Bernard Villiot

 2,5 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von MEPHISTO.

Lebenslauf von Bernard Villiot

BERNARD VILLIOT ist Drehbuchautor und Regisseur und beschäftigt sich seit zehn Jahren mit Kinderliteratur. Er wurde mehrfach ausgezeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Bernard Villiot

Cover des Buches MEPHISTO (ISBN: 9783865663962)

MEPHISTO

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Erschienen am 23.04.2019

Neue Rezensionen zu Bernard Villiot

Cover des Buches MEPHISTO (ISBN: 9783865663962)The iron butterflys avatar

Rezension zu "MEPHISTO" von Bernard Villiot

Mephisto im Exil
The iron butterflyvor 8 Monaten

Mephisto – ein Kater schwarz wie die Nacht und schwarz wie Ärger. So zumindest empfindet sich Mephisto selbst. Der Straßenkater spürt, dass alle ihn meiden, sei es weil sie ihn als Unglücksboten deuten oder ihn schlicht als Raufer und Taugenichts abstempeln. Er sehnt sich nach ein klein wenig Liebe und Geborgenheit, einem Platz, von dem er nicht irgendwann verscheucht wird, einem Zuhause. Als er beschließt fortzulaufen verstärken sich in ihm die negativen Gefühle und Mephisto vermutet nicht vermisst zu werden. Auf der Suche nach einem Platz an dem ihn nicht die Erinnerungen quälen, es aber auch ausreichend Schönes und Fressbares gibt, erlebt Mephisto einiges. Wird er einen Platz der Geborgenheit finden? Wird er irgendwann mal genüsslich schnurren können, weil ihm jemand vor lauter Zuneigung das Fell krault?

In schwarz-weiß gehalten, verstärken sich die Botschaft von Isoliertheit, Einsamkeit und Ablehnung. Das gute Ende macht jedoch Mut das eigene Selbstbewusstsein zu stärken, sich selbst treu zu bleiben und manchmal auch den Schritt aus der eigenen Trübsinnigkeit heraus zu wagen.

Ein tiefsinniges Bilderbuch für Katzenliebhaber und alle, die eine Extra-Portion Selbstvertrauen benötigen.


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Cover des Buches MEPHISTO (ISBN: 9783865663962)AndreasKuecks avatar

Rezension zu "MEPHISTO" von Bernard Villiot

...stimmungsvolle Illustrationen aber ein wenig überzeugends Happy-End!
AndreasKueckvor 2 Jahren

Der Kater Mephisto lebt gezwungenermaßen als Einzelgänger in der großen Stadt. Aufgrund seines tiefschwarzen Fells und seiner als unheimlich wahrgenommenen Aura wird er sowohl von seinen Artgenossen wie auch von den Menschen nicht nur gemieden sondern auch immer wieder verjagt. Mephisto sehnt sich nach einem ruhigen Leben und hofft, dieses in der Abgeschiedenheit auf dem Land zu finden. Die Wochen ziehen voller Ruhe ins Land bis der Winter anbricht und Mephisto beschließt, wieder in die schützende Stadt zu wandern. Dort erlebt er eine Überraschung: Freudig wird er von den Menschen begrüßt! Seit seinem Weggang hat sich die Mäuse- und Ratten-Population immens erhöht, und die verwöhnten Hauskatzen waren nicht in der Lage, dieser Plage Herr zu werden. Nur ein versierter Jäger wie Mephisto kann Abhilfe schaffen…!

Tja, was nun? Ich suche nach den passenden Worten, aber kurz ausgedrückt kann ich sagen „Ich bin enttäuscht!“

Dabei haben mir die „Scherenschnitt“-Illustrationen von Antoine Guilloppé sehr gut gefallen: Sie wirken in ihrer Retro-Optik wie etwas aus der Zeit gefallen, verströmen trotz (oder: aufgrund?) dieser Schlichtheit sehr viel Atmosphäre und lösen beim Betrachter genau die Gefühle aus, die für die Handlung wichtig sind. So wirken sie mal bedrohlich, dann wieder witzig, um beim nächsten Bild sehr poetisch zu sein.

So liegt mein größter Kritikpunkt bei der Handlung. In den Texten meldet sich Mephisto als Ich-Erzähler zu Wort und charakterisieren mit ihren philosophisch anmutenden Zeilen recht gut das Wesen dieses einsamen und auch traumatisierten Katers. Doch ich habe immer auf eine besondere Wendung, auf eine positive Botschaft gewartet. Leider wurde ich enttäuscht: Findet Mephisto eine Heimat, und wird er akzeptiert oder gar um seiner selbst geliebt? Nein! – Das „Happy End“ interpretiere ich wie folgt: Er wird am Ende der Geschichte nur geduldet, weil er den Menschen von Nutzen ist, da die eigenen fetten und verwöhnten Hauskatzen außer Stande sind, seinen „Job“ zu erledigen. Es findet kein Umdenken statt – weder bei den Artgenossen noch bei den Menschen. Wenn dies wirklich die Intention des Autors war, dann empfinde ich es als eine äußerst fragwürdige Botschaft – zumal hier überdies die Flüchtlingsthematik angedeutet wurde.

Dieses Kinderbuch werde ich mir leider nicht gemeinsam mit dem besten Patenkind der Welt ansehen! Schade!

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