Bernd Siggelkow , Wolfgang Büscher Deutschlands sexuelle Tragödie

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Inhaltsangabe zu „Deutschlands sexuelle Tragödie“ von Bernd Siggelkow

Die Autoren bringen ein Tabuthema offen zu Sprache Deutschlands Kinder und Jugendliche haben immer früher Sex, wissen aber oft nicht, was Liebe ist. Jetzt hat ihnen jemand zugehört: Bernd Siggelkow, Gründer der »Arche« in Berlin, und Journalist Wolfgang Büscher waren tief erschüttert, von dem was sie in unzähligen Gesprächen erfuhren. Nicht nur haben sie immer früher Sex, sondern auch immer häufiger, mit ständig wechselnden Partnern, mit völlig Fremden und ohne Scham auch öffentlich. Sex als Ware, als Droge, als Ersatz für fehlende Liebe, Geborgenheit und Werte. Einfühlsam gehen die Autoren einem brennenden Problem unserer Zeit auf den Grund und begeben sich auf die Suche nach Auswegen.

Die Arche ist super toll für das was sie leistet. Aber für mich war das Buch nix neues an Info und somit uninteressant.

— Frl-Jette-Babette
Frl-Jette-Babette

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    Deutschlands sexuelle Tragödie
    Frl-Jette-Babette

    Frl-Jette-Babette

    26. February 2014 um 11:57

    Dieses Buch ist schon gut gemacht aber für mich ein Fehlkauf. Es ist schon traurig wie es in bestimmten teilen Deutschlands ablaüft. Aber da ich mich mit diesem Thema schon beschäftigt hatte, habe ich durch dieses Buch nichts neues Erfahren. Es werden verschiedene Schicksale von Jugendlichen niedergeschrieben, wie sie über Sex denken oder was ihre ersten Erfahrungen waren. Also für die Jenigen die noch nicht wissen das der Pronokonsum die heutige Jugend zerstört und die Arbeitslosigkeit auch dazu beträgt, der soll es lesen. Für alle die es schon wissen, die können ihr Geld in bessere Bücher investieren.

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  • Rezension zu "Deutschlands sexuelle Tragödie" von Bernd Siggelkow

    Deutschlands sexuelle Tragödie
    miss_marpel

    miss_marpel

    10. April 2012 um 19:23

    Dieses Buch enthält Lebensgeschichten aus der Arche. Die Arche ist eine Anlaufstelle für Kinder in Berlin, hier erhalten sie Essen, Hausaufgabenhilfe sowie ein sinnvolles Freizeitangebot. Viele Kinder, die dort nach der Schule hinkommen, erhalten dort ihre erste Mahlzeit des Tages. Das allein ist schon erschreckend genug. Viel schlimmer jedoch sind die Geschichten, die dieses Buch erzählt. Sie handeln über die sexuellen Erfahrungen und Einstellungen der Kinder. Sehr schockierend und aufwühlend. Ich bin sehr froh, das es die Arche gibt, um diesen Kindern wenigstens eine Anlaufstelle für ihre Sorgen und Probleme zu bieten. Ein ergreifendes Buch. Viele Geschichten sind mit Vorsicht zu lesen weil sie triggern können. Bei einigen Geschichten mußte ich weinen weil sie mich so sehr bewegt haben.

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  • Rezension zu "Deutschlands sexuelle Tragödie" von Bernd Siggelkow

    Deutschlands sexuelle Tragödie
    kathwie

    kathwie

    24. April 2010 um 13:45

    Ich bin erzieherin und daher ist es mir leider nicht unbekannt wie sexuell verwahrlost unsere Jugend zum Teil doch ist. Die Geschichten mögen real und zum Aufrütteln wie geschaffen sein. Aber es wirkt trotzdem für mich so als wenn dieses Buch eher von einem Reporter eines Boulevardmagazins geschrieben worden wäre. Die traurigen Geschichten unserer Jugend aufzuzählen wirkt für mich zu leicht. Es gibt hier leider keinerlei Analysen oder Reflektionen warum unsere Jugend so ist und was wir dagegen tun können. Natürlich sind diese Fragen nicht so leicht und pauschal zu beantworten aber dennoch fehlt mir dies in dem Buch. Zum Ende hin wird "der anonyme Chatraum" aufgegriffen und ein Schlusswort von 5 Seiten angehängt aber ich denke, dass gerade für Menschen die in diesem Bereich eher weniger Ahnung haben, ein bischen mehr Info schon schön gewesen wäre. Dennoch ein Buch das zum Nachdenken und weiter Informieren anregt.

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  • Rezension zu "Deutschlands sexuelle Tragödie" von Bernd Siggelkow

    Deutschlands sexuelle Tragödie
    Bookie

    Bookie

    11. January 2010 um 14:26

    ein oberheftiges Buch, bei dem sich mir hin und wieder der Magen umdrehte. Aufrüttelnd und schockierend.

  • Rezension zu "Deutschlands sexuelle Tragödie" von Bernd Siggelkow

    Deutschlands sexuelle Tragödie
    roseF

    roseF

    03. May 2009 um 11:27

    Wow, was für ein Schocker! In nur 2 Tagen habe ich dieses bis ins Mark erschütternde Buch verschlungen. Bernd Siggelow von der Arche Berlin hat hier ein Buch herausgebracht mit echten Geschichten von Kindern aus der Arche. Die Arche in Berlin, aber auch in anderen Städten wie Köln oder Potsdam, ist eine Einrichtung für Kinder und Jugendliche aus sozialbenachteiligten Familien, wo sie eine angemessene Freizeitgestaltung sowie regelmäßige Mahlzeiten bekommen. Auch für persönliche Betreuung der Jugendlichen ist dort gesorgt. Denn oft erfahren die Kinder aus der sogenannten Unterschicht (aber auch aus anderen Sozialschichten) zu wenig Liebe und Zuwendung von ihrer Familie daheim, da diese nur mit sich selbst und ihren eigenen Problemen beschäftigt ist. Das Buch "Deutschlands sexuelle Tragödie - wenn Kinder nicht mehr lernen, was Liebe ist" beschreibt den Umgang der Kinder und Jugendlichen aus solchen Familien mit dem Thema Sex und das ist wirklich sehr schockierend. Teilweise spielen die kleinsten Kinder im Alter von 8 Jahren schon sogenannten GangBang (also Gruppensex) nach, andere Kinder und Jugendliche sehen ihren Müttern regelmäßig beim Sex mit ihren Partnern zu. Das führt dazu, dass diese Kinder und Jugendlichen keinen normalen Bezug zum Thema Sex bekommen, sich schon sehr früh unter Druck gesetzt fühlen, auch Sex haben zu müssen (teilweise schon im Alter von 10 Jahren!!!) und im späteren Leben sehr schwer feste Beziehungen führen können. Das Buch ist vom Aufbau her wirklich gut gestaltet, da es sich um kurze einprägsame Lebensläufe der Kinder handelt sowie um Beschreibungen ihres Verhältnisses zur Sexualität. Ich habe desöfteren nur mit offenem Mund gelesen, weil ich so entsetzt war. Jeder sollte dieses Buch lesen um zu verstehen, dass unsere Kinder Liebe und Zuneigung bekommen müssen um gewappnet zu sein, vor rohem äußeren Einfliuss. Genauso sollte das Thema Sexualtität von früh an besprochen werden und die Kinder ordentlich aufgeklärt werden, denn auch in Bezug auf die Verhütung und Krankheiten gibt es bei den Jugendlichen enorme Defizite. Ein wirklich beklemmendes Buch!!!

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  • Rezension zu "Deutschlands sexuelle Tragödie" von Bernd Siggelkow

    Deutschlands sexuelle Tragödie
    Wrathchild

    Wrathchild

    01. April 2009 um 14:57

    Der Leiter Bernd Siggelkow und der Pressesprecher Wolfgang Büscher 'Der Arche' Berlin Hellersdorf haben sich erneut den Schicksalen ihrer Schützlinge angenommen und ein Buch darüber geschrieben. **. Und dieser Titel ist mehr als passend. Die Geschichten der Jugendlichen sind wirklich traurig, erschreckend und aufwühlend. Kinder und Jugendliche der heutigen Zeit wissen sich meist nur noch durch Ihr Sexualverhalten zu behaupten. Zu Hause werden sie mit wechselnden Partnern, Pornofilmen und Freizügigkeit konfrontiert. Ebenso in den Medien. Es herrscht eine emotionale Armut in deutschen Familien. Auf die Tätigkeiten der Kinder wird kaum noch geachtet und Gespräche bleiben zu Hause meist ganz aus. Wenn ich lese, dass Mütter sich mit Ihren Töchtern die Partner oder auch das Bett teilen und die Eltern sogar stolz auf die sexuellen Aktivitäten ihrer Sprösslinge sind, frage ich mich, was in diesen Haushalten schief läuft. Im Buch selbst werden viele verschiedene Geschichten erzählt und jede steht für sich, doch Parallelen dieser verschiedensten Leben sind nicht zu verkennen. Die Sammlung an Erfahrungsberichten zeigt ganz klar auf, dass die Jugendlichen durch Ihr Sexverhalten meist nur Geborgenheit suchen und dies meist schon in den frühesten Jahren. Das jüngste Beispiel war ein Mädchen, welches mit 9 Jahren Ihr erstes Mal hatte. Was läuft in der heutigen Gesellschaft schief, wenn Jugendliche andere ausgrenzen, weil diese keinen Alkohol, keine Drogen zu sich nehmen, kein erstes Mal hatten und regelmäßig zur Schule gehen? Das Buch ist mit Sicherhei lesenswert. In Zeiten wie diesen darf man dankbar für Einrichtungen wie 'Die Arche' sein.

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  • Rezension zu "Deutschlands sexuelle Tragödie" von Bernd Siggelkow

    Deutschlands sexuelle Tragödie
    secretdanny

    secretdanny

    18. January 2009 um 12:47

    Die sexuelle Verwahrlosung unserer Kinder Jana ist 14 Jahre alt und wohnt gemeinsam mit ihrer 15 Jahre älteren Mutter in einer Berliner Plattenbausiedlung. Ob Jana stolz auf ihre Mutter ist? Gar keine Frage! Immerhin hat diese erfahrene Frau den eigenen Angaben zufolge bereits mit mehr als 100 Männern geschlafen. Jana selbst hatte ihr „erstes Mal“ mit zwölf und kann sich heute ein Leben ohne Sex kaum noch vorstellen. Nicht selten schauen sich Mutter und Tochter abends gemeinsam Pornofilme an um neue Stellungen zu lernen. Vielleicht darf Jana demnächst auch mal ihrer eigenen Mama beim Akt zusehen, denn diese gibt zu, dass sie dieser Gedanke auch „ein wenig scharf macht“. Dem Papa wird es wohl auch egal sein. Er hat seine eigene Tochter bisher noch nie gesehen, geschweige denn väterliches Interesse an dem biologischen Endprodukt der kurzen, durch intimen Spaß geprägten Nacht bekundet. Länger als zwei oder drei Jahre eine Beziehung mit ein und demselben Mann zu führen kann sich die heute 14 Jährige nicht vorstellen. Aus sexueller Sicht betrachtet ist für Jana nach einem Jahr bekanntermaßen ohnehin die Luft raus. Einen gewissen Kick bringt die körperliche Nähe da sicherlich nicht mehr mit sich. Janas jetziger Freund ist 40 Jahre alt. Kennengelernt hat sie ihn im Internet. Auch hier hat die Mama keine Einwände, immerhin werden Mutter und Tochter jetzt zum Einkaufen gefahren. Ein eigenes Auto haben die beiden nicht. Anders als Jana ist Jessie (17) nicht auf die Mama, sondern vielmehr auf sich selbst stolz, wenn sie die Zahl ihrer bisherigen Geschlechtspartner bilanziert. 51 sollen es demnach gewesen sein. Was, wann, wo, mit wem wie gemacht wurde, weiß Jessie nicht aus dem Effeff. Für diesen Fall zieht sie ihr sauber geführtes Tagebuch zurate. Doch das allein ist längst nicht alles was Jessie den Mitarbeitern der Arche (am Ende des Artikels näher beschrieben) zu berichten hat. Hin und wieder erwischt sie ihre eigene Mutter mit einem ihrer (jugendlichen) Exfreunde im Bett. Dass ihr das etwas ausmachen würde, kann Jessie nicht behaupten. »Mutter und Tochter hatten sogar schon einmal zusammen Sex mit zwei Jungs von 15 und 17 Jahren. Das hatten die beiden einmal in einem Porno gesehen und wollten es nun selbst ausprobieren.« Diese Zeilen schockieren Sie? Dann darf ich Ihnen an dieser Stelle herzlich dazu gratulieren, dass Sie als Leser/in zu einer mehr und mehr in sich zusammenschrumpfenden Masse der Gesellschaft zählen, die die Schilderungen dieser beiden Schicksale als abnorm einstufen. Denn die traurige Wahrheit ist, dass den Angaben der Autoren zufolge die Zahl jener Menschen, die die Meinung vertritt, dass solche Dinge „normal“ seien und das Verständnis zum Thema Sex in Bezug auf die eigenen Kinder dadurch gefördert wird, exponential steigt. In vielen solcher Kurzgeschichtenformen erschließen uns Bernd Siggelkow und Wolfgang Büscher die makaberen Schicksale jener Kinder und Jugendlichen, mit denen sie tagtäglich zu tun haben und die dem Anschein nach auch keine Einzelfälle zu sein scheinen. »Ein sonst eher stilles Mädchen sagte mir, sie haben mit neun das erste Mal Geschlechtsverkehr gehabt. Ihre Mutti sei allerdings nicht sauer gewesen.« (SMS einer Sozialpädagogin im Auftrag der Arche aus der Einleitung des Buches) Wenn Kinder durch Frühsexualisierung die Fähigkeit für stabile Beziehungen verlieren sind die ethnischen Folgen für die Zukunft verheerend. Ein Problem, das sich in allen gesellschaftlichen Schichten findet, jedoch in sozialen Brennpunkten deutlich überwiegt. Durch eine teils vollkommene, mediale Verwahrlosung und einer nicht unbekannten Bildungsferne sind es meist Familien mit sozialschwachen Hintergründen, bei denen so manche Sprösslinge statt mit Bambi oder Arielle neuerdings mit harten Pornofilmen aufwachsen. Ob sie in Anwesenheit der Eltern oder allein geschaut werden, macht hierbei keinen Unterschied. Zu stören scheint es dort niemanden. Am wenigsten den Erziehungsberechtigten, der in einigen Fällen selbst nicht einmal „erwachsen“ ist. »Oft hat Aileen schon von ihren Freunden gehört, ihre Mutter sei eine Rakete im Bett. Viele der Jungs hatten sowohl mit der Tochter als auch mit der Mutter Sex, wenn auch nicht zur gleichen Zeit.« Schilderungen, die nicht selten Inhalt der Gespräche mit den Autoren und Mitarbeitern der Arche sind. Zunehmend weisen Siggelkow und Büscher auf das visuelle Teilhaben am Sexualleben der Eltern und ihrer meist häufig rotierenden Partner hin. Kinder und Jugendliche, die auf engstem Raum lebend ständig mitbekommen, was in den Räumlichkeiten passiert, sind keine Ausnahme. Hin und wieder dürfen sie zuschauen oder werden selbst von den Eltern beim Masturbieren oder beim viel zu frühen Beischlaf beobachtet, der mit Stolz honoriert wird. Ob das eigene Kind in absehbarer Zeit seinen Schulabschluss schafft, scheint demnach egal. Vielmehr zählt der Zeitpunkt des Eintritts ins Erwachsenenleben, der Tag, an dem die Unschuld verloren geht. Ein trauriges Bild, bei dem jegliche Schamgrenzen aller Beteiligten fallen. Die Beziehungsunfähigkeit der eigenen Eltern, der häufige und offenkundige Konsum von – oftmals harter – Pornografie und Musiktexten von (Porno) Rap Idolen wie Bushido, Aggro Berlin oder Frauenarzt ebnen den Weg in eine ethnische Katastrophe. Dass einer der Rapper einen Sohn hat, diesem aber verbietet die Musik des Papas zu hören ist dabei nur die Spitze des Eisberges, bei dem sexuelle Straftaten im Sprechgesang gelobpreist werden. Doch auch die Aufklärung ist bei heutigen Kindern und Jugendlichen vor allem in sozialen Brennpunkten eine andere und vor allem eigene. Ebenso wie die moderne Variation des Flaschendrehens, bei dem minderjährige Geschlechtspartner einander untereinander „erzocken“. Dass die Verhütung dabei gut und gern vorsätzlich „vergessen“ wird ist kein Geheimnis. Ein wirkliches Geheimnis bleiben dabei vielmehr die Quellen moderner, latexferner Verhütungsmethoden, wie das Einschütten eines Löffels warmer Cola in die Vagina unmittelbar nach dem Akt. Ebenso verbreitet scheinen die Kurzsprints um den Häuserblock oder das Schütteln des Mädchens, wobei man es auf den Kopf stellt. Hoch im Kurs der modernen Freizeitbeschäftigungen sind vor allem sogenannte „Homepartys“, bei denen reichlich Alkohol und Drogen konsumiert werden, um die eigenen Hemmschwellen zu betäuben und ungeschützten Gruppensex (mod. Gangbang) zu haben, der manchmal auch gefilmt und ins Netz gestellt wird. Demnach sind Partys solcher Art nicht selten, wo es sich ein Pärchen angeregt auf dem Sofa gemütlich macht und ein anderes zeitgleich daneben kopuliert. Etwas Außergewöhnliches ist dies für Jugendliche dem Anschein nach schon lange nicht mehr. »Vor allem durch eine Lied- und Jugendkultur, die junge Frauen zu einer Körperware reduziert, wird eine sexuelle Verwahrlosung bei Jugendlichen gefördert.« (Christian Pfeiffer | Süddeutsche Zeitung vom 14.05.2007) Sex füllt für sie die Leere, wird zum Konsumgut und zum Ersatz, wo es an geeigneten Freizeitaktivitäten mangelt. Konkurrenzkämpfe zwischen Müttern und Töchtern um den Geschlechtspartner, fünfzehnjährige Mädchen, die ihre selbst gedrehten Homevideos für 10 Euro an Freunde und Bekannte verkaufen, Vergewaltigungsfälle unter Minderjährigen und Sex als Leistungsmaßstab in einer perspektivlosen Partygesellschaft. Eindrucksvoll und erschreckend zugleich geben Bernd Siggelkow und Wolfgang Büscher einen tiefen Einblick in ihre Arbeit mit den Jugendlichen, die selbst nicht einmal wissen, wo ihr eigenes Leben einmal hinführen wird. Wo sind die Schuldigen zu suchen und welche Spätfolgen und zukünftigen Auswirkungen wird eine sexuell verwahrloste Generation mit sich bringen, wenn schon jetzt elfjährige Knirpse in den Schritt von wildfremden Menschen greifen und vulgäre Ausdrücke hinausschreien, Kinder von Kindern vergewaltigt werden und Kinder im Beisein ihrer Eltern Geschlechtsverkehr haben? Wie sind diese Kinder zu schützen und wo sind mediale Grenzen zu setzen und entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen? »Wir dürfen uns nicht wundern, dass immer mehr Kinder Opfer von Pädophilen werden, denn auch diese Menschen haben erkannt, wie liebeshungrig unsere Kids geworden sind, und nutzen genau das aus.« Aber es macht ja so mancher Mama nichts mehr aus, dass die eigene Tochter im zarten Alter von 14 Jahren einen Freund mit nach Hause bringt, der 26 Jahre älter ist. Hauptsache er hat ein Auto und kann die Mama zum Einkaufen fahren… Glücklicherweise öffnet uns die Arche jetzt ein wenig die Augen und greift dieses brisante Thema der sexuellen Verwahrlosung auf. Die Arche stellt sich vor (Text aus dem Buch übernommen) Das Kinder- und Jugendzentrum „Die Arche“ wurde 1995 in Berlin gegründet. Träger des Zentrums ist das christliche Kinder- und Jugendwerk e.V. Ziel des Vereins ist es, Kinder von der Straße zu holen, sinnvolle Freizeitaktivitäten zu bieten und gegen soziale Not anzugehen sowie Kinder wieder in den Mittelpunkt der Gesellschaft zu stellen und dies mittlerweile in Hamburg, München, Potsdam, Köln und Berlin. Zurzeit betreut die Arche allein in ihrem „Haupthaus“ in Berlin-Hellersdorf täglich bis zu 500 Kinder, Jugendliche und Eltern in offenen und festen Freizeitangeboten. Hierzu gehören zum Beispiel Hausaufgabenhilfe, diverse Spiele, einmal im Monat eine Kindergeburtstagsparty, ein Tanzworkshop sowie verschiedenste Sportangebote. Außerdem gibt es regelmäßige Freizeitcamps, die es auch sozial benachteiligten Kindern ermöglichen sollen, einmal in die Ferien zu fahren. Die Kinder kommen ebenfalls in die Arche, um eine warme, vollwertige und vor allem kostenlose Mahlzeit zu sich zu nehmen. Die Aufgaben, die der Verein übernommen hat, kann er nur mit Unterstützung der Bevölkerung bewältigen. Die Arche finanziert sich daher zu fast 100 Prozent aus Spendengeldern. Um die nötige Aufmerksamkeit zu erreichen, macht der Verein auf die Situation der sozial schwachen Kinder in Deutschland aufmerksam, nennt Ursachen und Missstände, sucht Verantwortliche und Partner in der Politik und tritt selbst als „Experte“ auf – aufgrund von Erfahrungen auf diesem Gebiet. Ganz nach dem Leitmotiv „Prävention statt Reaktion“. 2005 erhielt der Leiter und Gründer der Arche, Bernd Siggelkow, den „Verdienstorden des Landes Berlin“ und im Jahr 2008 den Berliner Kulturpreis und das „Bundesverdienstkreuz“. Die Arche selbst wurde durch die „Internationale Liga für Menschenrechte“ mit der „Carl-von-Ossietzky-Medaille“ gewürdigt. Ziel und Vision des Vereins „Die Arche“ ist es, im gesamten Bundesgebiet „Archen“ als feste Institutionen zu „verankern“. Denn die Armut, besonders bei den Kindern in unserer Gesellschaft, nimmt immer weiter zu. Helfen Sie zu helfen und unterstützen Sie die Arche in ihrer Arbeit (Die Arche, Bank für Sozialwirtschaft. Kto.Nr. 30 30 100, BLZ 100 205 00).

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  • Rezension zu "Deutschlands sexuelle Tragödie" von Bernd Siggelkow

    Deutschlands sexuelle Tragödie
    Feli

    Feli

    18. November 2008 um 18:09

    Bernd Siggelkow, der Gründer der "Arche" in Berlin, hat nun sein zweites Buch über "die Arche-Kinder" herausgegeben. "Deutschlands sexuelle Tragödie" ist sehr erschütternt, da Siggelkow viele Beispielgeschichten in sein Buch aufgenommen hat, die sich sehr erschreckend lesen. Ich hätte mir von diesem Buch noch gewünscht, dass gesagt wird, was jeder Einzelne gegen die sexuelle Verwahrlosung tun kann.

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