Bernard Cornwell Sharpes Feuerprobe

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Inhaltsangabe zu „Sharpes Feuerprobe“ von Bernard Cornwell

Indien, 1799. Die britische Armee bereitet sich auf die Belagerung der Inselfestung Seringapatam vor, als ein britischer Offizier in Gefangenschaft gerät. Der junge Soldat Richard Sharpe soll den Mann befreien. Um dem tyrannischen Sergeant Hakeswill zu entkommen und sich vor einer Auspeitschung zu retten, nimmt Sharpe den Auftrag an. Doch die Festung des indischen Herrschers Tippu Sultan ist fremdartiger und gefährlicher, als er sich jemals hätte träumen lassen. Plötzlich liegt auch das Schicksal seiner Kameraden in Sharpes Händen.

Historische Schlachten, Spionage und wenig Romantik. Was will Man(n) mehr?

— olschenstein
olschenstein

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  • Perfekter Einstieg in Sharpe-Reihe von Bernhard Cornwell

    Sharpes Feuerprobe
    olschenstein

    olschenstein

    15. October 2015 um 11:57

    Bernard Cornwells Roman „Sharpe – Die Feuerprobe“ erzählt die Geschichte des einfachen Soldaten[Private] Richard Sharpe der im Jahr 1799 bei der Belagerung und folgenden Erstürmung der stark befestigten Süd-Indischen Stadt Seringapatam teilnahm und maßgeblich für den Erfolg dieser Unternehmung verantwortlich war. Es handelt sich bei der Schlacht um Seringapatam um eine reale historische Begebenheit. Viele der im Buch vorkommenden Persönlichkeiten (Unter anderem der spätere Napoleon Besieger Wellington) sind real, die Geschichte des rebellischen Underdogs Sharpe ist Fiktion. Bernard Cornwell ist ein Meister, wenn nicht der Meister der Schlachtendarstellung. Und von diesen gibt es in Cornwells Romanen viele. Trotzdem kommt nie Langeweile auf! Der Autor spinnt um diese Kampfszenen eine spannende Spionagegeschichte und schafft so einen Spannungsbogen. Den Charakteren allerdings ein wenig an Tiefe; das ist wohl dem Genre und der -angenehm- straffen Kürze des Buches geschuldet. Wer allerdings von detailreichen Schilderungen von Taktiken, Ausstattung (Waffen, Uniformen, etc.) und letztendlich Kampfszenen nicht genug bekommen kann, der ist mit der Sharpe-Serie, und mit diesem Roman bestens bedient.

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  • Abenteuer in Indien

    Sharpes Feuerprobe
    Arun

    Arun

    Sharpes Feuerprobe von Bernard Cornwell Ein „Historischer Roman“, der sich an reale Ereignisse auf dem indischen Subkontinent gegen Ende des 18. Jahrhunderts anlehnt. Genauer gesagt die Belagerung der Stadt Seringapatam im Jahre 1799 Zum Inhalt. Richard Sharpe ein junger Mann Anfang zwanzig dient schon einige Jahre in der britischen Armee, als Waisenkind aus der unteren Gesellschaftsschicht, des Lesens unkundig, wurde er zur Armee abgeschoben, um für König und Vaterland zu kämpfen. Durch die Expansionspolitik von König George III. wurde sein Regiment nach Indien beordert. Hier kommt es zu Kampfhandlungen um die gut befestigte Stadt Seringapatam die von Tippu Sultan einem mächtigen muslimischen Herrscher gehalten wird. Richard Sharpe entpuppt sich in der Story als ein Mann für alle Fälle, er wird als Spion eingesetzt und erlebt viele heikle Situationen und Abenteuer. Meine Meinung. Eine flott zu lesende Geschichte, die uns Einblicke in das Leben der britischen Armee und ihrer verschiedenen Dienstgrade gewährt. Bestrafungen schon für kleinste Vergehen sind an der Tagesordnung und werden genau beschrieben. Auch Kampfhandlungen und ihre Folgen werden detailliert wiedergegeben. Der exzentrische Mogul-Herrscher und seine Hofhaltung erhalten ebenfalls eine Plattform. Zudem gibt es noch einen Bösewicht „par excellence“ in der Gestalt von Sergeant Obadiah Hakeswill, ein Musterbeispiel für eine Person, welche nach oben buckelt und nach unten tritt. Mit den vorher genannten Beispielen war ich sehr zufrieden. Nun möchte ich noch einige Punkte nennen, welche meinem Geschmack weniger gefallen haben. Die Figur der Private Sharpe war mir zu perfekt, viele seiner Taten und Erlebnisse waren stark übertrieben und unglaubwürdig. Auch Sergeant Obadiah Hakeswill wurde zu oft vom Glück erschlagen. Anderen Leser sehen dieses vielleicht anders, doch bei mir führte dies zum Punktabzug. Vergebe deshalb 3,5 Sterne, die ich auf 3 abrunde.

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    • 16
    joleta

    joleta

    25. January 2015 um 20:23
  • Feuerprobe

    Sharpes Feuerprobe
    Schinkenleser

    Schinkenleser

    Privat Richard Sharpe, hat nur einen Wunsch, er möchte desertieren und ein freier Mann werden. Privat Richard Sharpe, ist in der 33. Leichten Kompanie eingesetzt. Dort dient er als einfacher Soldat. Sein Vorgesetzter, Sergeant Obadieah Hakeswill, verabscheut seine Untergebenen Soldaten. Er demütigt Sie wo er kann, in der Hoffnung, dass er Sie bestrafen kann. Private Sharpe, soll eins ein großer und geachteter Soldat werden, doch bis dahin muss er noch vieles leisten. Indien 1799: Der Junge Privat Richard Sharpe, ist mit der Britischen Armee auf dem Weg nach Maisure, dort sollen sie den Herrscher Tippu zu Fall bringen. Colonel McCandless hat über die Stadt wichtige Informationen heraus gefunden, die er aber nie der Britischen Armee zukommen lassen konnte, da er auf dem Weg zurück von Tippus Soldaten gefangen genommen worden ist. Genral Baird schickt darauf hin Privat Sharpe und Lieutenant Laford auf Mission Colonel um McCandless aus der Gefangenschaft heraus zu holen und die Informationen der Britischen Armee zukommen zu lassen. Ein aufregendes Abenteuer kann beginnen. Ich finde es ein gelungenes Buch und ein guter Start der Sharpes-Reihe.

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    • 2
    Arun

    Arun

    22. January 2015 um 12:23
  • Sharpes erstes Abenteuer

    Sharpes Feuerprobe
    Stefan83

    Stefan83

    08. October 2011 um 13:53

    Richard Sharpe ist wieder zurück. Im Zuge des Erfolgs vom Rowohlt Verlag und Cornwells Sachsen-Saga, wagt sich jetzt auch Bastei Lübbe an die Wieder- bzw. Neuveröffentlichung der seit Anfang der 80er laufenden Sharpe-Reihe. Im englischsprachigen Raum ein Riesenerfolg und unter anderem von BBC mit Sean Bean in der Hauptrolle verfilmt, hat sie den Durchbruch in Deutschland nie so richtig geschafft. Es bleibt zu hoffen, dass es jetzt im zweiten Anlauf klappt und der Verlag sein Vorhaben, alle derzeit 21 Bände zu veröffentlichen, in die Tat umsetzen kann. Den Anfang macht man nun mit "Sharpes Feuerprobe". Eine sehr gute Wahl, ist er nicht nur storytechnisch ein guter Einstieg, sondern auch chronologisch gesehen der allererste Band. Die Story sei hier kurz angerissen: Wir befinden uns im Indien des Jahres 1799. Genauer gesagt im Maisur-Gebiet nahe von Seringapatam. Nachdem vor knapp sieben Jahren die Festung unter der Herrschaft des Tipu Sultan im Verhandlungen mit Cornwallis einem Stillstandsabkommen zugestimmt hat, sieht sich nun die britische Armee erneut zum Angriff auf die Stadt gezwungen, denn Napoleon ist mittlerweile in Ägypten gelandet, um von dort seinerseits Indien zu bedrohen. Und auch im Maisur-Gebiet selbst wächst der Einfluss der Franzosen, mit denen sich der Tipu Sultan inzwischen offiziell verbündet hat. Mit dem Fall Seringapatams soll dieser Einfluss endgültig gebrochen werden. Inmitten der britischen Armee von knapp 50.000 Mann marschiert auch der junge Richard Sharpe, Fußsoldat im 33. Regiment unter dem Kommando von Colonel Arthur Wellesley (der spätere "Duke of Wellington", 1815 Sieger über Napoleon bei Waterloo), mit. Er trägt sich mit Gedanken an Desertierung, zumal er sich mit dem tyrannischen Sergeant Hakeswill einen Feind fürs Leben geschaffen hat. Als die Schikanen für ihn drohen lebensgefährlich zu werden, scheint ein riskanter Auftrag der einzige Ausweg zu sein: Er soll in die Festung Seringapatam eindringen, um einen dort gefangen gehaltenen Offizier zu befreien, der die Verteidigungsanlangen ausgekundschaftet hat oder zumindest dessen gesammelte Informationen zurück zu Armee zu bringen. Ein Himmelfahrtskommando ... und die Feuerprobe für den späteren Held der napoleonischen Kriege. Wie immer versteht es Bernard Cornwell meisterhaft, die tatsächliche Historie mit seinen fiktiven Romanfiguren zu verbinden. Zwar laufen auch hier, wie in der Sachsen-Saga, die Romane stets nach dem gleichem Schema (große Schlacht, Showdown am Ende, Sharpe rettet für Wellington den Tag) ab, aber Langeweile vermag an keiner Stelle aufzukommen. Dafür schildert Cornwell zu farbig, ist er wahrlich begnadet in der Beschreibung von Schlachten. Und die größte Leistung der Serie ist auch die Figur selbst. Ein interessanter, liebenswerter Romanheld, fehlbar, unmoralisch (nicht selten Dieb, Mörder oder Ehebrecher), der aber gleichzeitig von einem starken Ehr- und Loyalitätsgefühl beseelt ist. Ein Frauenheld sondergleichen, der für die Schönheit des weiblichen Geschlechts fast ebenso anfällig ist, wie für die Benutzung äußerst blumiger Schimpfwörter. Seine Herkunft wird er innerhalb der Reihe auch nie los. Er bleibt ein "son of a bitch", ein Bastard eines unbekannten Vaters und einer Dame des horizontalen Gewerbes, der in der London Unterwelt seine Kindheit verbracht hat. Kein Zufall also, dass seine Feinde manchmal die gleiche Uniform tragen wie er selbst. Seine Nemesis ist Sergeant Hakeswill. Ein so fieser Mistkerl, den man schlichtweg hassen muss, dessen Bösartigkeit andererseits allerdings auch extrem fasziniert. Cornwell geht hier einmal mehr ein hohes Tempo, überrascht mit gelungenen Anspielungen auf die späteren Bände der Serie (so wird Sharpe hier u.a. von einem Franzosen ein Scharfschützen-Jagdgewehr in die Hand gedrückt) und unterhält auf ganzer Linie. Allein die streckenweise grausige Übersetzung verhindert eine höhere Wertung. Insgesamt ist "Sharpes Feuerprobe" ein gelungener Einstieg in eine hoffentlich jetzt auch in Deutschland langlebiger Reihe. Ein Abenteuerroman voll Heldenpathos und Kampfeslärm, der richtig viel Lust auf mehr macht.

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  • Rezension zu "Sharpes Feuerprobe" von Bernard Cornwell

    Sharpes Feuerprobe
    michael_greenguy

    michael_greenguy

    20. June 2010 um 19:45

    Sehr spannend und mit vielen historischen Korrektheiten, in die der Hauptheld Richard Sharpe "hineingebastelt" wurde. Sehr erfrischend und Indiana Jones like, aber mit mehr realitäts Nähe an historischen Orten und Begebenheiten. Es gibt auch Verfilmungen von mehreren Sharpe-Büchern, in denen Sean Bean den Hauptprotagonisten spielt. Es sind natürlich keine Hollywood-Kracher, aber sehr schön als buchbegleitende Unterstützung. 4 von 5 sternen für dieses Buch und ich werde garantiert noch viel mehr von Cornwell lesen.

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  • Rezension zu "Sharpes Feuerprobe" von Bernard Cornwell

    Sharpes Feuerprobe
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. March 2010 um 20:41

    "Sharpes Feuerprobe" ist der erste Teil der Sharpe-Reihe von Bernard Cornwell.

  • Rezension zu "Sharpes Feuerprobe" von Bernard Cornwell

    Sharpes Feuerprobe
    spirit222

    spirit222

    20. January 2010 um 19:11

    Guter Einstieg in die Sharpe Reihe - ungessen aus dem TV (mit etwas Trash Apeal) ,

  • Rezension zu "Sharpes Feuerprobe" von Bernard Cornwell

    Sharpes Feuerprobe
    MichaelSterzik

    MichaelSterzik

    18. June 2009 um 21:49

    In den britischen Kolonien dienten in den britischen Armeen viele Rotröcke, einfache Infanteriesoldaten die für wenig Sold und wenig Anerkennung, viel durchmachten und leisten mussten. In Indien kämpften die einfachen Soldaten an vorderster Front nicht nur gegen Feinde der britischen Krone, sondern auch gegen Krankheit, Hitze und schließlich auch gegen sich selbst. Die Offiziere meist privilegierte Männer aus höherer Gesellschaft und Adel, schauten herablassend, auf die ihnen unterstellten Männer herab. Nicht wenige Soldaten aus den niedrigen Mannschaftsgraden waren flüchtige Verbrecher oder überhaupt gestrauchelte Menschen die außer ihren Leben schon alles verloren hatten. Der Dienst als Soldat für die Krone versprach Verpflegung, ein wenig Sold und vielleicht die Möglichkeit durch Beute die man getöteten Feinden abnahm sich eine neue Existenz aufzubauen. Für viele Soldaten waren die Winkel eines Sergeanten (Unteroffizier) ein höchst motivierendes Ziel und versprach weniger strengen Dienst und ein paar mehr Vergünstigungen. Bernard Cornwall hat mit seinem Roman „Sharpes Feuerprobe“ einen abenteuerlichen und sehr spannenden zu lesenden Roman veröffentlicht. Inhalt Indien – 1799. Die britische Armee vertritt ihre Interessen mit ihrer ganzen militärischen Macht und bereitet sich darauf vor, die Inselfestung Seringapatam zu erobern. Doch die Invasoren wissen, dass mit vielen Verlusten zu rechnen ist, wenn sie es nicht schaffen die Festung zu infiltrieren um einen Schwachpunkt innerhalb der Befestigung zu finden. Einer der Soldaten in der britischen Armee ist der junge Private Richard Sharpe. Den Dienst als Soldat ihrer Majestät hat sich der heißblütige junge Mann anders vorgestellt. Die Hitze und auch die Quälereien und Ungerechtigkeiten der Unteroffiziere lassen Sharpe ans desertieren denken, nur wohin soll er in Indien auch gehen, ein fremdes und vor allem recht feindlich gesinnten Land. In England war er nur ein gemeiner Dieb und Räuber, und das Militär versprach eine gewisse Absicherung und Abwechslung, dass seine Erwartungen und Träume mit der Realität nicht viel gemein haben, stellt er schnell fest. Dann ist da noch ein junges, attraktives Mädchen, ein Halbinderin und Witwe eines Englischen Sergeanten. Kühl und unnahbar, aber zugleich selbstbewusst und schlau, verdreht sie ungewollt nicht nur Sharpe den Kopf. Selbst Offiziere fühlen sich von der jungen Frau angezogen, und längst hat auch Sharpes direkter Vorgesetzter Obadiah Hakeswill lüsternes Interesse. Sharpe ist Hakeswill ein Dorn im Auge, da er beliebt bei einigen Offizieren und zudem ein guter, talentierter Soldat ist. Er provoziert und quält Sharpe bei jeder sich ihm bietenden Gelegenheit, aber Sharpe ist kein leichtes Opfer, er durchschaut die Intrigen und Absichten. Als Sharpe die junge Frau heiraten möchte, provoziert Hakeswill ihn so sehr, dass Sharpe einen großen Fehler begeht und sich wenig später einer öffentlichen Auspeitschung ausgesetzt sieht, deren Ausgang mit Sicherheit den Tod bedeutet. Doch mitten in der Vollstreckung wird Sharpe von Colonel Wellesley gerettet, die Strafe wird ausgesetzt und Sharpe ob er will oder nicht auf eine geheime Mission geschickt. Gemeinsam mit dem Lawford, einen jungen Offizier soll sich Sharpe in die Festung Seringapatam einschleichen, also sich scheinbar den Feind als desertierter Söldner anbieten, um die Festung auszukundschaften und einen Spion der dort inhaftiert ist zu befreien. Ein Himmelfahrtskommando wie Sharpe vermutet, aber auch die Chance entweder zu desertieren oder wie er fordert zum Sergeant befördert zu werden. Den beiden Engländern gelingt es Tippu den Herrscher von Seringapatam und seinen Französischen Kommandeur zu überzeugen, alleine der ausgepeitschte Rücken von Sharpe spricht eine überaus deutliche Sprache. In kurzer Zeit gelingt es Sharpe und Lawfort mit dem gefangenen Spion Kontakt aufzunehmen, der wichtige und beunruhigende Informationen hat, die entscheidend für eine Eroberung der Festung sind. Doch auf welchen Weg soll man den englischen Agenten aus der Festung bringen? Kritik „Sharpes Feuerprobe „ ist der Auftaktsroman zu einer Serie die sich um die Abenteuer des Charakters „Richard Sharpe“ dreht. Als Schauplatz der Geschichte wählte Bernard Cornwell Indien, zur Kolonialzeit England. Indien versprach viel Reichtum und Handel und um das Britische Empire zu vergrößern, war diesen jedes Mittel recht. Auch der beginnende Konflikt mit Frankreich stand vor der Tür, der Wettlauf um Kontinente, Einfluss, Handel und Reichtum konnte beginnen. Bernard Cornwell verfasste schon 1981 die ersten beiden Bände der Serie, und regelmäßig folgten neue Bände. Zwar war diese Reihe auf zehn Bände aus angelegt, doch mit der Verfilmung seiner „Sharpe-Romane“ mit Sean Bean in der Hauptrolle für das britische Fernsehen, bekam die Serie neuen Auftrieb, so dass es nun weit mehr als 20 Bände gibt. In Deutschland ist die Reihe unter den Namen „Die Scharfschützen“ bekannt. „Sharpes Feuerprobe“ ist der erste Teil, die Einführung von Sharpe als Charakter. Interessant und zukunftsorientiert konzipierte der Autor seinen Protagonisten wie einen stumpfen Rohdiamanten. Anfangs als einfacher Soldat mit einigen Talenten, entwickelt sich dieser fortwährend weiter. Seine Bauernschläue, sein Instinkt und seine Intuition bilden sind gute Grundvoraussetzungen für spätere Abenteuer. Richard Sharpes Handeln und Auftreten ist manchmal erschreckend. Sein Verständnis für Moral, Ethik und Verantwortung sind nicht immer nachvollziehbar, vielleicht interpretiert man es auch als egoistisches, überlebensnotwendiges Verhalten?! Sharpe ist brutal und lebt zeitweise noch als Fremder unter Fremden in seiner Einheit, doch man bestätigt ihm, er sei ein guter Soldat und verstehe sein Handwerk. Er wird selbstsicherer und verschlagen geht er seinen eigenen Weg, ohne viel Rücksicht zu nehmen. Da „Sharpes Feuerprobe“ den Anfang darstellt, ist es für den Leser spannend zu verfolgen wie sich Sharpe entwickelt. Die kriegerischen Konflikte in Indien und sicherlich später auch gegen Napoleons Truppen werden den jungen Mann alles abverlangen und sicherlich auch prägend auf ihn einwirken. Die Handlung wird hauptsächlich aus der Perspektive Sharpes erzählt, doch auch andere Protagonisten kommen zu Wort, so das sich verschiedene Handlungsstränge spannend präsentieren und am Ende zusammenfinden. Die Atmosphäre des Romans ansteigend spannend und schon auf den ersten Seiten lässt Cornwell Sharpe in einer Schlacht gegen die Inder an vorderster Front kämpfen. Und diese ist brutal und wohl ziemlich nahe an der damaligen Realität erzählt, genauso wie die Belagerung und der Kampf um die Festung des Sultans Tippu. Zwar hat sich Cornwell schriftstellerische Freiheiten genommen, doch diese sind entschuldbar und zu vernachlässigen. Bernard Cornwell hat sauber und sicher recherchiert, und in einen spannenden Mantel eingehüllt. Wie auch in anderen Romanen von Bernard Cornwell befürwortet oder überbewertet dieser die eine oder andere Partei. Im Nachwort geht der Autor noch näher zu diesem Thema ein. Die Briten waren die eigentlichen Invasoren und damit Angreifer, die Inder führten einen Freiheitskampf, und verteidigten sich wie es jedes Volk gegen die Eindringlinge tun würde. Cornwell greift weder die eine, noch verteidigt er die andere, so das seine Neutralität einen gewissen erzählerischen Charme besitzt. Als Gegenpart Sharpes treten nicht die indischen Freiheitskämpfer auf den Plan, sondern Sergeant Hakeswill der Sharpe das Leben schwer macht. Seine Figur empfand ich ein wenig überzeichnet und nicht wirklich realistisch. Diverse Wendungen und Ereignisse wirken sich zwar vorteilhaft auf die Geschichte aus, doch manche Zufälle sind dann zuviel des Guten. Politisch gesehen erfährt der Leser nicht viel von Englands Motivation und Indiens Perspektive ihr Heimatland zu verteidigen. Dagegen liest man viel von taktischen, militärischen Schachzügen der Briten, was auch nicht unspannend ist. Brutal geht es meistens zu, die Schlachten, die Auspeitschung von Sharpe und auch die Bestrafung von Verrätern bei Tippu sind detailreich und blutig geschildert, aber driften auch nicht übertrieben davon. Fazit „Sharpes Feuerprobe“ ist ein solider, gut recherchierter historischer Roman. Der exotische Schauplatz Indien und die umfangreichen Protagonisten bilden eine großartige und farbenprächtige Bühne für einen spannenden Roman. Der Auftakt der „Sharpe-Reihe ist vielversprechend und empfehlenswert. Bernard Cornwell schreibt hochkonzentriert spannend, zugleich unterhaltsam und vermittelt uns auch Wissen. Nicht nur militärisches, sondern auch historisches, so wie es bei einer historischen Geschichte auch sein sollte. Stilistisch gesehen ist Bernard Cornwell einfach und schlicht, aber ähnlich wie auch Sharpe selbst musste sich der Autor weiter entwickeln, denn vergessen wir nicht, der Roman wurde 1981 das erste Mal veröffentlicht. Prädikat; Empfehlenswert und die Basis des Sharpes Universums die neugierig macht. Michael Sterzik

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