Bernd Schroeder

 3.7 Sterne bei 47 Bewertungen
Autor von Hau, Mutter & Sohn und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Warten auf Goebbels
 (6)
Erscheint am 28.11.2018 als Taschenbuch bei FISCHER Taschenbuch.

Alle Bücher von Bernd Schroeder

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Bernd SchroederHau
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Hau
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 (8)
Erschienen am 01.08.2008
Bernd SchroederMutter & Sohn
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Mutter & Sohn
Mutter & Sohn
 (7)
Erschienen am 01.07.2006
Bernd SchroederWir sind doch alle da
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Wir sind doch alle da
Wir sind doch alle da
 (6)
Erschienen am 27.10.2016
Bernd SchroederDie Madonnina
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Die Madonnina
Die Madonnina
 (6)
Erschienen am 01.09.2003
Bernd SchroederWarten auf Goebbels
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Warten auf Goebbels
Warten auf Goebbels
 (6)
Erschienen am 28.11.2018
Bernd SchroederUnter Brüdern
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Unter Brüdern
Unter Brüdern
 (1)
Erschienen am 01.07.2004
Bernd SchroederAuf Amerika
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Auf Amerika
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 (1)
Erschienen am 27.02.2012
Bernd SchroederKommunikation des Evangeliums
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Kommunikation des Evangeliums
Kommunikation des Evangeliums
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Erschienen am 09.09.2014

Neue Rezensionen zu Bernd Schroeder

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Rezension zu "Bodo" von Bernd Schroeder

Ein nettes kleines Buch.
Seitenglanzvor 9 Monaten

„BODO oder Die Kunst der Gelassenheit“ von Bernd Schroeder und Henrike Wilson ist ein Einzelband.

Dieses süße Buch habe ich vor Kurzem von meiner Patentante geschenkt bekommen. Immer wieder musste ich zwischendurch beim Lesen an meine eigene Hündin „Lilly“ denken, welche wir am 02. Juli dieses Jahres bei uns aufgenommen haben. Was hat ein Hund, der nicht als Welpe in die Familie kommt, vorher schon erlebt? Dieses Geheimnis würde ich bei Lilly auch sehr gerne lüften. Wir wissen sie saß in einer Tötungsstation und hatte dort sechs eigene Welpen, doch damit endet es dann auch schon. Eines können wir allerdings mit Gewissheit sagen, Lilly ist uns jeden Tag aufs Neue dankbar und wir möchten diesen liebevollen, bezaubernden Hund nicht mehr missen!

Die Sprache und Wortwahl ist teilweise durch die vielen verschachtelten Sätze sehr anstrengend und langwierig. Am Anfang habe ich damit gerechnet, dass dieses Buch in gewisser Weise lustig werden könnte, doch damit lag ich falsch. Es ist eher eine nachdenkliche Geschichte über einen kleinen Hund, dessen Leben nicht immer so gut verlaufen ist. Er aber jede Situation annimmt, sich nicht beklagt und in vielen Dingen das Positive sieht.

Das Thema stimmte mich sehr nachdenklich. All die Hunde, die im Tierheim sitzen, aus welchen Gründen auch immer, und sich, wenn sie Glück haben, an neue Familien gewöhnen müssen, haben es meiner Meinung nach absolut nicht leicht. Das Buch handelt genau von so einem Fall. Bodo wird von einer älteren Dame, dessen Mann gerade verstorben ist, aufgenommen. Jeder kann sich denke ich vorstellen, wie gut es Bodo bei dieser Dame ging. Er war alles für sie. Doch diese Konstanze bricht durch den tot der alten Frau, Frau Pohl, weg und Bodo landet im Tierheim. Eine neue Situation, an die der kleine Hund sich erst einmal gewöhnen muss. Doch der kleine Schatz hat Glück und wird von der Familie Melzer aufgenommen … so ein Glück ist für ein Tier allerdings auch enormer Stress. Wieder kommt er in eine neue Umgebung, muss sich an neue Menschen gewöhnen und wohnt nun auch noch mit einem arroganten Kater zusammen. Bodo nimmt es mit Gelassenheit. Er nimmt seine neue Familie ohne Murren und Knurren an! Ein Thema, was zum Nachdenken anregt!

Der Schreibstil von den beiden Autoren ist in Ordnung. Ich persönlich könnte mir allerdings nicht vorstellen ein längeres Buch von Ihnen zu lesen. Dafür fand ich es teilweise zu schwer und verschachtelt geschrieben.

Die Protagonisten:
Frau Pohl ist eine alte Dame, welche gerade ihren geliebten Mann verloren hat. Sie nimmt daher Beppo (Bodo) auf, damit sie nicht mehr so alleine ist. Der kleine Hund wird von ihr auf Händen getragen und verwöhnt. Jürgen wird im Tierheim die Bezugsperson für Beppo. So blöd, wie die Situation dort auch ist. Jürgen vertrauen die Hunde, da er so ein freundliches Gemüt hat.Esther das kleine Mädchen der Familie Melzer wird zu Bodos neuer Vertrauter. Bei ihr fühlt er sich wohl und geborgen.Anita und Paul sind die Eltern von Esther. Sie hätten Bodo niemals aus dem Tierheim geholt! Er war für die beiden sehr unscheinbar und einfach nur alt. Doch auch die beiden verlieben sich in den kleinen Vierbeiner.Mephisto ist der Kater der Familie Melzer. Er ist arrogant und zeigt Bodo, wer der Chef im Hause ist. Doch eines verbindet die beiden Tiere, die Angst vor dem Gewitter. Bei Gewitter kuscheln sich die beiden zusammen und hoffen, dass es bald vorbei ist.Harro, der Edle vom Berg, erzählt Bodo im Tierheim, dass er nur kurzfristig dort wäre und eigentlich in einem gut betuchten Haushalt wohnt. Seine Familie sei für zwei Monate verreist und würde ihn danach wieder abholen. Bodo spürt, dass diese Geschichte von vorne bis hinten nicht stimmt, doch er nimmt es so hin. Ihm tut der alte Hund Harro einfach nur leid.

Fazit:
Ein nettes kleines Buch, welches zum Nachdenken anregt. Eine wirklich tolle Geschichte, die für mich leider aber nicht ansprechend umgesetzt wurde. Zu schwere Sätze, zu wenig Tiefe! Daher gebe ich nur zwei Sterne. Einen für die wunderschönen Bilder im Buch und einen weil mir Beppo (Bodo) so leidtat.

Mehr Buchrezensionen von mir, findet Ihr auf http://www.seitenglanz.com.

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Rezension zu "Warten auf Goebbels" von Bernd Schroeder

Warten auf Goebbels
AgnesMvor 10 Monaten

Konrad Eisleben hat sich dazu bereit erklärt einen Film im Auftrag des Propagandaministeriums zu drehen. 1944 finden die Dreharbeiten in einem kleinen Dorf statt, da Berlin und somit auch die Filmstudios in Babelsberg in Trümmern liegen. Der Regisseur selber sieht sein Projekt eher als eine Art „Arche Noah“, die alle Beteiligten vor dem Einzug an die Front schützen soll und zieht die Dreharbeiten auch entsprechend in die Länge. Die Ungeduld mancher seiner engagierten Schauspieler nimmt er hin und argumentiert gekonnt für diverse Drehpausen und für die Überarbeitung mehrere Szenen.


So werden in dem Buch nicht nur die Filmszenen detailliert beschrieben, sondern auch das wahre Leben hinter den Kulissen auf engstem Raum in einer Scheune. Während draußen die Flieger Bomben abwerfen, zweifeln drinnen die Protagonisten an einem möglichen Endsieg. Viele sehen den Krieg bereits hinter vorgehaltener Hand als verloren an und fragen sich, wozu ein Film, der den Sieg Deutschlands aufzeigt, überhaupt gedreht wird. Immer öfter erreichen Schreckensmeldungen aus Berlin, Dresden und Umgebung die Protagonisten. Immer mehr Menschen sterben, werden obdachlos und immer ängstlicher und betrübter wird die Stimmung am Set.


„Warten auf Goebbels“ ist meines Erachtens ein etwas skurriles Buch, welches jedoch hin und wieder mit witzigen Szenen, interessanten Hintergrundinformationen und teils interessanten Charakteren aufspielt. Wenn man sich bewusst macht zu welchen Zeitpunkt der Film gedreht wird und was in den Monaten auf die Menschen zukommt, dann wird man doch ein wenig nachdenklich und fragt sich, ob die Ironie und der Witz hier an der richtigen Stelle seinen Platz gefunden haben. Doch ohne diese wäre die Story sicher schwerer zu verdauen.


Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und hat mir das Lesen leider erschwert. Auch die Vielzahl an Protagonisten hat mich überfordert. Diese werden zwar im Laufe der Story alle vorgestellt, doch konnte ich hier leider nicht den Überblick behalten und konnte bis zum Schluss nur wenige Personen ihren Rollen zuordnen. Das Leseerlebnis wurde leider dadurch getrübt, während ich die Idee zu dem Buch gut finde. Allzu viel zu diskutieren gibt es nicht, da man weiß wie der Krieg ausgegangen ist, aber man könnte die Handlung des Regisseurs hinterfragen. Insgesamt kann ich das Buch so nur als durchschnittlich bewerten.

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Miamous avatar

Rezension zu "Warten auf Goebbels" von Bernd Schroeder

Die Arche Noah...
Miamouvor einem Jahr

Im September 1944 versammelt der Regisseur Konrad Eisleben einen Trupp von Schauspielern im Dorf Altenburg, um die in Babelsberg zu riskant gewordenen Dreharbeiten eines Films fortzusetzen. Im Auftrag des Propagandaministeriums soll der Film die Bevölkerung auf den Wiederaufbau nach dem Endsieg einstimmen. Die Premiere ist für den 1. Mai 1945 geplant. Doch Eisleben hat keine Eile den Dreh zu beenden, er sieht das Projekt eher als „Arche Noah“ um die zwangsverpflichteten Schauspieler vor einem Einsatz an der Front zu bewahren. Und er nutzt die Zeit um die vorgesehene utopische Schnulze in einen realitätsnahen Film umzumodeln, um damit die Alliierten quasi um den Finger zu wickeln.

Soweit der Inhalt. Gekonnt verbindet der Autor Bernd Schroeder damit eine fiktive Geschichte und haucht ihr aber gleichzeitig sehr viel Realität ein. Die Handlung besteht aus zwei Wirklichkeitsebenen, was zum einen der Filmdreh selbst ist, wo die Schauspieler auch wirklich mit ihren Rollennamen angesprochen werden und die „Wirklichkeit“ an sich – also diese Welt, in der die Schauspieler leben. Dabei wirkt die gesamte Szenerie wie ein Kammerspiel in sich, da es in der Filmcrew natürlich sehr menschelt und einer mit den anderen seine Konflikte austragen muss.

Die Charaktere erscheinen am Anfang sehr viel und man verwechselt sie mitunter auch, was sich irgendwie durch das gesamte Buch zieht. Schroeder trennt sie zwar in ihren Charaktereigenschaften voneinander und spickt seine Filmcrew mit den Obernazis, die voll und ganz an den Endsieg glauben, jenen, die Mitläufer sind und jenen, die versuchen wie die Made im Speck zu leben, ohne wirklich an die Naziideologie zu glauben. Trotzdem merkt man sich bis zum Ende hin nicht, wer jetzt eigentlich wer ist. Aber der Autor bietet dem Leser das breite Spektrum seiner Figuren an, da er sie zwischendurch in Kapitelauszügen vorstellt. Im Grunde steht und fällt das Buch mit den Charakteren, da die Handlungsbogen an sich ja eher flach bleibt. Der Autor spielt mit den Figuren und auch mit seinen Lesern, da man oft schmunzeln muss, trotz des sehr ernsten Themas. Trotzdem zieht er die Geschehnisse rund um die Nazis niemals ins Lächerliche, was Bernd Schroeder sehr hoch anzurechnen ist.

Das Endezeigt dann, das eigentlich nicht auf Goebbels, sondern bereits auf die Alliierten gewartet wurde. Es bleibt sehr offen und man weiß als Leser nur bedingt, was aus den Charakteren geworden ist. An sich stört mich bei einem Buch, wenn das Ende zu offen bleibt, hier allerdings weniger, weil man ja aus der Geschichte weiß, was aus den Menschen nach dem Krieg geworden ist, angefangen bei dem Prozess der Entnazifizierung bis hin zum Wiederaufbau. Man kann sich daher einiges zusammenreimen.

Dazwischen bekommt der Leser immer wieder Tagebucheinträge von Goebbels, die ja heute als wichtiges Zeitzeugnis rund um die Naziideologien gelten. Und es gibt im Roman auch immer wieder Texte, die wie Zeitungsausschnitte wirken und den Leser in die Realität der damaligen Zeit holen.
Ein sehr spezielles Leseerlebnis!

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