Bernd Ohm

 4 Sterne bei 16 Bewertungen

Lebenslauf von Bernd Ohm

Bernd Ohm, geboren 1965 in Hoya an der Weser, studierte Anglistik, Hispanistik sowie Neuere und Neuste Geschichte an der Universität Augsburg. Später arbeitete er als Musiker, Drehbuchautor, Übersetzer, Übersetzungslektor und Berater für Softwarelokalisierung. Nach Stationen in Augsburg, München und Berlin lebt er heute mit seiner Familie in der Nähe Bremens. »Wolfststadt«, 2015 bei ars vivendi erschienen, ist sein Debütroman. www.berndohm.de

Alle Bücher von Bernd Ohm

Das Schattencorps

Das Schattencorps

 (11)
Erschienen am 13.06.2017
Wolfsstadt

Wolfsstadt

 (5)
Erschienen am 31.03.2015

Neue Rezensionen zu Bernd Ohm

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echs avatar

Rezension zu "Das Schattencorps" von Bernd Ohm

Überzeugender und stimmiger Spionageroman im klassischen Stil , der aber leichte Schwächen aufweist
echvor einem Jahr

Der Autor Bernd Ohm legt mit seinem zweiten Buch einen klassischen Spionageroman vor, der mich zwar unter dem Strich überzeugen konnte, aber dennoch auch leichte Schwächen aufweist.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Taucher Hans Barkhusen, der nach dem Ende des 2. Weltkrieges den Boden unter den Füßen verloren hat und nun im Hamburg des Jahres 1962 ziemlich desillusioniert vor sich hinlebt und von einem Leben in Australien träumt. Als seine Vergangenheit wieder zum Leben erwacht und er in die abenteuerliche Suche nach dem sagenumwobenen "Rommel-Schatz" im Mittelmeer verwickelt wird, ergibt sich urplötzlich die Chance, seinem Leben doch noch eine neue Richtung zu verschaffen. Doch in Italien stellt Hans fest, das sich hinter der Schatzsuche wesentlich mehr verbirgt und dabei sogar der Friede der Welt auf dem Spiel steht . Wem kann Hans in dieser Situation nun noch trauen ?

Der Autor versteht es, kontinuierlich Spannung aufzubauen und diese dann auf hohem Niveau zu halten. Die gelungenen Beschreibungen von Land und Leuten zeugen zudem von einer sorgfältigen Recherchearbeit und kurbeln das Kopfkino beim Lesen mächtig an. Der Schreibstil ist eindringlich, aber dennoch flüssig zu lesen. Auch der Aufbau der Geschichte weiß zu überzeugen, einige überraschenden Wendungen lenken das Geschehen immer wieder in eine neue Richtung.
Die Charakterisierung der Protagonisten ist zwar ebenfalls grundsätzlich gelungen, hier bleibt aber zu vieles aus der Vergangenheit der einzelnen Personen im Unklaren bzw. wird nur angedeutet. Dies gilt im Besonderen gerade für die Hauptfigur Hans Barkhusen, dessen Vorgeschichte seltsam schwammig bleibt und mir so den Zugang zu der Figur doch ziemlich erschwert hat.

So konnte mich die Geschichte zwar gut unterhalten, auch das Flair der 60er-Jahre wird gut getroffen und sorgt so für ein stimmiges Setting, emotional packen konnte mich das Buch aber nicht so richtig, so das ich beim Lesen weitesgehend nur die Rolle des neutralen Beobachters einnehmen konnte.    

Die beim Klappentext vorgenommene Verknüpfung mit dem nazionalsozialistischen Untergrund (NSU) unserer Zeit mag zudem marketingtechnisch ja durchaus seine Berechtigung haben, wird der Geschichte des Buches aber nicht wirklich gerecht. Diesen reißerischen Vergleich haben das Buch und seine Geschichte meiner Meinung auch gar nicht nötig.

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Rezension zu "Das Schattencorps" von Bernd Ohm

Nachkriegsspionagekrimi, ungewöhnlich, aber gelungen
Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr

Hans Barkhusen ist Anfang der 1960er ziel- und planlos. Als Jugendlicher war er als überzeugter Nazi und Kriegsteilnehmer dabei, nun dümpelt er als Berufstaucher in der Provinz herum. Durch seinen Schwager, den Münchener Polizisten Fritz, gerät er bald wieder an seine alten Kameraden, an die Engländer, für die er zu Kriegsende gearbeitet hatte und an unerledigte Sachen, wie z. B. den legendären Rommelschatz, gestohlene Wertsachen von ermordeten Juden, den es zu heben gilt... 

Die Story ist wirklich außergewöhnlich und ich habe bislang thematisch nichts Vergleichbares gelesen. Es war durchweg spannend und rätselhaft und auch die Figuren waren interessant, vor allem Hans als Hauptfigur.

Einen Stern Abzug gibt es lediglich für den Erzählstil. Er war komplett in Präsens gehalten, was bei diesem Buch als Spannungsroman nicht wirklich stimmig war. Man hatte mehrfach den Eindruck, man lese eine Zusammenfassung eines Buches und nicht das Buch selbst. Eigentlich spannende Szenen und atmosphärisch dichte Beschreibungen von Schauplätzen wurden dadurch erheblich gestört. 

Fazit: Ein ungewöhnlicher Roman, der mir trotz des schwierigen Erzählstils gut gefallen hat. Thematik und Zeit fand ich sehr interessant und auch die Hauptfigur vielversprechend für einen Nachfolgeroman. 

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kassandra1010s avatar

Rezension zu "Das Schattencorps" von Bernd Ohm

Auf der Suche nach einem mystischen Schatz
kassandra1010vor einem Jahr

Hans Barkhusen, ehemaliger Soldat und jetzt Berufstaucher und frisch aus Australien abgereist, gerät durch seinen Schwager und Polizisten Fritz in eine lebensgefährliche Situation.

In dessen Auftrag spioniert er alten Weggefährten nach. Dank diesem kleinen Nebenjob im Auftrag der Familie erhält er seit langem mal wieder Besuch von seinem alten Lebensretter im Dienste Ihrer Majestät. Captian Rowland beauftragt Hans ebenfalls mit dem gleichen Job und der beginnt zu ahnen, dass mehr dahinter steckt.

Er nimmt Kontakt zu alten "Freunden" auf und der Plan steht fest. Der angebliche Goldschatz Rommels soll im adriatischen Meer geborgen werden.

Die illustre Gruppe, die aus alten Nazis, mittellosen Adligen, urigen Hamburgern, rüstigen Seefahrern und Waffenschiebern besteht schmiedet also einen scheinbar wasserdichten Plan.

In Italien angekommen, scheint sich Hans allerdings nicht mehr so sicher zu sein, auf welcher Seite ersteht und wo genau der Rest der Truppe steht.

Er lernt im Laufe der Tage die Bedeutung von Freundschaft, wahrer Liebe und den Preis der Erinnerung kennen und begibt sich damit auf einen schmalen Grat der Wahrheit.

Hans begreift, dass hier nicht nur die Altnazis und die Engländer Interesse an dem Schatz haben, sondern die Reihe weiterer Interessenten ziemlich lang ist.

Ein Spionageroman aus dem guten alten Deutschland der 60er Jahre, bepackt mit mystischen Schätzen, diversen Spionageagenten und dem kalten Krieg.

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Gespräche aus der Community

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ars-vivendi-Verlags avatar

Die Geschichte des nationalsozialistischen Untergrunds der 60er-Jahre

Liebe Lovelybooks-Community,

wir, der ars vivendi verlag, laden euch herzlich zu unserer Leserunde zum Spionageroman »Das Schattencorps« von Bernd Ohm ein.

Zum Inhalt:

Hans Barkhusen hat viel verloren: die Zukunft, die ihm im »Dritten Reich« offenstand, den Kampf gegen den Kommunismus, den Anschluss an das bürgerliche Leben. Nach dem Krieg von den Briten für eine geheime Kampftruppe angeworben, arbeitet er 1962 desillusioniert als Taucher und hofft darauf, das vom Atomkrieg bedrohte Europa zu verlassen. Als er für die Suche nach dem sagenumwobenen »Rommel-Schatz« angeheuert wird, glaubt er zunächst an einen schlechten Scherz. Aber dann taucht plötzlich sein alter Agentenführer auf, und Hans erhält einen neuen Auftrag, der ihn von Hamburger Hafenkais und einsamen Heideforsten in die Sonne Italiens führt, wo die Jagd nach dem Schatz im Dickicht der Geheimdienstintrigen und internationalen Verschwörungen immer rasanter wird, bis schließlich der Friede der Welt selbst auf dem Spiel steht …

Haben wir deine Neugier geweckt? Hier kommst du zur Leseprobe.

Über den Autor:

Bernd Ohm, Jahrgang 1965, studierte Anglistik, Hispanistik sowie Neuere und Neueste Geschichte in Augsburg. Später arbeitete er als Musiker, Drehbuchautor, Übersetzer, Übersetzungslektor und Berater für Softwarelokalisierung. 2015 erschien sein Debütroman »Wolfsstadt« im ars vivendi verlag.


Im Rahmen der Leserunde vergeben wir 10 Hardcover-Exemplare. Bewerbt euch bis zum 23. Juli über den blauen »Jetzt bewerben«-Button! Beantwortet uns dafür einfach folgende Frage: Wie stellt ihr euch das Leben im Deutschland der 60er-Jahre als Person mit einschlägigem nationalsozialistischem Hintergrund vor?

Wir freuen uns auf euch und eure aktive Beteiligung sowie eine diskussionsreiche Leserunde.

Euer ars vivendi verlag Team


* Im Gewinnfall verpflichtest du dich zur zeitnahen und aktiven Teilnahme an der Leserunde nach Erhalt des Rezensionsexemplars sowie zum Veröffentlichen einer Rezension auf LovelyBooks, gerne auch auf anderen Plattformen.
echs avatar
Letzter Beitrag von  echvor einem Jahr
Hier nun meine Rezension, die ich auch bei Amazon, Buch.de, Thalia.de, Was liest Du, der Bastei-Lesejury und im großen Bücherforum auf Literaturschock.de veröffentlicht habe: https://www.lovelybooks.de/autor/Bernd-Ohm/Das-Schattencorps-1360603883-w/rezension/1497744579/1497748933/ Danke, das ich hier mitlesen durfte und nochmals ein fettes sorry für meine verspätete Teilnahme an der Runde hier.
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