Im Bann des Nordens

von Bernd Römmelt 
5,0 Sterne bei3 Bewertungen
Im Bann des Nordens
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Es weckt Fernweh, Neugier, Entdeckerlust – und es bietet viele geniale Fotos, Tierbegegnungen, atemberaubende Landschaften

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Inhaltsangabe zu "Im Bann des Nordens"

Auf 22 Reisen hat Bernd Römmelt die Magie des nördlichen Polarkreises erkundet. Seine Expeditionen führten ihn nach Alaska, auf dem Dempster Highway bis ans Eismeer, in Grönlands wilden Osten ebenso wie in Islands Westfjorde und an die norwegische Nordwestküste. In herausragenden Bildern und spannenden Texten berichtet er von seinen Abenteuern in den eisigen Welten. Ein eindringliches Porträt der Schönheit dieses lebensfeindlichen Gebiets. Eine Hommage an eine der schönsten, wildesten, faszinierendsten, aber auch meistbedrohten Regionen der Welt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783868739886
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Knesebeck
Erscheinungsdatum:21.09.2017

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    R_Mantheys avatar
    R_Mantheyvor einem Jahr
    450 Tage am nördlichen Polarkreis

    Als der Autor 2011 sein Arktis-Projekt für Greenpeace abgeschlossen hatte, fiel er nach eigenen Aussagen in ein schwarzes Loch. Nur ein neues Projekt konnte ihm da noch heraushelfen. Also beschloss er, die Erde in der Nähe des nördlichen Polarkreises mehr oder weniger virtuell zu umrunden. Dort, wo die Sonne bei der Sonnenwende nicht mehr untergeht, zog es ihn in mehreren Reisen immer wieder hin. Alaska, Kanada, Grönland, Island, Norwegen, Schweden, Finnland und Russland waren bei diesem Vorhaben seine Reiseziele. Auf diese Weise entstand dieser Bildband, der auch eine Menge Text enthält, unter anderem eine Reportage über den Yukon Quest, das angeblich härteste Hunderennen der Welt.

    Römmelts Bilder sind durchweg eindrucksvoll, und in seinen Texten wird er nicht müde, vor dem Klimawandel zu warnen und Schuldzuweisungen an die Menschheit auszusprechen. Wahrscheinlich wird Grönland bald wieder zu dem Zustand zurückkehren, in dem es die Wikinger einst kennenlernten, nämlich als Grünland. Man kann Römmelt die Traurigkeit nicht verdenken, die ihn bei seinen düsteren Zukunftsvisionen erfasst, denn der hohe Norden, so wie er sich heute noch darstellt, ist sein Sehnsuchtsort, den er nicht verändert haben möchte. Dieser Wunsch und seine innere Gefühlswelt durchdringen das gesamte Buch. Wenn er den Lauf der Ereignisse schon nicht aufhalten kann, dann will er den jetzigen Zustand wenigstens dokumentieren.

    Was immer man davon auch hält, dieser Bildband ist einfach gelungen und vermittelt denen, die diese Welt nicht kennen, wenigstens einen kleinen Eindruck von ihr.

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    W
    WinfriedStanzickvor einem Jahr
    Ein eindringliches Porträt der Schönheit eines eigentlich lebensfeindlichen Gebiets



    Insgesamt 22 mal war der Fotograf Bernd Römmelt, der 2014 ein beeindruckendes Buch über die Alpen bei Knesebeck präsentierte, in vielen verschiedenen Ländern der Erde am nördlichen Polarkreis unterwegs, um dort mit seinen Kameras die Magie der dortigen Natur zu erkunden und mit einzigartigen Fotografien zu dokumentieren.

    Immer wieder beschreibt er zwischendurch in spannenden und kritischen Texten seine Reisen, was er dabei erlebt und gefühlt hat.  Seine Bilder gehen unter die Haut und vermitteln auf eine fast spirituelle Weise die Ehrfurcht und das Staunen über die Wunder der Natur und den fast physischen Schmerz über das wahrscheinliche Verschwinden vieler dieser wunderbaren Orte und Tiere durch den Klimawandel, der gerade in den Regionen am nördlichen Polarkreis erhebliche und unwiderrufliche Veränderungen bringen wird.

    Ein eindringliches Porträt der Schönheit eines eigentlich lebensfeindlichen Gebiets, einem Ort der Sehnsucht, das zu den schönsten aber auch zu den gefährdesten Gebieten der Erde zählt.


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    Buchraettinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Es weckt Fernweh, Neugier, Entdeckerlust – und es bietet viele geniale Fotos, Tierbegegnungen, atemberaubende Landschaften
    Es weckt Fernweh, Neugier, Entdeckerlust – und es bietet tolle Lesestunden, viele geniale Fotos

    Wer gern im Bett Bücher liest, dieses Buch eignet sich leider nicht dafür. Es ist groß und schwer, aber es entführt den Leser und Betrachter mitten hinein in die eisigen Welten der Polarwelt. Es ist wie Träumen mit weit offenen Augen.
    Wenn ich diese Fotos betrachte, spüre ich die Kälte, es fröstelt mich, das Eis, die Sonne, die Tiere, als Leser bin ich mit dabei.
    Das ist das Geniale an einigen dieser Reiseberichte und Fotoalben. Ich sitze zu Hause im warmen, aber ich bin in meinem Kopf Kino dabei, irgendwo auf unserer wunderschönen Erde und entdecke die weit entfernten Gebiete.
    Es weckt Fernweh, Neugier, Entdeckerlust – und es bietet tolle Lesestunden, viele geniale Fotos, Tierbegegnungen, atemberaubende Landschaften.
    Ich denke, es geht einem vermutlich wie dem Autor. Wenn diese eisigen Gebiete einen erst einmal gepackt haben, lassen sie ihren eisigen Griff nicht mehr von einem- bisher hat es mich nur theoretisch gefesselt. Der Autor aber kehrt schon immer wieder zurück in die Kälte seit seiner ersten Reise, die er 1995 nach Alaska unternahm.
    Beim Aufschlagen des Buches findet sich gleich eine Übersicht mit dem Inhaltsverzeichnis. Das Buch unterteilt sich in Themen wie Hundeschlitttenrennen, Island, Alaska, Schweden-Lappland, Finnland-Russland und einige Themen mehr.
    Im Vorwort erklärt der Autor dem Leser wie er zu der Idee des Buches kam. Ich denke, es ist eine Art Passion für ihn. Die Dokumentation dieses unglaublichen und wundervollen Lebensraumes und diese Bücher, mit diesen grandiosen Fotos, die sensibilisieren Menschen auf der ganzen Welt für die Schönheit und auch die Schutzbedürftigkeit dieses Lebensraumes.
    Nun beginnt das Buch. Der Autor beschreibt hier zu Beginn die Szene, wo er einen riesigen Moschusochsen fotographieren will.
    Was mir gefallen hat, diese Szenen sind ebenso intensiv geschrieben und man spürt die Leidenschaft , aber auch den Nervenkitzel der Szene. Nun die Fotos zu betrachten ist dadurch noch einmal etwas ganz Besonderes für mich als Leser und Betrachter.
    Er spricht in seinen Texten auch den Umweltschutz an, die Industrie, die hier nach Bodenschätzen sucht. Das rüttelt auf, macht nachdenklich und auch deutlich, wie wichtig der Umweltschutz ist, für jeden von uns und für unsere Kinder und die die nach uns kommen, damit sie diese Landschaften, Tiere, Menschen auch in der Realität erleben können.
    Was mir auch gefallen hat, er erzählt über die Landschaft, die Einwohner in diesen Ländern, Probleme mit der Industrie vor Ort und immer wieder die Schönheit, die Einzigartigkeit der Landschaften und ihrer Bewohner.
    An die Texte schließen sich Seiten voller Fotos an. Fotos, die mich eintauchen lassen, wie ich es schon beschrieben habe.
     Fotos, die nachdenklich machen. Diese Fotos fangen die Tiere in Momenten der Lebendigkeit ein und ich habe wirklich auch das Gefühl, sie sind vor mir, lebendig, nur für den Moment in der Bewegung eingefroren.
    Aber auch die Landschaften, mit ihrer Farbenvielfalt, wie Gemälde von der Natur gemalt- ich denke es sollten Kunstwerke für die Ewigkeit bleiben, nicht nur auf Papier. Und hier wird wohl jeder nachdenklich, was den Schutz unserer Umwelt betrifft, wie wichtig das ist.
    Übrigens gilt dieses Einfangen der Bewegung, der Lebendigkeit auch für menschliche Bilder, wie die Fotos beim Hunderennen bestätigen werden.
    Nach dem Zuklappen will ich am liebsten sofort auch los. Die Wildnis, die Natur, die Tiere, Menschen, die Kälte selbst erleben. Die Bilder des Nachthimmels mit den unzählbaren Sternen, die kunterbunten Polarlichter, die Farben des Herbstes in den Pflanzen- als Betrachter staunt man über die Schönheit dieser Länder.
    Sehr gelungen fand ich auch den kleineren letzten Abschnitt. Hier stellt der Autor die Nenzen in den Mittelpunkt. Ein Volk, das im europäischen Teil von Russland lebt und im Nordwesten von Sibirien. Manche von ihnen ziehen noch halbnomadisch durch das Land. Aber auch ihre Lebensweise wird bedroht.
    Es ist ein Bildband, der aufrüttelt. Er zeigt die Schönheit der Nordländer. Aber auch die Gefahren, durch Industrien, Umweltverschmutzungen und Klimawandel. Das letzte Kapitel beschäftigt sich noch einmal damit. Welche Auswirkungen der Klimaänderung gibt es in der Arktis? Welche Auswirkungen haben die Industrien? Ausblicke, was man tun kann.
    Für alle Interessierten beschreibt der Autor nun noch, wie die Fotos entstanden. Er erzählt ein wenig aus dem Alltagsleben als Fotograph, er berichtet über die Technik, die er nutzt und wie er die Zukunft der Fotographie sieht.
    Ein genialer Fotoband mit vielen Themen, Informationen, lebendigen Fotos und auch Anregungen zum Umweltschutz und besonders dem Schutz der Arktis.
    Es weckt Fernweh, Neugier, Entdeckerlust – und es bietet tolle Lesestunden, viele geniale Fotos, Tierbegegnungen, atemberaubende Landschaften.



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