‚Da sich psychotische Krisen in der Regel durch personentypische Warnsignale ankündigen, liegt der Schwerpunkt dieses Programms darin, die individuellen Warnsignalmuster zu erarbeiten und geeignete Strategien zu finden, um die Wahrscheinlichkeit einer Wiedererkrankung zu senken.‘ (Seite 9)
Bernd Behrendt beschreibt in seinem Buch initial unter anderem, was Psychoedukation ist und wie man methodisch-didaktisch vorgeht, stellt das Vulnerabilitäts-Stress-Bewältigungsmodell und empirische Befunde zur Wirksamkeit psychoedukativer Programme vor.
Danach geht Behrendt näher auf sein Warnsignal-Inventar ein, präsentiert die Praxis der Warnsignalgruppen und der Angehörigengruppen und beschreibt danach das Manual für Gruppenleiter, wobei er das Vorgehen sehr genau darstellt, viele Hintergrundinformationen aufbereitet und benötigte Materialien auflistet.
Dieses Buch hat schon 15 Jahre auf dem Buckel, und trotzdem empfand ich die Lektüre als sehr hilfreich und relevant, denn manche Themen sind heute genauso aktuell wie vor x Jahren.
Das Buch beschreibt sehr detailliert das Vorgehen in Gruppentherapien und vermittelt sehr viele Informationen, so dass sich das Buch einerseits für die Konzeption einer Gruppentherapie eignet, andererseits ein guter Einstieg in psychoedukative Themen bei Psychose ist.
Ich empfinde das Programm als sehr gut passend für Betroffene in akuteren Krankheitsphasen, da es oft recht einfache Informationen vermittelt und sehr gut verständlich ist. Aber es ist auch für Betroffene mit höherem Funktionsniveau geeignet, indem man das Buch als Basis benutzt, Inhalte individuell vertieft und mit weiteren Informationen anreichert.
Leider enthält das Buch ein paar Ungenauigkeiten und Fehler, z.B. werden Ängste der Minussymptomatik zugeordnet (Seite 65).
Bernd Behrendt

Lebenslauf
Bernd Behrendt, geboren 1943 in Berlin, lebt seit 50 Jahren in Limburg. Abitur in Berlin 1961, veröffentlichte kurz danach durch die UNESCO sein erstes Buch „Ein Hauch neues Leben“ über getrennte Familien aufgrund der Berliner Mauer. Absolviertes Studium zum Dipl.-Ing. 1965, Fertigungssteuerung bei der AEG und BOSCH, schrieb einige Sachbücher über Arbeitspsychologie und Kybernetik. 1972 Abschluss Zusatzstudium als Wirtschaftsingenieur. Neben dem Beruf verfasste er Romane unter Pseudonyme, z.B. „Gott lacht nicht“, einer Story über das professionelle Klonen von Menschen. Zum Spaß an der Freude schrieb er viele Kurzgeschichten. Einige avancierten zu Romanen, andere blieben unveröffentlicht. Er liebt die Satire (Burnberry) ebenso wie wissenschaftlich fundamentierte Thriller. Sein letztes Werk (Ben Creepy), gemeinsam mit dem "Jungblut" Bettina Kerstan geschrieben, beschäftigt sich mit ungeklärten Wissenschaftsgebieten wie die Psychotropie und erreichte eine tolle Nachfrage. Hat 2015 einen Verlagsworkshop eingerichtet, wo er Autoren im Selfpublishing hilft zurechtzukommen (Lektorat, Grafik, Textgestaltung, Layout, ISBN, Buchmeldung VLB etc.). Ab 2022 soll die Internetseite >autorenquelle.de< Bücher zum Download für alle kostenlos anbieten (kapitelweiser Download). Ferner vermittelt diese Zeit Bücher zum direkten Kauf des Lesers über den Autoren selbst. Das betrifft vor allen Dingen Bücher, die nicht mehr im Buchhandel oder vergriffen sind. Auch ein neues Portal von Kurzgeschichten soll entstehen, welches die Autoren bekanntmachen möchte. Autor Behrendts letzter Roman >The Chosen Ones< erscheint 2022 in den USA, Canada und in Australien. Zurzeit arbeitet er an einer wissenschaftlichen Studie (Sachbuch) über Psychotropie, welche die Protagonisten seines mit Bettina Kerstan geschriebenen Thrilles >Ben Creepy< befällt. Sein letztes Buch der Anthologie ist im Handel >Für immer und immer dich!< (2021)
Alle Bücher von Bernd Behrendt
Game Over, Ben
Für immer und immer dich!
Turnierspielsysteme
Orte und Menschen
Neue Rezensionen zu Bernd Behrendt
‚Die traditionelle Trennung zwischen den Behandlungssystemen und der Hilfestruktur für psychotische Störungen einerseits und Suchterkrankungen andererseits, mit jeweils eigenen Behandlungsstandards, haben zunächst die Entwicklung eines integrativen Therapieansatzes erschwert. Inzwischen besteht Konsens darüber, dass eine effektive Therapie von Patienten mit Doppeldiagnosen voraussetzt, dass ein Team von Therapeuten angemessene Interventionen für beide Störungen anbietet. Mittlerweile sind aus dieser Notwendigkeit heraus in etlichen Kliniken eigene Behandlungseinheiten für Patienten mit Doppeldiagnose entstanden.‘ (Seite V)
Die Autoren erklären initial, was Psychoedukation ist, bieten Informationen zu Schizophrenie und zu Sucht sowie zur Komorbidität von Schizophrenie und Sucht, vermitteln Grundlagen der integrativen Therapie von Patienten mit Doppeldiagnose.
Danach gehen die Autoren auf die Struktur und die Durchführung von psychoedukativen Gruppen zu Doppeldiagnose ein und stellen die Manuale für Patienten- und für Angehörigengruppen vor. Dabei werden die einzelnen Sitzungen sehr genau beschrieben, und alle Folien und Handouts können online heruntergeladen werden. Zudem finden sich Infos über das GOAL-Behandlungsprogramm mit den Modulen Psychoedukation, Praxis, Kreativ, Sport und Nachsorge sowie eine Warnsignalgruppe.
Die Autoren bieten anfangs viele Informationen, die ich durch eine intensive Beschäftigung mit Psychosen/Schizophrenie und durch mein Psychologie-Studium bereits kannte, was ich dennoch als hilfreich empfand, denn einerseits schadet Wiederholung nichts, und andererseits vermitteln die Autoren dadurch Informationen, die es auch Einsteigern in die Thematik erlauben, sich in den Bereich gut und schnell einzuarbeiten.
Ich beschäftige mich schon sehr lange mit Schizophrenie, aber noch nicht so lange mit Sucht. Da ich im Bereich der Psychosenpsychotherapie tätig bin, komme ich aber immer wieder mit der Doppeldiagnose Schizophrenie/Psychose und Sucht in Berührung und wollte mich deshalb intensiver mit der Thematik beschäftigen.
Das Buch stellt in meinen Augen Zusammenhänge sehr anschaulich dar, hat für mich einen echten Mehrwert und hat mich sehr neugierig auf die Behandlung von Doppeldiagnosen gemacht.
Die Handouts und Folien fand ich teilweise sehr gelungen, teilweise weniger nützlich für meine Arbeit, doch werde ich sicherlich einige dieser Arbeitsblätter/Infoblätter regelmäßig verwenden. Sehr gut haben mir auch die ausführlichen Informationen zu verschiedenen Substanzen und das Kompendium Suchtmittel gefallen.
Ich empfand das Buch als sehr hilfreich, sehr verständlich und sehr praxisnah. Und tatsächlich habe ich nun Lust, eine eigene Gruppentherapie für Doppeldiagnosen ins Leben zu rufen.
Selten eine solche ans Herz und tief in die Seele eindringende Anthologie gelesen, zumal die meisten Geschichten der Realität entnommen wurden. Jede Story ist herzerwärmend und nachvollziehbar, auch wenn sich einige dicht dem Mystischen, wissenschaftlich bisher nicht Beweisbaren, nähern. Leises Lächeln wechselt zu Tränen in den Augen und umgekehrt.
Gespräche aus der Community
Zusätzliche Informationen
Bernd Behrendt wurde am 14. November 1943 in Berlin (Deutschland) geboren.
Bernd Behrendt im Netz:
Welche Genres erwarten dich?
Community-Statistik
4 Bibliotheken
1 Merkzettel











