Bernd-Olaf Küppers Die Berechenbarkeit der Welt

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Inhaltsangabe zu „Die Berechenbarkeit der Welt“ von Bernd-Olaf Küppers

<p>Kann die Wissenschaft zum Ursprung aller Dinge vorstoßen und die einzigartigen Phänomene von Leben, Zeit und Geschichte erklären? Gibt es unlösbare Welträtsel? Wie ist das Leben entstanden? Sind Information und Sprache Naturphänomene? Kann man die Schönheit der Natur wissenschaftlich begreifen? Was ist Zeit? Lässt sich das Weltgeschehen in Formel fassen? Auf diese und andere Grenzfragen der exakten Wissenschaften, die für unser Weltverständnis grundlegend sind, versucht das Buch Antworten zu geben.</p> <p>"Küppers' stets klare und eingängige Sprache und vor allem die Wahl der Themen machen dieses Buch zu einem herausragenden Beitrag zum Stand der Welterkenntnis." (Spektrum der Wissenschaft, Februar 2013)</p>

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  • Rezension zu "Die Berechenbarkeit der Welt: Grenzfragen der exakten Wissenschaften" von Bernd-Olaf Küppers

    Die Berechenbarkeit der Welt
    HeikeG

    HeikeG

    18. August 2012 um 20:50

    "Wir müssen wissen, wir werden wissen" - Ein Experiment mit Ideen . Eines der beeindruckendsten Fresken, die der römische Renaissancemaler Raffael geschaffen hat, findet man in den Stanzen des Raffael, im Apostolischen Palast in der Vatikanstadt: "Die Schule von Athen". Der Titel des Bildes verweist auf die herausragende philosophische Denkschule des antiken Griechenland, verkörpert von ihren Vorläufern, Hauptvertretern und Nachfolgern. In der Bildmitte stehen die Philosophen Platon und Aristoteles. Platon zeigt auf die überirdische Welt der Ideen, Aristoteles auf die Welt der konkreten Dinge - "eine symbolische Szene für die alles überragende Frage philosophischen Denkens", stellt Bernd-Olaf Küppers fest. Diese Frage, ob es tatsächlich eine von jeglicher sinnlicher Wahrnehmung und Erfahrung unabhängige, absolute Erkenntnis der Welt gibt, ein Wissen, das für sich absolute Gewissheit und Geltung beanspruchen kann, ein Weltwissen, sucht der Physiker und Philosoph in seinem Buch zu beantworten. . Ein äußerst schwieriges Unterfangen ist dieses "Experiment mit Ideen" - wie er es selbst bezeichnet – allemal. Denn es erfordert Grenzüberschreitungen im Denken. Zumal Küppers provozierende Frage nach der Berechenbarkeit der Welt auf jene fundamentalen Erscheinungen zielen, "die sich nach herkömmlicher Auffassung dem Zugriff der strengen wissenschaftlichen Analyse weitgehend zu entziehen scheinen: Leben, Zeit und Geschichte." In neun Kapiteln versucht er zu ergründen, inwieweit sich der Ursprung des Lebens, das Wesen von Information und Sprache, das Naturschöne, die Zeitlichkeit des Seins und die Geschichtlichkeit der Welt wissenschaftlich erklären und verstehen lassen. Bei der Beantwortung zieht er hauptsächlich das Experiment und den auf Mathematik gründenden wissenschaftlichen Ansatzes zu Rate, lässt jedoch immer auch die philosophische Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen menschlichen Wissens mitschwingen. . Küppers abstrahiert, vereinfacht und idealisiert, ganz im Sinne der methodischen Grundlagen der exakten Wissenschaften. Das hochinteressante Buch erfordert allerdings einen geschärften Geist, erhöhte Aufmerksamkeit und Denken in Zusammenhängen. Naturwissenschaftliche und mathematische Vorkenntnisse erleichtern die Lektüre. Zumal sich der Autor nicht scheut, eine Vielzahl von Fachbegriffen und Fremdwörtern sowie schwer zugängliche zum Teil logarithmische Formeln und binäre Codes aus dem Bereich der Wahrscheinlichkeitsrechnung bzw. der algorithmischen Komplexitätstheorie zu integrieren. Eine gewisse philosophische Basis erweist sich ebenfalls nicht von Nachteil. Schreckt man davor nicht zurück und setzt sich intensiv mit seinen Gedankenansätzen auseinander, gestaltet sich die Lektüre dieses auch optisch ansprechenden Buches (jedes Kapitel wird durch ein ganzseitiges Farbfoto eingeleitet) durchaus gewinnbringend, erkenntnisreich und regt zum Nachdenken an. . Der Ausgang seines "wissenschaftlich-philosophischen Experiments" ist und bleibt allerdings auch in diesem Buch ungewiss. "Aber am Ende eines solchen Experiments weiß man ohnehin nur, was falsch war. Auch dies gehört zum Wesen einer sich ständig wandelnden und fortschreitenden Wissenschaft.", so der Autor. "Denn nur ein Wissen, das sich gegebenenfalls korrigieren lässt, kann auch wieder aus den möglichen Sackgassen der Erkenntnis herausführen." Oder um es mit Goethe auszudrücken: "So spricht die Natur hinabwärts zu andern Sinnen, zu bekannten, verkannten, unbekannten Sinnen; so spricht sie mit sich selbst und zu uns durch tausend Erscheinungen." Bernd-Olaf Küppers Buch erweist sich auf jeden Fall als gelungener Ansatz, interessierten Lesern den konstruktiven Umgang mit Wissen zu erläutern und ihn vielleicht auch zu selbigen zu befähigen.

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