Bernard Cornwell Sharpes Aufstieg

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Inhaltsangabe zu „Sharpes Aufstieg“ von Bernard Cornwell

1809. Bitterer Winter beherrscht den Norden Spaniens. Die britischen Truppen ziehen sich nach La Coruña zurück. Lieutenant Richard Sharpe und eine versprengte Abteilung Schützen sind auf sich allein gestellt, eingekreist von der siegreichen Armee Napoleons. Sie haben nur eine Chance: Wenn sie sich Major Blas Vivar und seinen spanischen Aufständischen anschließen. Doch das hat seinen Preis, denn Vivar will die heilige Stadt Santiago de Compostela befreien, die von französischen Truppen besetzt ist. Sharpe und seinen Männern bleibt nichts anderes übrig, als einmal mehr ihren unbeugsamen Willen zu beweisen, um sich gegen die feindliche Übermacht durchzusetzen.

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  • Bastard Sharpe und seine Rifles

    Sharpes Aufstieg
    Stefan83

    Stefan83

    17. November 2012 um 15:22

    Bernard Cornwell ist ein Phänomen. Obwohl ich mittlerweile viel weniger Zeit und Gelegenheit für eine Lektüre habe als noch vor ein paar Monaten, sind seine Werke bei mir doch immer in derselben Windeseile durchgelesen. Da wird aus dem späten Abend gern tiefste Nacht. Und das Pausenbrötchen bleibt einfach mal unangetastet liegen. Worin besteht diese Faszination? Was macht dieser Autor anders, als die Konkurrenz? Eine Antwort fällt schwer, zumal sich die Sucht nach Cornwell erst langsam, nach und nach einstellt. Es ist ein bisschen wie mit den Erdnüssen in der Tüte. Wo man anfangs noch behutsam nascht, schlingt man sie irgendwann chließlich mit vollen Händen in sich hinein. Und Fakt ist: Auch der sechste Band der Reihe um den englischen Schützen Richard Sharpe knüpft nahtlos an die Qualität seiner Vorgänger an, hat diese süchtig machende Wirkung auf den Leser. Mehr noch: „Sharpes Aufstieg“ (verfilmt als Pilotfolge der Fernsehserie „Die Scharfschützen“ mit Sean Bean) ist nicht nur einer der spannendsten, sondern auch inhaltlich wichtigsten Titel dieser Serie, werden hier doch die Weichen für die späteren Abenteuer der „Rifles“ gestellt, die schließlich bis zur Schlacht von Waterloo führen werden. Im Jahre des Herrn, 1809. Richard Sharpe ist nach seinen Spionage-Tätigkeiten in Dänemark mittlerweile auf der iberischen Halbinsel gelandet. Genau gesagt in Galicien, im Norden Spaniens. Hier ist es der kleinen englischen Armee unter Sir John Moore gelungen, die Nachschubwege der französischen Truppen zu stören, welche sich, nach ihrem Feldzug in Portugal, nun gegen ihre ehemaligen spanischen Verbündeten gewandt haben. Moores Erfolge sind aber nur von kurzer Dauer, denn unter dem Kommando Napoleons schlagen die Franzosen unerbittlich zurück. Dem arg gebeutelten englischen Heer bleibt nur ein hastiger Rückzug, dessen Ende rund dreihundert Schützen unter Major Dunnett bilden. Unter ihnen ist auch Sharpe, als Quartiermeister verantwortlich für die Versorgung der Truppe, und damit auf die unbeliebteste Postion im Offiziersrang abgeschoben. Seine kämpferischen Fähigkeiten werden aber allzu bald auf die Probe gestellt. Bei einem Rückzugsgefecht in den verschneiten, nebligen Bergen wird Sharpe, gemeinsam mit einem Trupp der 95th Rifles, einer Eliteeinheit von Scharfschützen, vom Rest der Armee getrennt. Und was noch schlimmer ist: Als einziger überlebender Offizier hat er nun das Kommando über die Männer. Diese verweigern dem Emporkömmling aus den niedrigeren Mannschaftsgraden kurzerhand den Gehorsam und folgen stattdessen dem Iren Patrick Harper. Sharpe, der sich mit dieser Niederlage nicht abfinden will, gerät mit dem Hünen aneinander und wird erst in letzter Sekunde von dem spanischen Major Blas Vivar gestoppt. Dieser bietet den Rifles eine Zusammenlegung der Kräfte an. Sharpe, der keine andere Chance sieht, die britische Garnison in Portugal zu erreichen, stimmt schweren Herzens zu. Bereits nach kurzer Zeit muss er jedoch feststellen, dass der ehrgeizige Vivar ganz andere Pläne mit den Rifles hat. Im Zentrum dieser Pläne steht eine Truhe, dessen Inhalt die Waagschale des Krieges zugunsten der Spanier kippen soll. Sharpe muss all seine Trümpfe ausspielen, um am Leben zu bleiben und das Vertrauen seiner Männer zu gewinnen. Ein schwerer Aufstieg beginnt … Nach dem doch etwas zäheren „Sharpes Beute“ ist der sechste Band wieder ein echter Cornwell von Schrot und Korn. Er ist der eigentliche Beginn der Reihe, dessen vorherige Bände, allesamt später geschrieben und erschienen, inhaltlich eher als Einleitung und näheren Vorstellung der Figur Richard Sharpe dienten. Hier beginnen die wirklichen Napoleonischen Kriege und mit ihnen die Schlachten der „Rifles“, einer grünberockten Eliteeinheit, welche den Kern der Serie bilden, und deren Mitglieder in späteren Büchern noch gewichtige Rolle zu spielen haben. Ein Soldat, und vielleicht DER wichtigste neben Sharpe selbst, ist Patrick Harper. Ein grober, roher, Engländer-hassender Ire mit großem Herz, der, anfänglich noch ärgster Widersacher Sharpes, bald dessen engster Freund wird. Auch wenn Cornwell in der Figurenzeichnung damit einem durchaus üblich Schema folgt, ist es, neben den episch und detailliert geschilderten Schlachten, gerade diese, welche den Reiz der „Sharpe“-Reihe ausmacht. Offiziere und Gentleman sucht man hier vergebens. Stattdessen marschiert man inmitten fluchender, saufender und vögelnder Soldaten, denen die Politik vollkommen egal ist und die in erster Linie eins wollen: Überleben. Dafür sorgt Richard Sharpe. Und das in fast jedem Buch. Wer nun meint, das wäre sterbenslangweilig, irrt aber gewaltig. Im Gegenteil: Bernard Cornwell versteht es wie kein Zweiter die Spannung aufzubauen, mit der Erwartung eines Gefechts zu spielen und die letztliche Konfrontation in einem martialischen Gemetzel zu entladen, das den Krieg in einer Art und Weise auf Papier bringt, wie das sonst selbst Filme nicht vermögen. Dabei meistert er die Kunst, das Töten nicht zu verherrlichen, wenngleich er sich das ein oder andere soldatische Pathos natürlich nicht verkneifen kann. Aber wen störts, wenn dabei so ein Wurf herauskommt. Und ein richtig guter Wurf ist „Sharpes Aufstieg“ allemal. Gespickt mit allerlei Überraschungen und einmal mehr in Punkto Geschichte haargenau recherchiert kommt hier jeder Freund militärhistorischer Romane wieder voll auf seine Kosten. Ein überzeugender, packender Roman und ein zweiter Beginn dieser Reihe, welche ich ganz sicher bis zu ihrem Ende treu verfolgen werde.

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  • Rezension zu "Sharpes Aufstieg" von Bernard Cornwell

    Sharpes Aufstieg
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. November 2011 um 19:42

    "Sharpes Aufstieg" ist der 6te Band aus Bernard Cornwells Sharpe- Series.
    Für alle Sharpe- Leser mal wieder ein Muss! Wie immer kurzatmig und spannend...