Bernard MacLaverty

 3.5 Sterne bei 92 Bewertungen
Autor von Cal, Schnee in Amsterdam und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Bernard MacLaverty

Geschichten aus dem Leben: Der nordirische Schriftsteller Bernard MacLaverty, 1942 in Belfast geboren, ist in erster Linie für seine Romane und Erzählungen bekannt. Zu seinen populärsten Werken zählen die Veröffentlichungen „Lamb“ von 1980, „Cal“ von 1983 und „Gracenotes“ aus dem Jahr 1997. Erstere wurden auch verfilmt. MacLaverty ist zudem als Drehbuchschreiber und Regisseur tätig; für seinen Kurzfilm „Bye-Child“ (2003) wurde er mit dem schottischen BAFTA Award für den besten Debütfilm geehrt. Während er zunächst als Labortechniker arbeitete, begann MacLaverty mit 28 Jahren ein Studium und arbeitete anschließend als Lehrer. Obwohl er bereits mit 19 begann zu schreiben, veröffentlichte er erst 1977 seine erste Kurzgeschichtensammlung „Geheimnisse und andere Erzählungen" – bedacht mit dem Scottish Arts Council Book Award. Seit 1981 widmet er sich dem Schreiben hauptberuflich. 2017 wurde er für seinen Roman „Midwinter Break“ mit dem Irish Book Award in der Kategorie Roman des Jahres ausgezeichnet. Für die Verfilmung seines Romans „Lamb“ mit Liam Neeson und Hugh O‘Connor in den Hauptrollen schrieb er selbst das Drehbuch. Seine einfühlsamen Geschichten drehen sich häufig um familiäre und freundschaftliche Beziehungen.

Neue Bücher

Schnee in Amsterdam

 (37)
Neu erschienen am 09.11.2018 als Hardcover bei C.H.Beck.

Alle Bücher von Bernard MacLaverty

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Schnee in Amsterdam

Schnee in Amsterdam

 (37)
Erschienen am 09.11.2018
Geheimnisse

Geheimnisse

 (3)
Erschienen am 01.06.1992
Lamb - der Ausgeflogene

Lamb - der Ausgeflogene

 (2)
Erschienen am 01.04.1999
Tanzen hat seine Zeit

Tanzen hat seine Zeit

 (1)
Erschienen am 01.07.2007
Schule der Anatomie

Schule der Anatomie

 (0)
Erschienen am 10.02.2003
Cal

Cal

 (45)
Erschienen am 20.04.2004

Neue Rezensionen zu Bernard MacLaverty

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Rallfoss avatar

Rezension zu "Schnee in Amsterdam" von Bernard MacLaverty

Wenig erhellendes
Rallfosvor 4 Tagen

Warum schreibt man ein Buch, warum liest man es? Diese Frage stelle ich mir immer, wenn ich ein Buch lese. Meistens gibt der Inhalt mir eine Antwort. Im vorliegenden Band - gerade zuende gelesen - fällt mir die Antqwort schwer. Gut, ich erfahre etwas über Architektur und über den Bombenterror in Dublin. Aber sonst nimmt das Buch mich mit auf eine Reise nach Amsterdam, beschreibt in gemächlich fortschreitender Zeit ein Ehepaar und findet am Ende eine Lösung, die irgendwie plötzlich aber unspektakulär ist. Vielleicht hat die Beziehung eine Chance, vielleicht auch nicht. Vielleicht ändern sich beide, oder nur er oder nur sie oder auch nicht.
Warum habe ich das Buch gelesen - ich weiß es nicht.

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Rezension zu "Schnee in Amsterdam" von Bernard MacLaverty

Ganz nett, leider nicht mehr
Simi159vor 11 Tagen

Stella und Georg, ein Rentnerehepaar aus Glasgow, fährt ein verlängertes Wochenende nach Amsterdam. Sie wollen ihre Zeit genießen, die Zweisamkeit, die Stadt erkunden und auch etwas für ihre Ehe tun. 

Sie sind ein eingespieltes Team, wissen um die Fehlstellen des Anderen und gleichsam lieben sie sich noch…wenn auch ein immer tiefer werdender Riss in der Beziehung zu stecken scheint und Stella ihre ganz eigenen Pläne hat, warum sie unbedingt nach Amsterdam wollte….


Fazit:

Bleiben oder Gehen, das ist die Zentrale Frage, um die es in diesen Roman geht. Denn Stella trägt schon länger den Wunsch einer Trennung in sich. Gerry trinkt, nicht nur ab und an mal einen über den Durst, sondern viel mehr und vor allem heimlich. Sie haben als Paar gute und schlechte Zeiten erlebt und gemeinsam durchgestanden, einen Sohn großgezogen und ein sehr dramatisches Erlebnis in Belfast gehabt. 

Als Leser ist man abwechselnd mit Stella bzw. Gerry unterwegs, erlebt diese Reise aus deren Augen bzw. lebt mit ihren Gedanken. Dass da zwar mal eine Verbundenheit, auch mal Liebe war, wird schnell klar, doch dass da auch ein Grabe, viel unausgesprochenes ist, merkt man schnell. Was sie als Paar tun, ist oft nur Fassade, Gewohnheit, inhaltlich passiert  auch während dieser drei tage nicht wirklich viel und doch entscheidet diese kurze Zeit, wie es für sie weiter gehen wird. 

Bernhard MacLaverty hat mit Gerry und Stella ein lebensnahes Paar erschaffen, wie es bestimmt unzählige gibt, durch ihr Zusammenleben geprägt…mit eindringlichen Worte wird mir fortschreiten der Geschichte klar, was sie dramatisches Erlebt haben. 

Emotional  ist die Geschichte, weil ich mich die Ganze Zeit gefragt habe, trennen sie sich? Warum will Stella nach Amsterdam? Was ist in Belfast passiert?


Die Handlung ist langweilig und auch das Ende läßt mich etwas unschlüssig zurück. Denn so ganz weiß ich nicht, wo will der Autor mit mir hin. Warum erzählt er diese Geschichte, denn selbst wenn die Charaktere toll und interessant sind, das Buch gut lesbar ist es doch im letzten Drittel zäh und langweilig….


Ganz nett, leider nicht mehr…. 3 STERNE.

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Rezension zu "Schnee in Amsterdam" von Bernard MacLaverty

Szenen einer Ehe...
pardenvor 12 Tagen

SZENEN EINER EHE...

Mit einem verlängerten Wochenende in Amsterdam möchten Stella und Gerry ihren Ruhestandsalltag in Glasgow unterbrechen. Die kleine Reise soll die beiden aufmuntern, sie wollen die Stadt erkunden und etwas für ihre Ehe tun. Sie lieben sich noch und ertragen gegenseitig ihre kleinen Fehler – aber in den vier Tagen treten tiefe Risse in ihrer Beziehung zutage. Und es wird klar, dass Stella einen ganz eigenen Plan verfolgt. Dieser Plan hängt mit einem der bezauberndsten Orte in Amsterdam zusammen, dem Beginenhof, und mit einem Gelübde, das Stella einst getan hat. Gerry dagegen, ehemaliger Architekt, hat weitgehend abgeschlossen mit seinem Leben, in dem der Alkohol eine zu große Rolle spielt. Während ihrer Reise drängt allmählich ein Ereignis aus ihrer gemeinsamen Vergangenheit in Belfast, Nordirland, immer stärker an die Oberfläche, etwas, das ihr ganzes Leben geprägt hat. Am Ende zeigt sich, wie tief der Graben zwischen ihnen wirklich ist.

Ein dichter, bewegender und aufwühlender Roman voller Lebensklugheit, Komik und Tragik.

Der Klappentext verrät im Grunde genau, was der Inhalt des Romans ist: ein lebenserfahrenes Ehepaar, im Laufe der Jahre perfekt aufeinander eingespielt, doch im Alltagstrott oftmals eher nebeneinanderher lebend, tritt im Winter eine gemeinsame Reise nach Amsterdam an. Ein gemeinsames Hotelzimmer, die kleinen Macken und Gewohnheiten des anderen respektierend, scheint diese Reise anfangs die gewünschte Auszeit vom Alltag zu bieten, doch wird rasch deutlich, dass Stella und Gerry zwar durchaus noch Zuneigung zueinander empfinden, hier jedoch vornehmlich jeder für sich seine ureigenen Interessen verfolgt.

Raumfordernd bricht sich hier Gerrys Alkoholismus zunehmend Bahn, hervorragend und glaubwürdig geschildert in allen Facetten - der Verleugnung der eigenen Sucht, dem Sich-Besser-Fühlen bereits nach dem ersten Schluck, der wachsenden Maßlosigkeit, der heimlichen Beschaffungsmentalität, dem Versteckspiel, den Verwirrungszuständen... Stella scheint dies nicht fremd zu sein, doch wie schon zu Hause geht sie weitestgehend darüber hinweg. Verblüffend genug, doch scheint ihr Schweigen darüber weniger ein Ausdruck tiefen Respekts zu sein als vielmehr ein Zeichen der Resigantion.

Stella selbst macht sich heimlich auf an einen Ort in Amsterdam, über den sie bei ihrem ersten Besuch in der Stadt vor etlichen Jahren rein zufällig gestolpert war: den Beginenhof. Ein Ort, an dem Frauen zusammenleben in der Nachfolgschaft derer, die nicht das Leben einer Nonne führten, nicht in Klöstern sondern in Konventen lebten, die kein Gelübde ablegten, aber ein religiös inspiriertes, eigenverantwortliches Leben führten und dabei sozial wichtige Aufgaben übernahmen. Stella hat für sich einen alternativen Lebensentwurf entwickelt, will die letzten Lebensjahre nicht nutzlos an der Seite eines ihr immer fremder werdenden Mannes verbringen, sondern mit ihrer verbleibenden Kraft noch Gutes bewirken. Vielleicht ist der Beginenhof die Alternative, nach der sie schon lange sucht?


"Ich tu mich nur um." --- "Und wenn du findest, wonach du suchst?" --- "Es wird gut sein." Sie zuckte mit den Achseln. "Aber ich weiß, dass es zu anderen - schwierigeren - Fragen führen wird." --- Und wo stehe ich dann? Wo wir?" --- "An verschiedenen Orten." (S. 110)


Szenen einer Ehe präsentiert MacLaverty hier, seziert verbliebene Gemeinsamkeiten und die Abgründe, die die Jahre und die Probleme wie der steigende Alkoholkonsum Gerrys zwischen die Eheleute gemeißelt hat. Dabei gibt er auch immer wieder in Rückblenden Einblicke in die Vergangenheit des Paares, zu der auch einschneidende Erlebnisse in Nordirland gehörten. Der Sprachstil wirkt einfach, direkt und schnörkellos, wobei er eine gewisse Distanz zu den Charakteren bewahrt. Trotzdem lotet MacLaverty kunstvoll die Einsamkeiten der Figuren aus, was in manchen Szenen durchaus berührend ist.

Obwohl beide Partner noch Zuneigung füreinander empfinden, denselben Humor teilen und wohlwollend miteinander umgehen, dominiert hier lange die Sprachlosigkeit. Wichtige Themen werden, wenn überhaupt, dann eher flapsig angerissen und rasch wieder abgetan, Entscheidungen getroffen ohne den anderen mit einzubeziehen. Alles vielleicht nachvollziehbar - für mich als Leser jedoch stellenweise schwer auszuhalten. Die Sprachlosigkeit, die Einsamkeit, der Alkoholkonsum: schwere Kost, trotz aller sprachlicher Schnörkellosigkeit.


"Fühlst du dich nahe?" --- "Dem Ende?" --- Er lachte. "Nein, fühlst du dich mir nahe?" --- "Wir sitzen nebeneinander." --- Gerry lächelte. "Mach schon. Antworte", sagte er. --- "Sagen wir mal so", antwortete Stella. "Wenn mich jemand fragt, wie lange wir schon verheiratet sind, sage ich nur: 'Es zieht sich in die Länge.'"  (S. 161)


Keiner der Charaktere kam mir im Laufe des Lesens wirklich nahe, und doch greift der Autor hier ein Thema auf, das viele langjährige Paare angeht und dementsprechend möglicherweise auch zum Nachdenken anregt, zur Bestandsaufnahme der eigenen Beziehung und der Offenheit miteinander beiträgt. Der letzte Abschnitt belegt, wie treffend sowohl der englische Originaltitel ('Midwinter Break') als auch der deutsche Titel gewählt wurden, und das Ende fand ich sehr passend gestaltet.

Eine ruhige, unaufgeregte, aber intensive Erzählung mit zeitweise etwas anstrengenden Charakteren. Für mich mit 3.5 Sternen kein Jahreshighlight, aber doch ein Roman, den ich gerne gelesen habe.


© Parden

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Gespräche aus der Community

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abas avatar

Über den Verlust der Liebe und die Suche nach dem Sinn des Lebens

Gerry und Stella führen eine lange Ehe, beide sind pensioniert und ihr einziger Sohn lebt mit seiner eigenen Familie in Kanada. Stella ist der Meinung, für sie gibt es nichts mehr zu tun, es ist Zeit, sich etwas zu gönnen, das haben sie und ihr Mann sich verdient. Sie bucht eine kleine Reise nach Amsterdam.
Auf den ersten Blick sieht man ein älteres Paar, das das Fahrradfahren in den Grachten und die Museumsbesuche genießt, aber was passiert in dessen Inneren?
In "Schnee in Amsterdam" erforscht der nordirische Autor Bernard MacLaverty die Gefühle zwischen den zwei Eheleuten, die Erinnerungen an vergangene Zeiten wachrufen und gemeinsam in die Zukunft blicken wollen.

"Schnee in Amsterdam" ist unser zwölfter Titel im LovelyBooks Literatursalon.

Wenn ihr zusammen mit Gerry und Stella die Straßen, Museen und Cafés Amsterdams erkunden möchtet, solltet ihr bei dieser Leserunde unbedingt mitmachen!

In unserem LovelyBooks Literatursalon erwarten euch weitere literarische Neuerscheinungen und spannende Spezialaufgaben!

Zum Inhalt
Ein älteres Ehepaar aus Glasgow, Gerry und Stella Gilmore, fliegt für ein verlängertes Wochenende nach Amsterdam. Die kleine Reise soll die beiden aufmuntern, sie wollen die Stadt erkunden und etwas für ihre Ehe tun. Sie lieben sich noch, man kennt einander samt allen kleinen Fehlern – aber in den vier Tagen treten tiefe Risse in ihrer Beziehung zutage. Und es wird klar, dass Stella einen ganz eigenen Plan verfolgt. Dieser Plan hängt mit einem der bezauberndsten Orte in Amsterdam zusammen, dem Beginenhof, und mit einem Gelübde, das Stella einst getan hat. Gerry dagegen, ehemaliger Architekt, hat weitgehend abgeschlossen mit seinem Leben, in dem der Alkohol eine zu große Rolle spielt. Während ihrer Reise drängt allmählich ein Ereignis aus ihrer gemeinsamen Vergangenheit in Belfast, Nordirland, immer stärker an die Oberfläche, etwas, das ihr ganzes Leben geprägt hat. Am Ende der Reise zeigt sich, wie tief der Graben zwischen ihnen wirklich ist. Ein dichter, bewegender und aufwühlender Roman voller Lebensklugheit, Komik und Tragik.

Lasst euch von der Leseprobe überzeugen!

Zum Autor
Bernard MacLaverty, geboren 1942 in Belfast, erhielt u. a. den Scottish Arts Council Book Award und den Lord Provost of Glasgow’s Award for Literature für seine Erzählungen, Romane und Drehbücher. Seine Romane "Cal" und "Lamb – der Ausgeflogene" wurden erfolgreich verfilmt. Bernard MacLaverty lebt mit seiner Familie in Glasgow. Sein Roman "Midwinter Break" ("Schnee in Amsterdam") wurde ausgezeichnet als Novel of the Year bei den Irish Book Awards 2017. Eine Verfilmung des Romans ist bereits in Planung.

Möchtet ihr mit Gerry und Stella nach Amsterdam?
Zusammen mit C.H.Beck verlosen wir 30 Exemplare von "Schnee in Amsterdam" unter allen, die sich über diesen wunderbaren Roman im Rahmen einer Leserunde austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten.
Seid ihr dabei? Dann bewerbt euch* über den "Jetzt bewerben"-Button bis zum 30.09. und antwortet auf folgende Frage:

Gerry und Stella fliegen für ein Wochenende nach Amsterdam, um etwas für ihre Ehe zu tun.
Warum kann ein Urlaub etwas Gutes für eine Ehe sein? Oder vielleicht doch nicht?


Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück bei der Verlosung!

Ihr seid noch kein Literatursalon -Mitglied? Ihr könnt jederzeit eintreten. Alle Infos dazu findet ihr hier und in unserer Literatursalon-Plauderecke.

* Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.
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Zusätzliche Informationen

Bernard MacLaverty wurde am 14. September 1942 in Belfast (Großbritannien) geboren.

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