Bernd Mittenzwei

 3.6 Sterne bei 5 Bewertungen

Alle Bücher von Bernd Mittenzwei

Zwischenreise

Zwischenreise

 (2)
Erschienen am 10.11.2016
Die zweite Luft

Die zweite Luft

 (3)
Erschienen am 05.06.2017

Neue Rezensionen zu Bernd Mittenzwei

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Rezension zu "Die zweite Luft" von Bernd Mittenzwei

Ein etwas anderes Buch
friederickesblogvor 10 Monaten

Klappentext

Drei einander fremde Menschen flüchten aus unterschiedlichen Gründen von unterschiedlichen Orten. Nicht von Krieg oder Hunger vertrieben, sondern vom Unbehagen an der eigenen Existenz im Deutschland der achtziger Jahre. In ihrem eigenen Leben verloren, steuern sie auf den Kreuzpunkt zu, an dem sie zusammenprallen: eine Straßenkreuzung in der Oberpfalz. Lydia, die Läuferin, hat die zweite Luft.

Der Autor

Bernd Mittenzwei wurde 1961 geboren und wuchs in einem Arbeiterviertel in der Nürnberger Südstadt auf. Studium der Germanistik und Theologie. Pflegehilfskraft, Hausmeister, Journalist, Herausgeber einer Literaturzeitschrift, schließlich Lehrer. Bernd Mittenzwei lebt in der fränkischen Provinz.

 

Das Cover

Eine nicht enden wollende Straße, ein wolkenreicher und leuchtender Himmel und der Titel bilden die Stimmung des Buches ab. Zusammen mit dem Klappentext ist der Einband harmonisch abgestimmt und weckt Neugierde.

Die Geschichte (Achtung Spoiler!)

Da es sich um eine Novelle handelt, nutze ich den Klappentext anstelle einer inhaltlichen Beschreibung, die zu sehr in die Tiefe gehen und über Gebühr Inhalte verraten würde:

Drei einander fremde Menschen flüchten aus unterschiedlichen Gründen von unterschiedlichen Orten. Nicht von Krieg oder Hunger vertrieben, sondern vom Unbehagen an der eigenen Existenz im Deutschland der achtziger Jahre. In ihrem eigenen Leben verloren, steuern sie auf den Kreuzpunkt zu, an dem sie zusammenprallen: eine Straßenkreuzung in der Oberpfalz. Lydia, die Läuferin, hat die zweite Luft.

 

Meine Meinung

 

Novellen habe ich schon gelesen, aber ich habe sie noch nie rezensiert. Da wir in unserem Blog aber grundsätzlich den Anspruch erheben, möglichst neutral und fachlich fundiert, eine Bewertung abzugeben, musste ich mich hier etwas anders dem Text nähern. Das gebietet auch der Respekt vor der Arbeit der Autoren.

Da eine Novelle eine kurze Erzählung ist, die auf einen Punkt direkt zusteuert, konnte ich das gut meinem gewählten Tempo anpassen, denn ich bin langsam in die Geschichte eingetaucht, habe mich einfach von den Worten führen lassen und dabei versucht die Protagonisten zu verstehen. Es war die Flucht von drei Menschen, die aus verschiedenen Richtungen aufeinander zukommen. Dabei hatte ich die Möglichkeit, jedem einzelnen der drei Personen, in Ruhe zu folgen, habe mich ganz auf sie eingelassen, sie so genommen, wie sie sich zeigten.

In einer Novelle erfährt man nicht so viel über die Hintergründe der Geschehnisse, auch nicht über die Protagonisten, was anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig ist. Insgesamt ist die kurze Geschichte, mit wenigen Figuren, die direkt voranschreiten, nicht so, dass sich der Spannungsbogen stets in Bewegung befindet. Es ist eher das leise Nachdenken, das mich hier weiterbrachte.

Im Laufe der Zeit fand ich mich allerdings immer mehr zurecht, empfand Lust das Buch lesen zu wollen, spürte keine Langeweile, wurde zunehmend neugierig darauf, wie das wohl enden würde und habe erst am Ende zugelassen, über die Protagonisten und die Geschichte nachzudenken. Die Sprache des Autors ist verständlich und vielseitig. Die manchmal sehr lange Sätze mochte ich in diesem Fall, weil sie gut harmonierten.

Mein Fazit ist, dass man sich mit Novellen beschäftigen muss, ehe man als Einsteiger ungeduldig wird. Es ist ein anderer Text, anders als die Geschichten, die wir von mehreren Hundert Seiten kennen, die sich deshalb auf eine völlig andere Art fortschreiben und eben auch auf eine andere Art ihre Spannung erzeugen.

Mir hat es sehr viel Freude bereitet dieses Genre bewusst näher kennenlernen zu dürfen.

Ich wünsche dem Buch ganz viele Leser, die sich an einer Novelle erfreuen.

friedericke von "friederickes bücherblog"

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Rezension zu "Die zweite Luft" von Bernd Mittenzwei

Leider nicht meins...
RickysBuchgeplaudervor einem Jahr

Rezension
Die zweite Luft
Genre: Drama
Seiten: 181
Verlag: A. Fritz Verlag
Klappentext:
Drei einander fremde Menschen flüchten aus unterschiedlichen Gründen von unterschiedlichen Orten. Nicht von Krieg oder Hunger vertrieben, sondern vom Unbehagen an der eigenen Existenz im Deutschland der achtziger Jahre. In ihrem eigenen Leben verloren, steuern sie auf den Kreuzpunkt zu, an dem sie zusammenprallen: eine Straßenkreuzung in der Oberpfalz. Lydia, die Läuferin, hat die zweite Luft.
Meine Meinung:
Geschichte:
Ich bin wirklich nur sehr schwer in das Buch reingekommen. Die Sätze waren unglaublich lang und viele Passagen total überflüssig. Oft waren Dinge viel zu detailliert beschrieben. Es gab meiner Ansicht nach vielleicht drei oder vier interessante Stellen. Auch die Handlung war überraschenderweise nicht meins. Es war leider ein bisschen langweilig und das Ende unbefriedigend.
Hier gibt es 1 von 5 Gryffindor – Punkten
Charaktere:
Die Charaktere waren leider total oberflächlich beschrieben. Ich konnte sie mir nicht richtig vorstellen und keine Beziehung aufbauen. Die Nebencharaktere sind sehr gut gestaltet, von denen hätte ich gerne mehr gelesen.
Hier gibt es 1 von 2 Hufflepuff – Punkten
Emotionen:
Emotionen sind bei mir leider nicht angekommen. Ich konnte manche Emotionen nachvollziehen aber eben nicht ganz mitfühlen.
Hier gibt es 1 von 2 Slytherin – Punkten
Aufmachung/ Design:
Das Cover finde ich sehr schön irgendwie auch passend.
Hier gibt es 1 von 1 Ravenclaw – Punkten
Fazit:
Leider konnte mich das Buch nicht packen. Der Klappentext wirkte total gut auf mich und ich versprach mir eine emotionale Geschichte. Auch das Ende kam so Knall auf Fall während sich der Anfang sehr gezogen hat. Ich schätze, dass ich einfach zu jung für diese Art von Lektüre bin und ich bin mir sicher, dass die älteren Generationen Gefallen daran hätten.
Insgesamt gibt es: 4 von 10 Buchplaudis

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Rezension zu "Zwischenreise" von Bernd Mittenzwei

In die Haut von Deutsch-Lernenden schlüpfen...
KasiaJaeckelvor einem Jahr

Bei „Zwischenreise“ handelt es sich um einen Roman in Einfacher Sprache. Zumeist werden diese Bücher für Menschen geschrieben, die erst im Erwachsenenalter Deutsch lernen – sprich Migranten – oder auch Menschen mit einer individuell gearteten starken Lesebeeinträchtigung. Nach einem kurzen Gespräch am Stand der Buchmesse, bei der ich das Buch mitnahm, fand ich den Ansatz Erwachsenenliteratur mit einer tatsächlichen inhaltsreichen Geschichte an u.a. Migranten anzubieten einfach eine Maßnahme auf Augenhöhe. Durch die Produktion einer vernünftigen Spannungskurve und tatsächlichen inhaltlichen Nachricht an den Leser – nur eben in schlichter Wortwahl – kann tatsächlich zum Lesen in der neuen bzw. unvertrauten Sprache animiert werden. Dies wollte ich selbst erspüren, die Wortwahl kennenlernen und eine Idee für eine Geschichte, die auch in einfachen Worten wirkt, ausprobieren.

Das Leseexperiment hat sich gelohnt. Ich durfte feststellen, dass Bernd Mittenzwei auch durch eine Aneinanderreihnung an kurzen Sätzen eine Atmosphäre schaffen kann. Auch in schlichten Worten und ohne Fremdwörter konnte ich als Leserin ein Gefühl für die Charaktere entwickeln.

Die beiden Hauptakteure des Buchs sind übrigens Dima und Salim aus Syrien. Aus deren Sicht erlas ich mir Emotionen beim Warten auf einen ersehnten und gefürchteten Brief von der Ausländerbehörde, die Hürden bei Gesprächen mit Einheimischen, aber auch deren subtilen Weg zueinander als Paar.

Diesen Weg krönt in dem Buch eine gemeinsame Radreise zur Zugspitze. Trotz elementarer Sprachkenntnisse und unsicherem Bleiberecht machen sich die beiden Liebenden auf den Weg. Um Deutschland von oben und vom Rad aus kennenzulernen. Was die Reise bei beiden emotional auslöst und wie sie daraus hervorgehen verrate ich nicht, vielleicht mögt Ihr schliesslich auch Dima und Salim selbst in einem Leseexperiment kennenlernen.

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