Mörder aus Passion: Biographie eines Psychopathen

von Bernd Michael Grosch 
4,8 Sterne bei15 Bewertungen
Mörder aus Passion: Biographie eines Psychopathen
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Hofmann-Js avatar

Gewöhnungsbedürftig, aber hervorragend tiefgründig.

moni-Ks avatar

Nicht für jedermann geeignet.

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Inhaltsangabe zu "Mörder aus Passion: Biographie eines Psychopathen"

Die Geschichte eines Psychopathen Karl Liebknecht – Hauptfigur dieses Romans – verliert am selben Tage seine junge Frau sowie seine Eltern bei einem Autounfall, der durch einen angetrunkenen jugoslawischen Lastwagenfahrer verursacht wurde. Liebknecht, gewissenhafter Sachbearbeiter beim Sozialamt, zieht sich immer mehr in sich selbst zurück, bis er eines Tages unbeabsichtigt ein junges jugoslawisches Mädchen tötet. Er redet sich ein, dass es sich ja ohnehin ’nur ́ um eine Angehörige jenes Volkes handelte, welches seine Familie auf dem Gewissen hat. Liebknecht kommt in Kontakt mit neonazistischen Kreisen und beginnt, ausländische Drogendealer und Prostituierte zu jagen. Anfangs werden die Opfer lediglich verprügelt – später jedoch geht Liebknecht, der begonnen hat seinen Körper durch Krafttraining zu stählen, dazu über, die Opfer in seinem Keller einzusperren und anschließend zu ermorden. Liebknecht entführt die Frau des Inspektor Werner, der schon sehr früh seinen Verdacht auf den wahren Täter gerichtet hat, jedoch keine Beweise herbeibringen kann und bringt sie dazu, mit drei Afrikanern Sexspiele vor einer versteckten Kamera zu treiben. Die aufgenommenen Videos schickt Liebknecht an Presse und Polizei und er beginnt ein Katz- und Mausspiel, um sich von der Langeweile des täglichen Einerleis zu lösen. Auch der Kriminalassistent des Inspektors wird entführt und ermordet. Liebknecht verwandelt sich vom biederen Beamten in ein sarkastisches Ungeheuer, liebt jedoch seine schwarze Haushälterin Agatha, die ihn bei seinen perversen Untaten rückhaltlos unterstützt.... Dieser Roman sollte nur von gereiften Erwachsenen gelesen werden.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B01MQD4V7S
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:0 Seiten
Verlag:Bernd Michael Grosch
Erscheinungsdatum:01.11.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    moni-Ks avatar
    moni-Kvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Nicht für jedermann geeignet.
    Schrecklich, irreal und dennoch fesselnd.

    Hier fällt es mir wirklich schwer, eine angemessene Beurteilung zu schreiben. Die Dinge, die in diesem Roman beschrieben werden, sind mehr als schlimm zu nennen. Auf der anderen Seite gibt es solche Menschen eben in unserer Gesellschaft und es hilft nichts, einfach die Augen zu verschließen. Der Autor hat hier Augen und Herz ganz weit aufgemacht und den Menschen hinter dem ‚Ungeheuer‘ erkannt und ihn sowie seine Beweggründe versucht zu beschreiben. In Psychologie nicht so weit bewandert, fällt es mir als Leserin über manche Strecke des Buches nicht einfach, zu folgen, doch ich fühle, dass hier ein tieferer Sinn drinnen steckt. Der Schlusssatz schreckt den Leser wieder auf, als der vermeintliche Rassist sagt: „Agatha ist nicht schwarz; sie sieht nur so aus.“ Man muss das Buch mehr als einmal lesen und immer wieder nachschlagen. Auch wenn mir das Thema als solches widerstrebte, für die hervorragende Umsetzung dennoch fünf Sterne.

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    de_schwobs avatar
    de_schwobvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Gekonnt in Szene gesetzte Studie menschlicher Perversität
    Grausige Studie menschlicher Abgründe

    Obwohl nur ein Roman, erschreckt dieses Bild des biederen Beamten, der zum sadistischen Mörder wird, den unvoreingenommenen Leser ungemein. Der Beamte Liebknecht mutiert aufgrund eines schrecklichen Schicksalsschlags zum Perversling und eiskalten Mörder. In diesem Band sind Kriminalroman und psychologische Studie so nah beisammen, dass es über weite Strecken schwierig ist, dies gedanklich noch auseinander zu halten, nicht zuletzt aufgrund des außerordentlichen Einfühlungsvermögens des Autors in die menschliche Psyche.

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    Tuxs avatar
    Tuxvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Psychologie jenseits des üblichen Verständnisses.
    Hart an der Grenze – oder doch schon überschritten??

    Wäre der Stil nicht so hervorragend, ich weiß nicht, ob ich das Buch hätte zu Ende lesen können. Es ist einfach erschreckend, sich vorzustellen, dass ein Mensch derart abrutschen kann, doch hat mich die Ausdrucksweise des Autors beim Thema gehalten, worüber ich jetzt im Nachhinein doch froh bin. Es hat geholfen, auch eigene Grenzen auszuloten.


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    Mopserls avatar
    Mopserlvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Hervorragende Studie des menschlichen Wesens.
    Abartig und grausam, doch genial!

    Scheinbar widersprüchlich, doch ist dieser Roman trotz aller Grausamkeiten ein wahres Lehrbeispiel für die Verletzlichkeit der menschlichen Seele. Es wird die Verrohung des Karl Liebknecht detailliert beschrieben und zwar auf eine Art und Weise, die denLeser regelrecht einlullt und bis zum Ende fast nicht mehr zu sich kommen lässt. Um so größer ist der Schreck über die eigene Akzeptanz des Geschehens dann am Ende des Buches.

    (Im Übrigen stimmt der Link zum Buch nicht, aber scheint sich hier niemand darum zu kümmern!)


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    jobahars avatar
    jobaharvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Gelungen, doch für den Leser im Nachhinein erschreckend.
    Abartig, grausam, doch genial beschrieben!

    Hier wird ein tiefer Einblick in menschliche Abgründe gewährt. Die Geschichte Kain und Abels in anderer und immer neuer Form mit einem MENSCHLICHEN Protagonisten.

    Verrückt, wie man sich hier selbst erforschen und begreifen (hoffentlich!) lernt. Ich hatte das Gefühl, der Autor hält dem Leser hier Evas Apfel entgegen. Wer wird ihn nicht essen??

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Gibt allerhand zum Nachdenken
    Krimi oder Seelenforschung??

    Ich werde nicht in der Lage sein, dieses Buch einem bestimmten Genre zuzuordnen.

    Für eine psychologische Abhandlung ist der Verlauf weitaus zu spannend und die Sprache zu gediegen. Für einen bloßen Krimi der Ablauf zu kompliziert und die Einsicht in die Psyche zu tief.

    Wie auch immer: Genre hin oder her. Dieses Werk ist eine Meisterleistung und hätte bei weitem mehr als die üblichen fünf Sterne verdient!

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    Lesetortes avatar
    Lesetortevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein überaus gelungenes Schauer-Werk eigenwilligster Art !
    Schreckliche Geschichte mit hintergründiger Moral.

    Die Geschichte handelt vom Leben des Karl Liebknecht, der durch den Leichtsinn eines betrunkenen Fahrers seine junge Frau und beide Elternteile verliert. Verbittert zieht sich Liebknecht, bislang ein biederer Beamter, von der Gesellschaft zurück. Er wird rechthaberisch, will das Tüpfelchen auf dem i sehen und macht sich bei den Kunden des Sozialamts immer unbeliebter.

    Durch einen 'dummen Unfall' tötet er ein junges jugoslawisches Mädchen, das er heimlich im Wald verscharrt. Langsam, fast unmerklich beschreibt der Autor dann die allmähliche Verrohung des Karl Liebknecht, so dass der Leser bis zum Ende mitfiebert und die Gedankenwelt des vielfachen Mörders tatsächlich begreift und fast auch akzeptiert. Einen erstaunlichen Schlußsatz hat sich der Autor zudem einfallen lassen, der dem Leser endgültig die Verblendung des Karl Liebknecht vor Augen führt.

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    WernerHubs avatar
    WernerHubvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Lesenswert, doch nichts für schwache Nerven!
    Psychopath einmal rein 'menschlich.'

    Ein einstmals gewissenhafter Sachbearbeiter des Sozialamts verlert durch die Schuld eines angetrunkenen LKW-Fahrers seine Familie. Er zieht sich immer mehr zurück, bis er in Kontakt mit Neo-Nazis kommt. Der Beamte tötet bei einem Sex-Unfall unbeabsichtigt ein Mädchen und legt sich dadzrch eine 'Hornhaut der Seele' zu. Er beginnt, ausländische Drogendealer zu jagen, weitet die Tätigkeit auf (ebenfalls ausländische) Prostituieret aus und wird zunehmend mehr und mehr zu einem scheinbar seelenlosen Psychopathen, der seine schwarze Haushälterin zum 'Sex' mit einem Eber animiert und auch auf viele weitere Perversitäten verfällt.

    Erstaunlich ist, dass der Leser nicht einfach die reine Bestie in dieser Figur erkennen will, sondern im Kopf stets die Person des fehlgeleiteten Karl Liebknecht hat. Trotz aller Grausamkeiten ein einfühlsam geschriebenes und in seiner Methodik doch 'logisches' Werk.

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    carlacatss avatar
    carlacatsvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Schockierendes Thema, jedoch besonnen umgesetzt.
    Thriller einer ganz eigenen Art.

    Als erstes muss ich feststellen, dass bei diesem Roman das doch sehr grausame Geschehen so gar nicht mit der ruhigen Erzählweise zusammen passen will. Dieses Verzichten auf Effekthascherei trotz massiver Folter und Grausamkeiten. Erst auf den zweiten Blick wurde mir gewahr, dass der besonnene Stil gewollt sein muss, um den Leser sich auf die Psyche der agierenden Hauptperson

    konzentrieren zu lassen. Dies ist meiner Ansicht nach auch voll und ganz gelungen. Vorurteilslos wird die Person des biederen Beamten aufgenommen, um Schritt für Schritt die Verrohung des Karl Liebknecht nachzuvollziehen.

    Trotz aller vorhandenen Attribute in dieser Richtung möchte und kann ich diesen Roman nicht dem Genre Sex and Crime zuordnen, denn er ist weit mehr als das. Er gewährt einen tiefen Einblick in die (wohl auch eigene?) Seele und läßt einen erschaudern, beim Gedanken, Karl Liebknecht und seine Untaten auch nur für kurze Zeit verstanden zu haben.

    Aufgrund der im Roman vorkommenden Grausamkeiten war ich versucht, einen Stern abzuziehen, habe mich aber entschieden, dies doch nicht zu tun, zumal der Autor im Klappentext ja explizit darauf hinweist, der Roman möge nur von reifen Menschen gelesen werden.

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    PiaSols avatar
    PiaSolvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Tiefer, erschreckender Einblick in die Seele eines unverbesserlichen Psychopathen.
    Der "menschliche" Folterer

    Ein sehr, sehr eigenartiges Buch, das noch längst nicht beendet ist, wenn man den letzten Satz gelesen hat. Zumindest mir ging es so. Karl Liebknecht entführt, foltert, tötet und erniedrigt seine Opfer in übelster Weise, doch er schafft es, dem Leser immer als Mensch vor Augen zu bleiben, nicht als mordendes Ungeheuer, das er im Grunde ja sein sollte.

    Dem Autor ist gelungen, ein erschreckendes Bild eines fehlgeleiteten Menschen zu zeichnen, der die übelsten Untaten begeht und dennoch nicht als grausame Bestie vom Leser wahrgenommen wird. Trotz aller Untaten liebt Karl Liebknecht das geistig zurückgebliebene Mädchen, mit welchem er auch ein sexuelles Verhältnis hat. Der Tod des Mädchens lässt ihn bis zur Raserei wahnsinnig werden und erneut bestialisch handeln.

    Er liebt seine schwarze Haushälterin, jagt jedoch gleichzeitig schwarze Drogendealer und mag wie ein unverbesserlicher Rassist erscheinen, der er jedoch keineswegs sein kann, wie sich auch – im verblüffenden Schlusssatz – erweist.

    Der Roman gibt einen tiefen Einblick in die Seele eines einstmals braven und fleißigen Beamten, der durch den Schock des Verlusts seiner Lieben aus dem Gleis gerät und immer mehr in einem Sumpf versinkt.

    Trotz aller Grausamkeiten ein hervorragendes Werk, dessen Absicht nicht in bloßer Sensationslust besteht, sondern den psychischen Aspekt eines Massenmörders berücksichtigt. Ein Buch, das man wohl mehrmals lesen und nachlesen wird.

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