Das Jesus-Experiment

von Bernd Roßbach 
3,7 Sterne bei62 Bewertungen
Das Jesus-Experiment
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Positiv (38):
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Kurzweiliger Thriller mit dem notwendigen Einblick in die Historie des Christentums.

Kritisch (10):
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Für mich war das leider überhaupt nichts

Alle 62 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Das Jesus-Experiment"

Tom Jennings, ein weltbekannter Hirnforscher, hat mit einer bahnbrechenden Erfindung den Beweis erbracht: Erinnerungen sind vererbbar und können mit einem neuen Verfahren, den „Recalls“, sichtbar gemacht werden. Die Show „Recall-Live“, in der Jennings seine Erfindung vermarktet, wird zum Mega-Event. Er schwimmt auf einer Welle des Erfolgs. Doch schon bald erlebt er die Schattenseiten seiner Erfindung. Erinnerungen können manipuliert und Gedanken nicht mehr verborgen werden. Er gerät in die Fänge der CIA, die seine Erfindung auf perfide Weise für sich nutzt.

Dann verändert ein Recall an der Autistin Giulia alles, denn sie ist die direkte Nachfahrin von Pontius Pilatus, der IHN mit eigenen Augen gesehen hat. Nach Jahrtausenden wird die Welt somit erstmals Bilder von Jesus zu sehen bekommen. Als dann ein Mord geschieht, macht sich Jennings zusammen mit Giulia auf die Suche nach den Hintergründen der Tat. Als brisante Details in den Aufnahmen der Recalls plötzlich auch noch Zweifel an der Auferstehung von Jesus Christus schüren, kriegen sie es mit einem übermächtigen Gegner zu tun …

Jennings Tochter wird entführt, und die Jagd führt sie in die Katakomben von Paris, nach Rom und Verona. Im Strudel des Todes werden Jennings und Giulia plötzlich zur Zielscheibe. In einem abgelegenen Kloster kommen sie schließlich einem der wohl meistgehüteten Geheimnisse der Welt auf die Spur …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783945362334
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:FeuerWerke Verlag
Erscheinungsdatum:16.01.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Monika_Grasls avatar
    Monika_Graslvor 2 Monaten
    Eine interessante Herangehensweise

    Was mir bei diesem Thriller auf Anhieb gefiel, war die Mischung aus typischen Thriller und zugleich einem Hauch von Science Fiction, wenn man sich den Klappentext durchliest.
    Der Umstand, dass Erinnerungen vererbar sind und Bilder für jedermann zugänglich werden können hat schon einen besonderen Touche und so tauchte ich ein in die Geschichte.

    Der Schreibstil des Autors  ist durchweg flüssig zu lesen. Schwerlich kann man das Buch aus der Hand legen und wenn es doch dazu kommt lässt einen die Story nicht los.
    Das ist zu einem großen Teil auch den Charakteren geschuldet, aber ebenso den Städten, die der Autor hier einbaut. Ein wenig enttäuscht war ich schon, dass es am Ende die allseitsbekannten Orte sind und nicht mal etwas neues gewagt wurde. Auf der anderen Seite bietet es sich an und das Cover macht diesen Umstand bereits deutlich, von daher kann man mit den gewählten Städten zufrieden sein.

    Was gelegentlich etwas rausreißt aus der Handlung ist der Sprung zwischen den Figuren, aber das ist für mich bloß ein kleiner Kritikpunkt.
    Die Idee war jedenfalls mal etwas anderes und die Gegenden sehr gut beschrieben.

    Fazit: Wenn man Dan Brown gelesen hat, kommt man um diesen Mysteriethriller schwerlich herum.

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    Magicsunsets avatar
    Magicsunsetvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein sehr spannender Wissenschaftsthriller mit einem interessanten, durchaus in naher Zukunft realistischen Thema.
    Ein packender, rasanter Wissenschaftsthriller


    "Ich versuche, die Zeit nicht zu denken, ich will in ihr Innerstes hineinsehen." (Zitat Pos. 1683)

    Inhalt:
    Tom Jennings erforscht das menschliche Gehirn und hat festgestellt, dass Erinnerungen über alle Generationen gespeichert bleiben und mit seiner Recall Methode abgerufen werden können. Während eines Vortrages tritt der italienische Antiquitätenhändler Casalini an ihn heran. Er hat den Stammbaum des Pilatus erforscht und es gibt eine direkte lebende Nachfahrin, Giulia Tremonese. Dies könnte der wissenschaftliche Durchbruch werden, doch nun sind auch mächtige Geheimbünde, Investoren, die Kirche und die CIA auf seine Forschungsergebnisse aufmerksam geworden. Jennings hat eine tödliche Lawine losgetreten ...

    Thema und Genre:
    In diesem packenden Wissenschaftsthriller geht es um hochinteressante Forschungsgebiete mit möglichen Auswirkungen, die bald Realität werden könnten. Es geht aber auch um die Macht der Medien, die damit verbundenen lukrativen Geschäfte, um Politik und die Frage nach der ethischen Komponente im Wissenschaftsbereich.

    Charaktere:
    Die Protagonisten sind sehr gut und stimmig beschrieben, die jeweiligen Handlungen passen ins Gesamtbild. Der Autor bietet dem Leser eine rasante, spannende Geschichte, verzichtet aber darauf, den Hauptprotagonisten Tom Jennings zum Sympathieträger zu machen. Die Akteure bleiben gleichwertig und der Schwerpunkt liegt auf der Story.

    Handlung und Schreibstil:
    Der Prolog unterbricht gleichsam den Zeitablauf, ein Auslick in die nahe Zukunft, es folgen die einzelnen Kapitel chronologisch, in deren Zeitablauf sich der Prolog dann einfügt, ohne jedoch das Ende der Geschichte zu sein. Die Handlung ist sofort spannend, der Autor versteht es gekonnt, die Spannung noch weiter zu steigern. Er hat den Plot und das Leserinteresse von der ersten bis zur letzten Seite gut im Griff, daher sind aus meiner Sicht die Vorausdeutungen am Ende einiger Kapitel entbehrlich.
    Der Schreibstil liest sich angenehm und fließed, es gibt keine Unterbrüche oder Längen. Auch die wichtigen wissenschaftlichen Erklärungen sind interessant, gut in die Handlung eingebaut und nicht zu umfangreich. 

    Fazit:
    Ein packender, interessanter Wissenschaftsthriller, ein spannendes Thema. Eine besondere Empfehlung Leser, die Dan Brown, Dos Santos und Schilddorfer&Weiss gelesen haben und schätzen.


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    KerstinMCs avatar
    KerstinMCvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Faszinierendes und spannendes Thema
    Ein Blick auf Jesus werfen

    Das Cover ist in blau und grau Tönen gehalten. Nur der Titel sticht in roter Farbe hervor. Unten ist der Petersdom zu sehen. Der obere Teil wird von einer Dornenkrone dominiert, die im Hintergrund vom Titel abgebildet ist. Für mich passt das Cover sehr gut zum Buch. Es greift wichtige Elemente auf und im Verbindung mit dem Titel sieht man auf den ersten Blick in welche Richtung das Buch gehen könnte.

    Ich bin nicht unbedingt ein gläubiger Mensch. Ich gehe in unregelmäßigen Abständen zur Kirche. Ich sehe die Bibel als ein schönes Märchenbuch. An allem hängt ein bisschen Wahrheit und ganz viel Dichtung. Aber irgendwie zieht es mich immer wieder in Kirchen. Egal an welchem Ort mein Mann und ich gerade Urlaub machen, in die Kirchen gehen wir auf jeden Fall. Ich mag die Ruhe, die in diesen Gebäuden herrscht. Aber nun zurück zum Buch.

    Den Titel fand ich einfach interessant. Ich wollte wissen was sich dahinter verbirgt. Wie du oben im Inhalt lesen kannst geht es um einen Erinnerungswissenschaftler, der auf einen Nachfahren von Pontius Pilatus trifft. Und wie es in der heutigen Zeit üblich ist, muss es medial sehr groß aufbereitet werden. Das dies nicht nur auf Zustimmung trifft ist natürlich klar und so ist die Grundlage für einen Mystery- Thriller gelegt.

    Ich habe den Anfang des Buches bei meinen Waldspaziergängen gelesen. Und habe von der wunderschönen Natur um mich rum kaum etwas mitbekommen. Fasziniert war ich von der Möglichkeit Erinnerungen sichtbar zu machen, die seit Generationen in meinem Gehirn verankert sein könnten. Dabei habe ich mich gefragt, welches Risiko geht man da ein. Lassen sich Erinnerungen dann auch verändern, entfernen oder hinzufügen?

     Also ich möchte meine Erinnerungen, die ich bewusst noch abrufen kann nicht missen. Auch wenn nicht immer alles schön ist, so entwickelt man sich mit jedem Ereignis weiter.

    Beim Lesen bin ich ganz und gar von der Geschichte gefesselt worden. Ein paar Mal musste ich schmunzeln, aber nur weil ich dir Orte selbst schon gesehen habe. Vor zwei Jahren war ich in Jerusalem. Ich war im Garten Gethsemane und stand an dem Felsen, auf dem Jesus gelegen haben soll. Dies nun aus den Erinnerungsaufnahmen mit den Augen von Pilatus zu sehen fand ich sehr spannend.

    Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für Thriller Fans. Das Thema ist einfach faszinierend und die Spannung kommt nicht zu kurz. Bis zum Ende wusste ich nicht wer bzw. was hinter den Morden steckt.

    Also willst du mal eine etwas andere Sicht auf die Auferstehung werfen oder auch nur das Gesicht von Jesus vor deinem inneren Auge sehen, dann lese das Buch und mache dir ein ganz eigenes Bild.

    Vielen Dank an Bernd Roßbach für das Rezensionsexemplar.

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    Faltines avatar
    Faltinevor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Für mich war das leider überhaupt nichts
    Gute Idee, aber...

    Meine Meinung:

    Das Cover finde ich richtig gut, denn es so schön zu dem, was ich eigentlich von dem Buch erwartet hatte :) Die Kapitel haben eine gute Länge, doch in meiner Ausgabe gab es einfach viel zu viele Rechtschreibfehler, was das Lesen teilweise etwas anstrengend gemacht hat.


    Die Story hätte so gut werden können! Nach dem Klappentext hatte ich die große Hoffnung, einen tollen und spannenden Ersatz für Dan Brown gefunden zu haben, doch ich wurde bitter enttäuscht. Ich habe das Gefühl, dass bei der Geschichte der wirkliche Inhalt komplett fehlt. Es gibt zwar jede menge Action, doch dadurch hat der Tiefgang sehr gelitten und es wurde sehr schnell sehr langweilig.


    Die Charaktere haben dasselbe Problem. Der Professor stellt sich teilweise so naiv und dumm (Entschuldigung) an, dass er mir nach kurzer Zeit schon sehr auf die Nerven ging.


    Die Idee der Story wäre genau nach meinem Geschmack gewesen, weil mich dieses Thema schon immer sehr fasziniert hat. Die Umsetzung hat mir allerdings überhaupt nicht gefallen.


    Vielen Dank an Vorablesen und den Verlag für das Buch ♥



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    sheena01s avatar
    sheena01vor 6 Monaten
    Mystery-Thriller mit brisantem Inhalt

    Inhalt:
    Der Hirnforscher Tom Jennings hat in seiner jahrelangen Arbeit ein Verfahren entwickelt, bei der er unterschiedlichen Aktivitätsmustern im Gehirn Bildern zuordnet und auf diese Weise (sogar vererbte) Erinnerungen für Außenstehende sichtbar machen kann. Ein ehemaliger Studienkollege beansprucht den Erfolg jedoch ebenfalls für sich, woraus ein erbitterter Streit um das Patent für dieses Verfahren entbrennt, was dazu führt, dass man Jennings die für ihn vorgesehenen Forschungsgelder streicht.
    Durch Kontakte seiner Exfrau bekommt Jennings jedoch auch Gelegenheit, seine Forschungsarbeit in einer Fernsehshow der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

    Handlung:
    Als eine direkte Nachfahrin von Pontius Pilatus ausfindig gemacht wird, stellt sich die Frage, inwieweit sich vererbte Erinnerungen über so viele Generationen reproduzieren lassen, und ob es durch sie tatsächlich gelingt, die Existenz von Jesus Christus nachweisen zu können.

    Schreibstil:
    Bernd Roßbach schreibt sehr flüssig, durch die Vielzahl an unterschiedlichen Personen, verliert man aber ein wenig den Überblick. Die Geschichte selbst wird bis zur Hälfte ein wenig langatmig erzählt, gewinnt allerdings danach sehr rasch an Tempo und wird zunehmend fesselnder.

    Charaktere:
    Protagonist Tom Jennings, seines Zeichens genialer Forscher auf dem Gebiet der Hirnforschung, wirkt im alltäglichen Leben zum Teil ein wenig zu naiv und gutgläubig, wodurch ich wirklich Probleme habe, mich mit diesem Charakter zu identifizieren.

    Cover:
    Das Cover ist in schlichten Grautönen gehalten, von dem sich der rote Schriftzug des Titels markant abhebt. Sehr gelungen finde ich auch die Dornenkrone, die sich um diese Lettern herumdrapiert. Das macht das Cover sehr einzigartig und zudem sehr auffallend.

    Autor:
    Bernd Roßbach wuchs in Sankt Augustin im Rheinland auf. Er ist seit über 25 Jahren in der Sicherheitsindustrie tätig und hat diverse Fachliteratur veröffentlicht. Inspiriert durch zahlreiche USA-Aufenthalte widmet er sich halbdokumentarischen Plots mit gut recherchiertem Hintergrund. (Quelle: http://www.feuerwerkeverlag.de)

    Meinung:
    Der Klappentext verspricht „eine Treibjagd durch Rom“, in welcher die „älteste Macht der Welt“ mitmischt, mag sein, dass ich aufgrund dessen eher einen Thriller wie Dan Browns „Sakrileg“ erwartet hatte, und von völlig falschen Voraussetzungen ausgegangen bin, da besagte „Treibjagd“ eher als Handlungsstrang am Rande anzusehen war. Vielmehr wurde im Buch eher auf die geschichtliche Aufarbeitung der Materie Wert gelegt bzw. auf wissenschaftliche Erkenntnisse. Dies belegen auch unzählige Quellenangaben im Anhang des Buches, welche zwar mit Sicherheit die akribische Recherche-Arbeit des Autors belegen. Letztendlich wurde für mich das Buch phasenweise auch ein wenig langatmig, auch wenn ich die Thematik an sich als ungemein spannend und interessant ansehe.

    Persönliche Kritikpunkte:
    Abgesehen von obig bereits angesprochenen sehr exzessiv betriebenen Ausführungen, finde ich, dass das Buch in zu vielen Handlungssträngen verläuft, welche für mich ein wenig übertrieben und unglaubwürdig erscheinen. Auf der anderen Seite werden einige Handlungsstränge zwar aufgenommen, sie verlaufen in weiterer Folge allerdings im Nichts, und lassen den Leser ein wenig ratlos und unbefriedigt zurück.

    Fazit:
    Ein sehr gut recherchierter Mystery-Thriller, der ein unglaublich interessantes Thema aufgreift und auch zum Nachdenken darüber anregt, was in der Forschung ethisch noch erlaubt sein sollte und was nicht.

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    SillyTs avatar
    SillyTvor 7 Monaten
    Spannend

    Tom Jennings hat es geschafft, denn er gilt als einer der besten Hirnforscher unserer Zeit. Dieser macht eine überaus interessante Entdeckung, denn es ist ihm gelungen, Erinnerungen aus den Gedanken auf einen Bildschirm zu projezieren. Doch das ist noch nicht alles, denn die Erinnerungen sind die von längst verstorbenen Vorfahren und sie sind sogenannte vererbte Erinnerungen. Als er in der Autistin Giulia eine direkte Nachfahrin des Pontius Pilatus entdeckt, scheint das unmöglich wahr zu werden: gäbe es wirklich die Möglichkeit, aus Giulias Erinnerungen Bilder von Jesus Christus zu projezieren? Jennings wagt sich an das Experiment, doch dabei stösst er nicht überall auf Begeisterung und nicht nur er, sondern auch seine Familie befinden sich in höchster Gefahr.

    Meine Meinung

    Allein schon der Titel und das Cover ließen mich an eine Mischung aus Dan Brown und Andreas Eschbach denken und auch der Klappentext verspricht so einiges. Dementsprechend neugierig ging ich an die Geschichte ran. Aber gleich vorweg, Bernd Roßbach hat mit dieser Geschichte etwas ganz eigenes geschrieben. Der Einstieg in den Thriller gelingt auch recht gut, denn Bernd Roßbach verfügt über einen sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil, der sich leicht und gut verständlich lesen lässt.
    Allerdings beginnt die Geschichte erst einmal mit längeren Erklärungen zur Erfindung und auch zur Vorstellung der Charaktere. Zweifellos ist dies notwendig, um die Zusammenhänge im Thriller zu verstehen, war für mich persönlich aber noch ein wenig langatmig und zu detailliert. Aber so bleibt es nicht, denn ab einem bestimmten Punkt konnte ich das Buch gar nicht mehr zur Seite legen und die Seiten flogen nur so beim Lesen an mir vorbei. Es beginnt an Action und Spannung zuzunehmen. Jennings wird bedroht, seine Familie gerät in Gefahr, Menschen werden getötet. Aber der Leser bekommt neben den zuvor genannten Punkten noch gut recherchierte Hintergrundinformationen, die der Autor durch Nachforschungen seiner Charaktere geschickt mit in die Handlung einbaut. Man spürt hier auf jeden Fall, dass der Autor sich lange und gründlich mit dem Thema auseinander gesetzt hat, sowohl was die Wissenschaft angeht als auch die Kirche. Daneben zeigt er auch wieder den Konflikt Kirche und Wissenschaft auf, Zweifel ob die Kirche etwas verheimlichen möchte, ob es sich bei den Bildern wirklich um Jesus Christus handelt, all das war interessant aufgebaut, lässt den Leser grübeln und nachdenken. Die Spannung baut sich immer weiter auf, es gibt einen Showdown und die Lösung, die Bernd Roßbach zu guter Letzt serviert, lässt wohl Leser aus beiden Sparten, sowohl christlich als auch wissenschaftlich zufrieden zurück. Neben diesem Konflikt kommen dann noch Secret Service und FBI mit ins Spiel, die aus ganz anderen Gründen Interesse an dieser Forschung haben. Also wirklich zur Ruhe kommt man ab einem gewissen Punkt nicht mehr und das gefiel mir sehr gut.
    Durch einen personellen Erzähler in der dritten Person wird der Leser durch den Thriller geführt. Dieser lässt am Geschehen teilhaben, gibt aber auch immer wieder genügend Denkanstöße, um über das Gelesene zu grübeln. Dabei werden immer wieder die Perspektiven gewechselt und man hat in vielen Bereichen einen Einblick. Trotz der verschiedenen losen Fäden behält der Autor aber hier den Überblick und lässt alles gekonnt ineinander verlaufen.
    Charaktere gibt es hier eine ganze Menge, Tom Jennings ist hier der Protagonist, den wir auf weiten Teilen begleiten. Er ist mir sehr sympathisch und ich habe ordentlich mitgefiebert, sei es bei seinen eigenen Recherchen oder bei seinen Fluchten.  Aber er ist auch ein typischer Wissenschaftler, der in seinen Handlungen nicht unbedingt für große Überraschungen sorgte.
    Ansonsten gab es eine große Anzahl unterschiedlichster Charaktere, die Einfluss auf die Handlung nehmen. Ganz besonders interessant fand ich den Bibelforscher Pelagrini, der beim Lesen für mich einige Überraschungen mit einbrachte und auch sonst eine äußerst interessante Figur abgab. Weitere Charaktere sind zwar recht stereotyp, aber sie sorgen dann auch einfach für die passenden, spannenden Momente.

    Mein Fazit

    Ein unheimlich spannender Wissenschafts-/Mysterythriller, der mit gutem und detailliertem Hintergrundwissen sowohl in wissenschaftlichen als auch in kirchlichen Bereichen punkten kann. ein extrem Komplexes Thema mit vielen neuen Ideen, dabei spannend umgesetzt und mit einer geschickten Lösung am Ende. Die Vielzahl der Charaktere fordert beim Lesen durchaus Aufmerksamkeit, damit man den Faden nicht verliert. Der Autor aber schafft es, alles miteinander zu verweben. Mir hat das Buch spannende Lesestunden bereitet und ich gebe zu, dass ich bei dem ein oder anderen Ereignis sehr gerne vor Ort gewesen wäre. Leseempfehlung!

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    Smberges avatar
    Smbergevor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Spannender Thriller zu einem brisanten Thema. Über lange Strecken gut durchdacht, einige Erklärungen haben mir aber gefehlt.
    Die Grenze wissenschftlicher Möglichkeiten und Gefahren

    Inhalt:

    Tom Jennings, ein renomierter Hirnforscher, macht eine spannende Entdeckung: Er hat es geschafft, menschliche Erinnerung lesbar zu machen und zwar nicht nur die Erinnerungen von lebenden Menschen, sondern auch von vererbten Erinnerungen. Man kann jetzt die Erinnerungen von Menschen sichtbar machen, die vor vielen Jahrhunderten gelebt haben, man muss nur den Nachfahren finden. Eine revolutionäre Entdeckung. Als Tom eine Nachfahrin von Pontius Pilatus ausfindig macht, wird die Geschichte brisant. Die Kirche, aber auch andere Gruppen fühlen sich von diesen Möglichkeiten in ihren Grundideen gefährdet. Für Tom und seine Familie wird die Situation gefährlich.

     

    Meine Meinung:

    In diesem Buch wird eine spannende Idee aufgenommen, die schon von anderen Autoren bearbeitet wurde, die Reise zu den Grundideen des christlichen Glaubens. Es ist sicherlich spannend, zu erfahren was damals rund um Jesus wirklich passiert ist. Bernd Roßbach geht dieses Thema aus einem interessanten Weg an, er arbeitet mit der Vererbung von Erinnerungen.

    Auch wenn er einige Seiten für die Erklärung der Methode spendiert hat, muss ich gestehen, dass ich nicht ganz verstanden habe, wie das funktioniert und wie Guilia, die angeblich eine Nachfahrin von Pontius Pilatus war, gefunden wurde.

    Die Folgen der Entdeckung wurden hingegen nachvollziehbar beschrieben. Dass hier nicht nur wirtschaftliche Möglichkeiten entstehen, sondern dass die Möglichkeiten dieser Entdeckung auch weitergehende Folgen haben wird, ist verständlich herausgearbeitet worden.

    Dieses Buch macht nachdenklich und zeigt mal wieder, nahe die Grenzen zwischen wissenschaftlichen Möglichkeiten und den Gefahren beieinander liegen.

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    Jazebels avatar
    Jazebelvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Tolle Idee, leider unlesbar durch einen unglaubwürdigen Hauptcharakter und zu viel Action auf einem Haufen.
    Es hätte so gut werden können...

    Das Cover ist modern und passend aufgemacht, schick! 

    Leider lässt die Story zu wünschen übrig. Die erste Hälfte liest sich noch ganz interessant, die Beschreibung der Gedankenforschung, die Bilder die aus den Köpfen der Probanden gelesen werden, Jennings im Kreuzfeuer der Interessen. All das fesselt den Leser recht schnell. Nur leider wird das Buch ab der Mitte meiner Meinung nach fast unlesbar. Jennings als Hauptfigur verhält sich, eigentlich schon seit dem Anfang der Story so unfassbar naiv und dämlich. Am Anfang hat man allerdings noch Hoffnung auf Besserung. Nur leider scheint der, nicht so ganz clevere, Universitätsprofessor partout nicht dazu. Und es geschieht eine Acionszene nach der anderen. Könnte spannend sein, nervt aber nur. Ich habe bei 70% des Buches die Lektüre aufgegeben, wiel ich von Jennings als Charakter nur noch genervt war. 

    Schade eigentlich, die Grundidee der Story ist echt faszinierend.

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    santinas avatar
    santinavor 7 Monaten
    Kann man dem Gehirn Erinnerungen entnehmen?

    Der Protagonist und seine Geschichte
    Tom Jennings ist Hirnforscher und hat eine Möglichkeit gefunden, Erinnerungen sichtbar zu machen. Dabei geht es nicht um die eigenen Erinnerungen, sondern die, die man von seinen Vorfahren „geerbt“ hat.

    Er hört von einer Frau namens Giulia, die angeblich eine direkte Nachfahrin von Pontius Pilatus sein soll. Durch die von Pontius Pilatus vererbten Erinnerungen besteht die Möglichkeit, dass Jennings durch Giulia Bilder von Jesus erzeugen könnte. Verkompliziert wird die Sache dadurch, dass Giulia Autistin ist.

    Doch nicht jeder ist an der Wahrheit interessiert und so werden Jennings und Giulia zu Gejagten.

    Meine Gedanken zum Buch
    Dieses Buch habe ich auf meinem Blog vorgestellt und unter anderem auch darauf hingewiesen, dass das Visualisieren von Gedanken keine Zukunftsmusik ist. Tatsächlich konnte bereits bewiesen werden, dass Mäuse die Erinnerung an traumatische Erlebnisse an ihre Kinder vererben. Und es ist Wissenschaftlern an der University of California, Berkeley gelungen, Mithilfe eines Computers zu rekonstruieren, was eine verkabelte Person gerade sieht.

    Das Buch handelt nicht nur von der Visualisierung von Erinnerungen. Es wirft auch die Frage auf, ob Erinnerungen entnommen und durch falsche Erinnerungen ersetzt werden kann. Und es handelt von Jesus und den Fragen, wie er aussah und ob sich wirklich alles so zugetragen hat, wie die Bibel es überliefert. Ein beängstigendes Thema, dass der Autor hervorragend umgesetzt und überwiegend spannend gestaltet hat.

    Recht schnell sind mir Fußnoten aufgefallen, die auf ein umfangreiches Quellenverzeichnis hinweisen, das aufzeigt, wie viel Bernd Roßbach für dieses Buch recherchiert hat. Leider wurde die Geschichte durch wissenschaftliche und geschichtliche Ausführungen zwischendurch etwas langatmig.

    Nach dem Lesen muss ich feststellen, dass der Klappentext etwas irreführend ist. Ich habe mit einer langen Treibjagd à la Dan Brown gerechnet, aber die erste Hälfte des Buches dreht sich beispielsweise um eine Fernsehshow, in der die wissenschaftlichen Erfolge von Jennings als Unterhaltungssendung einem Millionenpublikum bekannt gemacht werden und um einen Patentrechtsstreit. Die Treibjagd selbst nimmt eher einen kleineren Teil der Handlung ein.

    Außerdem gibt es Nebenstränge, die für mich nicht abgeschlossen sind, so hat Jennings beispielsweise eine Begegnung mit einer staatlichen Behörde und hat danach das Gefühl, dass ihm Erinnerungen verloren gegangen sind. Was es damit auf sich hat, wurde für mich nicht geklärt.

    Trotz dieser Kritikpunkte vergebe ich vier von fünf Sterne, weil mich die Idee zum Plot begeistern konnte und das Buch durchaus spannend aufgezogen ist.

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    kassandra1010s avatar
    kassandra1010vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Mit diesem „Gedankenexperiment“ würden wir sicherlich viele Dinge in unserem heutigen Weltbild in ihren Grundfesten erschüttern.
    Wollen wir die reine Wahrheit?

    Der bekannte Hirnforscher Jennings wagt ein mutiges Experiment. Er begibt sich mit seinen Forschungen auf Neuland und vermarktet diese unter finanziellem Druck für das Live-TV. Dort sehen die Zuschauer dank einer besonderen Methode, vererbte Erinnerungen auf Film zu bannen, den wahren Jack the Ripper. Die Gier nach dieser Sensation kennt keine Grenzen und Jennings erhält großzügige Angebote von der Konkurrenz wie auch von der CIA. Doch Jennings hat einen ganz anderen Plan. Dank eines Ahnenforschers gelangt er an den Stammbaum von Pilatus und erhofft sich und seinen Finanziers damit das Unmögliche möglich zu machen!

    Er verspricht den Menschen das einzig wahre Gesicht von Jesus, nichtsahnend, dass er sich damit in Gefahr begibt und seine Feinde ihm bereits auf der Spur sind.

    Mit diesem „Gedankenexperiment“ würden wir sicherlich viele Dinge in unserem heutigen Weltbild in ihren Grundfesten erschüttern. Wir stellen uns, auch ohne wirklich große Verschwörungstheoretiker zu sein, doch ständig die Frage, ob das was wir wissen wirklich die reine Wahrheit ist. Wer weiß, wo die Zukunft uns hinführen wird und ob Bernd Roßbach uns damit die „reine“ Wahrheit erzählt hat.

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