Bernd Brunner Ornithomania

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Inhaltsangabe zu „Ornithomania“ von Bernd Brunner

"Das Wunder eines Kolibri-Eis wiegt nicht geringer als die Milchstraße." (Jules Michelet) Wahre Passion kennt keine Grenzen: Das Buch für alle Vogelliebhaber und die, die einen solchen kennen. Bernd Brunner (der bis vor Kurzem übrigens Vögel bedrohlich und ihr Geflatter enervierend fand) hat den faszinierenden Viten derer nachgeforscht, die von Vögeln so fasziniert waren, dass sie ihnen ihr Leben verschrieben – von moderaten Exemplaren wie Friedrich II., 1194–1250, (dem ersten großen Ornithologen und Falkner auf dem Thron) über Leonardo da Vinci (dem Entwickler der ersten Flugapparate), Charles Darwin (der keineswegs den Finken, sondern den von ihm aus aller Welt gesammelten Tauben die entscheidenden Ideen zur Evolution verdankte) bis zu Konrad Lorenz, der die Rolle einer Gänsemutter übernahm. Freilich gab es auch extremere Formen: Phoebe Snetsinger etwa, eine Millionärin, die nach einer Krebsdiagnose beschloss, ihr restliches Leben ausschließlich dem Beobachten möglichst vieler Vogelarten in der Natur zu widmen – als sie starb, hatte sie mehr Vogelarten gesehen als je ein Mensch vor ihr; Kriminologen, die mit ornithologischen Kenntnissen Fälle lösten; Papageiensammler, die die natürlichen Populationen des Objekts ihrer Begierde an den Rand des Aussterbens brachten; bis zu Vogelschützern, die regelrechte Feldzüge zum Wohle ihrer Schützlinge führten, oder anderen, die für ihre Passion sogar betrogen, mordeten oder starben. "Ornithomania" verharrt dabei nicht im Anekdotischen – en passant erzählt Bernd Brunner uns die Geschichte der Ornithologie und vermittelt Staunens- und Wissenswertes aus der Welt der Vogelkunde.

Ein Sachbuch in ganz besonderer Manier. Mit Stärken und Schwächen braucht es den richtigen Adressanten und Leser. Dann ist es grandios!

— Floh
Floh

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  • Mit seinen Stärken und Schwächen braucht es den richtigen Adressanten und Leser!

    Ornithomania
    Floh

    Floh

    Als Naturliebhaberin konnte ich die Veröffentlichung des vielversprechenden Titels und neuen Werkes von Bernd Brunner kaum erwarten. Mit seiner neuen Kunst „Ornithomania – Geschichte einer besonderen Leidenschaft“ enthüllt der ambitionierte Autor unglaubliche Fakten, Erkenntnisse, Anekdoten und Geschichten rund um die Ornithologie/Vogelkunde, dessen Liebhaber, großer Persönlichkeiten, Geschichten aus der Antike und Historie, große Meilensteine, Mythen und Legenden um bestimmter Rassen und den Werdegang einiger Arten samt Seltenheitsgrat. An aller erster Stelle möchte ein großes Lob direkt vorweg äußern: Dieses besondere Thema der Darbietung der Ornithologie und die einzigartigen Beziehungen zwischen Mensch und Tier hat mich sehr neugierig gemacht und fasziniert. Dieser ansatz-biografische Roman/Anthologie zeigt die Natur und Vogelkunde mit der damit verbundenen Leidenschaft in seiner ganzen Gewalt und aus einer ganz neuen und eigenen Perspektive. Auf besondere Weise hat der Autor Bernd Brunner diesen offenen, verblüffenden und mit seiner eigenen Feder (von wessen Vogel diese wohl stammt) niedergeschrieben und dieses kunstvolle Buch erschaffen. Ein Buch das so besonders ist, wie wohl die Zielgruppe und Adressanten dieses Werkes. Doch leider konnte mich dieses Buch, welches ich so gern lieben wollte, mich nicht in allen Punkten überzeugen. Erschienen im Galiani Berlin Verlag (http://www.galiani.de/) „Die ungewöhnlichste Eigenheit Ezras ist wohl, dass der als überaus gutmütig und großzügig bekannte Tierliebhaber sogar Vögel in seinem Schlafzimmer beherbergt: Kolibris, Nektarvögel, Schamadrosseln, persische Nachtigallen und andere kleine Singvögel, für die jeweils kleine Käfige auf Tischen und Fensterbänken vorhanden sind. … Zwecks Bewegung lässt er sie im Raum frei, und auf eine geheimnisvolle Weise hat er ihnen beigebracht, danach wieder in ihre Käfige zurückzukehren (Seite 105).“ Inhalt / Klappeninnentext: „Wahre Passion kennt keine Grenzen: Das Buch für alle Vogelliebhaber und die, die einen solchen kennen. Bernd Brunner (der bis vor Kurzem übrigens Vögel bedrohlich und ihr Geflatter enervierend fand) hat den faszinierenden Viten derer nachgeforscht, die von Vögeln so fasziniert waren, dass sie ihnen ihr Leben verschrieben – von moderaten Exemplaren wie Friedrich II., 1194–1250, (dem ersten großen Ornithologen und Falkner auf dem Thron) über Leonardo da Vinci (dem Entwickler der ersten Flugapparate), Charles Darwin (der keineswegs den Finken, sondern den von ihm aus aller Welt gesammelten Tauben die entscheidenden Ideen zur Evolution verdankte) bis zu Konrad Lorenz, der die Rolle einer Gänsemutter übernahm. Freilich gab es auch extremere Formen: Phoebe Snetsinger etwa, eine Millionärin, die nach einer Krebsdiagnose beschloss, ihr restliches Leben ausschließlich dem Beobachten möglichst vieler Vogelarten in der Natur zu widmen – als sie starb, hatte sie mehr Vogelarten gesehen als je ein Mensch vor ihr; Kriminologen, die mit ornithologischen Kenntnissen Fälle lösten; Papageiensammler, die die natürlichen Populationen des Objekts ihrer Begierde an den Rand des Aussterbens brachten; bis zu Vogelschützern, die regelrechte Feldzüge zum Wohle ihrer Schützlinge führten, oder anderen, die für ihre Passion sogar betrogen, mordeten oder starben. Ornithomania verharrt dabei nicht im Anekdotischen – en passant erzählt Bernd Brunner uns die Geschichte der Ornithologie und vermittelt Staunens- und Wissenswertes aus der Welt der Vogelkunde. Wer einen Vogel hat, braucht dieses Buch.“ Zum Inhalt: Bernd Brunner ist ein bekannter Name und seine besonderen Werke und seine bezaubernde Art Dinge zu schildern und mit anderen Augen zu sehen und in Wort und Schrift niederzulegen hat schon für große Erfolge und einer kleinen Liebhaberlesegemeinde gesorgt. Er schafft es, den Grat zwischen Anthologie, Anekdote, Sachbuch und Schmuckstück zu verbinden und auf diesen schmalen Wegen zu gehen. In Ornithomania erwartet den Leser, wie es der Titel ja bereits assoziiert, eine schon fast eigene Welt der Vogelkunde und der Vogelbeobachter. In diesem Buch bietet der Autor verblüffende Geschichten historischer, aber auch aktueller Persönlichkeiten, die allesamt im übertragenen Sinne einen Vogel haben… Bernd Brunner verbindet hier in seinem Vogelkundebuch Sachgeschichte mit Biographien, Fakten und fundierter Recherche samt Quellenangaben. Zwar soll dieses Werk laut Ankündigung nicht arg anekdotisch erscheinen, kommt aber meiner Empfindung nach nicht weit darüber hinaus. Wer eine zusammenhängende Romangeschichte erwartet, der wird hier enttäuscht. Dieses Buch widmet sich in 23 Kapiteln unterschiedlichen Persönlichkeiten aus Politik, Geschichte, Sport und Kunst und beschreibt unglaubliche Leidenschaften zu Vögeln die zu Liebe und sogar Tod und Morderei führen. Unfassbar! Biographische Anthologien, Zitate, Verse, Gedanken und fundierte Fakten. Einzelne Vogelarten auf der ganzen Welt und tiefe Einblicke in ein oft verpöntes Hobby. Ein Buch über die Erinnerung, über Natur und Freiheit - und über das Glück, sich einer großen Aufgabe von ganzem Herzen zu widmen. Meinung: Ich bin sehr überrascht von diesem Buch. Ich muss gestehen, dass ich anfangs gar nicht so recht wusste, was mich erwarten wird. Die Liebe zur Natur und die Leidenschaft Dinge zu beobachten und sich mit Tieren zu befassen habe ich wohl von meinem Vater in die Wiege gelegt bekommen. So habe ich schon einige Sachbücher und Vogelbücher kennenlernen dürfen. Dieses Buch habe ich durch Zufall beim Stöbern entdeckt und fühlte mich vom Titel und Cover gleich angesprochen. Das Buch wirkte so geheimnisvoll und innovativ. Ein Thema, welches mich interessiert, ein Autor der Erfolge schreibt und eine ganz neue Art der Darstellung der Ornithologie haben mich dann überzeugt dieses Buch zu lesen. Mein Resümee reicht von: überrascht, erstaunt, bewegt und auch gerührt bis hin zu zweigespalten, verwirrt und auch verwundert. Ich bewundere die grandiose und fundierte Recherche des Autors und seine Kunst Fakten in Worte und Geschichten zu fassen. Jedoch hätte ich mir hier mehr von seiner Gabe Bilder zu erschaffen und Worte in Sprachgewalten zu verwandeln gewünscht. So liest sich dieses Machwerk eher trocken und berichtend. Da es kaum Auflockerungen durch Zeichnungen o.ä. gibt, wirkt es oft langatmig und schwer. Man sollte sich dieses Buch vornehmen und jeden Tag ein Kapitel oder lediglich einen Abschnitt genießen. So bleibt die Freude daran länger erhalten. Es ist kein Buch zum Weglesen, es ist ein Buch, welches man scheibchenweise genießen sollte. Wie eine gut gereifte Salami. Bewundernswert finde ich die vielen erstaunlichen Geschichten. Wie und wo kam der Autor dazu diese sonderbaren und beeindruckenden Geschichten und Erzählungen zu finden und zu ergründen? WOW. Wissen, welches die Welt nicht braucht, aber ungemein bereichernd ist. Um vom Buch nicht enttäuscht zu werden, sollte man einfach nicht zu viel erwarten und das nehmen, was man geboten bekommt und sich dieses sehr zu Herzen und Verstand führen. Dann wird auch dieses Buch ein besonderer Schmökererfolg! Ich bestaune den Mut und auch die Stärke der genannten Personen und Persönlichkeiten, auch ihre Klarheiten und die großen Gefühle, auch zu dem jeweiligen Land, der Natur, den Lebensräumen und den Tieren und der besonderen Leidenschaft zu den Vögeln. Ihre Faszinationen, ihre Ambitionen und ihren Wunsch den atemberaubenden Vögeln nahe zu sein, wird unheimlich greifbar. Vom Grundthema stark abweichend, jedoch dadurch nicht minder interessant, finde ich, dass der Autor Bernd Brunner sehr ins biografische der genannten Personen abschweift und geschichtliches, politisches und wirtschaftliches mit in den Hauptfokus stellt. Parallel wird viel über die geschilderten Personen berichtet und weniger über die Vogelarten geschildert. Diese biografischen Hintergründe und Geschichten sind beeindruckend, keine Frage, auch deren Hang zur Kompensation und Verarbeitung einprägsamer Schicksalsschläge, der Kindheit oder einem zerrütteten Elternhaus, durch die Ornithologie zu bezähmen, ist verständlich, nimmt aber großen Raum und Fokus ein. Bernd Brunner zeigt in seinem biografischen Sachbuch die Leidenschaft zu Vögeln, die Arbeit mit den Tieren, die Naturgewalten, die Stille der Natur, das wachsame Auge der Falken, das Gesetz der Natur aus Fressen und gefressen werden, aus Stille und tiefster innerer Entspannung und Anspannung, seltene Arten, einzelne Gattungen, Mythen und Riten.... Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie facettenreich dieses Themengebiet doch ist und wer wie und wann mit dieser Leidenschaft beseelt war oder ist. Wir haben die Möglichkeit aus Brunners Erfahrungen und Berichten Botschaften zu erkennen und Rückschlüsse zu ziehen. Pressestimme (Quelle: Verlagshomepage): „So wird Brunners Federvieh-Studie auf hintergründige Art zu einer Philosophie über den Menschen an sich. Dass man nebenbei die bezauberndsten und abenteuerlichsten Geschichten über Vögel und Menschen erfährt, macht das Lesen zu einer großen Freude.“ (Berliner Morgenpost) Kritikpunkt: Etwas bedauernswert finde ich für meinen Lesegeschmack, dass dieses Buch nicht wie ein eigenes Werk wirkt. Für mich sind diese sehr vielen speziellen Biografien und Anthologien zwar interessant, wissenswert und fundiert, nehmen dem Buch aber seinen Charme und seine Nähe zum Leser. Sehr viele Einflüsse und Zitate aus anderen Werken und Darstellungen großer Redner, Künstler und Persönlichkeiten wurden adaptiert und übernommen. Der anekdotische und anthologische Stil war mir zuvor nicht bewusst und hat mich etwas enttäuscht. Ich hätte dem sonst so wunderbaren und besonderen Buch weitere Illustrationen gewünscht, außer den zierenden Vignetten am Kapitelanfang. Der Verlag bietet eine so tolle Galerie, und auch das Cover ist so kunstvoll, da hätte dem Inhalt des Buches solche Grafiken sehr wohl getan. Hier ein Link zu entsprechendem Bildmaterial: http://www.galiani.de/extras/ornithomania-galerie.html Der Autor: "Bernd Brunner, 1964 geboren, schreibt seit mehr als zehn Jahren vielbeachtete, höchst unterhaltsame Bücher an der Schnittstelle von Kultur- und Wissenschaftsgeschichte, u.a. über die Erfindung des Weihnachtsbaumes, die Faszination des Mondes und die Beziehung von Mensch und Bär. Die Kunst des Liegens erschien bei Galiani im Herbst 2012. Seine Bücher sind in zahlreiche Sprachen übersetzt." Das Cover: Das Cover ist einfach toll und stimmt auf den ebenso faszinierenden und besonderen Inhalt dieses Buches ein. Weitere Illustrationen findet man auf der Verlagshomepage in einer Galerie. Das Buch ist hochwertig und schmuckvoll verarbeitet, das Schriftbild sehr angenehm und es liegt wunderbar in der Hand. Ein gelungenes und rundes Motiv zum gelungenen Gesamtkonzept Buch. Fazit: Bei diesem Buch sollte man seine Erwartungen nicht zu hoch stecken. Es beschert wunderbare Elemente, ist aber nicht der übliche Roman und auch nicht das übliche Sachbuch. Mit diesem Buchprojekt hat der Autor Bernd Brunner einen wichtigen Beitrag geleistet, indem er diese biografischen Lebensgeschichten veröffentlicht, mit unglaublichen Fakten und Absurditäten ausformt und zeigt, dass das höchste Gut der Menschheit die Freiheit und die Natur ist. 3,5 Sterne, die ich für die unermüdliche Recherche und Arbeit zu verdienten 4 Sternen aufrunde!

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  • "Müßige Mordlust" Falknerei Tod und Lebenslust

    H wie Habicht
    thursdaynext

    thursdaynext

    Bücher zum Schwelgen sind rar. Es ist pures Glück eines zu entdecken. H wie Habicht ist so ein Buch für mich geworden. Es erfüllt einen, wenn man Greifvögel faszinierend findet, mit Liebe und Glück. Weckt die Neugier, lehrt nebenbei Neues, befriedigt die Lernlust und lässt einen die Natur mit anderem, aufmerksameren Blick aufsaugen wenn man über die Wiesen streift, durch den Wald wandert. Allerdings nicht von Beginn an. Anfänglich nervt Helen Mc Donald, wie sie ihre allumfassende Trauer um ihren Vater ausbreitet. Gekonnt und viel zu nachvollziehbar, zu nahegehend. Poetisch, doch so schmerzhaft wahr und emotional, dass ich die Lektüre unterbrechen musste so unwillkommen war dieser Gefühlswust, so jämmerlich seine Ausbreitung und so unerwünscht diese seelische Nabelschau. Warum sich freiwillig dem bitteren Schmerz wildfremder Menschen annehmen und daran anteilnehmen. Doch die Autorin hatte mich schon „gezähmt“ "Locke gemacht" wie das von den Falknern genannt wird und die Verheißung auf den Habicht lockte, die Neugierde zerrte. Und die „Belohnung“, die Faszination begann, als Mabel das Falkenweibchen auftauchte und von ihrem ersten Erscheinen an begann das Buch (und auch die Autorin, zumindest in ihrer Gedanken- und Gefühlswelt zu dominieren. Der engl. Schriftsteller T.H. White wurde aus psychologischer Sicht historisch durchleuchtet. Er war einer der vielen Neudichter der Artussaga, dessen Interpretation mir ausnehmend gefiel als ich sie las. Auch er ein Falkner, Mc Donald berichtet von seinen Erfahrungen mit Gosh seinem Habicht, bemitleidet beide, stürzt sich in die Aufgabe ihren Habicht Mable locke zu machen, lässt einen Anteil nehmen an ihren von Gosh, Mabel und White und dem Tod und der Geschichte besetzten Gedanken, Gefühlen, Hochs und Tiefs. Immer auf dem schmalen Grat zwischen jammerndem Elend und absolutem High. Fast wie eine Süchtige - und das ist sie wohl gewesen - berichtet sie von Theorien, Erfolgen, Rückschlägen, Ängsten und immer wieder ihren Gedanken, die geformt sind durch ihre Arbeit als Historikerin. Dadurch nimmt sie einen mit in frühere Zeiten, teils ist sie selbst gar nicht in der realen Zeit anwesend, sondern bei den Falknern früherer Zeiten. Das reale Leben ist für sie nur noch die Arbeit mit Mabel. Mabel die qua ihrer Natur ein Räuber und Todbringer ist. Zimperlich darf ein Falkner nicht sein. Abstuse Gedanken, über die Natur und den Tod, Gewalt und Mord gehen Helen Mc Donald durch die Jagd mit Mabel in ihre Gedanken. Teils nicht nachvollziehbar für mich - ein Raubvogel tötet aus Instinkt, es geht hier weder um Mord , oder Gewalt , oder Dominanz es geht um Futter, Nahrung , Überleben " müßige Mordlust" trifft diese latente Hungrigkeit eines Greifvogels wunderbar- nichtsdestotrotz nicht weniger faszinierend. Sie entgleitet auf diesem Pfad. Nicht nur sich selbst, ab und an auch immer wieder dem Leser, aber der ist mittlerweile einiges bereit auszuhalten und sie fängt sich und den Leser dank Mabel und ihren Freunden immer wieder. H wie Habicht ist ein Erlebnis, packt einen, fasziniert unglaublich und weckt, ob dieser Hingabe der Falknerin, -es ist eher eine Obsession - sogar ein klitzekleinwenig Neid auf eben diese völlige Hingabe. Helen macht den Habicht zu ihrem einzigen Lebenszweck, verliert sich, verzweifelt, frohlockt und reißt mit ihrer eindringlichen wunderschönen Ausdrucksweise den Leser mit, zieht ihn in den Bann ihrer Aufgabe. Dies, dieser wunderschöne Schreibstil ist es was H wie Habicht zu einem reinen, wahren Buchschatz macht. Einem Erlebnis für Menschen, die die Natur, die Fein- und Schönheit der Sprache, Greifvögel, oder schlicht neue Erfahrungen schätzen. 28 Dodos, die zwar alles andere als Raubvögel sind, dem übelsten Raubtier das unsere Erde hervorbrachte aber bereits vor langer Zeit zum Opfer fielen. Aus Dummheit, Anmaßung und Ignoranz.

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