Bernd-Lutz Lange Das Leben ist ein Purzelbaum

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Inhaltsangabe zu „Das Leben ist ein Purzelbaum“ von Bernd-Lutz Lange

'Dass das Leben einem Purzelbaum sehr ähnlich ist, merkt man erst, wenn man sich im letzten Drittel befindet. Die Zeit dreht sich, so kommt es einem vor, immer schneller. Eben hatte ich doch die Weihnachtssachen erst in den Keller gepackt, und nun steht schon wieder ein Baum im Zimmer zum Anputzen bereit.' In seinem neuen Buch will BerndLutz Lange der Schnelllebigkeit der Zeit mit anekdotischen Fundstücken entgegenwirken. Er erzählt von Begebenheiten aus verschiedenen Epochen, von Malern, Schauspielern und Verlegern, von Pennälern, Studenten und Paukern. Er weiß von Berühmtheiten wie Ringelnatz und Fallada zu berichten, von einer Zeit, als die Freiheit noch ein Traum war. Ein heiteres Buch mit einer Prise Melancholie. Von Mendelssohn bis Masur, von Ringelnatz über Reimann bis Rühmann, von Schorsch Mayer bis Wolfgang Mattheuer – hier kommen sie alle zu Wort. Der Autor und Kabarettist Bernd-Lutz Lange hat sich umgesehen in Geschichte und Gegen-wart. Er hat nach Lutherscher Manier dem Volk aufs Maul geschaut, hat Literaten, Künstler und Wissenschaftler nach unvergesslichen Lebensmomenten befragt. Aus diesem reichen Material komponiert er eine Sammlung humorvoller, manchmal auch nachdenklicher Erzählungen und Anekdoten, die den Bogen von der Reformation bis in unsere Zeit schlägt. Bei der Lektüre bestätigt sich einmal mehr: „’So wie die Erde aus den Kratern die Diamanten hochschleudert …, so hinterlässt das Menschen-leben und das, was man die Geschichte nennt, die Anekdoten.’ Dass ich Diamanten zusammengetragen hätte, nehme ich für mich natürlich nicht in Anspruch – die wur-den von den Meistern der Sprache vor hundert Jahren geschliffen. Ich gebe mich damit zufrieden, wenn diese Texte von Ihnen als farbige Glasperlen empfunden wer-den. Aber funkeln sollten sie schon…“ Bernd-Lutz Lange möchte seine Leser unterhalten, ihnen die Heiterkeit des Seins vor Augen führen – und das gelingt ihm auf diesem Spaziergang durch die Jahrhunderte ganz fabelhaft. "Lange begeistert als Beobachter der Zeitgeschichte." Dresdner Neueste Nachrichten

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  • Rezension zu "Das Leben ist ein Purzelbaum" von Bernd-Lutz Lange

    Das Leben ist ein Purzelbaum
    Sophia!

    Sophia!

    „Dem Lehrer platzt der Kragen. „Mäuschen, Kätzchen, Hündchen! Ihr sollt die Tiernamen nicht immer verkleinern! Es heißt die Maus, die Katze oder der Hund! Franz, nenn du mir ein Tier!“ Franz zögert und meint: „Wie wäre es mit – das Kanin.“ _ Mit dieser herrlich heiteren Episode aus dem Schulalltag erfreut Bernd-Lutz Lange seine Leser im ersten Kapitel seines neuesten Werkes „Das Leben ist kein Purzelbaum“ und stellt damit schon am Anfang des Textes unter Beweis, dass er von der Heiterkeit des Seins durchaus zu berichten weiß. In zehn Kapiteln präsentiert er eine Sammlung interessanter Anekdoten aus dem Leben bekannter Parodisten, Schriftstellern und Verlegern. Dabei lässt er seine Leser an verschiedenen Epochen teilhaben, wie etwa der wilhelminischen Ära. Auf der Reise durch die Zeit wird einem schließlich wieder bewusst, warum Deutschland einst als das Land der Dichter und Denker galt. Er beschränkt sich allerdings nicht nur auf vergangene Tage, sondern widmet sich vielmehr auch der jüngeren Geschichte und letztlich auch der aktuellen Situation des Landes. Mit einem fröhlichen und einem traurigen Auge beschreibt Lange am Ende des Buches die aktuellen Änderungen der Sprache wie folgt: „Und der Deutschen größter Dichter sagte seinerzeit: „Der Dialekt ist doch eigentlich das Element, in welchem die Seele ihren Atem schöpft.“ Deshalb frage ich mich in Bezug auf die sprachliche Verluste: Und woraus schöpft sie dann zukünftig?“ _ Besonders für Literaturkenner, Germanisten und Schriftsteller ist dieser Titel sehr zu empfehlen. Denn allein schon durch Langes Ausdrucksweise, die von einem beneidenswertem Sprachgefühl zeugt, wird die Lektüre zu einem einzigartigen Erlebnis und darf genossen werden. Zusätzliche Berichte über bekannte Persönlichkeiten, zu denen etwa Carl Sternheim zählt, liefern neue Einsichten. Des Weiteren darf über so manche skurrile Begebenheit geschmunzelt werden. Als ein Beispiel sei an dieser Stelle der Zoologische Garten Leipzig genannt, in dem in der Nachkriegszeit Tiere zur Obhut abgegeben wurden, die aufgrund der Nahrungsmittelknappheit von den Besitzern nicht länger gehalten werden konnten. So war es keine Seltenheit, wenn aus dem Vogelhaus plötzlich ein „Heil Hitler“ gehört werden konnte. Die Zeichnung des Grafikers Egbert Herfurth, die hier eingefügt wurde, trägt sehr zum Amüsement bei. Eine umfassende Bibliographie im Anhang des Buches weist für interessierte Leser auf weiterführende Literatur hin und darf gerne als Empfehlung angesehen werden. _ Fazit: Die Texte Bernd-Lutz Langes erinnern nicht nur an vergangene Zeiten und die hohe Stellung der deutschen Dichtkunst, sondern stellen ebenso unter Beweis, dass auch der Autor selbst zu den Wort-Künstlern zu zählen ist. Sehr lesenswert!

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    Lesegenuss

    Lesegenuss

    25. September 2011 um 15:30