Troisieme humanité

von Bernard Werber 
2,0 Sterne bei1 Bewertungen
Troisieme humanité
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Erstaunlicher Mischmasch aus Realität und Fiktion

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Inhaltsangabe zu "Troisieme humanité"

Alors que le paléontologue Charles Wells découvre en Antarctique des restes humains mesurant plus de 17 mètres, son fils David, biologiste, va créer des micro-humains dix fois plus petits que la normale dans son laboratoire parisien. Cette micro-humanité, les MH, d'abord asservie et martyrisée, ne tarde pas à vouloir s'émanciper...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9782253194941
Sprache:Französisch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:690 Seiten
Verlag:Le Livre de Poche, P.
Erscheinungsdatum:13.06.2014

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    TharinaWagners avatar
    TharinaWagnervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Erstaunlicher Mischmasch aus Realität und Fiktion
    Dritte Menschheit

    Dieser Roman wurde mir von einer Freundin empfohlen. Gleich zu Beginn muss ich sagen, dass unsere Geschmäcker damit seeeehr weit auseinander gehen. Ich weiß wirklich überhaupt nicht, was sie und der Rest der Welt an diesem Buch finden. Schließlich ist es ein Bestseller – was bisher übrigens an mir vorbeiging. Aber ich hab's wohl einfach nicht so mit dem Kommerziellen – ob wir jetzt von Musik oder Literatur sprechen.

    "Troisième humanité" (ich finde leider den deuschen Titel nirgendwo, deshalb habe ich ihn oben frei übersetzt) habe ich in der französischen Originalversion gelesen. Der Autor erklärt uns zu Beginn, sein Roman spiele 30 Jahre nach der Zeit des Lesers. Das fand ich erst spannend, schließlich ging ich ohne Vorurteile an ihn heran.

    Zum Inhalt: An der Universität von Sarbonne, in Paris, ist ein Wettbewerb ausgeschrieben: Mehrere Nachwuchsforscher präsentieren Projekte, deren Ziel es ist der Zukunft bzw. dem Überleben der Menschheit zu dienen. Das Projekt des Gewinners soll vom Staat finanziert werden.

    In der Welt des Autors gibt es, genau wie zu unseren Zeiten, verschiedenste Konflikte. Vor allem die Atomwaffen des Iran stellen eine große Bedrohung da. Die USA und Frankreich, ihre Verbündeten, sind auf der Suche nach einer Lösung des Problems. Deshalb der Wettbewerb.
    Die Schilderungen des Autors hinterließen mich vor allem mit einem negativen Gefühl. Natürlich ist es wichtig über zukünftige (und gleichzeitig doch auch gegenwärtige) Probleme zu schreiben – dadurch, dass mir seine Welt nicht gefiel, gelang es mir allerdings überhaupt nicht in sie einzutauchen. Er vermischt Realität mit Fiktion – das auf eine Art, dass der Leser sich teils verwirrt fragt was nun wahr und was erfunden ist. Das kann natürlich als eine Kunst an sich gesehen werden.

    Die Protagonisten hingegen fand ich gut ausgearbeitet: Einerseits ist da der eigenbrödlerische David, der die Pygmäen erforschen will. Bessere Überlebenschancen und Anpassung durch Reduzierung der menschlichen Größe, lautet seine Theorie. Der Autor beschreibt auch den Forscher als klein, was wiederrum gut zu seiner Idee passt.
    Eine seiner Konkurrentinnen ist Aurore, eine unabhängige, starke junge Frau, die ihrerseits ein türkisches Amazonenvolk erforscht. Durch die Überzahl an weiblichen Hormonen, zu denen sie durch ein Sekret aus einem Bienenstock kommen, werden sie unempfindlich gegen radioaktive Strahlen.

    Weder David noch Aurore sollen den Wettbewerb gewinnen. Allerdings wird Natalia, die so etwas ist wie die Chefin einer staatlichen Elite-Einheit ist, auf sie aufmerksam. Mit ein bisschen Mühe überzeugt sie die beiden davon gemeinsame Sache zu machen. Als kurz darauf ein tödlicher Virus über die Menschheit kommt, heißt es handeln – und zwar schnell.

    Hin und wieder lässt der Autor Mutter Erde sprechen, was an sich eine gute Idee ist. Ich erachte es als sehr wichtig, unsere Umweltprobleme immer wieder aufzuzeigen. Aber wieso das ganze in seltsame Halb-Mythen verpacken, wenn man einfach sagen könnte, was Sache ist? Wieder stört mich dieser schmale Grat zwischen Wahrheit und Fantasy. Die Protagonistin "Erde" gestaltet er in meinen Augen nicht so, wie man sich Mutter Erde vorstellen würde. Außerdem packt mir der Autor zu viel Information in diese Geschichte, er überladet sie ein wenig. Der Leser fühlt sich überfordert von den vielen verschiedensten Szenarien, die ich hier nicht im Detail erklären will – vielleicht hat ja doch der eine oder andere Lust darauf, sie selbst zu entdecken.

    Nach einer mehrtägigen Lesepause habe ich diesen Roman schließlich bei Seite 508 von 584 weggelegt, da ich schlicht und einfach kein Interesse mehr am Ausgang der Geschichte hatte.

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