Sohn des Fluchbringers

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Inhaltsangabe zu „Sohn des Fluchbringers“ von Bernd Perplies

Vor sechzehn Jahren wurden die Freien Reiche des Westens vom Heer des Hexenmeisters Calvas überrannt. Bei dem Versuch, den Hexenmeister aufzuhalten, machte sich der Ritter Anreon von Agialon unwissentlich zu dessen Komplizen, und sein Name ist seither mit einem Fluch beladen. Anreons Sohn, der junge Tarean, wünscht sich nichts sehnlicher, als den Namen seines verstorbenen Vaters reinwaschen zu können. Bewaffnet mit dem magischen Schwert Anreons, zieht Tarean aus, um gemeinsam mit dem Irrlicht Moosbeere, der Albin Auril und dem Werbären Bromm das Land von der Herrschaft des grausamen Hexenmeisters zu befreien.

4.5 Sterne für einen großartigen und spannenden Auftakt - so muss High Fantasy sein :D

— Aleshanee
Aleshanee

Ein durchschnittlicher Fantasyroman - ein Schicksal, ein Held, eine harte Queste, ein Ziel. Nicht schlecht, aber leider auch nichts Neues.

— Avalaia
Avalaia

Das ist High Fantasy, wie sie sein muss! Von Charaktere, Welt, Handlung bis dem Schreibstil - stundenlanger Lesespaß ist garantiert!

— Sardonyx
Sardonyx

Toller Schreibstil, tolle Geschichte, tolle Charaktere - dieses Buch bringt schöne Lesestunden :)

— Tatsu
Tatsu

"Tarean 1"-Lesung von mir beim Tolkien-Tag: Am Samstag, den 13.03., im Jugendzentrum am Propsthof, Bonn (Uhrzeit bitte dem Programm entnehmen)

— Bernd Perplies
Bernd Perplies

TAREAN Band 1 würde von mir 5 Sterne bekommen. Ich habe gleich anschliessend Band 2 und Band 3 gelesen - und konnte dort keine 6 fetten Sterne vergeben um zu kennzeichnen, dass sich Bernd Perplies tatsächlich noch steigern konnte :)

— BTOYA
BTOYA

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  • Ganz toller Auftakt! Kann ich allen High Fantasy Fans empfehlen :D

    Sohn des Fluchbringers
    Aleshanee

    Aleshanee

    11. February 2017 um 21:08

    4.5 Sterne Das war mal wieder ein großartiger Auftakt zu einem typischen High Fantasy Abenteuer, wie man es sich wünscht! Auch wenn es als Jugendbuch ausgelegt ist, ist es genauso für Erwachsene gedacht, denn es hat alles, was man in dem Genre erwartet! Schon der Einstieg im Prolog hat mir sehr gut gefallen: eine Rückschau zur großen Schlacht, in dem der Ordenskrieger Agialon durch eine böse Täuschung den Verteidigern der freien Länder in den Rücken fällt und damit den Sieg des bösen Hexenmeisters Calvas begünstigt. Diese Schmach wird auch durch seinen Tod lange nicht vergessen, denn auch 16 Jahre später muss sich sein Sohn, Tarjean, noch immer Häme und Spott anhören. "Sohn des Fluchbringers" wird er genannt, doch den Mut hat er ebenfalls geerbt und so begibt er sich bald auf einen ungewissen Weg. Sein Ziel ist nichts geringeres als Calvas zu töten und den guten Namen seines Vaters wieder reinzuwaschen. Ich war sofort in den Bann gezogen durch die charmante Atmosphäre der Welt Endar, aber vor allem auch durch die illustren Verbündeten, die sich Tarean während seiner Reise anschließen. Der Schreibstil ist anspruchsvoll und sehr schön angepasst und lässt einen direkt durch die Seiten fliegen. Stimmige Übergänge und teils witzige Dialoge führen durch eine gut durchdachte Handlung, in die der Autor viele originelle Ideen einfließen lässt. Manch kleine Details haben mich an Herr der Ringe erinnert, was aber nicht gestört hat sondern eher eine Verbundenheit hevorgerufen hat. Die Welt Endar ist außer mit den bekannten Alben mit vielen außergewöhnlichen Kreaturen bevölkert, und ich bin ein großer Fan von dem Irrlicht Moosbeere und dem muskulösen Bromm geworden! Aber auch all die anderen Figuren wurden mit liebevollen Eigenheiten ausgestattet, die mich fasziniert haben. Die allgegenwärtige Magie bleibt dabei eher am Rande, es wird also nicht mit Zaubersprüchen oder ähnlichem um sich geschleudert, aber trotzdem hat es einen immer wieder einen schönen Nebeneffekt. Auch fand ich den Grundgedanken dieser Last der Generationen schön, denn die Übertragung dessen, was Tareans Vater getan hat, bleibt über die Jahre an dem Jungen hängen, obwohl er ja im Grunde nichts damit zu tun hatte. Dass er sich da wieder herauskämpfen und zeigen wollte, wie falsch diese Vorurteile sind, war ein schöner Gedanke :) Kleine Spannungsbögen haben sich mit ruhigeren Phasen abgewechselt, wobei es immer wieder neues zu entdecken gab. Am Ende hat das Tempo nochmal angezogen und eine dramatische Schlacht geliefert, die das ganze perfekt abgerundet hat. Ich freu mich jetzt jedenfalls schon sehr auf die Fortsetzung! © Aleshanee Weltenwanderer Tarean Trilogie 1 - Sohn des Fluchbringers 2 - Erbe der Kristalldrachen 3 - Ritter des Ersten Lichts

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  • "Ein Junge stellt sich den Mächten des Bösen"

    Sohn des Fluchbringers
    Avalaia

    Avalaia

    13. April 2016 um 10:31

    - 'Die Gestalt blickte Tarean stumm an, und es lag eine Trauer auf ihrem bleichen Antlitz, die dem Jungen durch Mark und Bein ging und ihm schier das Herz zu zerreißen drohte.' (S.85) - Kurz gesagt geht es, wie in vielen Fantasy-Geschichten, darum, dass ein junger Held, in diesem Fall Tarean, aufbricht, um sich einer ungeheuerlichen, schier unmöglich erscheinenden Queste zu widmen. Sein Vater war einst durch Tücke dazu gebracht worden, das Land dem bösen Herrscher, seines Zeichens Hexenmeister, Calvas, auszuliefern. Seitdem ist Tarean als "der Sohn des Fluchbringers" bekannt und wird vielerorts mit Verachtung gestraft. Eines Nachts allerdings, als die Heerscharen Calvas' sein Heimatdorf angreifen, erscheint Tarean eine weißgewandete Gestalt - wohl sein Vater - und lässt ihn verstehen, dass er Calvas besiegen muss. Am nächsten Tag begibt Tarean sich auf seine größte Reise: ins Herz des Bösen, um den Hexenmeister zu töten. Der Schreibstil des Werkes ist passend und lässt sich relativ gut lesen. Allerdings ist er manches Mal auch ermüdend in seiner Monotonie - lange Sätze scheinen zu überwiegen und dem Geschehen manchmal an Schwung und Spannung zu nehmen. Ansonsten solide und flüssig. Zwar bin ich bekennender High-Fantasy Fan, und man sollte meinen, ich sollte es gewohnt sein, dass diese Geschichten sich alle untereinander in gewisser Weise ähneln, aber trotzdem konnte ich diesem Werk nicht viel abgewinnen. Es ist eine hübsche Geschichte mit verschiedenen, manchmal vielleicht einen Tick oberflächlichen Charakteren, ein bisschen gewundener Handlung, und, und, und. Das Buch war auch schön zu lesen und für Zwischendurch auch wirklich nett. Aber leider fand ich die Handlung sehr berechenbar. Immerhin hat sich der Autor bemüht, unvorhergesehene Wandlungen einzubauen, aber es ist nur bedingt geglückt. So wurde es mir doch fad und am Ende des Buches hatte ich nicht das Gefühl, etwas Neues erlebt oder ein Werk gelesen zu haben, das mich umhaut. Andererseits wiederum werde ich mir wohl doch die Folgebände holen und schauen, was die Zukunft für Tarean und seine Freunde bereit hält - vielleicht werden die nächsten Teile besser. :)Also solide 3/5 für eine nette, flüssig erzählte Geschichte für Zwischendurch.

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  • Der Sohn des Fluchbringers bricht zu dem epischen Beginn der Tarean-Trilogie auf!

    Sohn des Fluchbringers
    Sardonyx

    Sardonyx

    Sechzehn Jahre sind vergangen, seit der albische Hexenmeister Calvas durch die dämonische Macht des Grimmwolfs die Reiche der Menschen überrannte und Anreon von Agialon, der damals dem Bösen Einhalt gebieten sollte, nach seinem Tod auf dem Schlachtfeld mit dem Namen Fluchbringer gebrandmarkt wurde. Heute leidet sein Sohn Tarean unter der Schmach seines Vaters und ist als Sohn des Fluchbringers nicht nur ein Krieger in Ausbildung auf der Burg Dornhall, sondern ist nach einer geisterhaften Vision vielleicht der Mensch, der Calvas und seine Dunkelreiche aufhalten könnte. Bewaffnet mit dem glühenden Schwert Esdurial, ein Erbe seines Vaters und dem Kristalldrachenorden, tritt Tarean den Weg seines Schicksals an und findet Verbündete wie das Irrlicht Moosbeere, die sarkastische Albin Auril oder den Werbären Bromm. Doch sind die Geheimnisse und die Weite der Welt, die zur Hälfte in Calvas' Schatten steht, zu groß, um sie auf einer Karte festzuhalten. Und niemand weiß, ob das Ende einer Schlacht wirklich das Ende der Herrschaft der Finsternis ist ... ,,Tarean - Der Sohn des Fluchbringers" von Bernd Perplies ist das erste Buch der Tarean-Trilogie, wo man deutlich erkennt, dass der Autor sich von anderen Fantasy-Bestsellern inspirieren ließ. Doch trotztdem kommt hier kein Abklatsch raus, wie ich ein wenig fürchtete, als ich das Buch begonne habe. All meine Ängste wurden mir in dieser Buchwelt genommen, denn hier geht es um High Fantasy in der ursprünglichsten Form: die Schlacht von Gut gegen Böse, Licht gegen Dunkelheit. Von Anfang an fühlte ich mich mit der Geschichte und den vergangenen Geschehnissen vertraut, weil Perplies Wert darauf legt, seine Charaktere und all ihre Gedankengänge darzustellen, mal bewusst erkennbar oder auch in poetischen Schilderungen verkleidet. Manchmal wunderte ich mich wirklich, wie es Autoren schaffen, so ein großartiges Kopfkino zu erzeugen. Perplies' Beschreibungen übertreffen sich von Kapitel zu Kapitel von selbst, ohne so ausschweifend zu werden, dass es mich ärgern konnte. Ich meine, ich will beim Lesen schon mit den Augen ,,sehen", wo die Story stattfindet, aber wenn es nur seitenlange Beschreibungen zu lesen gibt, verliere ich manchmal das Interesse an der Story an sich. Auch die Charaktere sind, passend zu dem schnellen Schreibstil, lebendig und mit kleinen Einzigartigkeiten ausgestattet. Moosbeere ist dabei die Märchenhafteste, während mir die Albin Auril bis zum Schluss etwas unsympathisch blieb wegen ihrem ständigen Ernst. Allerdings störte mich besonders bei Tarean, wie naiv und weltoffen er die halbe Welt durchquert und in sich keine einzigen inneren Konflikte zeigt; er verlässt einfach seine Heimat und den ganzen Weg über hat er nie Selbstzweifel! Dafür würde ich einen halben Stern abziehen. Bei der Handlung wird im Grunde ja schon recht früh klar, wohin sich die Story entwickeln wird - das ergibt sich von selbst und intrigante Wirrungen, wie ich sie in Fantasy-Büchern mag, kamen kaum vor. Trotzdem bin ich sehr glücklich über dieses Buch und will deswegen unbedingt weiterlesen. Worte der Alten Macht durchströmen mich und mein Rezensentenschwert. Golden schimmernde Runen blitzen entlang der Schneide auf, bevor ich das eine Wort in die Finsternis brülle und 4 glühende Sterne am Firnament erstrahlen ... Okay, genug der poetischen Beschreibungen. Ich will jetzt in den nächsten Bänden der Tarean-Trilogie weiterlesen.

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    • 6
  • Buchverlosung zu "Imperium der Drachen - Das Blut des Schwarzen Löwen" von Bernd Perplies + Trilogie "Tarean"

    Imperium der Drachen - Das Blut des Schwarzen Löwen
    Jules1988

    Jules1988

    06. November 2014 um 12:02

    Der Auftakt einer epischen Fantasy-Saga Mit "Imperium der Drachen - das Blut des Schwarzen Löwen" legt Bernd Perplies einen fulminanten Start der "Imperium der Drachen"-Saga hin! Er erschafft die antike Fantasywelt Yeos, die mit ihren verschiedenartigen Geschöpfen und phantastischen Ländern fasziniert und begeistert! Über das Buch: Iolan ist ein Findelkind und wächst gemeinsam mit seinem Ziehbruder Marcos als Sohn eines einfachen Fischers auf. Doch als er das Mannesalter erreicht hat, wird sein Dorf von königlichen Soldaten in Schutt und Asche gelegt, die Einwohner fallen den Schwertern der Eindringlinge zum Opfer. Iolan entkommt mithilfe des geheimnisvollen Arastoth, der ihm eröffnet, dass auch seine echten Eltern durch den König ermordet wurden. Von Rachegelüsten getrieben, folgt Iolan seinem Retter in die Hauptstadt des Imperiums, nur um festzustellen, dass die Wahrheit deutlich komplizierter – und schrecklicher – ist als alles, was der alte Mann ihm erzählt hat. Hier geht's zur Leseprobe! Hier findet ihr die Weltkarte von Yeos! Über den Autor: Bernd Perplies, geboren 1977 in Wiesbaden, studierte Filmwissenschaft und Germanistik in Mainz. Parallel zu einer Anstellung beim Deutschen Filminstitut in Frankfurt a. M. wandte er sich nach dem Studium dem Schreiben zu. Der erste Band der Trilogie "Tarean", die wir hier zusätzlich verlosen, war der Beginn seiner Karriere. Heute ist er als Schriftsteller, Übersetzer und Journalist tätig. Hier könnt ihr nicht nur eines der zehn Exemplare von "Imperium der Drachen - das Blut des Schwarzen Löwen" von Bernd Perplies aus dem Egmont Verlag gewinnen, sondern auch noch 5x die komplette Trilogie von "Tarean"! Beantwortet einfach folgende Frage, wenn ihr teilnehmen wollt: Wenn du dir eine Fantasywelt ausdenken würdest, wie hieße sie und welche Geschöpfe wären deine Hauptfiguren? Liebe Leser, die Gewinner der Buchexemplare stehen jetzt fest! Ein Exemplar von "Imperium der Drachen" und die Trilogie "Tarean" gewinnen: Anna-Karenina, Sardonyx, bblubber, Kawaski, Tatsu Und über ein Exemplar von "Imperium der Drachen" können sich freuen: AnnaBerlin, kokka, Sausi, mieken, mamarina64 Viel Spaß beim Lesen!

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    • 299
  • Rezension zu "Sohn des Fluchbringers" von Bernd Perplies

    Sohn des Fluchbringers
    Kaugummiqueen

    Kaugummiqueen

    26. January 2013 um 22:27

    INHALT Vor sechzehn Jahren kämpften die freien Reiche gemeinsam gegen den bösen Hexenmeister Calvas und seine Wolflinge. Die Hoffnung aller ruhte auf den Schultern des Ritters Anreon von Agialon, der mit Hilfe eines magischen Buches den Hexenmeister besiegen sollte. Doch dieses Vorhaben stellte sich als Falle heraus und Ritter Anreon wurde somit unfreiwillig zum Fluchbringer und verhalf Calvas zum Sieg, sodass dieser alle freien Reiche unterjochen konnte. In eben dieser Nacht der Niederlage wurde Anreons Sohn Tarean geboren, der seit jeher darunter leidet, dass seinem Vater die Schuld an dem Ausgang des Krieges gegeben wird. Als Wolflinge das Dorf überfallen, in dem Tarean lebt, hat dieser eine Vision von seinem verstorbenen Vater und beschließt, Calvas entgegen zu treten und den Namen von Ritter Anreon wieder so rein zu waschen, wie er vor dem schicksalhaften Tag war. Sein Vorhaben wird von der Albin Auril, dem Gestaltwandler Bromm und dem Irrlicht Moosbeere unterstützt und auch das magische Schwert Esdurial, das Tareans Vater einst gehörte, wird ihm mit auf den Weg gegeben. Gemeinsam macht sich die ungewöhnliche Gemeinschaft auf eine gefährliche Reise ins Ungewisse. MEINE MEINUNG Bei diesem Band handelt es sich um einen Auftakt zu einer Trilogie und den Debutroman des Autoren Bernd Perplies, der im Jahr 2012 viel Aufsehen mit dem Buch Flammen über Arcadion erregte, welches den ersten Band einer Dystopie-Trilogie darstellt. Die Reihe Tarean dagegen ist ganz klar in das Genre (High-)Fantasy einzuordnen und erfüllt jegliche Kriterien, die dieses Genre ausmachen. Tarean als Hauptperson war mir grundsätzlich sympathisch, es gab nur wenige Momente, wo ich ihn ein wenig zu stereotypisch fand und mir vielleicht ein wenig mehr Abwechslung und Einfallsreichtum gewünscht hätte. Denn natürlich war er sechzehn Jahre jung und natürlich anfangs recht unspektakulär, aber mit einem gewissen Talent im Kämpfen und einer gewissen mysteriösen Aura und natürlich will er einerseits alles im Alleingang machen, andererseits ist er zu gutgläubig und naiv. Im Grunde sind das für mich keine großen Kritikpunkte, auch wenn das alles vielleicht ein wenig negativ formuliert klingt, aber so ist der 0815-Fantasy-Held geformt (was jetzt auch negativer klingt als beabsichtigt). Man erwartet genau so einen Hauptcharakter und ist im Großen und Ganzen zufrieden, hätte sich aber über ein wenig Innovation gefreut. Die Charaktere wie Auril und Bromm blieben ziemlich blass und Moosbeere ist ein einziges Mysterium, aber glücklicherweise können sich die Charaktere noch in zwei weiteren Bänden entfalten und entwickeln. Auril fand ich ein wenig sprunghaft in ihrer Art und man konnte sie schwer einschätzen und Moosbeere war für mich recht unwichtig. Hätte sie gefehlt, hätte ich sie nicht vermisst. Ich finde solche "Maskottchen" meistens doch recht lästig und albern, aber in diesem Fall war sie sympathisch und man merkt, dass ein großes Geheimnis sie umgibt, was ihre Figur interessant macht. Mein größter Kritikpunkt am ganzen Buch ist jedoch der Schreibstil, da dieser äußerst anstrengend ist. Bernd Perplies Sprache ist in diesem Buch so blumig, so ausschmückend, so überladen, dass die Sätze teilweise so stark ineinander verschachtelt sind, dass ich manche Abschnitte mehrmals lesen musste, um sie wirklich zu verstehen. Um euch das zu verdeutlichen, habe ich ein Beispiel für euch: >>Und es hieß, dass ihre gewaltigen Schwingen Sturmwinde heraufbeschworen, ihre massigen Leiber die Erde, auf der sie wandelten, zum Erdbeben brachten und die glühende Lohe, die in ihrem Inneren schwelte, zu einer wahren Feuersbrunst entfesselt, alles verbrannte, was sich ihnen in den Weg stellte. // Tarean - Sohn des Fluchbrechers // S. 205<< Und so ist beinahe jeder zweite Satz geschrieben. Man merkt regelrecht, dass der Autor versucht, sein Werk im Stil von J. R. R. Tolkien zu schreiben, was stellenweise leider misslingt und die Sätze sehr kompliziert macht. So viel ich weiß ist auch eben dieser Schreibstil - neben einigen starken und leider unvermeidbaren Parallelen zu Der Herr der Ringe - der Hauptkritikpunkt vieler Leser. Ich habe aber gehört, dass der Schreibstil ab dem zweiten Band um einiges angenehmer sein soll. Dennoch hat mir trotz der vielen Kritikpunkte das Buch stellenweise auch sehr gut gefallen. Zum Beispiel konnte mich die Handlung an sich, wenn auch nicht ganz neu, begeistern und fesseln. Ich habe regelrecht mitgefiebert, was Tarean wohl alles so erleben und wie er die Probleme lösen wird. Zudem war das Buch eigentlich durchgehend spannend und hatte nur wenige Stellen, die sich gezogen haben oder langweilig waren. Denn tatsächlich gibt es viele anschaulich geschriebene Kampf- und Fluchtszenen, die mir gut gefallen haben. Besonders interessant fand ich beispielsweise den Prolog, der um einiges länger war, als man es sonst kennt, in dem man erlebt, wie Tareans Vater im Krieg in die Falle tappt und Calvas zum Sieg verhilft. Dennoch bleiben genug Geheimnisse übrig, sodass man als Leser endlich erfahren möchte, was eigentlich genau passiert ist. Das Ende läuft, wie zu erwarten, auf einen spannenden Showdown hinaus bei dem der ein oder andere interessante Charakter sein Leben lassen musste. Ich war jedoch ein wenig überrascht, da man das Buch als abgeschlossen werten könnte, es aber dennoch einige Fragen zu beantworten gibt. Was Tarean sonst noch so erleben wird möchte ich auf jeden Fall erfahren, aber nicht unbedingt sofort. FAZIT Auch wenn diese Rezension eher negativ klingt, war dieses Buch nicht vollends schlecht. Die Handlung war spannend und insgesamt weist der Band viele gute Ansätze auf, die noch ausgearbeitet werden können. Der Schreibstil erschwerte das Lesen jedoch ungemein und wirkte ein wenig wie "gewollt und nicht gekonnt", um es ein wenig herb auszudrücken. Wenn man aber bedenkt, dass es sich hierbei um einen Debütroman handelt, kann man vielleicht über den ein oder anderen Mängel eher wegsehen. Vor allem da ich weiß, dass Bernd Perplies in Magierdämmerung ja schon viel angenehmer schreibt. Ich hoffe auf eine Steigerung im nächsten Band und vergebe abschließend 3 von 5 Sternen.

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  • Rezension zu "Tarean 1 - Sohn des Fluchbringers" von Bernd Perplies

    Sohn des Fluchbringers
    Moppel

    Moppel

    05. February 2012 um 15:29

    Tarean ist der Sohn des Fluchbringers. Diese Aussage lastet auf seinen Schultern. Sein Vater ist bei seiner Geburt im Kampf gegen den Magier Calvas gefallen. Seine Mutter starb bei der Geburt. Seine ganze Kindheit stand er im Schatten des Fluchbringers und will dies eines Tages ändern. Er macht sich auf den Weg auf eine gefährliche Reise zu Calvas Festung um ihn herauszufordern und sich endlich aus dem Schatten des Fluchbringers zu kämpfen. Mir hat das Buch sehr gefallen, da es wirklich eine spannendes Leseerlebnis war, Taren durch alle Gefahren mitzubegleiten. Es hat überhaupt nicht an Fantsy gefehlt. Es war von allem etwas dabei: Magier, Flugmenschen, Irllicht, Drachen... Ich hatte sehr viel Freude beim Lesen durch soviel Fantasy und Spannung. Die Sprache war einfach und man konnte sich dadurch ganz in das Geschehen fallen lassen. Es ist gut für junge Heranwachsende geeignet, da es wirklich jugendgerecht geschrieben ist. Sogar eine kleine Liebesgeschichte hat nicht gefehlt, die dem Abenteuer eine kleine Süße verliehen hat. Ich gebe dem Buch allerdings nur vier Sterne, da mir an manchen Stellen die Geschichte etwas zu kurz erschien. Ich hätte mir an manchen STellen doch gewünscht, dass es etwas detaillierter und länger gewesen wäre, da es schon zu schnell ins nächste Geschehen gerutscht ist. Fazit: Das Buch "Tarean" kann ich wirklich weierempfehlen. Es hat mir sehr gefallen und ist auch für die kleineren sehr empfehlenswert. Allerdings war an manchen Stellen die Geschichte etwas zu kurz und hat sich zu abrupt ins nächste Geschehen gewendet. Und trotzdem ein guter Fantasyschmöker. Lg Moppel

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  • Rezension zu "Tarean 1 - Sohn des Fluchbringers" von Bernd Perplies

    Sohn des Fluchbringers
    Dubhe

    Dubhe

    10. December 2011 um 12:33

    Vor 16 Jahren hat der böse Magier Calvas angegriffen und durch eine List hat er die letzte Hoffnung der Länder zerstört, denn der Mann, auf dem alle Blicke geruht haben, ist veratten worden und schließlich tot. Nun sind die Länder und Völker unterjocht. 16 Jahre später: In der Nacht der entscheidenden ist der Sohn dieses Unglücksraben geboren, Tarean und nun, 16 Jahre später, will er den Namen seines Vaters und den seinen reinwaschen von der Behauptung verflucht zu sein. Doch ganz so einfach ist das nicht, denn Calvas hat einen Dämonenwolf heraufbeschworen, der die anderen Wölfe in seinen Dienst als Armee stellt. An seiner Seite reisen mit ihm eine Albin, ein Irrlicht und einn Werbär. Doch wird er diese unglaubliche Aufgabe schaffen, bei der schon so viele vor ihm gescheitert sind? . Dieses Buch ist ziemlich ähnlich Eragon, fast würde ich sagen die deutsche Antwort darauf. Doch ich muss sagen, dieses Buch ist gar nicht mal so schlecht. Die guten Protagonisten sind alle recht sympathisch, nur reden alle so komisch. Doch daran gewöhnt man sich nach ein paar Seiten. Weiteres hat der Autor seine Fantasie etwas angestrengt und es gibt einige komische und lustige Wesen in diesem Buch, sie mir sonst nirgendwo untergekommen sind. Im Gegensatz zu Eragon endet die Herrschaft von Bösen schon nach dem ersten Band, doch es gibt insgesamt drei, also noch zwei weitere. Ich bin schon gespannt wie es weiter geht. Und ob der Autor sich noch immer an Eragon hält. Denn auch in diesem Buch gibt es einen Widerstand, nur nicht Varden genannt. Aber nicht nur Eragon dürfte die Vorlage gewesen sein, sondern auch ein oder zwei andere Fantasybücher, nur nicht so ausgeprägt. Für jeden Fan von Eragon!

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  • Rezension zu "Tarean 1 - Sohn des Fluchbringers" von Bernd Perplies

    Sohn des Fluchbringers
    Casimia

    Casimia

    24. October 2011 um 11:38

    INHALT: Vor sechzehn Jahren wurden die Freien Reiche des Westens vom Heer des Hexenmeisters Calvas überrannt. Bei dem Versuch, den Hexenmeister aufzuhalten, machte sich der Ritter Anreon von Agialon unwissentlich zu dessen Komplizen, und sein Name ist seither mit einem Fluch beladen. Anreons Sohn, der junge Tarean, wünscht sich nichts sehnlicher, als den Namen seines verstorbenen Vaters reinwaschen zu können. Bewaffnet mit dem magischen Schwert Anreons, zieht Tarean aus, um gemeinsam mit dem Irrlicht Moosbeere, der Albin Auril und dem Werbären Bromm das Land von der Herrschaft des grausamen Hexenmeisters zu befreien. MEINE MEINUNG: Jugendfantasy vom Feinsten. Die Geschichte hat alles was eine gute Geschichte braucht. Eine spannende Handlung, viele phantastische Geschöpfe, einen Helden, einen Bösewicht, starke Gegner, fesselnde Kämpfe und Geheimnisse. Die Geschichte und die Handlung an sich haben mich wirklich überzeugt. Auch die Sprache war angemessen. Man konnte der Handlung sehr gut folgen und es kam keine Langeweile auf. Sowieso ist die Geschichte von sehr vielen kleinen Kämpfen gespickt, sodass immer ein gewisser Grad an Spannung gehalten wird. Auch die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Ganz besonders Moosbeere, das kleine Irrlicht, habe ich ins Herz geschlossen. Da ich das Ganze als Hörbuch gehört habe, hat mich der Anfang der Geschichte etwas verwirrt. Man ist sofort in der Handlung, es beginnt wirklich mitten in einem scheinbar entscheidenden Kampf und ich dachte immer, dass ich vielleicht vergessen habe einen Teil mit auf den mp3 Spieler zu ziehen. Dem war aber nicht so, diese Geschichte ist quasi die Vorgeschichte der eigentlichen Handlung und es hatte alles seine Richtigkeit. Einen kleinen Abzug muss ich geben, da ich das Ganze wie gesagt als Hörbuch gehört habe und mich der Sprecher Oliver Siebeck nicht voll und ganz überzeugt hat. Er liest sehr monoton, gerät des Öfteren mit den Stimmen durcheinander, sodass ich nicht wusste wer jetzt eigentlich spricht und hat grundsätzlich einen Vorlesestil, den ich nicht so gern mochte. Ab der Hälfte des Hörbuches hatte ich mich zwar an seinen Vorlesestil gewöhnt, aber richtig warm wurde ich eben nicht damit. Nichts desto trotz möchte ich den zweiten Teil auch hören, denn die Handlung an sich hat mir wie bereits erwähnt sehr gut gefallen! Und ich muss unbedingt wissen wie es mit Moosbeere weitergeht. :)

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  • Rezension zu "Tarean 1 - Sohn des Fluchbringers" von Bernd Perplies

    Sohn des Fluchbringers
    Asaviel

    Asaviel

    02. July 2011 um 20:00

    Hörbuch-Rezension! Inhalt: Tarean will all das wieder gut machen, was die Menschen seinem Vater als Fehlverhalten anlasten. So begibt er sich auf eine lange Reise, lediglich mit einem Schwert bewaffnet und mit einem Ziel vor Augen: Er will Calvas töten. Mit jeder Wegmeile wird sein Vorhaben schwieriger und gefährlicher, doch er lernt auch neue Freunde kennen, die ihm von nun an treu zur Seite stehen Meine Meinung: Die Geschichte greift viele Einzelstücke aus anderen Fantasybüchern auf, die bis dato begeisterten: eine Quest, die einen jungen Recken in tiefstes Feindesland führt, Schwertkampf und Magie, magische Geschöpfe, die in unserer Welt nicht vorstellbar sind und treue Gefährten, die gemeinsam eine gefahrvolle Reise durchstehen. Bernd Perplies gelingt es meiner Meinung nach aus diesen Versatzstücken ein eigenes Werk zu kreieren mit seinen eigenen wunderbaren Charakteren, die man einfach lieben muss. Dies gilt insbesondere für das kleine Irrlicht Moosbeere und den Werbären Bromm. Verstärkt wird dieser Eindruck noch durch die überaus gelungene Interpretation der Charaktere durch den Sprecher Oliver Siebeck. Jeder Gestalt in dieser Geschichte gibt er eine eigene Stimme, sodass sie allein daran gut zu erkennen sind. Mir gefiel ebenso Perplies Schreibstil. Natürlich benutzt er nicht die Worte, die wir tagein tagaus auf der Straße hören, sondern er greift auf alte, beinahe vergessene Worte zurück, die der Geschichte etwas außergewöhnliches und erhabenes verleihen, ohne sie dabei unverständlich zu machen. Vielmehr führt er damit die deutsche Sprache zurück zu fast schon vergessene Höhenflüge, die mir mehrmals ein Schmunzeln entlockt haben. Obwohl Perplies viele Ideen in diesem Roman vereint, wirkt die Handlung damit keineswegs überladen. Dem Leser oder Hörer begegnen Trolle, Irrlichter, Wolflinge, Werbären und doch hat man immer genug Zeit sich an diese Gestalten zu gewöhnen. Doch noch bevor Längen aufkommen können, treibt der Autor die Handlung auch wieder voran. Fazit: Man merkt wohl, dass ich sehr begeister bin. Am liebsten würde ich nun mehr als fünf Sterne verteilen. Dies ist der Auftakt zu einer außergewöhnlichen Geschichte mit liebenswerten Charakteren, einer spannenden Handlung und wird von Bernd Perplies mit jeder Menge Herz erzählt. Zusätzlich liest Oliver Siebeck so fantastisch, dass ich ihm stundenlang zuhören kann. Ich vergebe verdiente 5 von 5 Punkte.

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  • Rezension zu "Tarean 1 - Sohn des Fluchbringers" von Bernd Perplies

    Sohn des Fluchbringers
    TimomiTBrille

    TimomiTBrille

    10. June 2011 um 21:27

    Schöne Welt, nette Charaktere, märchenhafte, teils vorhersehbare Geschichte. Fesselnder, phantastischer Schreibstil!!

  • Rezension zu "Tarean 1 - Sohn des Fluchbringers" von Bernd Perplies

    Sohn des Fluchbringers
    Feuerfluegel

    Feuerfluegel

    13. April 2011 um 14:39

    Für Neueinsteiger in die Highfantasy ist das Buch sehr geeignet. Viellesern des Genres werden die meisten Dinge dagegen bekannt vorkommen. Bernd Perplies schafft es sehr eindrücklich den Lesern Tarean und seine Quest näher zu bringen. Nach einem kurzen Einstieg in das soziale Umfeld des Jungen und in seine Gefühlswelt, können sich junge Leser sicher sehr gut mit ihm identifizieren. Des Weiteren hält sich Perplies auch nicht lange mit Einleitungen auf, sondern wirft den Protagonisten direkt mitten ins Geschehen. Er beschreibt auf wunderbare Art und Weise die Angst, die Gefahren und den Durchsetzungswillen Tareans, ob in der sozialen Interaktion mit anderen Figuren, oder in actionreichen Szenen, wie in verschiedenen Kämpfen, oder auf seiner Flucht. Allein der Einsatz allzu häufiger Deus ex Machina, können hierbei störend wirken. Schon im ersten Kampf greift Perplies auf dieses Stilmittel zurück. Für Jungleser mag das ein ganz neuer und sehr spannender Ansatz sein. Ältere Leser dürfte das hingegen nicht mehr allzu überraschen. Doch gerade seine erschaffenen Figuren haben etwas sehr eigenes und wirken auf einfache Art innovativ. So sorgt das quirlige und eigensinnige Irrlicht Moosbeere nicht nur regelmäßige für einige humorvolle Begebenheiten, sondern auch durchaus für die ein oder andere gefühlvolle Szene. Durch die kluge und starke Albin Auril, kommen auch Fans von romantischeren und emotionalen Geschehnissen auf ihre Kosten. Denn schon nach einiger Zeit dürfte jedem Leser klar werden, dass es zwischen Auril und Tarean zu knistern beginnt. Auch dieser Umstand sorgt für einige Wirrungen, da auch das kleine Irrlicht einen Narren an Tarean gefressen hat. Perplies beschreibt auch hier sehr vorsichtig und subtil und lässt auch am Ende der Geschichte in dieser Hinsicht einige Fragen offen. Bromm, der Werbär, war mein ganz persönliches Highlight in dieser Figurenkonstellation. Seine Gemütsruhe und seine Geduld wirken so manches Mal sehr entspannend auf den Leser, denn sobald Tarean seine Reise begonnen hat, lässt Perplies den Gefährten kaum eine Atempause. Doch nicht nur die Reise an sich ist für junge Leser interessant und abwechslungsreich gestaltet, sondern auch die Endschlacht am Ende des Buches. Hier beginnt Perplies parallel zu erzählen, da man sowohl das Geschehen aus Aurils als auch aus Tareans Sicht erzählt bekommt. So kann er so manches Mal am Ende einer Szene einen spannenden Cliffhangar einbauen. Auch muss sich der Leser immer wieder auf einige Überraschungen gefasst machen. Leser, die bereits in der Highfantasy zu Hause sind, werden leider deutlich weniger Spaß an diesem Buch haben. Tareans Reise und auch seine Motive sind nicht wirklich neu und auch schon auf viele verschiedene Arten erzählt worden. Auch die vermeintlichen Überraschungen, die immer wieder eingestreut sind, werden einem Vielleser so manches Mal bekannt vorkommen. Dennoch könnten die Charaktere, die so liebevoll und interessant daher kommen, auch hier den einen oder anderen überzeugen. Allein der Prolog hat in meinen Augen einige Fehler. Für Tarean ist es eines der wichtigsten Dinge, herauszufinden, wer sein Vater wirklich war und was damals, vor 16 Jahren am Drakensskal, wirklich geschehen ist. Dieser Umstand könnte auch für den Leser durchaus interessant sein. Leider nimmt der Prolog schon viele Antworten vorweg und so bleibt das Geheimnisvolle der Geschichte etwas zurück. Das Ende des ersten Teils ist in sich abgeschlossen, was dem Leser eine kurze Atempause gönnt, trotzdem sind noch einige Fragen offen, so dass sich gut ein zweiter Teil anschließen lässt. Perplies Sprachstil ist überraschender Weise sehr komplex. Statt mit einfachen und kurzen Sätzen den Leser zu langweilen, bedient er sich die meiste Zeit einem durchaus weitläufigem Satzbau. Er bindet viele beschreibende Nebensätze ein und verbreitet dadurch immer wieder einige informative Details. Gerade bei Beschreibungen der Landschaft und seiner Welt, kommt das dem Leser zu Gute. Allein bei Kämpfen oder anderen schnellen Szenen, kann der Stil des Autors manchmal unpassend wirken. Hier hätte ich mir, als Leser, manchmal gewünscht, dass Perplies seinen Stil dem Tempo der Erzählung etwas angleicht. Alles in Allem kann ich nur sagen ist Der Sohn des Fluchringers ein sehr gelungenes Buch für Einsteiger und hat auch für Vielleser noch einige Kleinigkeiten zu bieten. Perplies hat sich mit der Gestaltung seiner Welt durchaus Mühe gegeben und auch die Charaktere wissen zu überzeugen. Allein die Handlung hätte einige innovativere Überraschungen vertragen können.

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  • Rezension zu "Tarean 1 - Sohn des Fluchbringers" von Bernd Perplies

    Sohn des Fluchbringers
    Gelöschter Benutzer

    Gelöschter Benutzer

    29. October 2010 um 10:49

    Sicher gibt es Parallelen zu anderen Fantasy-Epen, was letztlich wenig wundert. Schließlich ähnelt auch jeder Kriminalroman im Prinzip oder wenigstens in Spurenelementen dem anderen. Jemand wird umgebracht und nun gilt es, den Mörder zu finden und zu überführen. Auch das Rad des Fantasy-Romans kann nicht völlig neu erfunden werden. Es geht nun mal um Zauberer, Ritter und andere schmucke Helden, die im ewigen Kampf gegen das Böse die Dinge wieder ins Gleichgewicht bringen. So auch in "Tarean - Sohn des Fluchbringers" (2008). Entscheidend ist, wie eine Geschichte erzählt wird - ob sie uns fesselt oder zum Einschlafen nötigt. Letzteres ist in diesem Fall völlig ausgeschlossen, um einen Teil meines Fazits vorwegzunehmen ... Todmüde ins Bett gefallen, wollte ich mir noch eine knappe Stunde gönnen, um einen Einstieg zu finden und die "Reiche des Westens" näher kennenzulernen. Es sollten dann vier Stunden werden und irgendwo nach dem Übergang über den Drakenskal-Pass, dem einzigen Weg über das gewaltige Massiv der Zwölf Zinnen, muss ich wohl eingeschlafen sein, doch in meinen Träumen war ich noch bei Tarean, der sich in einer ausweglosen Situation zu befinden scheint. An eine Flucht ist nicht mehr zu denken. Im Haus von Karno angekommen, gibt es nur noch eine einzige Möglichkeit ... Tarean ist unterwegs. Er ist zu allem bereit und entschlossen, und er will den Hexenmeister Calvas herausfordern und vernichten. Auf seiner langen Reise erhält er immer wieder Unterstützung von seltsamen Wesen mit sehr unterschiedlichen Fähigkeiten. Begleitet wird er von einer winzigen Frau namens Moosbeere - einem herzerwärmenden Irrlicht - , der geheimnisvollen Albin Auril und einem Berg von Mann, der auf den passenden Namen Bromm hört und der als "Werbär" über ganz außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt. Noch in Thal unterwegs, ist es nicht mehr weit bis zu den Zwölf Zinnen, jener Gebirgskette, die wie eine "gewaltige, mehrere tausend Schritt hohe Wehrmauer einer Götterfestung" Thal von Astria trennt. Doch noch ist der Weg weit, beschwerlich und lebensbedrohend, denn den Grawls gelingt ein Überraschungsangriff. Diese ahnen jedoch nicht, dass Tarean eine tödliche Waffe mit sich führt: "Esdurial", die Klinge des weißen Drachenfeuers, geschmiedet vor tausend Jahren von Meisterschmieden im Auftrag des Kristalldrachenordens. Einst gehörte es seinem Vater, dem Ordensritter Anreon von Agialon, der vor 16 Jahren einer List des Hexenmeisters unterlag und sein Volk ins Verderben stürzte. Gemeinsam mit Auril, Bromm und Moosbeere trotzen sie den "Wolflingen", die noch von der Macht des Schwertes geblendet sind. Doch dann kommt ein kalter Dunst und die Dunkelheit. Eine schlanke Gestalt wächst aus der Finsternis: Ein Dunkelgeist. Das Ende ist fast besiegelt, bis diese völlig überraschend auftauchenden Lichtkugeln dem Spuk ein Ende bereiten ... Doch das ist nicht die einzige Herausforderung, die das ungewöhnliche Team um den "Sohn des Fluchbringers" bestehen muss. Zwei Tage sind sie schon in Astria unterwegs, doch die Verfolger geben nicht auf, und die falschen Wege, die Irrlicht Moosbeere weist, können die wütende Horde lediglich für kurze Zeit aufhalten. Schließlich überqueren auch sie die Zwölf Zinnen und in einer rasenden Verfolgungsjagd holen sie Tarean und seine Gefährten ein. Im Haus von Karno, einem alten Freund von Bromm und Auril, angekommen, erwarten sie den nächsten Angriff der Wolflinge. Die Lage ist jetzt noch weitaus aussichtsloser, doch Karno überreicht Tarean eine spezielle Waffe, die wie ein Ofenrohr aussieht, während er mit den anderen in Windeseile an einer recht unkonventionellen Fluchtmöglichkeit arbeitet ... Ich sollte mir überlegen, ob ich überhaupt noch ins Kino gehen soll. Ist das nicht Zeitverschwendung? Hat ein Buch wie TAREAN - Sohn des Fluchbringers nicht weitaus mehr zu bieten? Sicher, eine Filmumsetzung kann man sich hier auch sehr gut vorstellen, aber was würde wieder alles fehlen? Würde die Geschichte nicht an allen Ecken und Enden beschnitten und gekürzt werden, damit sie in die Konservendose einer Hollywood-Produktion passen würde? Wie oft schon haben wir einen Film vergessen. Auch viele Bücher haben sich in unserer Erinnerung aufgelöst. Das kann mit Tarean jedoch nicht passieren. Bernd Perpies schildert rasende "Action", vergisst aber die wunderschönen Bilder zwischen den Zeilen nicht. In einem längeren Zitat möchte ich einen einzigen Moment vorstellen, der mich (u.a.) sehr berührt hat. Tarean lernt "Moosbeere" kennen, die winzige Frau, die eigentlich keine Elfe, sondern ein Irrlicht ist. Er befreite sie aus einem Krug, in welchem sie wohl seit vielen Jahren gefangen war. Umgeben von einer schwachen Aura goldenen Lichts ist sie das bezaubendste Wesen, welches er jemals gesehen hat. In seiner Hand schlafend, regt sich das Wesen plötzlich, entfaltet seine Flügel, steht auf und öffnet die Augen: "Tarean war, als stünde er auf einer hohen Klippe und tief unter ihm lagen zwei runde Seen, deren Wasser so blau war, dass das Blau des Himmels darüber verblasste, und so klar, dass man es bis hinab in die Tiefen ergründen konnte, bis zum Grund, der übersät war mit Perlen, glitzernd wie Sterne bei Nacht. Und er wünschte sich nichts sehnlicher, als von dieser Klippe zu springen und mit ausgebreiteten Armen in diese Seen hinabzustürzen, in sie einzutauchen und in ihnen zu versinken, in dieses verheißungsvoll glitzernde Dunkel." Das ist es! Deswegen lesen wir! Wir leben dafür, uns solche Momente vorzustellen, um ab- und einfach wegzutauchen in eine Welt, die von einem Mitglied der sagenumwobenen Zunft der Schreiberlinge geschaffen wurde. Doch manchmal frage ich mich, ob diese Schöpfer vielleicht "nur" ausführende Organe sind, indem sie beschreiben, was es fern unserer Länder und unserer Zeit tatsächlich geben mag? Manche Autoren bringen dieses Kunststück wirklich fertig. Die perfekte Illusion ist keine solche mehr, denn die vermeintlichen Trugbilder unserer Phantasie werden real und begleiten uns auf einer anderen Ebene der Realität. Albernia, Breganorien, Thal und Astria sind nicht sterblich, und sie werden genau so lange existieren, wie wir es wollen. Bernd Perpies hilft uns dabei, denn niemand wird uns daran hindern, an unseren Träumen festzuhalten! © Thomas Lawall - www.querblatt.com

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  • Rezension zu "Tarean 1 - Sohn des Fluchbringers" von Bernd Perplies

    Sohn des Fluchbringers
    Büchereule

    Büchereule

    29. August 2010 um 12:52

    Einst besiegte der böse Hexenmeister Calvas mit einer Schar Wolflinge die westlichen Reiche. Der Ritter Anreon von Agialon versuchte ihn in einer Schlacht aufzuhalten, geriet jedoch unwissentlich in dessen Fänge und wurde so zum Verbündeten der Finsternis. Sechszehn Jahre später bricht sein Sohn, der als Ziehkind auf Burg Donnerhall groß wird, in die Lande, um sich zu rächen und wie einst sein Vater gegen die bösen Kräfte zu kämpfen. An der Seite des Irrlichts Moosbeere, des Werbären Bromm sowie der Albin Auril und dem magischen Schwert Esdurial zieht er zum Turm des Hexers, doch der hat sich gerüstet... Der erste Band der Tarean-Reihe bringt alles mit, was man von klassischer Fantasy erwartet. Ein großes Reich, in dem helle und dunkle Kräfte herrschen, einen tapferen Helden in einer Welt voll fantastischer Völker und Rassen und eine Reise, um das Böse zu besiegen. Bernd Perplies schreibt sehr plastisch und der Leser kommt in den Genuss, einige Schlachtszenen in feinster Manier im Kopf und Herzen miterleben zu dürfen. Genau diese Kampfszenen haben mir auch besonders gut gefallen. Natürlich hat Perplies das Rad der Fantasy nicht neu erfunden und man weiß von vorneherein, was einen erwartet. Inhaltlich ist der Roman leider sehr an (ja – man muss ihn wieder zitieren) Tolkien angelehnt, auch wenn die Geschichte mit einigen liebenswerten neuen Details gespickt ist. Überhaupt werden die vorhandenen Völker und Charaktere sehr liebevoll beschrieben und dadurch wird das Buch eher zu einem Jugend- oder All-Age-Fantasyroman. Viel düsteres ist hier nicht zu erwarten. Wer jedoch von klassischer Fantasy begeistert ist, wird Gefallen an den Tarean Büchern finden. Dafür gibt es von mir gute 4,5 Sterne.

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  • Rezension zu "Tarean 1 - Sohn des Fluchbringers" von Bernd Perplies

    Sohn des Fluchbringers
    BTOYA

    BTOYA

    30. January 2010 um 14:42

    Bei "Sohn des Fluchbringers" handelt es sich um den Auftakt-Band der 2008/2009 bei LYX erschienenen High Fantasy-Trilogie »TAREAN«. (Band 2: "Erbe der Kristalldrachen, ISBN 9783802581847 | Band 3: "Ritter des Ersten Lichts", ISBN 9783802582462) Tarean ist der sechzehnjährige Held dieser Reihe und Sohn des Ritters Anreon von Agialon. Da sein Vater vor 16 Jahren, in der großen Schlacht um das Schicksal der freien Reiche, durch eine magische Falle dem Hexenmeister Calvas ungewollt zur Macht verhalf, lebt Tarean von klein auf mit dem Vorwurf der »Sohn des Fluchbringers« zu sein. Seine große Vision ist es das Andenken seines Vaters reinzuwaschen und die tyrannische Herrschaft des Hexenmeisters zu beenden. Er beschließt, nach At Arthanoc aufzubrechen, der Festung Calvas', um diesen zu einem Zweikampf herauszufordern. Bewaffnet mit dem magischen Schwert Esdurial begibt sich der junge Tarean auf eine Quest(e) die mir - bis zur letzten Zeile - "Kopfkino" bester Qualität geboten hat. Wieder einmal hat sich für mich gezeigt, dass nicht immer völlig neue Welten geboten werden müssen. Als Fan des Genres fühlte ich mich sofort zuhause und begegnete trotzdem liebenswerten neuen Figuren. Sei es das quirlige Irrlicht Moosbeere, die freche Albin Auril oder der gutmütige Werbär Brumm – Tarean und seine Gefährten, die sich nach und nach einfanden, bereiteten mir rundum spannende und verzauberte Lesestunden. Ich war gefesselt, habe mitgebangt und oft geschmunzelt (vor allem wenn Moosbeere mal wieder der "alten Macht" zu nahe gekommen war ^). Mein Fazit: Bernd Perplies Debüt bietet eine tolle Geschichte, herzerwärmende Charaktere sowie – last but not least - einen liebevollen Einsatz der deutschen Sprache und ein ansprechendes Klapp-Cover dessen Innenteil eine hilfreiche Landkarte bietet. TAREAN Band 1 würde von mir 5 Sterne bekommen. Ich habe gleich anschliessend Band 2 und Band 3 gelesen - und konnte dort keine "6 fetten" Sterne vergeben um zu kennzeichnen, dass sich Bernd Perplies tatsächlich noch steigern konnte :)

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  • Rezension zu "Tarean 1 - Sohn des Fluchbringers" von Bernd Perplies

    Sohn des Fluchbringers
    Superzicke89

    Superzicke89

    13. January 2010 um 19:45

    Ein tolles Fantasybuch! Was wäre passiert wenn Anrean von Agialon nicht dieser fatale Fehler bei der Schlacht gegen das Heer des Hexer Calvas passiert wäre... Er wäre noch am Leben und sein Volk nicht versklavt. In dieser Schicksalsnacht wird Anreans Sohn Tarean geboren. Der Fehler seines Vaters lastet schwer auf Tareans Schultern denn das Volk verachtet seinen toten Vater. Der Teenager hegt einen inneren Wunsch: Den Namen seines Vaters wieder ins rechte Licht zu rücken und ihn 'reinzuwaschen'. Er macht sich auf den Weg, um den großen Hexenmeister Calvas herauszufordern. Bewaffnet mit dem magischen geht er auf die Reise. Er muss diese aber nicht allein machen, denn er findet schnell verbündete Meine Liebe für Fantasiebücher wird immer größer. Nach dem ich drei Erstlingswerke mir angeschafft hatte kennt nun, da ich am Ende der drei Bücher angekommen bin, meine Euphorie keine Grenzen. Dieses Buch ist super spannend, mit fantastischen Figuren und interessanten Charakteren, die im 2. Band ruhig noch etwas mehr leben dürfen. Der Autor ließ auf hervorragende Weise mehrere Fantasiewelten verschmelzen und schafft es dabei, dass Bekanntes, neu verpackt die Leser fasziniert. Ganz großes Kino für den Kopf. Ein tolles Buch das ich gerne weiterempfehle

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