Giftzwerg

von Bernd Mannhardt 
4,9 Sterne bei14 Bewertungen
Giftzwerg
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dreamlady66s avatar

Berliner Schnauze vom Feinsten!

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Mord in einer Kleingartenanlage - Hajo und Yasmine in Hochform!

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Inhaltsangabe zu "Giftzwerg"

Der übergewichtige Kriminalhauptkommissar Hajo Freisal ist gerade dabei, Sportschuhe für sein neues Fitnessprogramm auszusuchen, als er zum Fundort einer Leiche gerufen wird. Ein älterer Kleingärtner liegt erwürgt in seiner Laube. Über einen Mangel an Verdächtigen kann Freisal nicht klagen: Beinahe jeder im Kleingartenverein hätte ein Motiv gehabt, den überall verhassten »Giftzwerg« umzubringen. Und dann gibt es da offenbar noch eine dunkle Episode in der Vergangenheit des Opfers. Nur über Umwege gelingt es Freisal und seiner pfiffigen Assistentin, Licht ins Dunkel zu bringen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783839361580
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:272 Seiten
Verlag:be.bra verlag
Erscheinungsdatum:18.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Jeanette_Lubes avatar
    Jeanette_Lubevor 9 Monaten
    Freisal und Gutzeit ermitteln mit Humor und Wortgewandtheit

    Dieser Kriminalroman erschien 2017 im berlin.krimi.Verlag im be.bra Verlag und beinhaltet 268 Seiten.
    Hajo Freisal, übergewichtiger Kriminalhauptkommissar sucht gerade Sportschuhe für sein neues Sportprogramm aus, als er zum Fundort einer Leiche gerufen wird: Ein Kleingärtner liegt erwürgt in seiner Laube.
    Dabei kann Freisal nicht über einen Mangel an Verdächtigen klagen, denn beinahe jeder im Kleingartenverein hätte ein Motiv gehabt, den verhassten "Giftzwerg" umzubringen. Dem Kommissar und seiner pfiffigen Assistentin gelingt es nur über Umwege, Licht ins Dunkel zu bringen.
    Bernd Mannhardt ist hier mit einen flüssigen Schreibstil, sehr viel Humor und wunderbaren Dialogen zwischen Freisal und Gutzeit ein wirklich spannungsgeladener Krimi mit Berliner Dialekt gelungen. Es macht einfach nur Spaß, dieses Buch zu lesen. Es ist ein Genuss, Freisal bei seinen Ermittlungen zu begleiten. Mit Wortwitz gelingt es Bernd Mannhardt, dass man dieses Buch einfach nicht aus den Händen legen kann.
    Für Krimifans ein unbedingtes MUSS!!!

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    dreamlady66s avatar
    dreamlady66vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Berliner Schnauze vom Feinsten!
    Berliner Schnauze vom Feinsten!

    (Inhalt, übernommen)
    Der übergewichtige Kriminalhauptkommissar Hajo Freisal ist gerade dabei, Sportschuhe für sein neues Fitnessprogramm auszusuchen, als er zum Fundort einer Leiche gerufen wird. Ein älterer Kleingärtner liegt erwürgt in seiner Laube. Über einen Mangel an Verdächtigen kann Freisal nicht klagen: Beinahe jeder im Kleingartenverein hätte ein Motiv gehabt, den überall verhassten »Giftzwerg« umzubringen. Und dann gibt es da offenbar noch eine dunkle Episode in der Vergangenheit des Opfers. Nur über Umwege gelingt es Freisal und seiner pfiffigen Assistentin, Licht ins Dunkel zu bringen.

    Über den (genialen) Autor:
    Bernd Mannhardt, geboren 1961 in Berlin, veröffentlichte Anfang der Neunziger seine erste Kriminalgeschichte „Solowetz oder: Warte, warte nur ein Weilchen“ beim WDR als Hörspiel.
    Mannhardts Roman-Debüt „Schlussakkord“, ein Moabit-Krimi mit dem Kommissar Hajo Freisal, erschien im Februar 2015 beim Be.Bra-Verlag, Berlin.
    Neben makabren Kurzgeschichten schrieb Mannhardt auch Rezensionen für das Stadtmagazin „Zitty“, Feature für „DeutschlandRadio“ und Kurzhörspiele für WDR und HR.
    Zwei Einakter wurden uraufgeführt.

    Schreibstil/Fazit:
    DANKE an Bernd M. bzw. den be.bra-Verlag für Eure Zusage & schnelle Belieferung, ich freute mich.
    Leider konnte ich Band Nr. 3 um den charmanten, aber auch sehr eigensinnigen (Hajo) Frejsal nur auf Etappen lesen & verinnerlichen.

    Dies ist bereits der 3. in sich abgeschlossene und gut alleine-lesbare Krimi um den Berliner Kriminalhauptkommisar aus Berlin-Moabit mit viel Witz, Charme, Raffinesse aber auch Tücke - ja, Hajo Freisal, so wie er leibt und lebt.
    Er ermittelt zusammen mit seiner äusserst charmanten Kollegin Yasemine Gutzeit.

    Dank privater Probleme hat der Krimi viel Atmosphäre, Charisma und Charme sowie auch viele Schmunzler zu Bieten - ein cosy crime der besonderen Güte, überzeugt Euch selbst!

    Viele Detailbeschreibungen und wunderbar herausgearbeitete Protagonisten runden dieses Meisterwerk ab.
    Ich freue mich schon auf alles Weiteres aus Deiner doch so kreativintelligentspitzbübigen Feder!


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    frenx1s avatar
    frenx1vor einem Jahr
    Lesegenuss

    Mord in einer Kleingartenanlage: In seinem Krimi „Giftzwerg“ nimmt Bernd Mannhardt Berlins Kleingärtner unter die Lupe. Das Ermittlerduo Hajo Freisal und Yasmine Gutzeit haben es dabei nicht einfach: Nicht nur, dass es bei den Laubenpiepern ordentlich knirscht, der Ermordete war alles andere als beliebt. „Giftzwerg“ ist sein Spitzname gewesen.

    Freisal und Gutzeit müssen deshalb einiges an Charme aufbringen, um an Informationen zu kommen. Gesprächig sind die Kleingärtner so gar nicht. Jeder hatte sein eigenes Hühnchen mit dem „Giftzwerg“ zu rupfen, jeder hätte einen Grund gehabt, mit dem Giftzwerg abzurechnen. Hinzu kommt noch die alles andere als rühmliche Vergangenheit des Ermordeten. Viel Arbeit also für das gut aufeinander eingespielte Ermittlerduo.

    Bernd Mannhardts Krimi „Giftzwerg“ lebt von seinen Figuren. Ihre Marotten wachsen einem ans Herz, zudem liebt Mannhardt die groteske Übertreibung bei der Beschreibung der Schrebergärtner. Hinzu kommen knackige Dialoge, gerne auch berlinerisch. Das alles macht das Lesen zu einem Genuss.

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    mistellors avatar
    mistellorvor einem Jahr
    Er ist wieder da und genau so toll wie immer.

    Oh, wie schön, er ist wieder da, der alte Grantler. Was habe ich ihn und seine Sprüche vermisst. Und Yasemine wird ihm immer ähnlicher. Auch sie gibt Sprüche von sich, die fast so gut wie die von Hajo Freisal.
    Beide ermitteln in einem Mord an einen „Laubenpieper“ oder „Datscha-Besitzer“ wie Kleingärtner in West-und Ostberlin genannt werden. Der Mord geschieht einem wirklich unangenehmen Zeitgenossen, der vielen seiner Mitmenschen Gründe zum Meucheln bietet.
    Hajo und Yasemine kommen einer unglaublichen schlimme Sache auf die Spur, die in der Vergangenheit des Mordopfers liegt.
    Mehr darf ich hier nicht verraten.
    Das Buch ist wieder genial. Der Autor hat sich selbst übertroffen. Bernd Mannhardt hat in dieser Reihe bereits drei Romane veröffentlich, und wunderbar ist, dass in jedem Roman eine Steigerung zu erkennen ist. Niemals wiederholt er sich, seine Haupt- Protagonisten entwickeln sich weiter, die Fälle sind immer noch verzwickt, spannend und für den Leser anregend und aufregend. Und immer wieder gelingt es ihm, die Leser mit Gefühlen wie Angst, Neid, Trauer, Hass und viele mehr zu konfrontieren. Und irgendwann möchte ich das Geheimnis des Autoren kennenlernen, wie er es hinbekommt, dass die Leser sich irgendwann die Fragen stellen „wie hätte ich mich verhalten? oder „ was machen solche Gefühle mit mir?“.
    In jedem der drei Romane um Hajo Freisal und Yasemin Gutzeit findet der Leser manchmal erschreckende Sozial – bzw. Gesellschaftskritik.
    Besonders liebt es Bernd Mannhardt Bürokratie und Beamte aufs Korn zu nehmen. Selbst bei verbeamteten Leser führt das Kichern und Lachen.
    Toll sind wieder die Nebenprotagonisten. Allein die Beschreibung der Vereinsvorsitzenden Frau Bremer mit ihrer Vogelnestfrisur treibt dem Leser das Kichern in die Kehle. Man sieht Hajo direkt vor sich, wie er verzweifelt versucht nicht dauernd auf diese Frisur zu starren. Ich bekam so Fantasien, dass kleine Spatzen im Dutt stecken und irgendwann zwitschernd herauskommen.
    Mir gefällt auch bei diesem Autoren, dass die Stadt Berlin in seinen Bücher eine große Rolle spielt. Ich habe immer das Gefühl, dass man hier das alte Berlin gezeigt bekommt, mit den teils sehr urigen Typen. Und wie schön ist es, wenn man die „Berliner Schnauze“ lesen darf, oft urkomisch in der lakonischen Art der Sprache.
    Einen Kritikpunkt habe ich diesmal.
    Warum hat der Autor sich entschlossen liebgewonnene Figuren in Rente oder in eine andere Stadt zu schicken?
    Warum ausgerechnet Paschke aufhört ist mir nicht ganz klar. Der Autor kann ihn doch nicht einfach herausschreiben !!!!!!!!!!!
    Und was soll das mit Inge und dass sie mit ihrer neuen Liebe nach München will? Jetzt hat man endlich mal eine Trennung, in der sich beide noch gut sind, und dann schafft der Herr Autor Komplikationen? Das heißt ja, dass die Beiden (Hajo und Inge) vielleicht nicht mehr zusammen kommen !
    Nö, als langjährige Leserin lehne ich dieses Szenario entschieden ab !!!!!!!!!!!
    Aufgefallen ist mir, bei Inge scheint sich ein gängiges Vorurteil zu bestätigen. Frauen geraten immer wieder an den gleichen Männertypen. Bei Inge scheint es wohl der „Suchttyp“ zu sein.
    Nun noch meine liebsten Sprüche aus diesem Band:
    1) „Hätte, hätte, Herrentoilette !“
    2) Bundeskleingartengesetz, Paragraf 3, Abschnitt 2.
    „Hab ich nicht an der Frau.“
    „Das kann Frau googlen.“
    „Mach ich.“
    3) „Man kann nicht erwarten, dass ein runder Mann ohne weiteres in ein viereckiges Loch passt.“
    4) Diese Gegenfrage war ja nicht nur uncool, wie Herr Freisal zu sagen pflegte, sondern von Hacke bis Nacke überflüssig.“
    5) „Ah, noch jemand, den die Genialität geküsst hat, dachte Gutzeit.“
    6) „Nichts gegen die SpuSi, aber der Kollegen kommt vielleicht ursprünglich vom Brandschutz unseres Super-Flughafens, kann das sein?!“
    7) „ „Aber „Kollege, Sie sabbern!“ wäre jetzt wohl kontraproduktiv….“
    8) „Na ja, Tote werden nicht angeklagt.“
    „Stimmt. Aber wissen Sie eigentlich auch, warum?“
    Gutzeit spielte mit. „Sagen Sie es mir.“
    „Weil sich Tote immer so schwer tun, zum Prozess zu erscheinen“, gluckste Claus.

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    specialangs avatar
    specialangvor einem Jahr
    Hajo Freisal - ein sympathischer Ermittler

    Inhalt:

    Kriminalhauptkommissar Hajo Freisal ist gerade am abnehmen und sucht sich für sein Sport Progamm neue Sportschuhe aus. Da wird er zu einer Leiche in einer Kleingartenanlage gerufen. Verdächtige gibt es viele, denn fast jeder im Kleingartenverein hätte ein Motiv gehabt, den verhassten „Giftzwerg“ um die Ecke zu bringen.

    Meinung:

    Dies ist mein erstes Buch mit dem Ermittler Hajo Freisal und es hat mich gleich von der ersten Seite an gefesselt. Der Schreibstil ist flüssig und ich war sofort in der Geschichte drin. Berlin und die Kleingartenanlage werden sehr bildhaft wiedergegeben. So stellt man sich eine Kleingartenanlage vor. Freisal ist ein toller Charakter und mit seiner grummeligen Art hat er sich gleich in mein Herz geschlichen. Einige seiner Sprüche sind einfach nur genial. Auch seine Assistentin Yasmin fand ich sehr sympathisch. Beide sind sehr unterschiedlich, ergänzen sich aber perfekt. Spannung ist von Anfang an vorhanden und lässt auch bis zum Schluss nicht nach. Bei so vielen Verdächtigen, hat es richtig Spaß gemacht, den Ermittlungen zu folgen. Ich liebe es, wenn ich bei einem Krimi miträtseln kann und dies ist hier gegeben. Das Ende war gelungen und es blieben keine Fragen offen.

    Ein tolles Buch, dass ich jedem Krimi-Liebhaber nur empfehlen kann.

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Mord in einer Kleingartenanlage - Hajo und Yasmine in Hochform!
    Tod in der Kleingartenanlage

    "...Keine überhasteten Aktionen...! Das machen vielleicht die Kollegen im Tatort - wir nicht..."


    Kriminalhauptkommissar Freisal möchte etwas für seine Gesundheit tun. Momentan steht er in einem Sportfachgechäft und lässt sich von seine Kollegin, Kriminalkommissarin Yasmine Gutzeit, beim Kauf von Laufschuhen beraten. Doch der Sport muss warten. Yasmine erreicht ein Anruf, dass in eine Kleingartenanlage ein Tote neben einem Rollator und einem mobilen Sauerstoffgerät gefunden wurde.

    Der Autor hat einen spannenden und abwechslungsreichen Krimi kreiert. Die Geschichte lässt sich flott lesen. Es war mein erstes Buch mit den beiden Ermittlern. Ich konnte aber der Handlung problemlos folgen.

    Horst Kessler, der Tote, war Pächter des Gartens und in der Anlage als Giftzwerg verschrieen. Jede Kleinigkeit, die nicht den Regeln entsprach, wurde von ihm notiert und gegebenenfalls zur Anzeige gebracht. Dementsprechend groß ist nun die Zahl der Verdächtigen. Da in der Anlage gerade das Sommerfest stattfindet, haben die Kommissare Gelegenheit, die ersten Personen zu vernehmen.

    Der Schriftstil des Buches lässt sich angenehm lesen. Der Autor verfügt über einen feinen Humor. Das zeigt sich insbesondere in den verschiedenen Sprüchen seines Kommissars. Einen habe ich oben zitiert, ein zweiter darf hier folgen:

    "...Ich habe ja zwei linke Hände. Bin schon beim Einräumen meines Geschirrspülers am Limit..."

    Allerdings nehmen sich Hajo und Yasmine in ihren Dialogen nichts. Sie agieren fast auf Augenhöhe. Deshalb soll auch ein Zitat von Yasmine nicht fehlen:

    „...Sind Sie schon im Jogging - Modus? Dann müssen Sie ganz langsam und locker beginnen, nicht so hastig und angespannt...“

    Beide arbeiten konzentriert und haben einen Blick für Details. Trotz der kleinen Sticheleien herrscht zwischen ihnen eine angenehme Atmosphäre. In der Kleingartenanlage präsentiert mir der Autor die unterschiedlichsten Protagonisten, wie es eben im Leben so ist. Dem einen rutscht bei seinem Sohn schnell die Hand aus, der zweite möchte seine Laube zur Dauerwohnung umbauen und ein dritter hat für die Kinder ein Baumhaus errichtet, das etwas größer als erlaubt ist. Alle sind auf Kessler nicht gut zu sprechen. Auf die Polizei allerdings auch nicht, weshalb Hajo erst ziemlich deutlich werden muss. Das sind aber noch nicht alle Geheimnisse, die sich in der Kleingartenanlage auftun. Gut beschrieben wird die Anlage, die sich zum Teil auf einem alten Friedhof befindet. Hier gewährt mir der Autor einen Blick in die Berliner Geschichte. Es fallen Namen wie Wilhelm Vogt und Klaus Bonhoeffer. Ab und an ist in die Handlung gekonnt Faktenwissen eingelagert. So erfahre ich einiges über die Beschaffenheit von Papier und das Berliner Hansaviertel.

    Gut gefallen hat mir, dass Hajo ebenfalls seine weiche Seite zeigen darf. Er kümmert sich um eine ältere Dame im Haus, die zunehmend an Demenz leidet.

    Da ich als Leser immer über den gleichen Wissensstand wie die Kriminalisten verfüge, kann ich schön mit raten und gehe natürlich auch jeden Irrweg mit.

    Die Geschichte hat mir ausgezeichnet gefallen. Am Ende bleibt keine Frage offen. Der Fall wurde konsequent logisch durchkonstruiert. Der feine Humor, der die Handlung durchzieht, macht das Lesen zum Vergnügen. Über den verfügt übrigens auch Claus, Hajos Vorgesetzter.

    Kommentare: 5
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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Freisal und Gutzeit - garantiert hohes Kriminiveau und perfekte Wortspiele
    Wer hat den Giftzwerg auf dem Gewissen?

    Autor Bernd Mannhardt schickt sein kongeniales Ermittler-Duo KHK Hajo Freisal und Yasmine Gutzeit diesmal in eine Kleingartenanlage auf Mördersuche. 

    Einer der Pächter ist ermordet worden. Da das Opfer bei niemand beliebt sondern eher allerorts verhasst war, scheint der Fall sonnenklar. Freisal und Gutzeit könnten aus einer Vielzahl von Verdächtigen wählen. 

    Doch je mehr sie sich mit den Menschen in der Laubenkolonie beschäftigen, desto undurchsichtiger wird der Fall. Erst als die Vergangenheit des Ermordeten genauer untersucht wird, scheint die Lösung des Falles nah.

    Meine Meinung:

    Mit Freisal und Gutzeit hat der Autor zwei sich herrlich ergänzende Ermittler geschaffen. Der übergewichtige Freisal, der einen "noch nicht Oldtimer" fährt (einen Mazda MX5 Roadster) und Gutzeit, die ein „Susi“ (Suzuki) reitet.

    So unterschiedlich die beiden auch sind, gemeinsam sind sie unschlagbar. Wie ein altes Ehepaar werfen sie sich Stichworte zu wie Volleyballer die Bälle.

    Herrlich sind die Bemühungen Freisals beschrieben mit Gutzeits Unterstützung ein wenig des Übergewichts loszuwerden. So gerät der Kauf von Laufschuhen zu einer amüsanten Angelegenheit.

    Doch nicht nur die Personen sind bis ins letzte Detail liebevoll beschrieben, nein, auch die Umgebung der Tat ist gekonnt in Szene gesetzt. Man stelle sich bitte die Kleingartenanlage bildlich vor, die auf dem ehemaligen Anstaltsfriedhof des Preußischen Mustergefängnis Moabit errichtet wurde. Nein, das ist nicht erfunden. Die gibt es wirklich und hat es zu einem Eintrag in Wikipedia geführt.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Beamtenfriedhof

    Die vielen Bonmots zwischen Freisal und Gutzeit sowie die witzigen Sprüche der beiden, finden hoffentlich bald Eingang in ein „Best of Zitate“. 

    Ein paar Beispiele gefällig?

    „Kundenkennwort Fliegengewicht“

    „Haarschwamm? - Klingt wie Fußpilz. Ist das ansteckend?“

    "...Keine überhasteten Aktionen, bitte - danke! Das machen vielleicht die Kollegen im Tatort - wir nicht..."

    "...Keine Ahnung, wie wir mal ohne elektronische Post klargekommen sind..." (Das frage ich mich allerdings auch häufig).

    „... wir drehen hier keine Stricke, sondern entflechten Knoten.“ 

    "Wären wir nicht neugierig, säßen wir immer noch auf einem Baum oder hockten in einer Höhle..."

    Oder der Seitenhieb auf die unendliche Geschichte des neuen Berliner Flughafens:

    "Nichts gegen die SpuSi, aber der Kollege kommt vielleicht ursprünglich vom Brandschutz unseres Super-Flughafens, kann das sein?"

    Fazit: 

    Wieder ein fesselnder Kriminalfall mit ganz besonderen Ermittlern. Ein wahrer Genuss ist besonders die "Berliner Schnauze" - bitte mehr davon. Gerne gebe ich 5 Sterne und eine Leseempfehlung. Ich warte mit großer Ungeduld auf den nächsten Fall für Freisal & Co. 

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    dieschmitts avatar
    dieschmittvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannender Kriminalfall mit ganz besonderen Ermittlern. Ein wahrer Genuss, bitte mehr davon.
    Spannender Kriminalfall mit ganz besonderen Ermittlern. Ein wahrer Genuss, bitte mehr davon.

    Zum Inhalt:

    Hajo Freisal ermittelt wieder mit Yasemin Gutzeit. Diesmal wird ein Kleingärtner tot in der Gartenkolonie aufgefunden. Bei Recherchen stellt sich heraus, dass die Gartenkollegen den Toten alle nicht mochten und jeder hat seine persönliche Geschichte über den Giftzwerg zu erzählen, somit gibt es erst mal jede Menge Verdächtige.

     

    Meine Meinung:

    Der Ermittler Freisal mit seiner Kollegin Gutzeit macht sich wieder mal ans Werk. Wer die anderen Bücher rund um den Berliner Ermittler kennt, weiß das wird ein turbulentes Abenteuer mit Berliner Schnauze und Wortwitz. Der „alte Grantler“ ist mit seiner ebenfalls wortgewandten Kollegin auf Täterjagd. Wieder einmal passen die beiden wunderbar zusammen und ermitteln auf ihre ganz eigene, sehr sympathische Art.

    Der Fall erscheint gar nicht so kompliziert, aber nichts ist so einfach wie es scheint und das merken auch die Ermittler und gehen akribisch auf Tätersuche.

    Der Autor schafft es wunderbar „seine“ Ermittler zum Leben zu erwecken. Die Beschreibung ist so detailliert und lebendig, dass man meint die beiden direkt vor sich zu sehen. Als Team sind sie nicht nur unschlagbar, sondern auch richtig witzig. Ich habe mehrmals laut lachen müssen. Die Dialoge sind herrlich, aber nicht albern.

    Der Fall selbst ist spannend von Anfang bis zum Ende und klärt sich wirklich erst ganz zum Ende des Buches auf. Auf die Lösung bin ich bis zum Schluss nicht gekommen.

    Berlin kenne ich nur von Besuchen, aber die Personen in dem Buch sind so beschrieben, wie ich es mir auch vorstellen würde. Die Gartenkolonie selbst ist auch wunderbar beschrieben.

    Bitte lieber Herr Freisal nicht aufhören mit ermitteln, die Fälle zu verfolgen macht einfach zu viel Spaß.

     

    Fazit:

    Spannender Kriminalfall mit ganz besonderen Ermittlern. Ein wahrer Genuss, bitte mehr davon.

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    Fleur_de_livress avatar
    Fleur_de_livresvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein toller dritter Teil der Freisal-Krimis. Absolut lesenswert
    Giftzwerg

    📘Meinung:

    Das Cover ist schlicht und gefällt mir.

    Der Schreistil des Autors ist locker und flüssig. Seine Beschreibungen sind so detailreich und sein Witz so pointiert, das es wieder eine Freude war, seinen Krimi zu lesen. Manchmal schreibt er so zynisch, dass man schmunzeln muss.

    Der Tatort ist diesmal eine Berliner Laubenkolonie und deren Bewohner sind manchmal solche Originale, dass sogar die Dialoge „berlinern“.

    Freisal, diesmal acht Kilo leichter hat nichts an seinem Zynismus, seinen Wortwitz verloren und solche Dialoge sind immer wieder toll zu lesen. Aber auch seine menschliche Seite kommt immer mal wieder hervor, als er sich z.B. um seine demente Nachbarin kümmert.

    Zusammen mit Yasemin Gutzeit ermittelt er und beide bilden ein tolles Team. Die Dialoge, die beide führen sind herrlich. Und auch die Sprüche von Yasemin können definitv mit denen von Freisal mithalten. Besonders gelungen finde ich, dass sie sich nichts von ihm gefallen lässt.

    Weiterhin waren auch wieder die Nebencharaktere sehr gut ausgearbeitet und es hat als Leser sehr viel Spaß gemacht, hier den Täter und vor allem das Motiv mit zu ermitteln.

    📘Fazit:

    Schöner dritter Krimi um Freisal. Wer gute Krimis mag, sollte sich diesen nicht entgehen lassen.

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    Tulpe29s avatar
    Tulpe29vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Erwartungsgemäß ein Krimi nach meinem Geschmack! Humor, Spannung, Berliner Herz und Schnauze inclusive. Was will man mehr?
    Späte Strafe?

    Mir hat auch dieser Krimi von Bernd Mannhardt wieder sehr gut gefallen. Ich bin schon länger  Fan von Hajo und Yasemin, weil sie sich u. a. so schöne Dialoge liefern. Ein prima Ermittlerduo mit Ecken und Kanten, viel Herz und Sinn für Humor. Sie passen zusammen wie zwei linke Latschen.
    Die Handlung war echt fesselnd und  mit immer neuen Überraschungen gespickt. Man fühlt mit dem Täter, verurteilt das Opfer, obwohl es doch umgekehrt sein müßte. Opfer sind unterm Strich beide, jeder auf seine Art.
    Spannende Unterhaltung, aufgelockert durch mehrere witzige Situationen und Sprüche- so kennen und schätzen wir ihn.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Mannhardts avatar
    +++ DER NEUE FREISAL KOMMT! +++
    Eine Leserunde zum dritten Band mit dem "Berliner Bullen mit Herz und Schnauze" findet im September statt.

    Zur Einstimmung der Buchtrailer:


    ###YOUTUBE-ID=UvV8vdgxeBk###





    Zur Leserunde
    Mannhardts avatar
    Liebe Leserinnen und Leser!

    Als Dankeschön für die tollen Teilnahmen an meinen Hör- und Leserunden in diesem Jahr  - 10 x 5 Sterne für den Kriminalroman "Giftzwerg"!  -  verlosen Verlag und Autor ein signiertes und auf Wunsch mit einer persönlichen Widmung versehenes Buch "Giftzwerg" zum Selbstlesen oder Verschenken. Wer mag, hüpft in die Lostrommel. 

    Schöne Grüße aus Berlin
    Bernd Mannhardt    

    ###YOUTUBE-ID=qkoPNXn8Gt0###
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