Bernd Köstering Goethesturm

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Inhaltsangabe zu „Goethesturm“ von Bernd Köstering

Weimar, 2007. Hendrik Wilmut könnte es gut gehen. Er ist anerkannter Goetheexperte, glücklich verheiratet und seine Espressomaschine läuft einwandfrei. Doch an ruhige Herbsttage ist in Weimar nicht zu denken. Am Deutschen Nationaltheater verschwindet eine Schauspielerin. Dann geschieht ein Mord. Hendrik ist wieder mittendrin in einem Fall und Goethes »Clavigo« scheint der Schlüssel zu sein.

Fazit: Wieder einmal ein sehr gelungener Literaturkrimi von Bernd Köstering. Leichtfüßig und unterhaltsam bringt er seinen Lesern nicht nur Goethe näher, sondern gibt einem noch einen guten Einblick in die Weimarer Theaterwelt und dies alles verpackt in einem rätselhaften Kriminalfall.

— Bellexr

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  • Rezension zu "Goethesturm" von Bernd Köstering

    Goethesturm

    Bellexr

    29. August 2012 um 19:42

    Goethes Clavigo . Am Weimarer Nationaltheater steht im Herbst 2007 Goethes „Clavigo“ auf dem Spielplan. Doch nach der Generalprobe wird eine der Hauptdarstellerinnen entführt und die Premiere ist in Gefahr. Eigentlich ein Fall für den anerkannten Goetheexperten Hendrik Wilmut, doch dieser möchte lieber seine freien Tage mit seiner Ehefrau Hanna verbringen, als sich dieses Mal in den Fall mit hereinziehen zu lassen. Allerdings wird schon bald seine Neugier geweckt und ehe es sich Wilmut versieht, steckt er wieder mitten im Fall und ermittelt zusammen mit seinem Freund, Kommissar Siggi Dorst. Der Literaturdozent merkt bald, dass Goethes „Clavigo“ eine Schlüsselrolle in dem Fall spielt und dann passiert ein Mord … . Obwohl Hendrik Wilmut die Ereignisse aus dem letzten Fall „Goetheglut“ immer noch nicht verarbeitet hat, lässt er sich doch bald in den aktuellen Fall mit hineinziehen, auch, weil sein bester Freund und Cousin Benno indirekt mit eingebunden ist. Zudem bedroht Bennos merkwürdiges Verhalten nicht nur dessen Ehe mit Sophia, sondern auch die Freundschaft mit Wilmut wird schon bald auf eine harte Probe gestellt. . Die Geschichte beginnt etwas gemächlich, Bernd Köstering nimmt sich viel Zeit, einem seinen Protagonisten und vor allem seine Vorliebe für Espresso und Goethe näher zu bringen. Mit viel Lokalkolorit und einer bildhaften Sprache gelingt es dem Autor problemlos, seinen Lesern Goethes Weimar vor Augen zu führen und einem zudem einen kleinen Einblick in die Theaterwelt von Weimar zu geben. Und so merkt man wieder schnell, dass sich der Autor bei beiden Themen bestens auskennt. . Mehr so nebenbei zieht die Story dann an, die Spannung steigert sich bald kontinuierlich und die Geschichte wird immer rätselhafter. Zumeist aus Sicht von Hendrik Wilmut erzählt, wechselt Bernd Köstering aber auch ab und an den Erzählstrang und lässt den Entführer der Schauspielerin kurz zu Wort kommen. Doch dessen Motiv für die Entführung wie auch seine Identität präsentiert der Autor seinen Lesern erst ganz zum Schluss. . Sehr gut beschrieben sind auch wieder die Charaktere des Literaturkrimis. Allen voran natürlich der Goetheexperte Hendrik Wilmut. Glücklich verheiratet mit seiner Jugendliebe Hanna, ist Wilmut regelrecht süchtig nach Espresso und hegt und pflegt entsprechend seine alte Espressomaschine und probiert mit viel Genuss und Geduld die unterschiedlichsten Espressobohnen aus. Regelmäßig pendelt Wilmut von Weimar nach Frankfurt/Main, um dort an der Goethe-Universität als Literaturdozent entsprechende Seminare zu halten. Diese Aufenthalte nutzt er gerne, um seine agile Mutter in Offenbach zu besuchen. . Besonders gelungen ist Bernd Köstering aber auch der Theaterintendant Reinhardt Liebrich. Seine Absichten, gerade was Wilmuts Freund Benno Kessler angeht, bleiben lange im Dunkeln, doch man merkt schnell, dass dieser egozentrische, sehr von sich eingenommene Liebrich eng mit dem Fall in Verbindung stehen muss. . Fazit: Wieder einmal ein sehr gelungener Literaturkrimi von Bernd Köstering. Leichtfüßig und unterhaltsam bringt er seinen Lesern nicht nur Goethe näher, sondern gibt einem noch einen guten Einblick in die Weimarer Theaterwelt und dies alles verpackt in einem rätselhaften Kriminalfall.

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