Bernd Flessner Teufelsküche

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Inhaltsangabe zu „Teufelsküche“ von Bernd Flessner

Diabolisches Krimi-Vergnügen und Nervenkitzel pur.
Ein bekannter Comedian wird erschlagen aufgefunden – ausgerechnet in der »Teufelsküche«, einem sagenumwobenen Gesteinslabyrinth im Oberpfälzer Wald. Während die Polizei im Trüben fischt, stellt sein Bühnenpartner Torsten Zitterbart eigene Recherchen an und stößt dabei auf eine rätselhafte Spur. Als er die Zusammenhänge erkennt, gerät er selbst in Teufels Küche..

Solider Krimi ohne Heimatkitsch!

— kreszenz

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    Teufelsküche

    kreszenz

    12. June 2017 um 17:40

    Im Zuge der großen Heimatkrimi-Welle sind ja so einige Bücher publiziert worden, die es wohl unter normalen Umständen nicht auf den Markt geschafft hätten. Nach ein Paar Reinfällen bin ich auf diesem Gebiet eher vorsichtig geworden und da die meisten eh irgendwo im Alpen- oder Voralpenraum angesiedelt sind, fehlt zur Zeitverschwendung auch noch das lokale Interesse. Anders ging es mir bei „Teufelsküche“ von Bernd Flessner. Ein Krimi, der nicht nur im Oberpfälzer Wald spielt, sondern ausgerechnet in der Tirschenreuther Teufelsküche – also direkt vor meiner Haustür, naja, zumindest in der Schwammerl-, Wander- und Mountainbike-Homezone. Sollte ich also eigentlich schon mal reinlesen, oder? Aber der Autor – kein „Hiesiger“, sondern Zukunftsforscher aus Erlangen. Ausgerechnet! Solche Berufe gibt es in unserer schönen Nordoberpfalz gar nicht. Meine Skepsis war also zugegebenermaßen schon sehr groß. Was soll ich drum rumreden: ich wurde positiv überrascht, sogar sehr! Kurz zum Inhalt: Ein bekannter Kabarettist wird tot aufgefunden, eben in der genannten, sagenumwobenen Teufelsküche. Während sich die Polizei auf ein Drogendelikt versteift, weiß es der Bühnenpartner des Opfers, Torsten Zitterbart, besser: der Tote hatte seit einem kleinen Koksintermezzo in den 80ern mit Drogen nix am Hut, zumindest mit keinen stärkeren als Rotwein. Erst selbst noch unter den Verdächtigen, bemerkt Zitterbart schnell einige Ungereimtheiten, die der Polizei entgangen sind und fängt an, auf eigene Faust zu ermitteln. Dann wird aber klar, dass sein Freund nicht nur ein Geheimnis vor ihm verbarg und Zitterbart wird selbst zur Zielscheibe. „Diabolisches Krimi-Vergnügen und Nervenkitzel pur.“, verspricht der Verlag auf dem Klappentext. Das hat sich für mich doch ziemlich reißerisch angehört. Zum Glück entpuppte sich der Krimi dann aber als grundsolide. Die Sprache ist vielleicht ein bisschen einfach gehalten, passt aber gut zum etwas unkonventionellen Setting. Was mir positiv aufgefallen ist: die Lokalitäten sind wirklich gut recherchiert, nicht zu sehr verfremdet wie in anderen Krimis dieser Gattung. Wobei, ein klassisches Gesteinslabyrinth ist die Teufelsküche nicht gerade, und bestimmt auch kein Drogenumschlagplatz – aber das ist meine einzigen Kritikpunkte. Auch wenn ich am Anfang sehr skeptisch war, konnte ich schon bald nicht mehr aufhören, zu lesen. Man kann gut mitraten und sich seine eigenen Gedanken machen, das mag ich bei Krimis. Außerdem hat sich der Autor ein paar Kniffe und Wendungen einfallen lassen, so dass das Ende dann doch ein bisschen überraschend war. „Teufelsküche“ kann ich euch also wirklich ans Herz legen. Und auch die echte Teufelsküche ist einen Besucher allemal wert!

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