Bernd Brunner

 4 Sterne bei 30 Bewertungen
Autor*in von Das Buch der Nacht, Nach Amerika und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Bernd Brunner, 1964 geboren, schreibt vielbeachtete, höchst unterhaltsame Bücher an der Schnittstelle von Kultur und Wissenschaftsgeschichte. Bei Galiani sind Die Kunst des Liegens (2012), Ornithomania (2015), Als die Winter noch Winter waren (2016) und Die Erfindung des Nordens (2019), Das Buch der Nacht (2022) und Unterwegs ins Morgenland (2024) erschienen. Seine Bücher sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Er lebt in Berlin. 

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Bernd Brunner

Neue Rezensionen zu Bernd Brunner

Interessante Lektüre


„Abtauchen und Treibenlassen“ ist ein faszinierendes Sachbuch, das weit mehr bietet als eine reine Geschichte des Schwimmens.


 Bernd Brunner nimmt seine Leserinnen und Leser mit auf eine spannende Reise durch die Kulturgeschichte des Badens, von den Ritualen der Antike bis zu den modernen Freibädern, die heute für viele ein Stück Sommerglück bedeuten.

Besonders beeindruckt hat mich die Vielfalt der Themen. Historische Fakten, gesellschaftliche Entwicklungen und interessante Einblicke in Körperbilder, Hygienevorstellungen und Badekultur werden verständlich und unterhaltsam vermittelt. Dabei wirkt das Buch nie trocken, sondern lädt immer wieder dazu ein, über die besondere Beziehung des Menschen zum Wasser nachzudenken.

Die zahlreichen Abbildungen lockern den Text auf und machen das Gelesene noch greifbarer. Man merkt auf jeder Seite, wie sorgfältig recherchiert und liebevoll aufbereitet dieses Buch ist.

Ein informatives, kurzweiliges und überraschend vielseitiges Werk für alle, die sich für Kulturgeschichte, Freizeitgeschichte oder einfach für das Schwimmen und Baden begeistern können. Eine klare Leseempfehlung! 

Ein Sachbuch wie ein Sprung ins kulturhistorische Wasser

Wasser, Geschichte und ein Buch, das einen ziemlich charmant daran erinnert, dass Baden nie einfach nur Baden war. Klingt erstmal nach nassem Handtuch und Chlorgeruch, ist aber viel spannender, als man denkt.


Bernd Brunner nimmt einen mit auf eine Reise durch Badekultur, Körperbilder, Hygiene, Moral und diese herrlich menschliche Sehnsucht, sich einfach mal treiben zu lassen. Antike Rituale, Seebäder, Schwimmbäder, Bademoden und sogar diese robusten Dippern tauchen auf. Allein bei dem Wort hatte mein Kopf kurz ein eigenes kleines Historienkino.


Besonders schön ist, dass das Buch nicht trocken wirkt, obwohl es ein Sachbuch ist. Eher so, als würde jemand mit Ahnung neben einem sitzen und erzählen: Pass auf, Wasser war schon immer viel mehr als nur nass. Und plötzlich denkt man über Schwimmbäder, Baderegeln und Badeanzüge nach, als hätte man nie etwas anderes getan.


Für mich ist das genau diese Sorte Buch, bei der man nicht hektisch Seiten verschlingt, sondern eher gemütlich eintaucht. Mal staunt man, mal schmunzelt man, mal denkt man: Ach guck, selbst beim Baden hatten die Menschen früher schon Meinungen, Vorschriften und ziemlich viele seltsame Ideen.


Die zahlreichen Abbildungen machen das Ganze zusätzlich lebendig. Das passt einfach, weil Geschichte hier nicht nur erklärt, sondern sichtbar gemacht wird.


Kein Buch für alle, die nur schnelle Unterhaltung suchen. Aber für alle, die kluge, besondere Sachbücher mögen und gerne mal abseits der üblichen Themen schwimmen, ist das hier ein richtig schöner Fang.

Cover des Buches Die Erfindung des Nordens (ISBN: 9783869711928)
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Rezension zu "Die Erfindung des Nordens" von Bernd Brunner

Pongokater
Kulturgeschichte eines Begriffs

Der Autor beginnt sein Buch mit der scheinbar trivialen und doch erstaunlichen Einsicht, dass der Begriff "Norden" sehr relativ ist. So liegt südlich (!!!) der Republik Südafrika in Richtung Antarktis eine Insel, die zu Norwegen gehört. Insofern ist Norden oft, aber durchaus nicht immer auf die skandinavischen Länder bezogen. Der Autor widmet sich auch ausführlich der Indienstnahme des Begriffs "nordisch" durch die Nationalsozialisten. Sehr interessant für alles Fans des "Nordens".

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