Alle Bücher von Bernardo Bertolucci

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Der letzte Kaiser, 1 Blu-ray
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Erschienen am 14.04.2011
Bernardo BertolucciThe Last Emperor
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The Last Emperor
Bernardo BertolucciDer letzte Tango in Paris, 1 Blu-ray
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Der letzte Tango in Paris, 1 Blu-ray
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Erschienen am 08.03.2011
Bernardo BertolucciBernardo Bertolucci, Interviews
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Erschienen am 01.01.2000
Bernardo BertolucciBertolucci: Images
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Erschienen am 31.10.2011
Bernardo Bertolucci1900, 1 Blu-ray
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Erschienen am 18.06.2013
Bernardo BertolucciDer letzte Kaiser, 1 Blu-ray
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Erschienen am 13.11.2009

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Rezension zu "Der letzte Tango in Paris, 1 Videocassette. Ultimo Tango a Parigi, 1 Videocassette, dtsch. Version" von Bernardo Bertolucci

Rezension zu "Der letzte Tango in Paris, 1 Videocassette. Ultimo Tango a Parigi, 1 Videocassette, dtsch. Version" von Bernardo Bertolucci
Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren

Originaltitel: Ultimo tango a Parigi (Das allein muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.)

Das ist ein äußerst stiller Film von Bernardo Bertolucci, der, wenn es um innere oder äußere Spannung geht, eher von der Musik dominiert wird.
Ein stiller Film, der jedoch von der Machtbeziehung in der Liebe, Sexualität spricht und das eigene Sein in der Beziehung zu einem anderen Menschen mit Fragen bewirft.

Eine junge 20-jährige Frau (Maria Schneider) und ein 39-jähriger Mann (Marlon Brando) treffen zufällig in einem zu vermietenden Appartement aufeinander. Er fällt über sie her. Danach treffen sie immer wieder in dieser Wohnung für ein Stelldichein aufeinander. Die einzige Bedingnung, die Paul (Marlon Brando) stellt ist diese: Sie verraten dem anderen weder ihren Namen noch Dinge über sich und ihr Leben. Zu Recht für Paul, der eigentlich nach dem Selbstmord seiner Frau nach dem Vergessen sucht.
Dabei rechnet Paul aber vielleicht nicht mit der hartnäckigen, kindischen Neugier seiner Geliebten.

Natürlich wird hier auch mit Klisches (der Altersklassen usw.) gespielt. Aber eigentlich geht es in diesem Film nicht einfach um den Sex, den die beiden miteinander haben - dafür ist der Film ja mehrmals in Kritik geraten. Es geht hier um die Machtstellung, die Liebende übereinander gewinnen können. Es geht um das Verbotene, das Begehren des Fremden, das die beiden zueinander, aber auch recht schnell gegeneinander treibt.

Dabei ist die Arbeitsweise Bertoluccis äußerst interessant, er treibt ein Spiel mit Licht und Schatten, das bereits auf dieser Ebene menschliche Symboliken aufwirft. Er ließ Brando seine eigene Lebensgeschichte in den Film einbauen, Improvisationen waren Teil der Dreharbeiten, damit, ganz eindeutig, wird eine sehr intime und glaubhafte, wahrhaftige Filmkulisse in der Stadt der Liebe geschaffen, die so gar nicht auf diesen ewigen Mythos aufpropfbar ist.

Wenn man bei wikipedia nachschaut, steht über die Handlung des Films geschrieben, dies sei der Rückzug aus der Welt in die Welt des Eros. Das gefällt mir persönlich ganz gut, um eine Beschreibung für diese Exklusivierung zu liefern, die in dem Film vorliegt. Aber ganz so einfach kann man es wohl - wie immer - nicht abgrenzen.
Der Eros ist niemals abtrennbar. Immer, und das bezeugt der Film auch ganz klar, verfolgt dieser die beiden Hauptdarsteller. Doch das Denken, die Phantasie, das Begehren liegen woanders und tragen dazu bei, dass man diesen Raum "Welt" irgendwie aushalten kann. Es erzeugt aber auch eine ganz wilde Schizophrenie für das, was wir Wirklichkeit nennen.
Passenderweise ist der Amerikaner Paul der Leiter einer Pension und Jeanne, die 20-Jährige, eine Schauspielerin, deren Freund Tom als Regisseur einen Film über ihre Liebe dreht.
Hier werden viele Realitätskonstruktionen ins Absurde getrieben, in ihr Gegenteil umgekehrt. Es scheint fast so, als ob die obsessiven Spielchen, die Paul und Jeanne, ohne ihre Namen zu kennen, miteinander treiben, DIE Wahrheit wären.

Oder: Wo eigentlich liegt die Wahrheit im Moloch der Großstadt?

Exkurs: Interessant und äußerst beängstigend ist auch die Filmgeschichte, die Produktion des Filmes, die auf allen Seiten Extremes hervorgerufen hat. Da wird letztlich die äußerste Zensur dieses Filmes durch den amerikanischen Boden fast klar und so verständlich. Es zeigt auch hier wieder, dass das eigens Menschliche vom Kunstprojekt nicht zu trennen ist.

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