankelmütigkeit von Uhtred irritierte mich.

— Asfaloth

Etwas langatmig, aber mit spannenden Sequenzen. Eine ganz andere Welt.

— Lesemaus85

Cornwell versteht es, den Leser in eine andere Zeit zu entführen und nicht mehr loszulassen!

— Alondria

Es ist echt ein super Buch, das süchtig auf mehr macht, zum Glück gibt es auch mehr ; )

— Lillylovebooks

Literarisch nicht überzeugend, wenig ausgearbeitete Charaktere und letztlich lieblos aneinander gereihte Schlachtengemälde. Enttäuschend!

— BerniGunther

Der Beginn einer großartigen Saga um Uthred in England des 9. Jahrhunderts. Macht suchtig nach mehr. Und das beste es gibt mehr davon :-)

— MRU

Für den Erzählstil habe ich etwas Geduld ngebraucht, aber dann wurde es spannend. Großes Wikingerabenteuer!

— derMichi

Ein Männerbuch?!? Na sowas ... ;-)

— elane_eodain

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    Das letzte Königreich

    Samaire

    24. August 2017 um 13:29

    Als in Nordengland die Wikinger einfallen, ändert sich für den jungen Uthred alles. Er wird, aufgrund seines Mutes in der Schlacht von dem Wikinger Ragnar aufgenommen und fortan als sein Ziehsohn aufgezogen. Er lernt die Bräuche und Gepflogenheiten der Nordmänner kennen und gerät schließlich zwischen die Fronten. Es kommt dazu, dass sich Uthred entscheiden muss, ob er Nordmann oder Engländer sein möchte. „Das letzte Königreich“ markiert den ersten von bisher 10 Büchern der Uthred Saga. Cornwell ging mir bisher vollkommen unter und ist erst durch die gleichnamige Netflixverfilmung auf meinem Radar gelandet. Ich gebe offen und ehrlich zu, dass mich das auch etwas abgeschreckt hat, da schon von Beginn klar war, dass ich kein befriedigendes Ende der Geschichte erhalten werde. Ganz so war es zwar nicht, wird doch eine entscheidende Frage des Romans aufgelöst, aber das große Ganze wird sich sicherlich in einem der vielen Folgebände offenbaren. Man kann also durchaus auch nur Band eins lesen und wird nicht vollkommen in der Luft hängen gelassen. Ich tue mich manchmal schwer mit historischen Romanen. Hier habe ich auch Herausforderungen mit den Städtenamen gehabt. Ich wusste praktisch nie, wo sich unsere Helden befinden (finde aber auch das ewige Nachschlagen auf der Karte unpraktisch). Davon ab, wurden die Unterschiede zwischen Nordmännern und Engländern schön aufgezeigt, ohne vorzuverurteilen. Uthreds Figur hat sicherlich noch viel Potential und ich bin schon sehr interessiert, was mit ihm in den nächsten Bänden geschehen wird. Das Buch war ein guter Auftakt und hat mir so gut gefallen, dass ich weitere Bände der Reihe schon auf meinen Wunschzettel gepackt habe. Einzig die Tatsache, dass es eine sehr große Reihe ist und die umständliche Namensgebung der Städte, lassen mich einen Punkt abziehen.

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  • Denn seinem Schicksal entkommt niemand...

    Das letzte Königreich

    Lesemaus85

    18. July 2017 um 20:07

    Die Barden mögen in zahllosen Versen beschreiben, was sich dort zugetragen hat, doch jede Schlacht ist im Grunde wie die andere. Männer sterben. Im Schildwall herrschen Schweiß, Grauen, Kampf, halbe Treffer, ganze Treffer, Schreie und der Tod.*********************************************************Nordengland, im Jahre 866: Uthred ist gerade 10 Jahre alt, als die Wikinger in seiner Heimat einfallen. Sein ungestümer Mut in der Schlacht beeidruckt Ragnar, den Anführer der Dänen.  Er nimmt Uthred als Ziehkind auf. Nach Jahren, voller Raub- und Eroberungszügen, ist Uthred im Herzen doch ein Engländer. So kommt der Tag an dem er wieder die Seiten wechselt... um für sein Land und seine Heimat in den Krieg zu ziehen...************************************************************Eine spannende Zeit. Die Wikinger. Die Engländer. Der Krieg.Krieg und Tod.Der Autor bringt die Geschichte Uthreds gut aufs Papier. Für mich allerdings mit einigen Längen. Der Schreibstil ist mir zu nüchtern. Man lernt die anderen wichtigen Personen nicht besonders gut kennen bzw. konnte ich mich nicht in die Charaktere versetzen.Aber sonst gut erzählt. Ein stetiger Fluss an Kämpfen ohne besondere Höhepunkte.

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  • [Rezension] Bernard Cornwell: Das letzte Königreich

    Das letzte Königreich

    Alondria

    15. May 2017 um 12:06

    Das Buch Mit den Drachenbooten kommt der TodNordengland im Jahre 866: Mit zehn Jahren erlebt der Fürstensohn Uhtred den Einfall der Wikinger. Sein ungestümer Mut in der Schlacht beeindruckt den Anführer der Dänen so sehr, dass er Uhtred verschont und als Ziehkind aufnimmt. Mit den Jahren wird der Junge fast einer von ihnen. Nach Raub- und Eroberungszügen voller Blut und Gewalt droht auch Wessex, das letzte der fünf angelsächsischen Königreiche, an die Eroberer zu fallen. Doch da wechselt Uhtred wieder die Seiten ... Meine Meinung Erst die Netflix-Serie "The Last Kingdom" hat mich auf den Geschmack der Uhtred-Saga gebracht. Nach der Serie habe ich sämtliche Hörbücher gehört und nun endlich das erste Buch der Reihe gelesen. Man kann sich fragen, ob das nicht irgendwann langweilig wird, wenn man doch die Geschichte schon kennt. Aber ich sage euch: Nein, nicht in diesem Fall!Bernard Cornwell ist ein Meister seines Faches und fesselt den Leser mit wortgewandten Schilderungen historischer Hergänge von der ersten bis zur letzten Seite. Sein Schreibstil ist angenehm und lässt beim Lesen den Alltag und alles um einen herum vergessen. Trotz einer Länge von 480 Seiten ist der Roman kurzweilig, die Spannung immer vorhanden. Cornwell baut eine auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte um den fiktiven Krieger Uhtred auf, die den Leser nicht mehr loslässt.Die Charaktere sind vollkommen authentisch dargestellt und das liegt sicherlich nicht nur an den zum Teil wirklich überlieferten Personen, die in diesem Roman eine große Rolle spielen. Auch die fiktiven Figuren (wie beispielsweise Uhtred und Ragnar) wirken realistisch und sind perfekt in ihre historisch reale Welt eingefügt. Es macht Spaß, die Charaktere bei ihrer Entwicklung über die Jahre hinweg zu begleiten und ihnen so immer näher zu kommen.Dass die Geschichte größtenteils historischen Fakten entnommen ist, macht das Ganze sehr interessant und noch einmal spannender. So kann man sich mit britischer Geschichte beschäftigen, ohne "trockene" wissenschaftliche Werke lesen zu müssen. Natürlich sollte man nicht glauben, dass es genau so und nicht anders war, aber der grobe Ablauf der Geschehnisse stimmt und auch die Könige haben sehr wohl existiert. Fazit Alles in Allem bin ich absolut begeistert von diesem historischen Roman. Bernard Cornwell versteht es, den Leser in eine andere Zeit zu entführen und nicht mehr loszulassen. Eine klare Empfehlung meinerseits! Auch die Netflix-Serie und die Hörbücher lohnen sich. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil der Uhtred-Saga, der nur darauf wartet, von mir gelesen zu werden!

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  • Das letzte Königreich - Wer wird siegen ?

    Das letzte Königreich

    Filzblume

    03. July 2016 um 16:55

    Er lachte höhnisch und sagte: «Was weißt du schon? Ich habe dich mitgenommen, weil du lernen musst, wie es in der Schlacht zugeht. Weil unsere Männer sehen sollen, dass du dabei bist. Aber du wirst nicht kämpfen. Du bist ein Welpe, der, ohne selbst zu beißen, beobachtet, wie die alten Hunde ein Wildschwein reißen. Du wirst beobachten und lernen, beobachten und lernen. Es soll dir eines Tages nützlich sein. Doch vorerst bist du nur ein kleines Hündchen.» Mit einer Geste entließ er mich. Das sagte der Vater Uhtred zu seinem Sohn Osbert. Er wird seinen Vater nicht mehr lebend sehen. Denn die Dänen erschlugen nicht nur seinen Bruder, der auch Uhtred hieß, sondern töten auch den Vater. Blind vor Wut und Rache wirft sich Osbert den überlegenden Ragnar mit einem Holzschwert entgegen. Der Däne überrascht und belustigt über den 10 jährigem, lässt ihn am Leben und nimmt ihn auf. So verbringt Ostbert, der jetzt Uhtred heißt, als letzter Überlebender seine Kindheit unter Heiden. Uhtred lebt unter den Dänen, er nimmt ihre Sprache an und ihre Götter. Er lernt zu kämpfen und passt sich der Lebensweise der Dänen an. Die Dänen ziehen plündernd und mordend durch die englischen Königreiche. Ein letztes Königreich gilt es einzunehmen, Wessex, das ist schwieriger als gedacht, denn König Alfred, ein schlauer, frommer aber rücksichtsloser Herrscher er will die Dänen zurückschlagen. Uhtred gerät immer zwischen die Fronten, hin und hergerissen von Unabhängigkeit und Glauben - sich Ragnar, der ihn wie ein Vater aufzieht, zu beweisen, muss er sich entscheiden Däne zu bleiben oder wieder Engländer zu werden. «Wenn er den Jungen auch nur anrühren sollte», fuhr Ragnar harsch dazwischen, «werde ich ihm die scheelen Augen richten, bevor ich seinen Memmenbauch bis hinauf zum dünnen Hals aufschlitze.» Mir hat dieser Roman sehr viel Lesefreude bereitet. Der Spannungsbogen hält bis zum Schluss an. Alle Figuren sind so authentisch, das ich Ragnar, Uhtred, Ubba, Alfred oder Brida, eine Waise, mir sehr bildlich vorstellen konnte. Cornwell muss sich keiner Klischees bedienen. Keine Romancen verwässern den Roman. Es gibt viel Gemetzel und viel über Schlachten zu lesen. Wie die Wikinger gekämpft haben, was sie antrieb, warum sie so erfolgreich waren. "Ich aber wollte in den Schicksalsfäden des Lebens ein Muster finden. Am Ende entdeckte ich eines, aber es hatte nichts mit irgendeinem Gott zu tun, sondern mit den Menschen. Mit den Menschen, die wir lieben." 5 Sterne+

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  • Entstehung von "Englaland"

    Das letzte Königreich

    Minje

    03. June 2016 um 14:31

    "Das letzte Königreich" von Bernard Cornwell erschien 2007 im Rowohlt Verlag. Es ist der erste Band der 9 teiligen Uhtred Serie. Inhalt 866- 875 n.Chr. Die Dänen greifen Northumbria, Mercia, Wessex und Eastanglia mehrfach an. Der 10jährige Uthred (Fürstensohn) wird am Leben gelassen. Gemeinsam mit Rorik, Ragnar und Thyra erlebt er seine Kindheit bei den Dänen und lernt das Kämpfen. Ab dem 16. Lebensjahr auf sich allein gestellt, kehrt er zurück zu den Engländern... Thema Vorherrschendes Thema ist natürlich der Krieg zwischen den Dänen und England. Auch Rache und Blutfehde sind ein wichtiges Thema. Außerdem wird der Unterschied zwischen Christen (England) un Dänen (Heiden) geschildert. Meinung Die Namen: Wirklich viele Namen die mit AE anfangen. Und außerdem: Der Vater nennt seinen Sohn xxx und dieser nennt seinen erstgeborenen auch wieder xxx. Oh ...da muss man schon SEHR konzentriert lesen um nichts durcheinanderzubringen. Handlung: Trotz der Namen ist die Handlung gut nachvollziehbar. Der Roman wurde spannend geschrieben. Ein schöner Schreibstil. Uthred: Er gefällt mir. Aufgrund seiner Geburt und dem Handeln seiner Verwandschaft ist er in einer schwierigen Position. Schön, wie er bis jetzt damit umgeht. Dass er die Bebbanburg zurückhaben will, kann ich gut verstehen- es ist ja sein gutes Recht. Er ist jemand, der sich entwickelt, der zum Mann heranreift und viel lernt. Nachwort ist informativ: Hier erfährt der interessierte Leser, welche der Personen historisch und welche fiktiv sind. Genau dass, was wichtig ist. Außerdem wird hier nochmal die wichtige Bedeutung von König Alfred klargestellt. Fazit Auch wenn mir der 6. Band nicht gefallen hatte- der erste Band ist super und ich werde definitiv die ganze Saga lesen!

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  • Lesenswerter Auftakt

    Das letzte Königreich

    ChristianeL

    07. May 2016 um 12:52

    "Das letzte Königreich" erzählt die Geschichte der Kämpfe zwischen Angelsachsen und Wikingern in den Jahren 866 bis 875 aus der Perspektive des Fürstensohns Uhtred. Als Zehnjähriger gerät Uhtred in die Gefangenschaft der Dänen und wächst bei den wilden Kriegern auf. Aus anfänglicher Ablehnung wird bald Bewunderung für Ragnar, seinen Ziehvater. Die Dänen bieten einem kämpferischen Jungen wie Uhtred viel - sie sind wilde Krieger, die auch zu feiern wissen.  Schon bald übernimmt Uhtred den Glauben seiner neuen Familie und betet Thor und Odin an. Doch das Schicksal führt ihn zurück zu den Engländern, wo er zu einem großen Kriegsherrn wird. Mehr möchte ich hier nicht verraten. Meine Meinung: Für mich, die ich Fan von Cornwells Arthur-Saga bin, erschien mit die Geschichte von Uhtred etwas langatmig, da sie sich sehr auf die Kämpfe und kriegerischen Auseinandersetzungen konzentrierte. Was mich jedoch jedesmal bei Bernard Cornwell begeistert, ist seine Erzählstimme. Man hat wirklich den Eindruck, ein heranwachsender, rauer Krieger berichtet seine Lebensgeschichte. ... und nicht zu vergessen: der Humor kommt nicht zu kurz, vor allem auf Kosten des Christentums, dem der kämpferische Uhtred einfach nichts abgewinnen kann: "Ubba schaltete sich ein, er wollte wissen, was es mit diesem Himmel auf sich habe. Eifrig schilderte Edmund seine Freuden, doch Ubba spuckte nur verächtlich aus, als ihm klar wurde, dass der christliche Himmel eine Art Walhalla ohne Feiern und Vergnügungen war. "Und da wollt ihr Christen wirklich hin?", fragte er ungläubig." 

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  • Grandioser Auftakt

    Das letzte Königreich

    Rissa

    17. December 2015 um 12:39

    Inhalt Northumbria, 866: Als Drachenboote an der Küste gesichtet werden, stellen sich die Angelsachsen den Wikingern entgegen. Unter ihnen ist Uhtred, Aldermann der Bebbanburg, der von einem Sieg ausgeht und deshalb seinen zehnjährigen Sohn, der ebenfalls Uhtred genannt wird, mit in den Krieg ziehen lässt. Doch die Engländer geraten in eine Falle, die Verteidiger werden von den Dänen besiegt, der junge Uhtred, der in der Schlacht großen Mut bewiesen hat, gefangen genommen. Doch der Junge fühlt sich bei Earl Ragnar wohl, ist dieses Leben doch so ganz anders als das, was er bisher geführt hat. Nur eines ärgert ihn: Sein Onkel nennt sich nun Aldermann, ein Titel, der einzig ihm zusteht… Meine Meinung Das letzte Königreich ist der Auftakt zu einer längeren Romanreihe, deren Ende zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abzusehen ist. Der Ich-Erzähler Uhtred berichtet hier sehr subjektiv über die Ereignisse in seiner Jugend und wertet diese gelegentlich in seinem Rückblick. Dabei erkennt man schon sehr früh, wie hier die Prioritäten gesetzt werden: Die Demonstration von Stärke durch Muskelkraft oder durch Siege im Krieg ringen Uhtred Bewunderung ab, Lesen und Schreiben sowie die christliche Religion, die Barmherzigkeit anstelle von Kampfesmut belohnt, stoßen ihn ab. Romantik kann man hier kaum erwarten, treten insgesamt doch eher wenige Frauen auf, meistens werden sie nur dann genauer beschrieben, wenn sie für die Entwicklung von Uhtreds Lebensweg verantwortlich sind. Dafür gibt es die eine oder andere längere Beschreibung von Schlachten, die zwar nicht ganz so exzessiv ausfallen wie in einigen anderen Büchern Cornwells, dafür aber nicht weniger blutig beschrieben werden. Die Sprache ist direkt, manches Mal auch fast obszön, auch wird mit Schimpfwörtern nicht gespart, doch passt dies zu dem Charakter der Hauptperson. Zu Beginn des Romans ist Uhtred ein kleiner Junge von gerade einmal zehn Jahren. Obwohl mit dem Tod seines Vaters und mit Sklavenarbeit verbunden, ist das Leben bei den Dänen für ihn aufregend und seinem alten Leben vorzuziehen. Und so ist es kein Wunder, dass er sich bald den Dänen näher fühlt als den Angelsachsen, er spricht ihre Sprache, zieht ihre Götter dem Christentum vor und wird später sogar von Ragnar als Ziehsohn anerkannt. Dennoch ist seine Loyalität nicht unerschütterlich. Andere Charaktere werden zwar anschaulich, aber nicht allzu ausschweifend beschrieben, was für eine Ich-Erzählung eigentlich die Regel ist. Dies wird dadurch unterstützt, dass Uhtred immer wieder von anderen Personen umgeben ist und selten jemand über einen längeren Zeitraum an seiner Seite bleibt. In diesem Roman werden, durch die subjektive Beschreibung Uhtreds gewertet, die Eroberung weiter Teile Englands durch die Wikinger und die ersten Jahre Alfreds des Großen als König von Wessex beschrieben. Sehr oft ist der junge Mann Teil des Geschehens und nicht bloß außenstehender Beobachter. Zwischen den großen Ereignissen wird das Leben der Menschen, Däne wie Engländer, beschrieben, wobei hier nicht allzu sehr auf Details eingegangen wird. Die Darstellung halte ich für überwiegend glaubwürdig, auch wenn Uhtred so manches Mal sehr viel Glück hat. Dabei gibt es hier nicht den einen großen Spannungsbogen, vielmehr hangelt sich die Geschichte von Wendepunkt zu Wendepunkt mit kleineren Höhepunkten zwischendurch und einem etwas größeren gegen Ende. An Zusatzausstattung weist dieses Buch eine Karte sowie Erläuterungen zu Ortsnamen auf, die hier zeitgenössischen Schreibweisen entsprechen. Auch ein Nachwort, unter anderem zum historischen Kontext, ist enthalten und bietet einige weiterreichende Informationen. Fazit Der Auftakt zu Cornwells Saxon Chronicles hat mir ausgesprochen gut gefallen, er ist spannend, informativ und herrlich subjektiv. Romantik sollte man nicht erwarten, und große Gefühle gibt es vor allem dann, wenn Uhtred seine Liebe für den Kampf deutlich macht. Wer sich für die Zeit Alfreds des Großen und die Wikinger in England interessiert, dabei aber keine Probleme mit blutigen Beschreibungen hat, darf hier gerne genauer hinschauen.

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  • Super spannend

    Das letzte Königreich

    maxibiene

    14. August 2013 um 08:36

    Uhtred hieß nicht immer Uhtred. Erst als sein älterer Bruder gleichen Namens von den Dänen in einem Kampf getötet worden ist und sein Vater völlig emotionslos beschloss, dass der 10jährige Osbert nun das Erbe übernehmen sollte, wurde er zu Uhtred umgetauft. Die Dänen hingegen zogen weiter, von Dorf zu Dorf, von Königreich zu Königreich und metzelten alles dem Erdboden nieder. Niemand blieb unverschont. Die Menschen wurden getötet, die Dörfer nieder gebrannt. In Uhtred reifte die Rache, bis er seine Chance sah und seinen Angreifer, den Grafen Ragner töten konnte. Doch sein Schwert erreichte sein Ziel nicht; es brach. Ragner, der sich vor Lachen nicht halten konnte, aber den Mut seines Rächers erkannte, nahm ihn als Entführten bei sich auf und erzog ihn wie seinen eigenen Sohn. Uhtred wuchs heran, lernte die Sprache der Wikinger sprechen und wurden schließlich als Spion gegen die Engländer eingesetzt, als die Dänen das letzte und reichste Königreich Wessex erobern wollten. Aber Uhtred hatte sich auch Feinde gemacht, die von seinem Onkel ausgesandt worden sind, um ihn zu töten. So musste er schon als 13jähriger um sein Leben fürchten. Im Verlauf der weiteren Jahre geriet Uhtred immer wieder in heikle Situationen, die er stets zu meistern pflegte. Bernard Cornwell beginnt seine Handlung recht blutig, in dem er seine Leser direkt in die Konflikte zwischen den Engländern und den Wikingern katapultiert. Man muss mit erleben, auf welche blutrünstige Art und Weise die Menschen gefoltert und regelrecht abgeschlachtet werden. Man erlebt die großen Raubzüge der Wikinger quer durch England, die vor nichts zurück schrecken, plündern, morden, brandschatzen und schänden. Mit einem etwas anderen Sprachstil, der leicht und mit einer Spur Witz versehen ist, präsentiert der Autor seinen ersten Band der Uhtred-Serie. Kurze, knappe Sätze ohne große Ausschmückungen, die immer mit einer gewissen Spannung versehen sind, machen das Lesen zu einem großen Vergnügen. Der Autor erzählt seine Story hauptsächlich aus der Perspektive von Uhtred in der Ich-Version. Dabei spielen die persönlichen Gedankengänge von Uhtred eine wesentliche Rolle, die einen guten Einblick in sein Seelenleben geben. Die teilweise etwas ironische Darstellung seiner Betrachtungen bringt auch die vorliegende Lockerheit in den Plot. Die Protagonisten sind gut dargestellt. Uhtred, der bei den Dänen eine, seiner Meinung nach perfekte Kindheit erlebt, unter kampferprobten Männern frei und ungehindert aufwachsen darf und von Priestern verschont bleibt, wird von den Dänen allerdings auch zur Gewalt ermutigt. Er wird zu einem Kämpfer ausgebildet, der später König Alfred von Wessex noch einmal sehr zu Nutze sein wird. „Das letzte Königreich“ zeigt das Leben von Uhtred während einer Zeitspanne von 10 Jahren, beginnend ab dem Jahr 866, auf. Man lernt Uhtred als Kind kennen und zu einem Mann heran wachsen. Die Handlung dominiert im Wesentlichen von den Raubzügen der Dänen. Die dem Buch vorangestellte Übersichtskarte von England lässt den Leser den Verlauf ihrer Kampfhandlungen und Raubzüge gut mitverfolgen. Es ist unabstreitbar, dass der Autor für das Buch gut recherchiert hat. Es fühlt sich authentisch an und wird von einem historischen Hintergrund begleitet.

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  • Rezension zu "Das letzte Königreich" von Bernard Cornwell

    Das letzte Königreich

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. February 2013 um 14:12

    Inhalt: England wird von den Dänen heimgesucht und eingenommen - bis auf das letzte Königreich eben. Der Engländer Uhtred wird von den Dänen aufgenommen, nachdem sein Vater bei einer Schlacht stirbt. Bei den Dänen lernt er das Leben im Kampf kennen und lieben. Das "englische Leben" war bisher eher eins des Lesen-Lernens und eher langweilig. Nachdem aber seine neue, dänische Familie von Dänen umgebracht wird, wird Uhtred klar, dass er eben doch Engländer und nicht Däne ist. ** ** ** ** ** ** *** Schreibstil: Der Protagonist erzählt seine Biographie und lässt mich als Leser so rückblickend an ihr teil nehmen. Eine schöne und schlichte Sprache. ** ** ** ** ** ** *** Zeitstrang/ Fortschreiten der Geschichte: Es werden ca. 15 Jahre +/- beschrieben. Die Zeitsprünge sind kaum erlebbar und trotzdem kam bei mir nicht das Gefühl von Langeweile auf. ** ** ** ** ** ** *** Quintessenz: Das Erstaunlichste fand ich, dass ich ein anderes Buch von Cornwell nur 20 Seiten gelesen habe, und es dann zur Seite legen musste, weil ich mit seinem Stil einfach nicht klar kam ("Der Winterkönig"). Dann hatte ich eben noch dieses Buch/ diese Reihe von ihm mir ausgeliehen und wollte es eigentlich schon wieder der Bücherei zurück geben. Doch aus Langeweile begann ich dieses Buch zu lesen und es war ziemlich schnell klar: Hier hat Cornwell ganz nach meinem Geschmack ein Buch verfasst! Super. Eine schöne, in sich stimmige Geschichte. Ein Stern abzug, weil mir alten angelsächsischen Ortsnamen schwerfallen und ich lieber heutige Namen gelesen hätte. Das hätte mir eine deutlich bessere Orientierung gegeben. ** ** ** ** ** ** ***

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  • Rezension zu "Das letzte Königreich" von Bernard Cornwell

    Das letzte Königreich

    HarryF

    10. November 2012 um 20:19

    Ich weiß nicht ... Irgendwie wirkt das ganze Buch wie eine lieblose Aneinanderreihung von Episoden. Die Figuren haben NULL Tiefgang, die Zusammenhänge sind auch nicht wirklich spannend und man braucht null Intelligenz um der ganzen Geschichte zu folgen. Trotzdem gibt's 3 Sterne, weil's auch ein richtiges Männerbuch ist: Es geht um Ehre, Freundschaft, Leidenschaft. Es wird gekämpft, gesoffen und gehurt was das Zeug hält! ;)

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  • Rezension zu "Das letzte Königreich" von Bernard Cornwell

    Das letzte Königreich

    Gruenente

    05. July 2012 um 19:45

    9. jahrhundert. Die Dänen überfallen England.
    Viele Schlachten viele, Schändungen, viel Blut.
    Irgendwie wohl eher ein Männerbuch.
    Trotzdem irgendwie spannend.

  • Rezension zu "Das letzte Königreich" von Bernard Cornwell

    Das letzte Königreich

    Alienor

    10. February 2012 um 00:17

    Männlich, männlicher…Bernard Cornwell! Mein erster Roman aus der Feder des englischen Autors hat mich davon überzeugt, dass es so etwas wie ein genuines Männerbuch tatsächlich gibt. Hier dreht sich alles rund um Mut, Ehre, Schlachten, Saufen und Raufen. ;-) Nordengland im 9. Jahrhundert: Der junge Uthred soll eines Tages von seinem Vater die Bebbanburg erben. Daraus wird jedoch nichts: Mit nicht einmal elf Jahren zieht er in den Krieg gegen die Dänen. Der Vater verliert sein Leben in der Schlacht. Er selbst gelangt in die Obhut des Wikingergrafen Ragnar, eines rauen, aber herzlichen Mannes, der ihn, beeindruckt von dessen Mut, wie einen eigenen Sohn aufzieht. Von nun an ist Uthred auch an den zahlreichen Eroberungsfeldzügen der Dänen in England beteiligt und verbreitet mit seinem Schwert Angst und Schrecken. Die christliche Lehre ist ihm zuwider und er lernt, die heidnischen Götter anzubeten. Die englischen Könige mit ihren ewigen Gebetslitaneien und geistlichen Beratern hält er für feige Schwächlinge. Schließlich bleibt Wessex unter König Alfred das letzte verbliebene englische Königreich, das im Visier der Wikinger steht. Doch plötzlich stellt sein Erzfeind Kjartan Uthreds Welt auf den Kopf: Wird er doch noch die Seiten wechseln? „Das letzte Königreich“ ist lediglich der erste Band einer Fortsetzung, deren Ende noch bis heute offen ist. Augenblicklich befindet sich der fünfte Teil, „Death of Kings“, in der Übersetzung. Es geht auch im Folgenden stets um den in seiner Identität verunsicherten Uthred und den Kampf König Alfreds gegen die Wikinger. Für mich war die Erzählung leider über weite Strecken hinweg uninteressant. Dabei muss man sagen, dass ich kein Fan von Schlachtengetümmel und brutalem Blutvergießen bin. Auch strategische Kriegsführung zählt nicht zu meinen Interessensgebieten. Diese Dinge bilden jedoch ausdrücklich den Schwerpunkt. Andere Aspekte wie die Lebensumstände zu jener Zeit, Charakterzeichnungen, Uthreds innerer Konflikt oder die Liebe kamen leider viel zu kurz. Interessant fand ich lediglich den tollkühnen Ragnar und Uthreds Geliebte, den Wildfang Brida. Bei beiden wurde jedoch das Potential kaum ausgeschöpft und man erfährt wenig bis nichts über ihre Gefühlswelt -man denke zum Beispiel an Bridas Fehlgeburt, die in ein paar Sätzen abgehandelt und nie wieder erwähnt wird. Insbesondere das Porträt der Dänen, bei denen Wissen und andersartiger Glaube belächelt wurden und stattdessen Männlichkeit und Schwerter gefragt waren, ist mir ein bisschen zu stereotyp geraten. Für Fans dieser Art von Literatur ist jedoch sicherlich Unterhaltung garantiert.

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  • Rezension zu "Das letzte Königreich" von Bernard Cornwell

    Das letzte Königreich

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. February 2012 um 14:10

    Der erste Teil der Sachsen-Sage, spannend und unterhaltsam. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

  • Der Aufstieg des Uhtred

    Das letzte Königreich

    Stefan83

    08. October 2011 um 11:58

    Mit "Das letzte Königreich" legt Autor Bernard Cornwell den ersten Band seiner Sachsen-Saga vor, welche die Ereignisse rund um den Einfall der Wikinger im England des späten 9. Jahrhunderts behandelt. In England ein Bestseller, hatte die Veröffentlichung dieses Romans auch im deutschsprachigen Raum viel Lob und begeisternde Kritiken zur Folge. Um es vorab zu sagen: Diese Begeisterung vermag ich nach Lektüre des Buchs nur bedingt zu teilen, denn es gibt doch einige Kritikpunkte, die mich stören. Als ersterer wäre da Uhtred zu nennen, zu dem ich bis zum Schluss aufgrund mangelnder Tiefe des Charakters keine Beziehung herstellen konnte. Gefühle, Gedanken und Wünsche der Figur blieben mir schlichtweg verborgen. Auch die Idee, den Zwiespalt des unter Dänen aufgewachsenen jungen Engländers in den Mittelpunkt der Geschichte zu stellen, birgt zwar einiges Potenzial, von dem Cornwell allerdings viel zu wenig ausgeschöpft hat. Uhtreds ständiges Wechseln der Seiten (Erst schlachtet er ohne Gewissen Engländer ab, dann zieht er ebenso enthusiastisch für diese in den Krieg) ist schlichtweg unglaubwürdig und kann auch mit dem Verlust seiner Vaterfigur nicht erklärt werden. Hier zeigt Rebecca Gablés "Das zweite Königreich" wie man es besser machen kann. Das gerade die Hauptfiguren eines historischen Romans den Schlüssel zur Story sind, sie es sind, die die Vergangenheit zum Leben erwecken, scheint Cornwell entgangen zu sein. Stattdessen liest sich der Roman größtenteils wie die Reise von einer Schlacht zur nächsten, in denen gehackt und gemetzelt wird, bis irgendwann die Aufmerksamkeit des Lesers verlieren zu gehen droht. Da hilft auch die überproportionale Benutzung des Wortes "Schildwall" nicht. Das der Roman letztendlich trotzdem ein "gut" von mir erhält, liegt an Cornwells detaillierten Recherchen und der gelungenen Verbindung der fiktiven mit den historischen Personen. Insgesamt ist "Das letzte Königreich" ein solider, wenngleich auch unspektakulärer historischer Roman, für dessen Nachfolger ich mir eine erhebliche Steigerung erhoffe.

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  • Rezension zu "Das letzte Königreich" von Bernard Cornwell

    Das letzte Königreich

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. September 2011 um 16:32

    Inhalt: Osbert ist ein Aldermann und lebt als zweiter Fürstensohn auf der Bebbanburg. Als die Wikinger angreifen, ist Osbert gerade mal 10 Jahre alt. Sie töten seinen Buder Uhtred, woraufhin Osbert der Erbe seines Vaters wird und daraufhin den Namen seines verstorbenen Bruders annehmen muss, Uhtred. Der Vater möchte sich für den Tod seines Erstgeborenen rächen, gerät dabei aber in einen Hinterhalt. Der kleine Osbert, nun Uhtred, versucht daraufhin selbst, den Tod seines Bruders zu rächen. Die Wikinger amüsiert der Kampfesmut des 10jährigen, den Anführer Graf Ragnar beeindruckt der Mut des Kindes. So nimmt er Uhtred als sein Ziehkind auf. Uhtred lernt bei den Dänen zu kämpfen, nimmt ihre Religion an und fühlt sich bald als einer von ihnen. Er zieht mit den Dänen gegen die Engländer in den Kampf. Schon bald droht das letzte angelsächsische Königreich Wessex zu fallen. Doch da wechselt Uhtred plötzlich die Seiten. Meinung: Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive von Uhtred erzählt, was zu anfangs etwas gewöhnungsbedürftig war. Es hat etwas gedauert, bis ich in die Geschichte rein gekommen bin, doch sobald man einmal im Lesefluss ist, ist das Buch großartig. Die Darstellung der Wikinger ist Cornwell wirklich gut gelungen. Die Wikinger, die sehr häufig als böse und grausam dargestellt werden, sind in diesem Roman viel komplexer als sonst. Es ist nicht das typische Schema schwarz gegen weiß - Gut gegen Böse, sondern es variiert, allein schon durch den Charakter von Uhtred, der innerlich selbst zwischen Engländern und Wikingern zerrissen ist. Das Buch besticht nicht nur mit einer interessanten Handlung, sondern es baut auch eine solche Spannung auf, dass man zum Ende hin das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Fazit: Man muss sich nicht für Wikinger und Geschichte interessieren, um Freude an dem Buch zu haben. Der Auftakt der Uhtred Saga macht auf jeden Fall Lust auf mehr.

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