Bernd Schroeder Auf Amerika

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Inhaltsangabe zu „Auf Amerika“ von Bernd Schroeder

Ein Junge wächst während der Nachkriegsjahre im oberbayerischen Hausen auf. Die Mutter aus gutem Berliner Hause, der Vater ein Taugenichts mit Nazivergangenheit, der sich großspurig durchs Leben schlägt, gleichermaßen akzeptiert und belächelt. Der Junge hat im Dorf nur einen Vertrauten, den Knecht Veit. Keiner kennt ihn wirklich, und er hat ein Geheimnis: Es heißt, er war zwei Wochen in Amerika.
Bernd Schroeders Roman erzählt von der Beengtheit der ländlichen Idylle und dem Wunsch nach dem Aufbruch in eine neue Welt. Er schafft ein Gesellschaftsbild der Nachkriegszeit, das einen ganz anderen Blick auf Schuld und Sühne wirft.
Ein kurz nach dem letzten Krieg: Bernd Schroder erzählt von seiner Kindheit und Jugend, wie viel sie hatten, wie sie aber langsam in Vergessenheit gerät.
Der Junge ist in einem Flüchtlingslager auf die Welt gekommen und wächst auf während der Nachkriegsjahre im oberbayerischen Hausen. Seine Eltern könnten kaum unterschiedlicher sein: die Mutter eine Tochter aus gutem Berliner Hause, die sich an das Landleben nicht gewöhnen will; der Vater ein redseliger Taugenichts, über dessen Nazivergangenheit alle freundlich schweigen. Nur langsam kommt der Junge dahinter, was sein Vater wirklich getan hat, was wahr ist und was falsch. Und dabei hat er nur einen Vertrauten, den Knecht Veit, der keinen Nachnamen hat und keine Vergangenheit, den keiner im Dorf wirklich kennt, der aber etwas besitzt, was kein anderer hat: eine große Geschichte. Denn früher einmal, da ist er in Amerika gewesen, sagt er…
Bernd Schroeders „Auf Amerika“ ist ein Roman voller Geschichten, konzentrierter Szenen und Porträts, alle zusammen entwerfen sie das Bild eines Dorfes und seiner Menschen, wie wir sie heute nicht mehr kennen. Entstanden ist ein Gesellschaftsbild der Nachkriegszeit, voller Situationskomik und Scharfsinn. Aus der Perspektive eines kleinen Jungen wirft Bernd Schroeder einen ganz anderen Blick auf die Fragen nach Schuld und Sühne.

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  • Rezension zu "Auf Amerika" von Bernd Schroeder

    Auf Amerika

    ChaosQueen13

    04. October 2012 um 20:47

    »Auf Amerika« Autor und Sprecher Bernd Schröder – hier handelt es sich um eine Erzählung aus einem Dorf in Bayern über glückliche Kindheitserinnerungen, den Freunden, Hochwürden, dem Lehrer und das große Geheimnis des Knechts. Der Ich-Erzähler beginnt damit, dass durch den Krieg seine Eltern aus Berlin raus mussten und sie erst einmal in einem Flüchtlingslager lebten, wo er geboren wurde, bevor sie nach Hausen beim Lammerbauer 2 Zimmer zugeteilt bekamen. In diesem Dorf leben 365 Menschen, also überschaubar und alle wussten über alles was im Dorf geschah. Es gab keine Geheimnisse, auch wenn man diese oft nicht aussprach. Nach 2 Jahren bekamen sie ein Haus, welche sie als “Schuhschachtel” bezeichneten. Er wollte gar nicht in das neue Haus, sondern wäre lieber bei der Lammermutter geblieben. Hier wird vom Knecht Veit erzählt, der am gleichen Tag wie er Geburtstag hat. Vom Veit der alles wusste, von ihm konnte man mehr lernen als vom Lehrer. Vom Veit der eines Tages einen Brief vom Notar bekam und danach für 10 Tage verschwunden … „Auf Amerika!“? Vom Veit der Weidenpfeifchen schnitzen konnte und die nur mit einem Zauberspruch funktionierten. Vom Veit der seine „Hakelstecken“ schön fand. Es wird von Rosa erzählt, die heimliche große Liebe, die in der Schule eine Bank vor ihm saß und wegen ihr konnte er keine richtigen „Hakelstecken“ malen, denn mit Liebe im Kopf kann man das nicht. Es wird vom Lehrer, der sehr oft zur Züchtigung den Schlagstock benutzt erzählt und vom Pfarrer, obwohl er nicht getauft war, durfte er das Kreuz bei einer Prozession tragen und er schritt ganz feierlich und stolz hinter dem Pfarrer her. Vom Ludwig und sein Paradies wo man nach Herzenslust spielen und seine Kindheitsträume ausleben konnte, aber vor allen Dingen wird vom Knecht Veit erzählt, der egal was passierte nichts so leicht aus der Ruhe bringen konnte. Den er mehr liebte als sein Vater. Viele Jahre später kommt er noch einmal an die Stätte seiner Kind- und Jugendzeit zurück und mit Trübsal muss er erkennen, dass sich alles verändert hat, viele sind in der Zwischenzeit weggezogen und die Älteren verstorben auch seine Eltern sind tot. So wie es halt im Leben ist, auch wenn man darüber melancholisch wird. Den Lauf der Zeit kann man nicht aufhalten. Bernd Schröder erzählt diese Geschichte und die einzelnen Personen so interessant und lebhaft, dass man sich das Dorf Hausen und seine Bewohner vorstellen kann. Ein großes Lob! Ich habe es nun schon 3x komplett gehört und werde es bestimmt wieder anhören. Sehr empfehlenswert.

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