Bernardo Carvalho Neun Nächte

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Inhaltsangabe zu „Neun Nächte“ von Bernardo Carvalho

Eine detektivische Spurensuche im brasilianischen Urwald Ein amerikanischer Anthropologe nimmt sich im tiefsten brasilianischen Urwald das Leben. Keiner weiß, warum. 60 Jahre danach versucht ein brasilianischer Journalist, Licht in das Dunkel zu bringen. Aus seiner detektivischen Spurensuche wird schon bald die Geschichte einer Besessenheit, die einen immer stärkeren Sog entwickelt … Ausgezeichnet mit den beiden renommiertesten Literaturpreisen Brasiliens: Prêmio Machado des Assis und Prêmio Jabuti.

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  • Entdeckungsreise ins brasilianische Herz der Finsternis

    Neun Nächte

    danares_

    23. October 2013 um 09:13

    Im Jahr 1939 bricht der US-amerikanische Anthropologe Buell Quain zum Stamm der Krahô im brasilianischen Urwald auf. Wenige Monate später ist er tot. Selbstmord – aufgehängt an einem Baum, mit aufgeschnittenen Adern. Sechzig Jahre später begibt sich ein brasilianischer Journalist auf die Spurensuche, um das Geheimnis um den mysteriösen Tod von Buell Quain zu lösen: Warum nahm er sich auf grausame Art und Weise das Leben? Hatte Buell Quain etwas zu verbergen oder wollte er mit seinem Selbstmord die Indigenen schützen? Bei seinen Recherchen stößt der Journalist auf die Aufzeichnungen von Manoel Perna, dem Buell Quain in neun Nächten einen tiefen Einblick in sein Seelenleben gewährte. Buell Quains Wege kreuzten sich in Brasilien offenbar auch mit jenen von Claude Lévi-Strauss, der sich just zu dieser Zeit auf einer seiner Forschungsreisen befand, die er in seinem Klassiker Traurige Tropen verewigen sollte. Der Journalist stößt immer weiter in die Tiefen des brasilianischen Urwaldes und in das Leben von Buell Quain vor – und damit auch in seine eigene Kindheit: „Niemand hat mich je gefragt, deshalb habe ich auch nie antworten müssen, dass die Hölle, so wie ich sie mir vorstelle, für mich ebenfalls am Xingu liegt oder lag, dem Xingu meiner Kindheit.“ In einer brasilianischen Klinik kommt er mit einem sterbenskranken alten Mann ins Gespräch, der ihn mit einem Bill Cohen verwechselt: “Bill Cohen! Bill Cohen! Sieh einer an! Nach so langer Zeit!” Bill Cohen? Oder hatte der Alte etwa Buell Quain gesagt? Eine wichtige Spur, ein Verhörer, ein Zufall? In einem letzten Versuch, das Rätsel um Quains Tod zu lösen, bricht der Journalist nach New York auf, um ein Gepräch mit einem Mann zu führen, dessen Name falsch klingt, „falls ein Name überhaupt falsch klingen kann”. Bernardo Carvalhos Roman Neun Nächte beginnt als Entdeckungsreise in das brasilianische „Herz der Finsternis“ und endet im intertextuellen Spiel mit Namen und Identitäten. Den Anthropologen Buell Quain hat es tatsächlich gegeben. Aber wenn sich der Leser bei dem Namen Buell Quain an Paul Austers Figur Daniel Quinn erinnert fühlt, dann handelt es sich vielleicht doch nicht nur um einen Zufall. Der in Rio de Janeiro geborene Autor und Journalist Bernardo Carvalho hat für sein schriftstellerisches Schaffen bereits zahlreiche brasilianische Literaturpreise erhalten. Sein Roman Neun Nächte erschien 2002 unter dem Titel Nove Noites bei der Companhia das Letras. Erstveröffentlichung auf http://danares.wordpress.com

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  • Auf Papier gepresste Langeweile

    Neun Nächte

    Stefan83

    07. October 2011 um 14:49

    In Brasilien mit Preisen überhäuft, der Klappentext spannend klingend und Lust auf mehr machend. Und dann wird das Buch auch noch mit den Werken Joseph Conrads verglichen. Was blieb mir da anderes übrig, als sich "Neun Nächte" von Bernardo Carvalho zu kaufen, um mir selbst ein Bild zu machen. Das Fazit fällt sehr ernüchternd aus. Die von mir in ihn gesetzten Erwartungen kann Carvalho in keiner Zeile erfüllen, den Anspruch eines spannenden Unterhaltungsromans einfach nicht gerecht werden. Sehr schade, hat die Story doch einiges an Potenzial gehabt, das richtig umzusetzen aber versäumt wurde. "Neun Nächte" erzählt die Geschichte des amerikanischen Anthropologen Buell Quain, der sich kurz vor Ausbruch des 2. Weltkriegs im Alter von 27 Jahren unter mysteriösen Umständen im brasilianischen Regendwald das Leben nimmt. Dieser lang zurückliegende Selbstmord ist Ausgangspunkt für Bernardo Carvalhos Spurensuche, in welcher er vorwiegend Briefe eines Mannes verwendet (an eine Person, welche dem Leser zunächst unbekannt ist), dem Quian vor seiner tragischen Entscheidung in neun Nächten seine Lebensgeschichte anvertraut hat. Zeitzeugenberichte und Rückblicke dienen als Brücke zwischen den Zeiten und beiden Personen, rekonstruieren nach und nach Leben und Tod des jungen Forschers. Was folgt ist ein vor allem biographischer und auf Tatsachen beruhender Roman (Buell Quain hat es wirklich gegeben), der mithilfe von kunstvoller Sprache und mystisch angehauchten Flair Joseph Conrads "Das Herz der Finsternis" zu imitieren versucht. "Versucht" muss es heißen, denn Carvalhos Erzählungen sind ungefähr so spannend wie das Kapitel S im Telefonbuch. Das auf den ersten Blick fein gesponnene Rätsel löst sich bis zum Schluss nicht wirklich auf, ganze Handlungsstränge führen ins Nichts und von Spannung ist weit und breit nichts zu spüren. Ohne hundertprozentige Aufmerksamkeit hat der Leser nicht den Hauch einer Chance die oftmals extrem verschachtelten Sätze zu entwirren, den aus mehreren Zeitzonen stammenden Handlungsabläufen einen logischen roten Faden zu entnehmen. Und selbst wenn er sich auf jedes Wort konzentriert, wird er dafür am Ende doch nicht belohnt, bleibt man doch genau so schlau wie vorher und irgendwie unbefriedigt zurück. Was lässt sich Positives sagen und die Preisauszeichnungen für das Buch rechtfertigen? Mit Sicherheit das gewählte Thema, die Sprache und die äußerst gelungene Übersetzung. Vielleicht drei Dinge, die vielen Lesern für eine gute Lektüre reicht. Mir nicht. Insbesondere an einen Spannungsroman stelle ich noch andere Ansprüche. Insgesamt ist "Neun Nächte" ein arg zähes, wenig bis gar nicht unterhaltsames Werk, das verworren und undurchsichtig wie der Dschungel Südamerikas daherkommt und seinem guten Ruf leider nicht gerecht werden kann. Nichts für den Gelegenheitsleser und wohl leider auch mein erstes und gleichzeitig letztes Buch von diesem Autor.

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  • Rezension zu "Neun Nächte" von Bernardo Carvalho

    Neun Nächte

    Maggi

    10. June 2010 um 10:09

    Ich wurde mit der Geschichte nicht so recht warm, obwohl mir die story gefallen hat und großes Potential hat...Aber es blieb alles trocken und vermochte nicht zu packen. Ich lege das Buch erst mal beiseite und werde es wahrscheinlich irgendwann noch mal zur Hand nehmen, es hat eine Chance verdient, das hab ich im Gefühl, ist wohl grad einfach nur nicht die richtige Zeit für mich, es zu lesen...

  • Rezension zu "Neun Nächte" von Bernardo Carvalho

    Neun Nächte

    Jetztkochtsie

    09. June 2009 um 23:16

    HAB ICH NICHT VERSTANDEN! Mir fehlte in diesem Buch eindeutig der rote Faden, der Durchblick, irgendwas wonach ich mich richten konnte. Ich wußte weder, wer da was grad erzählt, noch um wen es geht, geschweige denn was der Autor mir mit den fragmentartigen Auflistungen von Geschehnissen sagen oder mitteilen will. Der Stil war auch einfach nur simple und ich würde es als Berichtsstil bezeichnen. Trocken, langweilig, schnörkellos und ohne Feinheiten, Gefühl oder Aussage. Wäre das Buch nicht nur 200 Seiten stark gewesen, hätte ich es definitiv nicht zu ende gelesen. So wollte ich sehen, ob mir am Ende vielleicht doch noch die Erleuchtung käme, was da eigentlich passiert sein soll, was erzählt wird, was bewirkt werden soll. Ich wurde enttäuscht, keine Erleuchtung. Ich habs einfach nicht verstanden....

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  • Rezension zu "Neun Nächte" von Bernardo Carvalho

    Neun Nächte

    Wolkenatlas

    02. September 2008 um 10:55

    Fesselnde Spurensuche Der über 60 Jahre zurückliegende Selbstmord des amerikanischen Anthropologen Buell Quain ist Ausgangspunkt für Bernardo Carvalhos spannende Spurensuche im brasilianischen Urwald. Er verwendet Briefe (an eine dem Leser zunächst unbekannte Person) eines Mannes, dem Buell Quain kurz vor seinem Selbstmord in neun Nächten seine Lebensgeschichte erzählt hat, als Ausgangspunkt für seine Spurensuche, sowie Zeitzeugenberichte und schafft so auch eine originelle Brücke zwischen seiner Person und Buell Quain. Ich möchte hier nicht mehr zur Story verraten, da ich keine der fein gesponnenen Rätsel und Geheimnisse verraten möchte. Ein Buch, das fesselt, hohe literarische Kunst, die spannender als ein Thriller ist. Großartig ! Mit Bernardo Carvalho hat Brasilien nach Joao Ubaldo Ribeiro wieder einen wirklich talentierten Erzähler, von dem man hoffentlich noch viel hören wird.

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