Bernard Cornwell Starbuck - Der Rebell

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Inhaltsangabe zu „Starbuck - Der Rebell“ von Bernard Cornwell

Nathaniel Starbuck ist Sohn eines überaus frommen Pastors aus Boston. Der Vater hasst die Südstaaten und er hasst die Sünde. Aber Nate liebt die Frauen, und nach einem Skandal weiß er keinen Ausweg, als zu seinem Studienfreund Adam nach Virginia zu fliehen. Krieg liegt in der Luft, und beinahe lynchen die braven Bürger von Richmond den jungen Mann aus dem Norden als Spion. Gerettet wird Nate von Adams Vater: Washington Faulconer ist reich genug, um ein eigenes Regiment aufzustellen. Und Nate wird aus Bewunderung erst Offizier, dann Kriegsheld, am Ende aber zum erbitterten Feind seines Gönners ...

Das Feuer kommt erst in der Schlacht auf - aber es lodert vielversprechend....

— nscho-tschi
nscho-tschi

Grandioses Bürgerkriegsepos von Cornwell. Gerne mehr!

— BerniGunther
BerniGunther

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ansprechendes Cover, unvorhersehbare interessante Handlung, farbige Charaktere die sympathisch und unsympathisch gelungen sind,

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  • Das Feuer kommt erst in der Schlacht auf - aber es lodert vielversprechend....

    Starbuck - Der Rebell
    nscho-tschi

    nscho-tschi

    14. August 2016 um 19:19

    Nathaniel Starbuck, Sohn eines bostoner Pastors auf Abwegen. Sein Spiel mit der 'Sünde', wie sein Vater es nennen würde, bringt ihn nach Virginia, wo ihn der Vater seines Freundes knapp vor einem Bad im heißen Teer rettet. Und unter jenem Washington Faulconer wird Starbuck in den Krieg gegen die Yankees geführt. Der aus dem Norden stammende Starbuck, der hier für den Süden in den Krieg zieht, wählt diesen Weg tatsächlich eher aus Rebellion. Und ein Rebell ist er und wird er bis zum Ende hin immer mehr.... Während zu Beginn das Feuer noch etwas fehlt, so wird in der ersten Schlacht von Manassas mit richtigem Pulver gespielt, und dies nicht zu wenig. So ist der Auftakt der Reihe um Starbuck, der als Rebell in den Amerikanischen Bürgerkrieg zieht, durchaus vielversprechend. Ich bin erwartungsvoll und gespannt, welche Kaliber der Autor Bernard Cornwell in den Folgebänden auffahren wird. Denn wenn mein Gefühl mich nicht täuscht, kann diese Reihe noch weit größere Formen annehmen!

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  • Nord und Süd

    Starbuck - Der Rebell
    walli007

    walli007

    Wegen einer Eskapade mit einer Frau hat Nathaniel Starbuck seine Ausbildung zum Pastor abgebrochen. Sein Vater, ebenfalls Theologe, ist nun überhaupt nicht gut auf seinen Sohn zu sprechen. Und so will Nathaniel lieber zum Elternhaus seines besten Freundes Adam reisen. Dass Adam aus den Südstaaten kommt und Nathaniels Vater vehement gegen die Sklaverei predigt, stört Starbuch nicht weiter. Lieber will er für die Konförderierten kämpfen als bei seinem Vater zu  Kreuze zu kriechen. Doch kaum angekommen im Süden wird Starbuck als Spion verdächtigt und nur durch eine glückliche Fügung wird er vom Vater seines Freundes gerettet.  Dieser, Washington Faulconer, ist sehr wohlhabend, sogar reich genug, um ein eigenes Regiment aufzustellen. Faulconer bietet Nathaniel einen Offiziersposten an, welchen dieser zunächst recht unbedarft auch annimmt. Der Beginn des amerikanischen Bürgerkriegs wird hier erzählerisch beleuchtet. Nathaniel Starbuck ist schon ein ziemlicher Haudegen. Zweifelhaft, ob er sich viele Gedanken um die Politik gemacht hat, als er in Faulconers Regiment eintritt. Nicht unbedingt denkt er, dass diese kleine Privatarmee wirklich ins Kriegsgeschehen eingreifen wird. Und  so ein paar kleine Scharmützel wird man schon überstehen können. In seiner recht ungewöhnlichen Situation als Bostoner auf Seiten der Konförderierten kämpfen zu wollen, schlägt sich Nathaniel Starbuck zunächst recht gut und gewinnt das Vertrauen Faulconers. Doch schnell kommt es auch zu schwierigen Situationen. Teilweise sehr spannend schildert der Autor die Anfangsphase des Bürgerkrieges. Wie unbedarft die Beteiligten zunächst mit dem Krieg umgehen. Fast noch in Schussweite wird getanzt, könnte man sagen. Teilweise aber auch sehr gemächlich schreiten die Ereignisse voran. Kleine Nebenhandlungen werden eingeflochten, die es manchmal etwas erschweren, die Orientierung zu behalten. Dennoch sobald der Autor zum Höhepunkt des Romans, der ersten Schlacht von Manassas oder Bull Run, kommt, zieht er den Leser mitten ins Schlachtgetümmel. Der 21.07.1861 ist ein markantes Datum des amerikanischen Sezessionskrieges, denn der Sieg der Konförderierten hat zu einer Verlängerung der Auseinandersetzungen geführt, von denen man meinte, sie könnten Ende des Jahres abgeschlossen sein. Deutlich wird auch hier die Grausamkeit des Krieges. Den Soldaten wird alles abverlangt, der Kampf Mann gegen Mann wird schonungslos geschildert. Als erster Teil einer Trilogie um den amerikanischen Bürgerkrieg bietet dieser Roman einen vielversprechenden Anfang, der das Interesse an den weiteren Erlebnissen des Nathaniel Starbuck weckt. 3,5 Sterne

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    • 5
    Arun

    Arun

    14. February 2015 um 19:51
  • Von einem Bostoner, der auszog, das Abenteuer zu suchen.

    Starbuck - Der Rebell
    Taku

    Taku

    09. November 2013 um 23:02

    Da der Klappentext bereits verrät, worum es geht, komme ich gleich zu meiner Meinung. Ein schönes Buch, das vor der ersten Schlacht des Bürgerkrieges einsetzt, in dem allerdings weniger die allgemeinen Entwicklungen, die zu dieser Episode der amerikanischen Geschichte führten, beleuchtet werden, als vielmehr der fiktive Mikrokosmos 'Faulconer County', angesiedelt im Bundesstaat Virginia, in dem eine Legion aufgestellt wird, die beim Bürgerkrieg mitkämpfen soll. Dort spielt sich ein Großteil der Handlung ab, bevor dann in die Schlacht gezogen wird. Dass der Roman sich relativ lange an dieser (scheinbaren) Vorgeschichte "aufhält", habe ich als sehr positiv empfunden, weil man dadurch in die Zeit und die Umgebung abtauchen kann. Es geht nicht nur um die geschichtlichen Abläufe, die der Handlung ihren Rahmen geben, sondern vor allem um die einzelnen Charaktere und deren ganz persönliche Geschichten. Cornwell schafft es, durch das geschickte Nacheinander von reinen Beschreibungen und Dialogen, die Story abwechslungsreich zu gestalten und immer wieder aufzulockern; lediglich die Schlachtszenen waren mir oft etwas zu langatmig beschrieben, trotz der Zwischensequenzen, die immer wieder eingeflochten werden. Und natürlich sind auch hier, wie in seinen anderen Büchern, die Schlachten und alle Schrecken wieder sehr ->detailliert<- beschrieben; für schwache oder mittlere Nerven könnte das durchaus schnell zu viel werden. Ein gutes Buch für jeden, der Historische Romane als Auszeit vom Alltag sieht, als Möglichkeit, sich in eine fremde Zeit versetzen zu lassen. Man wird von Beginn an eingesaugt (auch wenn mir persönlich die ersten ca. zwanzig/dreißig Seiten nicht so zusagten) und wird sicher bald mit den Charakteren mitfiebern, Sympathien und Antipathien entwickelt haben. Ich freue mich bereits auf den zweiten Band.

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  • Bernard Cornwell: Starbuck. Der Rebell

    Starbuck - Der Rebell
    Windflug

    Windflug

    Nathaniel Starbuck ist eigentlich ein Priesterschüler und Sohn eines strengen Pfarrers aus Boston. Aber Nate ist nicht wie sein Vater, und als er sich mit einer Frau einlässt und schließlich mit ihr auf der Flucht vor dem Gesetz in die Südstaaten flieht, gibt er beinahe unfreiwillig seinem Leben eine völlig neue Wendung. Denn durch Washington Faulconer, den charismatischen Vater seines besten Freundes, der ihn dort freundlich aufnimmt, gerät er gleich mitten in die Vorbereitungen auf den unausweichlich kommenden Bürgerkrieg. Ich hatte ja im Grunde eine Art Sharpe im Bürgerkrieg erwartet - bekommen habe ich aber viel mehr. Denn Nate Starbuck ist ganz sicher nicht Sharpe, und dieser Krieg ist auch nicht der Krieg gegen Napoleon. Natürlich ist es auch ein Abenteuerroman, darin ist Cornwell nun mal Meister. Ich habe eine Schlacht bekommen, eine schöne junge Frau, ein paar kleine Intrigen  - eben alles, was dazu gehört. Aber ich habe eben auch eine ganz andere Hauptfigur bekommen als ich erwartet hatte. Starbuck ist jung, naiv und unsicher über seinen Platz im Leben. Zudem kämpft er immer wieder mit seiner strengen Erziehung und seinem Glauben, den er nicht einfach ablegt und vergisst, sondern der ihm weitherin nachgeht und ihm Gewissensbisse bereitet. Von daher ist es nicht nur ein historischer Abenteuer-, sondern auch zu einem gewissen Teil ein Entwicklungsroman, und das fand ich toll. Nicht nur Starbuck selbst hat mir gut gefallen, sondern auch die Nebenfiguren - und auch hier hat mich Cornwell positiv überrascht: Einen wirklich bösartigen Antagonisten gibt es nicht. Natürlich gibt es Gegenspieler, gegen die sich Starbuck zur Wehr setzen muss, aber das läuft fast eher nebenbei ab, während er sich findet und seine Entscheidung trifft, auf welcher Seite er wie in diesem Krieg ist. Eine meiner absoluten Lieblingsfiguren ist Thaddeus "Pecker" Bird, und ich hoffe sehr, dass der in den Folgebänden auch weiter dabei ist. Über den Stil gibt es bei Cornwell nichts zu meckern, der kann schreiben. Und die Übersetzung war auch gut. Jetzt muss ich mir nur überlegen, ob ich es fertigbringe, auf die weiteren deutschen Ausgaben zu warten, nachdem ich nun damit angefangen habe, oder ob ich schwach werde und doch gleich die englischen kaufe ...

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    • 2
    alasca

    alasca

    08. October 2013 um 16:37
  • Ein gelugener Auftakt!!!

    Starbuck - Der Rebell
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. July 2013 um 23:01

    Cover: Das Cover ist schlicht und einfach, aber dennoch sehr ansprechend. Ein dunkler Holzhintergrund auf dem eine riesige Waffe liegt. Die Waffe, wie man im Buch erfährt, die Nathaniel bekommt. Die mittlere grosse Überschrift ist für mich gut gelungen. Der Schrifttyp ist gut gewählt. Denn er ist nicht zu aufdringlich und genau deshalb sehr passend. Ich finde das Cover sehr gut, obwohl es nicht direkt zu einem "Coverkauf" verleiten würde. Meiner Meinung nach jedenfalls nicht unbedingt die Frauen. Inhalt: "Dein Krieg ist nicht gerecht. Doch er macht dich zum Helden." Nathaniel Starbuck ist Sohn eines überaus frommen Pastors aus Boston. Der Vater hasst die Südstaaten, und er hasst die Sünde. Aber Nate liebt die Frauen, und nach einem Skandal weiss er keinen Ausweg, als zu seinem Studienfreund Adam nach Virginia zu fliehen. Krieg liegt in der Luft, und beinahe lynchen die braven Bürger von Richmond den jungen Mann aus dem Norden als Spion. Gerettet wird Nate von Adams Vater. Washington Faulconer ist ein reicher Mann: Er hat Land und Geld genug, um ein eigenes Regiment aufzustellen. Und Nate wird aus Bewunderung erst Offizier, dann Kriegsheld, am Ende aber zum erbitterten Feind seines Gönners... Meine Meinung: Das Buch startet rasant. Man ist von Anfang an mitten im Geschehen. Jedoch ist es nur der Beginn einer grandiosen Reihe, die hier ihren Anfang nimmt. Das Buch war historisch sehr genau und eindrücklich, es reisst dich mit und lässt dich nach Luft schnappen. Etwas Spannung fehlte mir in der ersten Hälfte dieses wunderbaren Werkes jedoch sehr. Die wirklich schlimmen und fesselnden Momente kamen erst gegen Ende des Buches. Da es aber der Auftakt einer Reihe ist, und der Autor wirklich sehr gut mit seinen Worten umgehen kann, sehe ich darüber hinweg. Denn um in die Geschehen des Amerikanischen Bürgerkrieges reinzufinden, braucht es meiner Meinung nach etwas Grundwissen. Die Hauptperson Nate Starbuck hat mich überzeugt und mir sehr gut gefallen. Er war mir vom ersten Moment an sympathisch. Ich hoffe für Ihn, dass er seinen Weg in den kommenden Büchern findet. Es gab noch 2 andere Peronen im Buch die mir nicht mehr aus dem Kopf gehen. Da wäre zum Einen der militär- und ansehenbessesene Washington Faulconer. Ich bin mir bei ihm noch nicht so sicher, ob er sich noch negativer entwickelt. Sein Schwager, Major Bird, ist der Wahnsinn. Ich liebe diese Figur und hoffe in den Folgebände mehr von ihm zu lesen. Im Grossen und Ganzen bin ich froh, dass Buch gewonnen zu haben. Denn so habe ich eine neue Buchreihe und einen neuen Autor für mich entdeckt. 4 von 5 Sternen

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  • Buchverlosung zu "Starbuck. Der Rebell" von Bernard Cornwell

    Starbuck - Der Rebell
    litschi

    litschi

    Bernard Cornwell gilt als Meister seines Fachs. Mit "Starbuck" hat er wieder einen grandiosen historischen Roman geschrieben. In diesem erzählt er die eindrucksvolle Geschichte von Nate, der vom Sohn eines überaus frommen Pastors aus Boston zum Kriegsheld wird.  Mehr zum Buch: Dein Krieg ist nicht gerecht. Doch er macht dich zum Helden. Nathaniel Starbuck ist Sohn eines überaus frommen Pastors aus Boston. Der Vater hasst die Südstaaten und er hasst die Sünde. Aber Nate liebt die Frauen, und nach einem Skandal weiß er keinen Ausweg, als zu seinem Studienfreund Adam nach Virginia zu fliehen. Krieg liegt in der Luft, und beinahe lynchen die braven Bürger von Richmond den jungen Mann aus dem Norden als Spion. Gerettet wird Nate von Adams Vater: Washington Faulconer ist ein reicher Mann: Er hat Land und Geld genug, um ein eigenes Regiment aufzustellen. Und Nate wird aus Bewunderung erst Offizier, dann Kriegsheld, am Ende aber zum erbitterten Feind seines Gönners … => Hier geht's zur Leseprobe. Lasst euch von Cornwell in eine Zeit voll dunkler, aber auch schicksalshafter Ereignisse entführen. Der Rowohlt Verlag verlost 10 Exemplare unter allen, die folgende Frage beantworten: Habt ihr selbst von euren Eltern oder Großeltern Kriegsgeschichten mitbekommen? Welche Geschichten waren das und welche Gefühle haben sie bei euch ausgelöst?

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    • 273
    kornmuhme

    kornmuhme

    30. May 2013 um 13:42
  • Der amerikanischer Bürgerkrieg

    Starbuck - Der Rebell
    MichaelSterzik

    MichaelSterzik

    03. May 2013 um 13:10

    Starbuck – Der Rebell (Bernard Cornwell) Es war wohl einer der dunkelsten, aber auch einer der schicksalsträchtigen Ereignisse: Der amerikanische Bürgerkrieg – ein Bruderkrieg, ein Krieg in dem Freunde zu Feinden wurden und Männer aus Nord und Süd den Ideologien Präsidenten folgten. Die Bundesstaaten des Nordens in den ersten Schritten zur Industrialisierung, der Weg in die Zukunft ebnen wird. Ihre Politik war immer ausgerichtet, die moralische und unethische Sklavenhaltung der Südstaaten zu bekämpfen. Der Süden hingegen wollte sich der Politik des Nordens nicht anschließen. Deren Führung bestand zumeist aus aristokratischen Großgrundbesitzern, auf deren Plantagen Baumwolle und Tabak geerntet und verkauft wurden. Ihre Arbeitskräfte bestanden überwiegend aus afrikanischen Sklaven. Billige Arbeitskräfte, die keinen Lohn erhielten, nur Unterkunft und Verpflegung und die rechtlich vor dem Gesetz kaum mehr den Status „Mensch“ erhielten. Die politischen, sozialen und gesellschaftlichen Meinungen in Nord und Süd eskalierten. Die Südstaaten strebten nach Unabhängigkeit und verließen die Union. Ihre Ideologien und Traditionen ließen sie blind, stumm und taub werden – die Diplomatie der Politik versagte. Der Süden rief zu den Waffen und organisierte sich vorerst in kleinere Milizen, die sich später unter der Führung des hoch talentierten Generals Robert E. Lee als große Bedrohung für den Norden herausstellte. Nach dem Beschuss der Südstaaten auf Ford Sumter reagierte der Norden unter der eisernen Führung Abraham Lincolns – Krieg – das Ziel – die Abschaffung der Sklaverei und die Wiedereingliederung der abtrünnigen Südstaaten. Bernard Cornwell erzählt in seinem neuesten Roman „Starbuck – Der Rebell“ von den Anfängen des Bürgerkrieges und der ersten, großen Schlacht bei Manasses – die auch als Schlacht bei Bull Run in die Geschichte einging. Inhalt (Verlagsinfo) Nathaniel Starbuck ist Sohn eines überaus frommen Pastors aus Boston. Der Vater hasst die Südstaaten und er hasst die Sünde. Aber Nate liebt die Frauen, und nach einem Skandal weiß er keinen Ausweg, als zu seinem Studienfreund Adam nach Virginia zu fliehen. Krieg liegt in der Luft, und beinahe lynchen die braven Bürger von Richmond den jungen Mann aus dem Norden als Spion. Gerettet wird Nate von Adams Vater: Washington Faulconer ist ein reicher Mann: Er hat Land und Geld genug, um ein eigenes Regiment aufzustellen. Und Nate wird aus Bewunderung erst Offizier, dann Kriegsheld, am Ende aber zum erbitterten Feind seines Gönners … Kritik Bernard Cornwells historische Romane sind meistens immer ein Garant für spannende und auch lehrreiche Unterhaltung. Er versteht es zumeist vortrefflich, die historischen Fakten mit seinen erdachten Figuren zu kombinieren.  In dem vorliegenden ersten Band – Starbuck der Rebell – schildert er die Anfänge des amerikanischen Bürgerkrieges aus der Perspektive eines jungen Mannes, der sich zwischen Nord und Süd – zwischen den Blauen und den Grauen entscheiden muss. Damit kommen wir auch schon zur eigentlichen Herausforderung, die sich der Autor selbst gestellt hat! Ein junger Mann, der Sohn eines Priesters der die Sklavenhaltung und die Politik des Südens offen von seiner Kanzel aus kritisiert, kommt oder flieht vielmehr in den Süden zu einem seiner Studienfreunde. Klingt nicht unglaubwürdig und könnte sicherlich auch so passiert sein, doch hin und wieder liest man doch kritisch und fragt sich wohl für welche Seite sich Nathaniel Starbuck nun letztlich entscheiden wird!? Für mich machte es den Eindruck, als hätte der Autor sich einen ursprünglich anderen Weg ausgedacht. Bernard Cornwell erzählt seinen Roman fast ausschließlich aus der Perspektive Starbucks und die ist manchmal auf für den jungen Mann selbst äußerst sprunghaft. Das ist zwar für die Story unentbehrlich, zugleich aber manchmal auch überzogen dargestellt. Dass dabei die Sympathie für die Hauptfigur auf der Strecke bleibt, war vom Autor evtl. nicht vorgesehen. Starbucks Motivation den Armen und Einfluss seines Vaters zu entfliehen, kann man nachvollziehen, allerdings das dieser dann der Moral und der Ethik und der vernünftigeren Ideologie des Nordens den Rücken zukehrt ist überhaupt nicht zu begreifen. Spätestens hier wird der Leser den Roman als positiv oder negativ bewerten, und das erfolgt schon recht früh. Sehr gut dagegen schildert Bernard Cornwell die Vorstellungen der oftmals überheblichen und arroganten Männer des Südens. Hier werden jahrelange Traditionen einfach entgegen der Vernunft und der Zukunft des Süden argumentiert – gemäß dem Motto – Augen zu und durch. Jede Seite dachte ja auch damals – eine Schlacht und der Krieg ist beendet – eine tödliche Fehleinschätzung. Die Macht einzelner Männer und deren Einfluss auf die Politik und die Kultur im Süden war immens, in der heutigen Zeit würde man sie als „Warlords“ bezeichnen. Sie alle strebten nicht nur nach Unabhängigkeit, sondern auch nach Ehre, Ansehen und Einfluss. Bernard Cornwell erzählt die Anfänge des amerikanischen Bürgerkrieges leider nur aus der Sichtweise des Südens. Hier wäre es für die Geschichte eindrucksvoller und empfehlenswerter zwei Protagonisten zu installieren – eine aus dem Norden und eine aus dem Süden. Das hätte der Geschichte vielmehr Tiefe und Spannung und auch Dramatik gegeben. Bernard Cornwells Talent als „Kriegsberichterstatter“ spielt er auch in „Starbuck – Der Rebell“ vollkommen aus. Die erste Schlacht bei Manasses (Bull Run) schildert er so, wie wirklich stattgefunden hat. Es war ein Desaster für den Norden. Als Autor hatte es Cornwell nun leichter, als bei anderen seiner historischen Romane. Die Quellen, Fotos und Dokumente sind zahlreicher, authentischer und machen es in der Recherche viel leichter. Den Verlauf der Schlacht und andere Details  z.B,. dass es wirklich ganze Familien gab, die als Zuschauer dort waren und in Panik verfielen, wird hier ebenso authentisch geschildert, wie die einzelnen Aktionen und das wie man es vom Autor gewohnt ist, auch blutig und spannend. Das passierte allerdings auch erst im letzten Drittel des Romans. Bernard Cornwell lässt sich viel Zeit und positioniert seine Figuren geschickt und implementiert diese rund um Starbuck selbst. Fazit „Starbuck – Der Rebell“ von Bernard Cornwell ist der erste Band einer Reihe und damit bleibt noch viel Potenzial und viel Entwicklungsmöglichkeiten übrig für Nathaniel Starbuck. Als Auftaktroman empfand ich ihn recht schwach, maßgeblich dafür verantwortlich war und ist die Charakterzeichnung der Hauptfigur. Letztlich konnte mir auch die eindimensionale Schilderung aus der Perspektive des Südens nicht klar überzeugen. Die Thematik des amerikanischen Bürgerkrieges ist derartig komplex, dass man deren Verlauf und Auswirkungen schwerlich nur aus einer Perspektive erzählen kann. Der zweite Band wird entscheiden, ob ich die Geschichte und das Schicksal Starbucks weiter verfolgen möchte. Sollten die Schwächen weitgehendstes nicht ausgeräumt sein, so wird es für mich keinen dritten Band geben. „Starbuck – Der Rebell“ ist bedingt zu empfehlen und gehört nicht zu den stärksten des Autors. Teils zu unstrukturiert und eindimensional überzeugt er mich nur zum Teil. Michael Sterzik

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