Bernd Mannhardt Herr Schreiber blockiert

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Inhaltsangabe zu „Herr Schreiber blockiert“ von Bernd Mannhardt

Herr Schreiber ist Schriftsteller, ein beinahe schon überzeugt erfolgloser zumal. Er denkt mehr als er schreibt. Für alle Fälle hat er die Ablehnungsschreiben von Verlagen in Kalbsleder binden lassen. "Das macht einen besseren Eindruck - für die Nachwelt", meint er. Aber dann blitzt ihm die Idee zum ganz großen Wurf doch noch auf - und Schreibers literarischer Hürdenlauf mit sich selbst kommt jetzt erst so richtig in Fahrt.

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— dieschmitt

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    Herr Schreiber blockiert

    mistellor

    05. June 2017 um 02:13

    "Herr Schreiber blockiert" von Bernd Mannhardt ist ein langer Monolog über das Scheitern eines Künstlers und auch das Scheitern eines Menschen.Wenden wir uns zuerst dem Künstler zu.Herr Schreiber hält sich für einen Schriftsteller, nein für einen Poeten. Ein ganz spezieller Poet - ein Poet des Humors - möglicherweise ein Humorist.Aber wie er selbst sagt, seit Kästner und Konsorten gäbe es keine guten Humoristen mehr, zeigt deutlich, dass er vermutlich als Kind Kästner gelesen hat und sich seitdem nicht weiter entwickelt hat.Hat er nie von Peter Ustinov,  Dieter Nuhr, Hanns Dieter Hüsch, Alan Bennett,  René Goscinny , und Albert Uderzo oder Eugen Roth gehört ?Auch seine fast bösartige Bemerkung zu Ephraim Kishon ist völlig daneben. Hat er sich eigentlich jemals klar gemacht, dass Schreiben Arbeit ist?Dass  auch bei vorhandenem Talent ohne Anstrengung nichts gut gelingen kann.Aber Herr Schreiber gedenkt nicht, sich zu ändern. Das macht ihn zu einem echten Looser.Dieses Verhalten setzt er nahtlos in seinem Privatleben fort und wird leider von seiner Umgebung darin unterstützt.Die Figur Herr Schreiber hat mich mitgenommen und noch lange  beschäftigt, deshalb habe ich mich auch in dieser Rezi mit ihm auseinandergesetzt.Aber jetzt "kümmern" wir uns mal um den Autoren des Herrn Schreiber.Der Sprachstil, die Sprache selbst und die Wortwahl waren, wie fast immer bei Bernd Mannhardt außergewöhnlich gut. Seine Liebe und die Suche nach den richtigen Wörtern heben sich deutlich von vielen Schriftstellern ab. Dazu kommt noch sein ausgeprägter Wortwitz.Hier einige Beispiele:"....und ich eine Schreibweise einübe, die selbst auf's Kardiogramm eines Sterbenskranken zart duftende Blumen zeichnet......""meine Gesundheitskasse lacht mich doch aus, wenn ich berichte, dass ich medikamentenabhängig sei, weil ich Warzen habe.""Neulich habe ich gelesen, dass sich sogar Pazifisten Grabenkämpfe liefern und bei Wortgefechten schwere Geschütze auffahren....."Und meine beiden Highlights:" .....das heißt: Sein Hinterteil setzt sich nur dann in Bewegung, wenn er es will. Charakterkopf ! ""Der Unbekannte drang in das Büro der chemischen Fabrik ein, erbrach den Kassenschrank und entfernte sich vom Tatort-" Es ist immer ein Vergnügen ein Buch von Bernd Mannhardt zu lesen und er hat sich 5 Sterne verdient. 

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  • Herr Schreiber – urkomisch und tragisch zu gleich

    Herr Schreiber blockiert

    dieschmitt

    27. May 2017 um 06:58

    Herr Schreiber – urkomisch und tragisch zu gleich Zum Inhalt: In dem kleinen aber sehr schönen Buch geht es um Herrn Schreiber, der seinen Gedanken freien Lauf lässt. Der sinniert in betrunkenem Zustand über die Welt und sich selbst, über sein Schreiben. Ihn selbst könnte man irgendwie als Lebenskünstler beschreiben. Er weiß wie er ohne viel eigenen Aufwand Leben kann und über die Runden kommt. Er hat eine spitze Zunge mit der er die Welt und alle anderen betrachtet, nur nicht sich selbst. Mein Eindruck: Ich bin immer wieder begeistert von den Büchern von Bernd Mannhardt, weil ich die Art zu Schreiben sehr mag. Das Leben und die Situation von Menschen wird immer mal wieder auf die Schippe genommen, ohne dass es ausfallend wird. Herr Schreiber betrachtet in seinem Gespräch mit uns – den Lesern, oder den Zuhörern, die Welt und lässt uns an seiner Sicht darauf teilhaben. Sehr interessante Ansichten hat der Herr Schreiber, die mich mehrmals zum Schmunzeln, aber auch zum lauten Lachen brachten und auch das ein oder andere mal zum Kopfschütteln. Aber so ist er der Herr Schreiber... immer vorne weg, notfalls mit dem Kopf durch die Wand. Seine alkoholgeschwängerten Gedanken gehen durchaus auch mal ausgefallene Wege. Und mein Lieblingszitat des Herrn Schreiber ist dies: „Mensch, Poet! Spätestens seit Milan Kundera ist doch klar: Liebesromane haben immer dann eine ganz besondere Aussicht auf Erfolg, wenn sie nicht hinter, sondern vor einer historisch relevanten Kulisse in Szene gesetzt werden.“ Fazit:  „Herr Schreiber blockiert“ ist ein kleines, feines Büchlein, das mir viel Spaß gemacht hat und mich gut unterhalten hat, es ist sehr gut zu lesen und enthält auch einige Wahrheiten  

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