Bernd Schroeder Hau

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Inhaltsangabe zu „Hau“ von Bernd Schroeder

Korsika, Mai 1901: Ein junger Mann im Leinenanzug, die Jacke über der Schulter, schlendert lässig über den weiten Strand. Zwei junge Frauen, Schwestern, folgen ihm mit den Blicken. Die eine, Lina Molitor, wird mit ihm fliehen, ihn heiraten, nach Amerika gehen. Karlsruhe, sechs Jahre später: Der junge Mann, Karl Hau, steht vor Gericht. Er soll seine Schwiegermutter ermordet haben. Lina nimmt sich das Leben. Auf die Menschen in der badischen Provinzstadt wirkt Hau verstörend: selbstsicher, arrogant, hochintelligent, ein Hochstapler, Frauenheld und Verschwender, und zugleich ein liebevoller Familienvater. Obwohl er die Tat immer bestreitet, wird er zum Tode verurteilt, dann zu lebenslanger Haft begnadigt. 1924 kommt er frei und verfaßt zwei heißumstrittene Bestseller über seinen Fall. In einem mitreißenden Roman, der das Innerste seiner Figuren ausleuchtet, hat Bernd Schroeder die Geschichte eines rätselhaften Kriminalfalles geschrieben, eines der großen Sensationsprozesse im letzten Jahrzehnt des Deutschen Kaiserreiches. Der Roman entwirft ein ungeheuer dichtes Zeitbild, und selten kommt ein Autor so dicht an den Charakter von Menschen, die in ihrem Netz aus Liebe und Verrat, Verbrechen und Strafe zugrunde gehen.

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  • Ein Hochstapler auf der Anklagebank

    Hau
    PaulTemple

    PaulTemple

    Wer ist bloß dieser Mann? Karl Hau, Anfang Zwanzig, verdreht im Jahr 1901 durch sein charmantes, joviales Auftreten einer ganzen Adelsfamilie den Kopf, flieht später mit der ältesten Tochter in die Schweiz, heiratet sie, beginnt eine Anwaltskarriere in den USA, - und steht knapp sechs Jahre später wegen Mordes an seiner Schwiegermutter vor Gericht, ein Sensationsprozess sondergleichen. Ein schwer zu fassender Charakter, der sich perfekt jeder Situation anpasst, durch protziges, geldverschwenderisches Verhalten auffällt und so die knapp 80.000 Mark Mitgift seiner Ehefrau verprasst. Ein Hochstapler? Definitiv. Aber ein Mörder?... Schroeder nährt sich der historischen Figur, indem er die vorhandenen Fakten der Ereignisse (Zeugenaussagen, Briefe etc) geschickt miteinander verwebt und durch fiktionale Elemente behutsam ergänzt, so dass ein spannender und auch historisch interessanter Roman vorliegt, dem ich jedem geschichtsinteressierten Leser empfehlen kann!

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