Bernard Gui Das Buch der Inquisition

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Inhaltsangabe zu „Das Buch der Inquisition“ von Bernard Gui

Umberto Eco machte ihn bekannt und stilisierte ihn zum mittelalterlichen Inquisitor schlechthin. Unbestritten ist, daß der französische Dominikaner Bernard Gui (1260/61-1331) einer der profiliertesten „Spürhunde Gottes“ war und das von ihm verfaßte Inquisitionshandbuch zum unentbehrlichen Instrument der Ketzerjäger wurde. Erstmals liegt nun die Practica (officii) inquisitionis baereticae pravitatis in einer vollständigen und textnahen Übersetzung aus dem Lateinischen vor. Die rückhaltlose Aufarbeitung des Themas ,,Inquisition“ kann somit durch das genaue Studium der Quellen und nicht durch pauschale Urteile erfolgen: Welchen Zielen diente die Inquisition? Wie wurden die Ketzer befragt und verhört? Welche Mittel der „Wahrheitsfindung“ und Abschwörung wandte man an? Welche Vorstellung und Kenntnis hatte die römische Kirche von den Glaubensinhalten und Riten der verfolgten Katharer, Waldenser, Pseudo-Apostel und anderer Ketzergruppen? Eine ausführliche Einleitung und Kommentierung gibt einen Abriß über Guis bewegtes Leben und Wirken und erläutert sowohl die Hintergründe und Zusammenhänge der Inquisition als auch der Sekten, die von ihr verfolgt wurden

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  • Rezension zu "Das Buch der Inquisition" von null null

    Das Buch der Inquisition
    Bibliophilia

    Bibliophilia

    01. September 2011 um 20:03

    Kurz zum Inhalt: Das Buch ist eine vollständige und textnahe Übersetzung des“ Inquisitionshandbuch“ vom französischen Dominikaner Bernard Gui mit einer ausführlichen Einleitung von Petra Seifert. Es enthält Erläuterungen zu den Zielen der Inquisition, Ketzerbefragungen und die Vorstellungen der römischen Kirche zu den Glaubensinhalten und Riten von Andersgläubigen. Meine Meinung: Das Buch ist in zwei Abschnitte unterteilt. Im ersten Abschnitt gibt die Autorin einen Überblick über das Leben von Bernard Gui und die Entstehungen und Glaubensrichtungen der verfolgten „Sekten“. Dieser Teil liest sich sehr flüssig. Als Leser merkt man, dass die Autorin versucht sich auf die wichtigsten Ereignisse zu beziehen, ohne zu ausschweifend zu werden. Manchmal hätte ich mir jedoch mehr Hintergrundinformationen zu Wörtern oder Ereignissen gewünscht. Der zweite Teil bezieht sich dann auf das eigentliche „Inquisitionshandbuch“. Hier ist sofort zu merken, dass dieser Abschnitt von einem anderen Autor stammt. Denn anhand der mittelalterlichen Schreibweise sind die Texte nicht mehr so flüssig zu lesen. Durch die sehr detaillierten Beschreibungen sind sie manchmal sogar sehr langatmig. Interessant fand ich vor allem, welche Schwerpunkte Bernard Gui bei den verfolgten „Sekten“ machte. Über die Lehren der Manichären, Waldenser, Beginen und Pseudo-Apostel schreibt er sehr lange und ausführliche Texte, während der zu denen der Zauberern, Geisterbeschwörern und Juden nur sehr wenig vorzubringen hat. Insgesamt gibt das Buch einen detaillierten Überblick über die Denkweise der mittelalterlichen Inquisitoren und deren Vorgehensweisen.

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